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Michael van Gerwen gewinnt
den World Grand Prix 2016


Eine Woche dauerten die Festtage in Dublin an. So lange waren die besten Dartspieler beim World Grand Prix 2016 zugange. Am Samstag sollte nun das Finale folgen, bei dem der Weltranglistenerste, Michael van Gerwen, auf den Weltmeister, Gary Anderson traf. Das Traumfinale schlechthin, die beiden besten Spieler, die die Welt aktuell zu bieten hat. Der Modus Double-In/Double-Out verlieh dem ganzen nochmal eine gewisse Extrawürze.

Gary Anderson verschläft die Anfangsphase

Für Gary Anderson war es sehr wichtig, dass er Michael früh unter Druck setzt und ihn gar nicht erst davonziehen lässt. Pustekuchen, denn bereits der erste Satz verlief komplett gegen den „Flying Scotsman“. Er kam ins erste Leg kaum herein und konnte auch in den folgenden Legs kaum punkten. Ganz anders MVG, der in den ersten drei Legs konstant stark spielte. Es war nicht mal sonderlich überragend, das musste er aber zunächst auch nicht zeigen. Dennoch gewann er den ersten Satz ohne ein Leg abzugeben. Immerhin das korrigierte Gary im zweiten Satz so gut es eben ging. Das erste Leg war eine knappe Angelegenheit, als „Mighty Mike“ ein 161’er Finish sowie zwei weitere Breakdarts sehr knapp vergab. So konnte sich Anderson das Leg doch noch holen. Kompromisslos checkte Michael danach aber 101 Punkte und sprintete nun doch zum Break, nachdem Gary zu viele Darts vergab, um ins Leg zu kommen. Dann machte auch der Niederländer mal einen Fehler, kam mit den ersten drei Darts nicht ins Leg. Doch auch hier verpasste Anderson es zu nutzen. Er kam ebenfalls nicht rein und so hatte Michael keinerlei Probleme vollkommen dominant zum 2:0 in den Sätzen zu gelangen.

„Mighty Mike“ unbesiegbar

Michael van Gerwen gewinnt mit dem World Grand Prix 2016 sein 21. Turnier in diesem Jahr
Michael van Gerwen gewinnt mit dem World Grand Prix 2016 sein 21. Turnier in diesem Jahr

Aus der Pause kam Gary dann verändert raus. Er startete perfekt und schien noch etwas vor zu haben. Er legte ein super Tempo vor und machte extrem Druck. Dies führte auch zu einem sofortigen Break durch den Schotten. Doch was MVG dann zeigte, war einfach nur Weltklasse. Er holte sich das direkte Rebreak und erhöhte wiederum den Druck auf seinen Gegner. Dieser machte ein paar kleine Fehler, die jedoch ausreichten um die Partie immer weiter in Richtung van Gerwen zu lenken. Dieser checkte mit zwei Darts 98 Punkte und startete umgehend perfekt. Mit einem Average von über 110 Punkten, trotz Double-In Modus, ging er mit 3:0 in Führung. Gary stand mit dem Rücken zur Wand. Nun musste er kommen. Den nächsten Satz durfte er nicht verlieren, wenn er sich noch Hoffnungen auf eine Wende machte. Er holte sich auch das erste Leg und hielt dem Druck im zweiten stand. So gelang ihm das Break und unter erneutem Druck tatsächlich sein erster Satzgewinn. So stand es nur noch 1:3 aus Sicht des „Flying Scotsman“, der das Match so am Leben hielt.

Doch dies kümmerte Michael so gar nicht. Er holte sich sofort wieder sein eigenes Leg. Gary machte weiter, er musste sich strecken und checkte 108 Punkte zum richtigen Zeitpunkt. Doch er konnte drücken wie er wollte, Michael blieb cool. Zumindest bis zum vierten Leg in diesem Satz, als er insgesamt fünf Chancen zum Break und Satzgewinn vergab. Gary war da und glich nochmal aus. Doch in der Folge brauchte er wieder viel zu lange um ins Leg zu kommen, während van Gerwen mit dem ersten Dart schon zur Stelle war. So musste er es nur noch zu Ende spielen und sich so das 4:1 in den Sätzen holen. Wirklich beeindruckend war ja vor allem wie selten Michael mehr als eine Aufnahme brauchte um in die Legs zu kommen. Gary versuchte alles, oftmals sah man ihm jedoch an, dass er ratlos schien. Dennoch spielte er gut und holte sich auch direkt wieder sein Leg. Zudem nutzte er eine kleine Nachlässigkeit Michaels zu einem Break. Wenig später verkürzte er in den Sätzen auf 2:4. Diese Phase war die Chance auf ein Comeback, denn nun klappte nicht mehr alles bei MVG. So vergab der Niederländer ein 121’er Finish, wodurch Gary zu einem erneuten Break kam. Die Antwort waren sechs perfekte Darts und das Rebreak. Gary vergab eine weitere Breakchance und Michael fehlte nur noch ein Leg zum Turniersieg. Und das holte er sich MVG-Style. Mit einem 160’er Finish beendete er den World Grand Prix 2016 und trug sich mit dem 5:2 zum dritten Mal als Sieger ein.


Tobias Gürtler

World Grand Prix


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