Suljovic und Hopp unterlagen in Runde eins

Am zweiten Tag des World Grand Prix 2019 im Dubliner Citywest Hotel standen die restlichen acht Erstrundenpartien auf dem Programm. Mit am Start waren dabei auch die deutschsprachigen Teilnehmer Mensur Suljovic und Max Hopp, die mit Rob Cross beziehungsweise Peter Wright schwierige Aufgaben vor der Brust hatten. Außerdem waren unter anderem auch Glen Durrant, Dave Chisnall, Gerwyn Price und Daryl Gurney im Einsatz.

Bunting und Aspinall ohne Satzverlust

Für die Eröffnung dieses Montagabend waren Stephen Bunting und Jonny Clayton zuständig. „The Ferret“ warf seine ersten sieben Darts direkt an den Doppeln vorbei, sodass Bunting locker zum frühestmöglichen Break kam. Weil Clayton anschließend das Bullseye für das direkte Rebreak verpasste, konnte „The Bullet“ nachlegen. Zudem sicherte er sich ziemlich problemlos auch das dritte Leg und hatte Satz Nummer eins binnen kurzer Zeit eingetütet. Nach der Pause setzte sich das Bild fort, als Clayton zwei Breakdarts ausließ und Bunting im direkten Gegenzug bei 96 Restpunkten erfolgreich war. Erst danach gelang es Clayton, sich per 110er-Highfinish sein erstes Leg zu greifen. Bunting war aber weiter stark unterwegs und war mit einem 13-Darter soweit, dass ihm nur noch ein Leg zum Weiterkommen fehlte. Mit einem 64er-Checkout unter Druck hielt sich Clayton jedoch noch im Turnier und sorgte für das entscheidende fünfte Leg. Dort spielte der Waliser richtig gute Scores, setzte aber vier Chancen zum Satzausgleich in den Sand. Bunting ließ sich Augenblicke später nicht zweimal bitten und brachte gleich den ersten Matchdart in der doppelten 18 unter.

Anschließend ging es mit dem Aufeinandertreffen von Vincent van der Voort und UK Open-Sieger Nathan Aspinall weiter. Van der Voort setzte zum Abschluss des Auftaktlegs sechs Darts an den Doppelfeldern vorbei, womit das Unheil für den Niederländer seinen Lauf nahm. Er kassierte im zweiten Leg zunächst ein Break und im dritten dann die Höchststrafe: weil van der Voort beim Double-In neun Darts vorbeiwarf und Aspinall nach zwölf Würfen checkte, war der erste Satz bereits Geschichte. Van der Voort kam bis hierhin nur auf einen unterirdischen Average von 55 Punkten und musste auch das erste Leg im zweiten Durchgang abgeben. „The Asp“ konnte dieses Break locker bestätigen und hatte die Ziellinie nun bereits in Sichtweite. Zwar konnte van der Voort tatsächlich ein erstes Erfolgserlebnis für sich verbuchen, doch mit dem eigenen Anwurf machte Aspinall den dominanten 2:0-Erfolg perfekt.

Durrant bremst Ratajski aus

Vom Duell zwischen Adrian Lewis und Jermaine Wattimena durfte man sich ein hohes Tempo und starke Scores erhoffen. Der Niederländer verschlief die Anfangsphase, hatte Schwierigkeiten beim Reinkommen in die Legs und musste die ersten beiden folglich abgeben. Erst als auch Lewis beim Double-In schwächelte, konnte Wattimena seinen ersten Leggewinn vermelden. „Jackpot“ erzielte jedoch das direkte Rebreak, sodass er Satz Nummer eins mit 3:1 für sich entschied. Nachdem die ersten beiden Legs des zweiten Durchgangs fair aufgeteilt wurden, verpasste Lewis zwei bedeutende Breakchancen auf der Doppel-14. Den dadurch entstandenen Rückstand konnte der Engländer mithilfe eines 81er-Checkouts wiederum egalisieren, sodass es in ein gerade für Wattimena sehr wichtiges fünftes Leg ging. Obwohl „Machine Gun“ dort zum Start dreimal am äußeren Ring vorbeiwarf, holte er sich dieses Leg und sorgte für den 1:1-Satzausgleich. Wattimena hatte sich nun auf den Doppelfeldern sichtlich gefestigt, checkte in den ersten beiden Legs des finalen dritten Satzes ohne Fehlversuch aus und benötigte nur noch eines zum Weiterkommen. Lewis war nun die Puste ausgegangen, und er musste seine Niederlage eingestehen. Wattimena nutzte seinen ersten Matchdart und steht in der zweiten Turnierrunde.

