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Österreich schlägt Belgien und erreicht das Viertelfinale

Am Samstagnachmittag wurde der World Cup of Darts 2021 mit den ersten vier Partien der zweiten Runde fortgesetzt. Anders als in der ersten Runde wurden heute jeweils zwei Einzel gespielt. Erst wenn diese keine Entscheidung einbrachten, folgte im Anschluss daran ein Doppel. Eröffnet wurde die Nachmittagssession von dem Duell zwischen Nordirland und Portugal, ehe sich England und Südafrika sowie Australien und die USA gegenüberstanden. Zum Schluss waren auch die Österreicher im Einsatz, sie traten gegen das belgische Team an. Sämtliche Partien wurden über die sehr kurze Distanz „Best of 7 Legs“ absolviert.

Nordirland verliert gegen Portugal kein einziges Leg

Wie bereits dargestellt durften als Erstes die Teams aus Portugal und aus Nordirland die Bühne der Sparkassen-Arena betreten. José de Sousa und Daryl Gurney verließen diese aber umgehend wieder, weil sich im ersten Einzel José Marques und Brendan Dolan duellierten. Der „History Maker“ hatte das Auftaktleg bereits gewonnen, als er von zwei Fehlern des Gegners profitierte. Das vor allem durch die unfreiwillige Hilfe von Marques geschaffte Break bestätigte Dolan mit einem 13-Darter. Wenig später war das Match schon Vergangenheit, Dolan nutzte seinen zweiten Matchdart und gewann mit 4:0.

Nun stellte sich de Sousa als klare Nummer eins Portugals der Aufgabe, mit einem Sieg über Gurney auszugleichen. Der Nordire reklamierte den besseren Start aber für sich, er breakte frühestmöglich mit einem starken 12-Darter und legte vollkommen problemlos nach. Erst im dritten Leg erhielt de Sousa die ersten Gelegenheit zu einem Leggewinn, er warf aber zweimal an der Doppel-16 vorbei. Die Möglichkeit zum Break ließ sich Gurney nicht entgehen, gleichzeitig sorgte er damit für Vorentscheidung. Der verwandelte sechste Matchdart in der Doppel-4 rundete Gurneys starke Leistung ab, er siegte ebenfalls zu Null und brachte Nordirland damit ins Viertelfinale.

Engländer und Australier erledigen ihre Aufgaben souverän

Genau dorthin wollten nun auch die topgesetzten Engländer James Wade und Dave Chisnall. Dafür mussten sie allerdings Devon Petersen und Carl Gabriel aus dem Weg räumen. Im ersten Spiel dieses Duells standen sich Wade und Gabriel gegenüber. Der Letztgenannte verteidigte seinen Anwurf im ersten Leg, was wenig später mit einem 13-Darter auch „The Machine“ gelang. Mit einem perfekt ausgeführten 100er-Finish übernahm Wade anschließend die Führung, die er im darauffolgenden vierten Leg ausbauen konnte. Einige Minuten später ließ Gabriel vier Möglichkeiten aus, um die Partie weiter offen zu halten. Damit ließ ihn Wade natürlich nicht davonkommen, er versenkte seinen zweiten Matchdart in der Doppel-10 und brachte seine Farben mit 1:0 in Front.

Danach folgte das möglicherweise schon spielentscheidende zweite Einzel zwischen Chisnall und Petersen. Bereits im Auftaktleg erhielt Petersen eine frühe Breakchance. Er erwischte statt der Doppel-20 er allerdings die Single-1, weshalb er sich selbst einen zweiten Versuch zunichtemachte. „Chizzy“ rettete daher seinen Anwurf, konnte den gegnerischen Anwurf im zweiten Leg aber nicht gefährden. Mit einem 63er-Finish holte sich Chisnall seine Führung zurück, ehe er von drei Patzern seines Konkurrenten profitierte und auf 3:1 erhöhte. Mit einem 96er-Finish hielt sich Petersen zwar zunächst noch im Spiel, seine Niederlage konnte der „African Warrior“ aber nicht mehr verhindern. Chisnall nutzte gleich seinen ersten Matchdart, gewann selbst mit 4:2 und vollendete den 2:0-Erfolg von England.

