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Daryl Gurney gewinnt den World Grand Prix

Treble is funny, but double makes the money. 45.000 Pfund hatten die Finalisten des diesjährigen World Grand Prix durch ihre Doppelstärke bereits erspielt. Nun wollten sowohl Daryl Gurney als auch Simon Whitlock die Summe noch auf 100.000 Pfund aufstocken. Für den Nordiren Gurney vor vielen Fans aus der Heimat sollte es zudem der allererste Major Titel werden, Whitlock wollte seinen zweiten nach der EM 2012 holen. Doch es konnte nur einen Sieger geben.

Daryl Gurney küsst nach seinem Sieg die Dartpfeile Schatten

Nervosität bestimmt die Anfangsphase

Der World Grand Prix bot über eine Woche Darts der Spitzenklasse. Fantastische Finishes, große Überraschungen und große Emotionen ebneten den Weg von Daryl Gurney und Simon Whitlock ins Endspiel von Dublin. Gurney hatte mit Adrian Lewis und Joe Cullen zwei Gegner die ihm vom Scoring her in nichts nachstehen. Zudem traf er auf die geballte Erfahrung von Robert Thornton, der sich den Turniersieg im Jahr 2015 sicherte. Überraschungsmann John Henderson schlug er dann noch im Halbfinale um einen Schritt weiter zu gehen als noch beim World Matchplay, wo er kurz vor dem Endspiel an Peter Wright scheiterte. Whitlock war lange Zeit kein Faktor, wenn es um große Turniersiege ging. Auf seinem Weg zurück zu alter Stärke trumpfte er beim World Grand Prix nun aber groß auf, kämpfte sich gegen Ian White weiter und dominierte die Partien gegen Richard North und Benito van de Pas. Mit seinem knappen 4:3-Sieg im Halbfinale gegen Mensur Suljovic bewies er, dass er auch die aktuell besten schlagen kann. Dennoch ging Gurney durch seine konstant starken Leistungen über die letzten Monate und seinen neun Siegen aus elf Duellen mit dem Australier knapp als Favorit in die Partie.

Den besseren Start ins Spiel erwischte Daryl Gurney. Obwohl auch Whitlock gut in das erste Leg kam, konnte sich der Nordire direkt in Führung setzen und einen brillanten 13-Darter zum Break nachlegen. Der erste Satz schien schnell in Richtung von „Super Chin“ zu verlaufen, Whitlock aber fing sich. Obwohl er von den Scores her zunächst kaum mithalten konnte, schaffte er direkt das Rebreak und profitierte von vier vergebenen Satzdarts Gurneys, sodass er sogar ausgleichen konnte. Im Entscheidungsleg des ersten Satzes wollte sich dann anscheinend keiner die Führung schnappen. Fünf weitere Möglichkeiten ließ Daryl liegen. Er hätte sich den Satz eigentlich holen müssen, so konnte aber der „Wizard“ seinen fünften Dart auf Doppel zum 1:0 in Sätzen nutzen. Davon angestachelt startete Whitlock bärenstark mit einer 146 und zwei 140’ern in den zweiten Satz. Weil er dann aber erneut drei Chancen auf Doppel vergab, konnte Gurney 156 Punkte zum Break checken. In diesem Satz hatten allerdings beide Spieler enorme Probleme ihre eigenen Anwürfe ins Ziel zu bringen. Nach drei Breaks führte Daryl mit 2:1 in den Legs und sah erneut wie der sichere Gewinner dieses Satzes aus. Er rutschte jedoch zur falschen Zeit in kleine Felder ab und lud somit Whitlock erneut zum Ausgleich ein. Im Entscheidungsleg war der Australier dann auch wieder stärker. Gurney hätte 170 auschecken müssen um sich den Satz noch zu holen, konnte sich aber nur auf 36 Punkte Rest stellen. Whitlock blieb cool, holte sich auch den zweiten Satz.

Simon Whitlock bot Daryl Gurney im Finale des World Grand Prix einen Krimi Schatten

