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Bulls Darts


Titelverteidiger mit lockerem Sieg zum Auftakt

Am dritten Tag des World Matchplay 2017 wurden die letzten Erstrundenpartien bestritten. Titelverteidiger Michael van Gerwen startete dabei gegen Stephen Bunting ins Turnier und ging als klarer Favorit ins Rennen. Im Duell der Australier wollte Simon Whitlock gegen Kyle Anderson zeigen, wer die Nummer eins des Landes ist. Geheimfavorit Rob Cross hatte mit „Diamond Dab“ Ian White einen harten Kontrahenten. Auch Adrian Lewis war gegen Steve Beaton nicht automatisch für die nächste Runde qualifiziert.

Whitlock erinnert an erfolgreiche Zeit


Kyle Anderson unterlag beim World Matchplay im Duell der Australier Schatten

Direkt zu Beginn des Abends gab es das Duell der Australier. Simon Whitlock bekam es mit Kyle Anderson zu tun. Die beiden trafen sich erstmals im Jahr 2005 bei den Australian Darts Masters. Damals gewann Whitlock im Finale gegen den 17 Jahre alten Anderson. 12 Jahre später war ein Favorit nicht auszumachen und beide erwischten auch einen guten Start. Beide verpassten im ersten Leg direkt ein High Finish. Whitlock die 107 und Anderson 130 auf die Doppel-5. So holte sich Simon doch die Führung, die Kyle aber mit einem 105’er Finish via Bull, 15, Tops ausgleichen konnte. Danach hatte Whitlock einen kleinen Lauf. Bis zur ersten Pause gab er kein Leg mehr ab und zeigte sich extrem ruhig und fokussiert. Ihm gelangen sogar vier perfekte Darts. Dies toppte Kyle nach der ersten Unterbrechung. Er startete mit sechs perfekten Darts und spielte einen 10-Darter. Das brachte den „Wizard“ aber keineswegs aus der Ruhe. Er spielte ganz locker sein Spiel weiter und erinnerte in seiner gelassenen Körpersprache an seine erfolgreiche Zeit. Mit einem großen Selbstverständnis und einem 119’er Finish unter leichtem Druck, brachte er sich bis auf 7:2 in Führung. Zu diesem Zeitpunkt hatte er eine Doppelquote von 77,79%. Für Anderson war es eine schwierige Partie. „The Original“ spielte eigentlich ebenfalls gut mit, jedoch machte er auf Doppel ein paar Fehler zu viel und lag so schon weit hinten. Doch es gab nochmal Hoffnung. Er legte seinerseits einen kleinen Lauf hin und profitierte von etwas Pech bei Whitlock. Dieser traf mit einem Dart die Doppel-10 zum Leggewinn, jedoch sprang der Dart wieder raus. So verkürzte Kyle unter Druck auf 5:7 und alles schien wieder drin zu sein. Simon aber blieb weiter ruhig. Er holte sich das 8:5 und warf eine starke 170 um sich im Leg darauf Tops zu stellen. Kyle konnte nicht auschecken und so holte Whitlock ein weiteres Break, welches den Grundstein zum 10:5-Erfolg legte.

Simon Whitlock ist auch 2017 der beste australische Dartspieler Schatten

Im Anschluss folgte ein Duell, bei dem man sich nicht sicher sein konnte, wie es enden würde. Adrian Lewis traf auf Steve Beaton. Im direkten Duell konnte sich jeder der beiden sechs Siege holen und auch heute wirkte Beaton nicht chancenlos. Lewis hatte sich zuletzt wegen der Geburt seines Kindes ein wenig zurückgenommen und war damit vielleicht auch noch nicht wieder ganz im Rhythmus. Den besseren Beginn erwischte dennoch der „Jackpot“, der sich im dritten Leg das erste Break holen konnte und dieses mit einem 110’er Finish auch bestätigte. Dann ließ er jedoch vor allem im Score nach und eröffnete seinem Kontrahenten so die Chance zurück ins Spiel zu finden. Der „Bronzed Adonis“ nahm das Angebot gerne an und holte sich mit einer sehr guten Leistung drei Legs nacheinander um das Spiel auf 4:3 zu seinen Gunsten zu drehen. Von da an war es ein sehr ausgeglichenes Spiel. Vor allem in den eigenen Anwürfen waren die beiden extrem souverän. Nach zehn Legs stand es 5:5-Unentschieden und eine Tendenz war weiterhin nicht abzusehen.