Danach standen sich Glen Durrant aus England und Krzysztof Ratajski aus Polen gegenüber. Bei den letzten Players Championship-Turnieren erreichten beide Profis je ein Endspiel, zudem krönte sich Ratajski erst kürzlich zum European Tour-Sieger in Gibraltar. Der „Polish Eagle“ legte mit einem 109er-Finish los, ehe er kurz darauf zwei 174er-Aufnahmen nacheinander spielte und so ein Break nachlegte. Wenige Momente später löschte Ratajski auch noch 103 Restpunkte, hatte den ersten Durchgang bereits eingesammelt und spielte zu diesem Zeitpunkten einen bärenstarken 100er-Average. Erst zu Beginn des zweiten Durchgangs unterlief dem Polen der erste Fehler, als er sechsfach beim Double-In patzte und Durrant so dessen ersten Leggewinn ermöglichte. Ratajski konterte direkt mit einem 13-Darter, doch Durrant benötigte ebenfalls nur 13 Würfe zum 2:1 innerhalb des zweiten Satzes. Kurz darauf profitierte der Engländer von zwei Fehlwürfen seines Gegners auf die Doppel-18, sodass er selbst den 1:1-Ausgleich herstellen konnte. Ratajski war nun von der Rolle, bekam auf den Doppelfeldern immer mehr Schwierigkeiten und musste die ersten beiden Legs des finalen dritten Satzes verloren geben. Das Match hatte er jedoch noch nicht abgehakt, verkürzte nochmal und stellte sich im nächsten Leg genau wie Durrant 98 Restpunkte. Während Ratajski jedoch zweimal an der Doppel-19 scheiterte, erwischte „Duzza“ ebenjenes Doppelfeld und vollendete so einen hart erkämpften 2:1-Erfolg.

Gurney miserabel – „Chizzy“ siegt in spektakulärem Match

Dann war der an Position drei gesetzte Daryl Gurney an der Reihe. Der Grand Prix-Sieger von 2017 bekam es mit Danny Noppert zu tun. Im ersten Durchgang verteidigten beide Spieler erst souverän ihre Anwürfe, ehe sich Gurney im vierten Leg die erste Breakmöglichkeit bot. Doch aufgrund drei Fehlern auf Doppel konnte er den Satz nicht vorzeitig zumachen und musste ins Entscheidungsleg. Dort lief es ebenfalls nicht gut für „Superchin", als er zwei weitere Setdarts liegen ließ. Noppert war zur Stelle und holte sich tatsächlich noch diesen Auftaktsatz. Nach der Pause hatte Gurney dieses Ereignis noch nicht verarbeitet und kam überhaupt nicht Fahrt. Auch „Noppie“ spielte alles andere als überragend, tat aber genug, um zwei Legs später nur noch eines vom Sieg entfernt zu sein. Gurney hatte den Glauben an sich sichtlich verloren, und so kam es nicht überraschend, dass er im darauffolgenden Leg drei weitere Darts an den Doppelfeldern vorbeisetzte. Noppert erwischte stattdessen die doppelte 8 und entschied die Partie so deutlich mit 2:0 für sich.

