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Jonny Clayton triumphiert beim World Grand Prix

Am Samstagabend war es soweit: in der Morningside-Arena in Leicester fand das große Endspiel des World Grand Prix 2021 statt. Dabei standen sich zwei Waliser gegenüber: Weltmeister Gerwyn Price und Premier League-Champion Jonny Clayton. Die Frage nun: würde Price seinen Titel bei diesem Major-Turnier verteidigen, oder würde Clayton erstmals beim Grand Prix triumphieren? Zum Turniersieg benötigten beide Profis fünf gewonnene Sätze.

Auf dem Weg in sein schon drittes TV-Finale in diesem Jahr setzte sich Jonny Clayton gegen Callan Rydz, José de Sousa, Krzysztof Ratajski und zuletzt Danny Noppert durch. Mit einem Sieg heute würde sich Clayton bis auf Rang sieben der Weltrangliste katapultieren. Gerwyn Price erlebte seinen erfolgreichen Turnierauftakt gegen Michael Smith. Danach folgten Siege über Mervyn King, Dave Chisnall und Stephen Bunting, die Price in sein zweites Grand Prix-Finale brachten. In den bisherigen 16 Partien zwischen den beiden Walisern setzte sich Price elfmal durch, Clayton behielt bis dato fünfmal die Oberhand.

Price findet gegen den überragenden Gegner kein Mittel

Die erste Aufnahme des Weltranglistenersten war eine perfekte 160, die die Grundlage für einen 14-Darter zum Break bildete. Dieses frühe Break ließ sich Clayton allerdings nicht lange gefallen, er antwortete umgehend und legte im dritten Leg mit einem starken 12-Darter nach. Kurz darauf verpasste der „Iceman“ zwei Chancen, um den Decider herbeizuführen. Clayton ließ sich die Möglichkeit nicht entgehen, traf die Doppel-10 und brachte den Auftaktsatz auf seine Seite. „The Ferret“ kehrte mit einem 15-Darter zurück auf die Bühne und erzielte damit sofort das nächste Break, welchem er einen weiteren 15-Darter nachlegte. Allerdings gab Price den Durchgang noch nicht verloren, er verkürzte mit einem starken 11-Darter und erzwang im weiteren Verlauf das entscheidende fünfte Leg. Dort hätte Price 96 Punkte löschen müssen, er erarbeitete sich jedoch keinen Setdart. Clayton hatte nur noch 28 Zähler übrig, zeigte keinerlei Nerven und erhöhte seinen Vorsprung auf 2:0.

Nachdem Price mit einem Break in den besonders für ihn wichtigen dritten Satz gestartet war, wurde es richtig spektakulär. Im zweiten Leg positionierte sich Price bei 40 Rest, doch Clayton spielte das Maximum-Finish von 170 Punkten und schnappte ihm das Leg vor der Nase weg. Price reagierte im darauffolgenden Leg mit fünf perfekten Darts, nach neun Würfen hatte der Titelverteidiger nur noch 24 Zähler übrig. Doch Clayton machte ihm erneut einen Strich durch die Rechnung und ließ dem 170er-Finish ein 164er-Checkout folgen. Price zollte seinem Gegner für diese großartigen Checkouts Respekt, zeigte im vierten Leg ein 72er-Finish und sorgte auch hier für das Entscheidungsleg. Dort ließ Clayton bei seinem eigenen Anwurf nichts anbrennen, er benötigte lediglich 13 Würfe, um auf 3:0 davonzuziehen.

Clayton spielte bislang fantastische Darts, auf den Doppelfeldern unterlief ihm sowohl zum Start als auch zum Abschluss der Legs kaum ein Fehler. Anders sah es bei Price aus, der sich zu Beginn des vierten Satzes drei Patzer beim Double-Out leistete. Clayton nutzte diese Fehler selbstverständlich zu seinen Gunsten und legte kurz darauf mit einem Treffer in der Doppel-10 nach. Angesichts dessen stand Price unter erheblichem Druck, er kämpfte sich allerdings wieder zurück in den Satz. Unter anderem mit einem 14-Darter sicherte er sich zwei Legs nacheinander, sodass er im nun folgenden Decider sogar den Vorteil des Anwerfens besaß. Dort überstand er einen Setdart von Clayton auf dem Bullseye unbeschadet, ehe er selbst auf der Doppel-20 auf 1:3 aus seiner Sicht verkürzte.

Von diesem Satzverlust ließ sich Clayton nicht aus dem Konzept bringen, die ersten beiden Legs von Durchgang Nummer fünf gingen weitgehend problemlos an ihn. Weil er die ersten vier Setdarts in den Sand setzte, musste Clayton sich noch kurz in Geduld üben. Wenige Aufnahmen später zeigte er aber einmal mehr seine Klasse: mit einem 110er-Highfinish machte Clayton die 4:1-Führung perfekt. Während Clayton mit einen Break in den sechsten und möglicherweise schon letzten Satz startete und damit seinem großen Ziel wieder ein Stück näherkam, wurde die Luft für Price immer dünner. Symptomatisch für den gesamten Matchverlauf stand das darauffolgende Leg: Clayton beobachtete, wie Price knapp an 148 Restpunkten scheiterte und machte Sekunden später selbst 152 Zähler aus. Obwohl Price direkt mit einem 102er-Highfinish antwortete, war die Messe gelesen. Mit einem 116er-Checkout machte Clayton schlussendlich alles klar. Jonny Clayton lieferte am heutigen Abend eine überragende Performance ab, gewann das Endspiel klar und deutlich mit 5:1 und strich für seinen dritten großen Titel in diesem Jahr 110.000 Pfund Preisgeld ein. Gerwyn Price verpasste letztlich die Titelverteidigung und musste sich mit 50.000 Pfund begnügen.

World Grand Prix


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