Michael van Gerwen siegt beim World Grand Prix 2018

Nach sechs intensiven Turniertagen neigte sich der World Grand Prix 2018 dem Ende zu, nur noch zwei Spieler waren im Rennen um diesen TV-Titel. Die Top-2 der Weltrang- und Setzliste hatten das Endspiel erreicht. Während es für Peter Wright im Erfolgsfall der Premierentitel in Dublin wäre, würde Michael van Gerwen zum vierten Mal bei diesem Turnier triumphieren. Wer zuerst fünf Sätze auf seine Seite holen konnte, würde die Bühne des Citywest Hotel als Turniersieger verlassen.

Die Anfangsphase ist ausgeglichen

Michael van Gerwens bisheriger Turnierverlauf liest sich, als wäre er ins Finale hineinspaziert. Nur gegen Dave Chisnall im Viertelfinale und Daryl Gurney in der nachfolgenden Runde musste der Weltranglistenerste jeweils einen Satz an den Gegner abgeben. Bei Wright lief es nicht ganz so problemlos, auch wenn er seine ersten beiden Partien zu Null gewann. Im Viertelfinale verspielte er fast eine 2:0-Führung gegen James Wilson, im Halbfinale lag er schon aussichtslos mit 0:3 hinten. Doch „Snakebite“ drehte das Match gegen Mensur Suljovic und erreichte doch noch das Endspiel am Samstagabend.

Während van Gerwen mit drei Fehlern beim Double-In ins Spiel startete, kam Wright gut ins erste Leg hinein, warf Scores von 180 und 170 Punkten und checkte auf der Doppel-18 zum 14-Darter. Van Gerwen glich problemlos aus, warf aber auch zu Beginn des dritten Legs mehrfach an Doppeln vorbei. Wright spielte wieder einen 14-Darter uns setzte sich in Führung, scheiterte im darauffolgenden Leg aber haarscharf an einem 164er-Finish zum Leggewinn. Van Gerwen konnte diesen Fehler ausnutzen, sodass der erste Satz im fünften Leg entschieden wurde. „Snakebite“ warf dieses Leg und positionierte sich nach 15 Darts bei 70 Restpunkten, doch van Gerwen hatte mit 110 Zählern seine Chance zum Satzgewinn. Der Weltranglistenerste zeigte seine ganze Klasse und spielte das genannte Highfinish zum 1:0. Dieses starke Checkout konnte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass „Mighty Mike“ in der Anfangsphase gar nicht so geringe Schwierigkeiten auf die Doppelfelder hatte. Zum Abschluss des ersten Legs des zweiten Satzes patzte er fünffach auf Doppel, ebenso viele Fehler unterliefen ihm beim Double-In des nachfolgenden Legs. Wright löschte 86 Punkte aus und führte mit 2:0 in diesem Satz. Einen 14-Darter später konnte Wright den Satz mit 3:0 eintüten und im Gesamtstand auf 1:1 ausgleichen.

Auch zu Beginn des dritten Satzes erlaubte sich der Niederländer fünf Fehler auf Doppel, während Wright mit 160 Punkten begann. Letztlich holte sich Wright dieses erste Leg mit 12 Darts, musste allerdings den Ausgleich hinnehmen, weil er einen Breakdart auf Tops ungenutzt ließ. Die beiden darauffolgenden Legs wurden als Breaks gewonnen, sodass der dritte Satz ins Entscheidungsleg ging. Wright durfte zwar anwerfen, setzte am Anfang dieses so wichtigen Legs aber ganze neun Darts an Doppelfeldern vorbei. Dieses Leg war dann natürlich gelaufen, van Gerwen erwischte die Doppel-10 und führte mit 2:1 in den Sätzen. Nachdem der Niederländer seinen Anwurf im ersten Leg des vierten Satzes nicht verteidigen konnte, kam er mit sechs perfekten Pfeilen ins zweite Leg hinein. Der siebte Dart landete zwar unterhalb der Triple-20, letzten Endes konnte van Gerwen mit 12 Darts rebreaken. „Snakebite“ zeigte sich davon überhaupt nicht beeindruckt, nahm wenige Minuten später 101 Punkte von der Scheibe und hatte damit selbst einen 12-Darter zum Break produziert. Dieses Break konnte der Schotte schließlich bei eigenem Anwurf bestätigen und hatte durch den Gewinn des vierten Satzes auf 2:2 ausgeglichen.

Ein 101er-Checkout bringt van Gerwen auf die Siegerstraße

Die ersten beiden Legs des nachfolgenden fünften Satzes wurden gerecht aufgeteilt, ehe Wright bei eigenem Anwurf nicht in der Lage war, 40 Punkte auszumachen und van Gerwen so zum Break einlud. Der Niederländer nahm das Angebot dankend an, konnte aber nicht nachlegen, weil er wenige Augenblicke später fünfmal beim Double-In an Doppelfeldern vorbeiwarf. Wright machte 101 Punkte aus und brachte den Satz ins Entscheidungsleg. Als van Gerwen in diesem Leg auch noch wiederholt mehrere Pfeile brauchte, um überhaupt reinzukommen, sah Wright schon wie der Satzgewinner aus. Doch er verpasste einen Satzdart auf die Doppel-16 und durfte sich dann ansehen, wie van Gerwen 101 Punkte auf der Doppel-12 von der Scheibe nahm – dieses unglaublich starke Finish war gleichbedeutend mit der 3:2-Satzführung für den Niederländer. Den sechsten Satz, der nach einer kurzen Unterbrechung vonstattenging, kann man kurzhalten. Wright hatte hier nicht den Hauch einer Chance und bekam nicht eine Möglichkeit zu einem Leggewinn, auf der anderen Seite holte sich der Weltranglistenerste die drei Legs innerhalb weniger Minuten mit 15, 14 und 14 Darts und war beim Stand von 4:2 nur noch einen Satz vom Turniersieg entfernt.

Van Gerwen hatte mittlerweile zweifellos das Kommando in der Partie übernommen, machte zu Beginn des siebten Satzes 92 Punkte für ein Break aus. Im zweiten Leg profitierte er von fünf Fehlern Wrights beim Double-In während er seinerseits mit fünf perfekten Darts in dieses Leg hineinkam. Auf der Doppel-8 holte sich der Weltranglistenerste das 2:0 und war nur noch 501 Punkte vor der Ziellinie entfernt. Als Wright dann auch mit vier Fehlern auf Doppel ins nächste Leg startete, schien das Match kurz vor dem Ende zu stehen. Doch van Gerwen konnte diese Ungenauigkeiten seines Gegners nicht ausnutzen, Wright löschte 78 Punkte unter hohem Druck aus und verkürzte in diesem Satz. Im folgenden Leg hatte van Gerwen dann aber bei eigenem Anwurf die große Chance zum Matchgewinn, und „Mighty Mike“ konnte diese Möglichkeit schlussendlich auch ausnutzen. Ein 13-Darter besiegelte den 5:2-Erfolg von Michael van Gerwen und brachte ihm seinen vierten Titel beim World Grand Prix ein.

World Grand Prix


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