Steve Beaton genoss sichtlich den Walk on beim PDC World Matchplay 2017 Schatten

Dann aber sollte das Leg folgen, was letztlich für die Entscheidung sorgte. Beaton vergab zwei Darts auf die Doppel-6 um erneut in Führung zu gehen und Adrian checkte 78 Punkte auf Tops zum Break. Dieses bestätigte er auch und damit rannte Steve nun hinterher. Zwar blieb er in den eigenen Anwürfen weiter richtig gut, spielte unter anderem einen 12-Darter mit 100’er Finish, konnte jedoch Adrian in dessen Legs nicht stark genug unter Druck setzen. So schaffte Steve nicht mehr die Wende und Lewis holte sich mit einem blitzsauberen 11-Darter den 10:7-Erfolg.

Adrian Lewis wurde beim World Matchplay seiner Favoritenrolle gegen Steve Beaton gerecht Schatten

Ian White lässt zu viele Chancen liegen


Stephen Bunting hatte beim World Matchplay 2017 keine Chance gegen den Titelverteidiger Schatten

Der Titelverteidiger des World Matchplays ist wie schon im letzten Jahr Michael van Gerwen. Dieser bekam es in der ersten Runde mit Stephen Bunting zu tun und galt natürlich als klarer Favorit. Dies untermauerte er auch von Beginn an. Schon im ersten Leg gelang ihm die erste 180. Bunting hatte zu Beginn Probleme, konnte nur in den eigenen Anwürfen wirklich mithalten. Dort bekam er allerdings auch einige Chancen, die er jedoch vergab. In den ersten sechs Legs waren es insgesamt sieben Darts, die er auf die Doppel werfen konnte, nicht einer steckte letztlich im Ziel. So brachte sich Michael locker mit 6:0 in Führung und legte ein 82’er Finish via Single Bull, Single Bull, Doppel-16 zum 7:0 nach. Die Partie war natürlich längst entschieden. Die Fans, die bei den Walk-Ons noch teilweise Stephen Bunting ausbuhten, sympathisierten allerdings inzwischen mit „The Bullet“, dem sie einen Leggewinn gönnten. Dieser gelang ihm auch im achten Leg, als er das Doppel unter großen Jubel traf. Trotz eines folgenden perfekten Starts hatte er jedoch keine Chance nachzulegen. Ein 102’er Finish sorgte aber immerhin für ein 2:8. Die ersten Chancen zum Matchgewinn hatte Michael van Gerwen im 13. Legs, jedoch verpasste er drei Mal die Doppel-19. Umso schöner beendete er das Match ein Leg später. Er brachte 160 Punkte ins Ziel und tütete damit den ungefährdeten 10:4-Sieg ein.

Die letzte Erstrundenpartie bestritten Ian White und der Geheimfavorit Rob Cross. Cross gilt als einer der stärksten Newcomer und konnte in diesem Jahr sogar schon Turniersiege einfahren. Seinen bisher letzten gewann er im Finale gegen seinen heutigen Gegner mit 6:5. In der Gesamtstatistik hatte White allerdings mit 3:1 die Nase vorn. Und schon im ersten Leg hatte „Diamond Dab“ die Breakchance, verpasste aber ein 151’er Finish auf Tops. Dies sollte zunächst auch der einzige Breakdart in dieser Begegnung gewesen sein. Beide Spieler zeigten sich in ihren eigenen Anwürfen sehr souverän und so ging Cross mit einer 3:2-Führung in die erste Pause.

Ian White musste sich als gesetzter Spieler beim World Matchplay geschlagen geben Schatten

Die Breakchancen sollten sich danach dann aber häufen. Gleich vier Möglichkeiten bekam Rob im ersten Leg nach der Unterbrechung, überwarf sich am Ende allerdings, als er die Doppel-13 statt die Doppel-4 traf. White brachte das Leg durch, vergab dann seinerseits ein 118’er Finish zum Break. Cross wirkte in der Phase etwas unruhig, konnte allerdings trotzdem etwas mehr Druck erzeugen. Und so gelang ihm nach der Führung auch tatsächlich, trotz eines verpassten 124’er Finishes, das erste Break, welches er auch bestätigte. Beinahe wäre ihm sogar der vierte Leggewinn in Folge gelungen, dies war ihm dann aber letztlich nicht vergönnt. Dennoch wirkte er wie der etwas souveränere Spieler, was er mit einem 125’er Finish zum 7:4 auch untermauerte. White blieb zwar nah dran, allerdings vergab er solche Finishes. Er konnte 121, 122 und 141 nicht auf null bringen, gab seinem Gegner so Chancen. Cross aber begann diese allmählich auszulassen und so kämpfte sich White mit einem Break auf 7:8 heran. Dieses konnte er allerdings nicht bestätigen und so war Cross nur noch ein Leg vom Sieg entfernt. Weil Ian White erneut zwei Chancen liegen ließ holte sich Rob Cross dieses wenig später und setzte sich somit 10:7 durch.

Rob Cross präsentierte sich auch beim World Matchplay in starker Form Schatten

Tobias Gürtler

World Matchplay

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