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Van Gerwen gewinnt den Grand Prix zum fünften Mal

Am Samstagabend war es dann soweit: Michael van Gerwen und Dave Chisnall trafen im großen Finale des World Grand Prix 2019 aufeinander. Während van Gerwen sich die Titelverteidigung und seinen fünften Turniersieg erhoffte, träumte Chisnall von seinem ersten großen TV-Titel. Zum Erfolg heute benötigten die Akteure fünf eingefahrene Sätze.

Mit Siegen über Gerwyn Price, Stephen Bunting, Nathan Aspinall und Glen Durrant hatte sich Dave Chisnall in sein zweites Finale beim Grand Prix nach 2013 vorgespielt. Damals musste „Chizzy“ gegen Altmeister Phil Taylor ran und kassierte beim 0:6 eine üble Klatsche. Auf der anderen Seite erreichte Michael van Gerwen nach Erfolgen über Jamie Hughes, Jeffrey de Zwaan, Mervyn King sowie Chris Dobey sein insgesamt sechstes Grand Prix-Finale. Die Bilanz im direkten Duell gegen Chisnall sprach eine eindeutige Sprache pro van Gerwen: 47 Partien gewann der Niederländer, sein Gegner nur neun – zuletzt vor 26 Partien im Februar 2016.

Nach ausgeglichenem Beginn rennt van Gerwen davon

Den besseren Start durfte eindeutig der amtierende Weltmeister für sich reklamieren. Gleich im zweiten Leg gelang ihm das erste Break der Partie. Als van Gerwen kurz darauf die Doppel-5 erwischen konnte, lag dieser Auftaktsatz bereits hinter uns, und der Weltranglistenerste mit 1:0 vorne. „Chizzy“ blieb bis hierhin ohne Duftmarke, startete allerdings mit 160 Zählern in den zweiten Satz und kam letztlich per 13-Darter zu seinem ersten Erfolgserlebnis; van Gerwen brauchte für den Konter nur ebenso wenig Würfe. Weil auch die nächsten beiden Legs gerecht aufgeteilt wurden, ging es in ein nicht unwichtiges Entscheidungsleg. Dort leistete sich der anwerfende Chisnall zwar drei Patzer zu Beginn, fing sich auch dank einer 180 aber schnell und eliminierte einige Momente später 101 Restpunkte zum 1:1-Satzausgleich. Zum Start des dritten Durchgangs verteilte „Mighty Mike“ acht Fahrkarten, sodass er sich über das kassierte Break nicht mehr wundern musste. Kurz darauf hatte er aber Glück, dass sein englischer Gegner zweimal an Doppeln vorbeiwarf und ihm somit das direkte Rebreak ermöglichte. Nichtsdestotrotz war Chisnall nun mittendrin im Finale und startete mit fünf perfekten Darts ins dritte Leg, letztlich war sein Vorsprung groß genug, um ihm mit 2:1 in den Legs in Führung zu bringen. Van Gerwen antwortete allerdings erneut umgehend und sorgte per 14-Darter für den von ihm angeworfenen Decider. Dort war van Gerwen der bessere Mann, löschte zudem 111 Punkte und setzte sich insgesamt mit 2:1 in Front. Da es zu diesem Zeitpunkt ohne Pause weiterging, konnte der Titelverteidiger direkt mit einem Break nachlegen. Darauf folgte ein bärenstarker 12-Darter, inklusive 114er-Highfinish. Chisnall lief in dieser Phase etwas hinterher, meldete sich anschließend aber mit sieben perfekten Darts und dem daraus resultierenden 11-Darter zurück. Als sein niederländischer Gegner kurz darauf auch noch drei Setdarts ausließ, führte „Chizzy“ auch in diesem Satz das Entscheidungsleg herbei. Dort patzte Chisnall zum Start jedoch dreimal; van Gerwen nutzte das mit seiner ganzen Klasse aus und brauchte selbst nur 13 Würfe zum 3:1.

Chisnall kann den Rückstand nicht mehr aufholen

Im vierten Durchgang machte van Gerwen zunächst nahtlos weiter und checkte ohne Probleme 70 Punkte. Chisnall meldete sich allerdings wieder zu Wort, als er wenig später unter Druck 86 Punkte auf Null brachte. Van Gerwen riss das Spiel immer weiter an sich, streute immer wieder zum richtigen Zeitpunkt hohe Scores ein und gewann wiederum zwei Legs nacheinander. Da er deswegen den fünften Satz gewann, führte er mittlerweile komfortabel mit 4:1 und die Vorentscheidung war praktisch gefallen. Chisnall holte sich mithilfe eines 13-Darter das Premierenleg aus dem möglicherweise letzten Satz Nummer sechs, vergab anschließend aber wiederholt zwei Chancen auf Doppel-20 beziehungsweise Doppel-10. Mit einem weiteren 13-Darter ging der Weltranglistenelfte wiederum in Front, van Gerwen konterte aber erneut umgehend und musste nur noch das daran anschließende Entscheidungsleg einsammeln. Chisnall ließ das jetzt aber nicht zu, warf seinerseits zwei 180er nacheinander und kam letztlich mit einem 13-Darter zum 2:4 aus seiner Sicht. Van Gerwen wollte die Angelegenheit natürlich möglichst mit dem nächsten Satz beenden, nachdem die ersten beiden Legs noch geteilt wurden, checkte der Niederländer routiniert 100 Punkte aus und benötigte erneut nur noch ein Leg zum Turniersieg. Chisnall glich zwar nochmal aus, im nun folgenden Decider konnte der Engländer aber nicht mehr mithalten. Van Gerwen versenkte seinen ersten Matchdart in der Doppel-6 und gewann mit 5:2.

Michael van Gerwen hatte sich seine beste Turnierleistung bis zum Finale aufgehoben, er kam auf einen Average von knapp 95 Punkten und war beim Double-Out zu rund 53 Prozent erfolgreich – die geglückte Titelverteidigung bringt im 110.000 Pfund ein. Dave Chisnall verlor heute mit einem 93er-Durchschnitt und muss trotz eines fünften TV-Finales weiterhin auf seinen ersten großen Titel warten.

World Grand Prix


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