Im dritten Spiel der zweiten Runde forderten die beiden US-Amerikaner Danny Lauby und Chuck Puleo die an sieben gesetzten Australier Simon Whitlock und Damon Heta heraus. Den Anfang machten dabei Lauby und Whitlock. Der „Wizard“ entschied das Auftaktleg auf der doppelten 10 zu seinen Gunsten und begeisterte die Zuschauer im zweiten Durchgang mit sechs perfekten Darts. Folglich stellte sich Whitlock jetzt den berühmten 141 Restpunkten vor Oche, und er blieb auch auf der Triple-20 und der Triple-15 fehlerfrei – den ersten 9-Darter überhaupt bei diesem Turnier verpasste Whitlock allerdings denkbar knapp. Letzten Endes baute er seinen Vorsprung mit einem 11-Darter aus. Weil Whitlock im dritten Leg mit einem brillanten 10-Darter nachlegte, schien die Partie entschieden zu sein. Noch gab sich Lauby allerdings nicht geschlagen. Er kam mit einem 14-Darter zu seinem ersten Erfolgserlebnis und glänzte danach mit dem größtmöglichen Finish von 170 Punkten. Der Amerikaner gewann letztlich auch noch ein drittes Leg hintereinander und erzwang damit tatsächlich das Entscheidungsleg. Dort konnte Lauby sein hohes Niveau der letzten Minuten nicht mehr aufrechterhalten. Dementsprechend hatte Whitlock keine Schwierigkeiten damit, mit dem zweiten Matchdart den 4:3-Sieg perfekt zu machen.

Nach dem Abschluss dieser spektakulären Partie waren nun also Chuck Puleo und Damon Heta an der Reihe. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase erhöhte Heta die Schlagzahl. Das im dritten Leg mit einem Treffer in der Doppel-8 erzielte Break bestätigte „The Heat“ ohne ersthafte Schwierigkeiten. Aufgrund von drei vergebenen Matchdarts musste Heta noch eine Extrarunde drehen, im sechsten Leg machte er aber endgültig den Deckel drauf. Sein insgesamt fünfter Matchdart steckte in der Doppel-8 und brachte Australien in die Runde der letzten Acht.

Belgien gegen Österreich – mit dieser Begegnung wurde die insgesamt dritte Session des Turniers beendet. Im ersten Einzel wollten sowohl Mensur Suljovic als auch Kim Huybrechts ihrer Mannschaft einen wichtigen Vorteil bescheren. Im ersten Durchgang machte Suljovic mit einem 13-Darter auf sich aufmerksam, Huybrechts beantwortete dies aber sofort mit einem eigenen Leggewinn. Im dritten Leg legte Huybrechts mit sechs perfekten Legs los, er erhielt am Ende aber nur eine einzige Chance auf dem Bullseye und verpasste diese. Suljovic ließ den überstandenen Breakdart an sich abtropfen, erwischte die Doppel-8 und zeigte im vierten Durchgang ein sehenswertes 136er-Checkout. Damit war die Vorentscheidung in diesem Match gefallen. Suljovic beendete eine starken Vorstellung auf der doppelten 20 und feierte einen klaren 4:1-Sieg.

Während aufseiten der Belgiern nun der ganze Druck auf Dimitri Van den Bergh lastete, konnte Rowby-John Rodriguez mit der Führung im Rücken relativ befreit aufspielen. Das erste Leg der Partie ging an Van den Bergh, der schon wenig später jedoch fünf Breakchancen in den Sand setzte. Stattdessen war es im Anschluss daran Rodriguez, dem das erste Break gelang. Der „Dreammaker“ ließ sich das aber nicht lange gefallen, er konterte mit einem 15-Darter und stellte mit dem 2:2 Parität her. Davon blieb aber wiederum Rodriguez unbeeindruckt. Ein 63er-Finish brachte ihm nicht nur direkte Rebreak ein, sondern brachte ihn auch ganz kurz vor die Ziellinie. Van den Bergh machte nicht mehr Eindruck, noch an den Sieg zu glauben. Auch die Tatsache, dass sich Rodriguez im sechsten Leg einige Fehlwürfe auf Doppel leistete, wurde vom Belgier nicht ausgenutzt. Stattdessen konzentrierte sich Rodriguez nochmal kurz und brachte seinen siebten Matchdart in der Doppel-2 unter. Unterm Strich bezwangen die Österreicher Belgien mit 2:0.

PDC World Cup


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