Über einen absoluten Kracher durften sich die irischen Fans mit Blick auf die nächste Partie freuen: Gerwyn Price und Dave Chisnall spielten gegeneinander. Während „Chizzy“ erst vor kurzem mit einem 9-Darter in Gibraltar begeisterte, hatte Price durch den Sieg beim Players Championship-Turnier am Freitag zusätzliches Selbstvertrauen getankt. Und beide hatten ihre gute Form auch mit nach Dublin genommen: nachdem Price das Auftaktleg auf seine Seite zog, holte sich Chisnall per 13-Darter sein erstes Erfolgserlebnis. Der „Iceman“ antwortete mit einem 12-Darter inklusive 128er-Finish, ehe Chisnall noch einen draufsetzte und mit einem großartigen 11-Darter zum 2:2-Legausgleich kam. Im Decider konnte Price dann den Vorteil des Anwerfens nutzen, sodass der Waliser den ersten Satz einfuhr. Im zweiten Durchgang lief für Price dann allerdings gar nichts zusammen. Er hatte in jedem Leg Startschwierigkeiten und konnte dem immer noch stark aufspielenden Engländer so kein Paroli bieten. „Chizzy“ gewann diesen Satz folglich zu Null und stellte insgesamt Parität her. Auch im finalen dritten Durchgang ging er in Führung, verpasste anschließend aber eine Chance, um das Break zu bestätigen – Price bestrafte dies sofort mit einem starken 107er-Checkout. Weil auch die nächsten beiden Legs als Breaks gewonnen wurden, ging es in das alles entscheidende Leg. Price brauchte zehn Versuche, um ein Start-Doppel treffen zu können. Chisnall war da natürlich längst davongeeilt, löschte in aller Ruhe 99 Punkte aus und besiegelte so seinen Zweitrundeinzug.

Hopp findet nicht zu seinem Spiel

Danach war Mensur Suljovic an der Reihe, für ihn ging es gegen den an Position zwei gesetzten Matchplay-Sieger Rob Cross. Der Wiener kam schlecht ins Spiel hinein, vergab bereits im Auftaktleg fünf Möglichkeiten auf Doppel und schenkte seinem Konkurrenten so das Break, welches dieser auch problemlos bestätigen konnte. Per 13-Darter konnte Mensur zwar verkürzen, fünf daneben geworfene Darts zu Beginn des nächsten Legs machten Hoffnungen auf ein Comeback innerhalb des Satzes allerdings zunichte. Stattdessen erwischte Cross seine favorisierte Doppel-16 und ging insgesamt mit 1:0 in Front. Im zweiten Durchgang unterliefen dann „Voltage“ die Ungenauigkeiten beim Double-Out. Sowohl im ersten als auch im zweiten Leg ließ er Möglichkeiten liegen, sodass „The Gentle“ hier der Nutznießer war. Wenige Minuten später warf der Engländer dann ganze sechs Pfeile an der doppelten 16 vorbei – für ihn war es ein Satz zum Vergessen. Suljovic traf schließlich seinerseits die Doppel-8, um das Match in den finalen dritten Satz zu bringen. Dort sicherte sich Mensur ein viertes Leg nacheinander, ehe Cross diese Serie unterbrach, um wiederum Parität herzustellen. Nachdem sich „Voltage“ dann in Front brachte, passierte Suljovic der letztlich entscheidende Fehler: er ließ zwei Breakdarts aus, die die Partie ins Entscheidungsleg geführt hätten. Stattdessen machte Cross auf der Doppel-10 den Deckel drauf und gewann zum ersten Mal im dritten Anlauf ein Match beim Grand Prix.

Bis ganz zum Schluss hatte Max Hopp ausharren müssen, nun durfte die deutsche Nummer eins endlich auf die Bühne des Citywest. Gegen Peter Wright war der „Maximiser“ natürlich klarer Außenseiter. Doch der Deutsche startete gut und kam per 14-Darter direkt zu einem Break. Aufgrund zweier verpasster Chancen auf der Doppel-12 kassierte er jedoch das sofortige Rebreak. Auch im darauffolgenden dritten Leg ließ Hopp zwei Chancen ungenutzt, wenig später blieb er auf Tops fehlerfrei und führte das entscheidende fünfte Leg herbei. Dort setzte Hopp die erste Aufnahme in den Sand, den daraus entstandenen Rückstand konnte er nicht mehr aufholen. Auf der anderen Seite verwandelte „Snakebite“ souverän in der Doppel-20 und entschied Satz Nummer eins für sich. Wright wollte das Match jetzt natürlich so schnell wie möglich beenden. Nach diesem Motto produzierte er nach der Pause zunächst ein Break. Da er erfolgreich nachlegen konnte, fehlte dem Schotten nun nur noch ein Leggewinn zum Sieg. Hopp konnte die Niederlage zwar noch hinauszögern, elf Patzer zu Beginn des nachfolgenden Legs waren dann aber gleichbedeutend mit dem Aus. Auf der Doppel-2 machte Wright schlussendlich den Deckel drauf und bezwang Hopp mit 2:0.

World Grand Prix


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