Gurney beweist erneut Nervenstärke

Der Druck auf Gurney wuchs, ein weiterer Satzverlust wäre schon so etwas wie eine Vorentscheidung. Ein 110’er Finish zu Beginn des dritten Satzes war ein guter Start für den Nordiren auf dem Weg zum Comeback. Er vergab dann aber zwei Möglichkeiten um sich ein Break zu sichern. Weil Simon dann aber seinerseits ein 120’er Finish verpasste, holte sich Daryl das 2:1 und durch einen fantastischen 12-Darter samt 126’er Finish auf dem Bullseye auch seinen ersten Satz. Er wurde nun immer stärker, während der „Wizard“ unsicherer wurde. Gerade beim Auschecken ließ er nun häufiger mal was liegen. Drei Chancen ließ er zu Beginn des vierten Satzes aus, darunter auch ein 110’er Finish. Daryl war beide Male zur Stelle und holte sich eine 2:0-Führung. Zwar konnte Simon unter Druck seinen eigenen Anwurf durchbringen, die 180 im vierten Leg kam allerdings zu spät. Gurney brachte 95 Punkte ins Ziel und glich in Sätzen tatsächlich wieder aus. Die Uhren waren also wieder auf null gestellt, das Momentum war nun allerdings auf Gurneys Seite. Dieser kassierte aber sofort ein Break zu Beginn von Satz fünf, nachdem er mit 116 Punkten ein High Finish vergab. High Finishes waren eine der Stärken von Whitlock im Halbfinale gegen Mensur Suljovic, als er vier davon auscheckte. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Australier allerdings noch keines zeigen können. Gurney hingegen stand bereits bei drei und konnte in den folgenden zwei Legs auf fünf erhöhen. 110 und 104 Punkte brachte er ins Ziel um den Satz zu drehen. Zwar glich Whitlock direkt wieder aus, im Entscheidungsleg ließ der Australier aber erneut drei Chancen aus. Gurney bestrafte dies mit dem 3:2 in den Sätzen.

Daryl Gurney rempelt Simon Whitlock auf der Bühne an Schatten

Nach drei Satzgewinnen in Folge brauchte „Super Chin“ dann aber wohl erst mal eine kleine Pause. Er vergab in den ersten beiden Legs des sechsten Satzes einige Möglichkeiten auf Doppel, sodass sich Simon mit 2:0 in Führung brachte. Gurneys sechstes High Finish, eine starke 100, sorgte aber für den Anschluss, ehe er sogar ungefährdet ausglich. Im Entscheidungsleg war Daryl dann erneut der bessere Spieler, verpasste aber einen 12-Darter. So behielt Whitlock mit einem 98’er Finish seinen Anwurf und glich in den Sätzen zum 3:3 aus. Es folgte ein sehr wichtiger Satz, weil der Verlierer dessen unter enormem Druck geraten würde. Daryl spielte erneut einen Tick besser. Seine Scores waren gewohnt hoch und dies ließ ihn auch seine ersten beiden Anwürfe ins Ziel bringen. Whitlock hatte zwar ein Mal die Chance zum Break, verpasste aber ein 135’er Finish auf der Doppel-14. Gurney hätte wenig später 127 Punkte auf dem Bullseye ins Ziel bringen und damit in den Sätzen erneut die Führung erobern können. Er verpasste die Mitte des Boards jedoch und so erzwang Simon erneut ein Entscheidungsleg. Dort ließ Gurney federn. Das verpasste Finish ging nicht spurlos an ihm vorbei. Er kam erst mit dem vierten Dart ins Leg hinein und traf in der Folge zu wenige Triple, sodass Whitlock mit 4:3 in Führung ging.

Daryl durfte sich nun nicht mehr viele Fehler erlauben. Er musste sich den folgenden Satz holen und brauchte dafür ein Break. Dieses gelang ihm schon im ersten Leg, jedoch konnte er dieses nicht bestätigen. Er verpasste ein 170’er Finish und Whitlock brachte 80 Punkte zum Ausgleich auf null. Doch der Nordire gab nicht auf. Er arbeitete weiter und holte unter enormem Druck direkt wieder ein Break und konnte es dieses Mal durch ein brillantes 96’er Finish zum 4:4-Satzausgleich auch bestätigen. Dies hatte nun den „Wizard“ offensichtlich mitgenommen, er brauchte acht Darts um in den entscheidenden fünften Satz zu finden. So holte sich Daryl das erste Leg vergleichsweise locker. Auch ins zweite Leg fand Simon spät, erst der sechste Dart saß im Doppel. Gurney konnte sich auf acht Punkte Rest stellen, doch Simon bewies echte Stärke. Bei 112 Punkten Rest ging der erste Dart in die einfache fünf, er brachte es via Triple-19 und Bullseye aber trotzdem noch ins Ziel. Gurney zeigte, dass er 112 Punkte auch kann. Direkt im Leg drauf checkte er es auf der Doppel-6 und stand damit nur noch ein Leg von seinem ersten Major Titel entfernt. Whitlock stand unter Druck und machte Fehler. Er traf nicht mehr viele Triple und rutschte in kleinere Felder ab. Gurney hingegen blieb konstant, vergab noch ein 118’er Finish aber hatte genügend Zeit sich mit dem Break und 5:4-Sieg seinen ersten Major Titel bei der PDC zu sichern.

Daryl Gurney und Simon Whitlock bei der Siegerehrung des World Grand Prix Schatten

World Grand Prix

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