England scheidet gegen Irland aus

Die ersten vier Viertelfinalisten des World Cup of Darts 2019 waren bereits ermittelt, vier weitere wurden in der Samstagabendsession gesucht. Los ging es dabei mit dem Duell Australien gegen Kanada, ehe Österreich auf die USA traf. Dann waren noch zwei große Turnierfavoriten im Einsatz: England spielte gegen Irland, die Niederlande im Anschluss daran gegen Polen.

Österreich mit einer souveränen Vorstellung

Die Teams aus Australien und Kanada eröffneten also diese Session. Im ersten Einzel spielten dabei Simon Whitlock und Dawson Murschell gegeneinander. Whitlock griff sich das erste Leg des Abends und startete mit zwei 180ern ins zweite Leg. Letztendlich ging dieses doch an Murschell, weil er 109 Punkte von der Scheibe nehmen konnte. Mit einem 89er-Finish gelang dem Kanadier direkt danach ein Break, er ließ danach aber zwei Chancen auf Doppelfelder liegen und durfte sich dann ansehen, wie Whitlock 126 Punkte für das direkte Rebreak und das 2:2 löschte. Whitlock legte dann einfach noch ein 126er-Checkout hinterher und lag auf einmal selber vorne. Murschell ließ sich jedoch nicht abschütteln, verteidigte sein Anwurfleg und sorgte für den entscheidenden siebten Durchgang. Murschell benötigte dort nur 14 Würfe und beendete die Partie mit einem 97er-Finish – Kanada ging mit 1:0 in Führung. Kyle Anderson stand nun etwas unerwartet unter gehörigem Druck und durfte sich gegen Jim Long keinen Ausrutscher leisten. Nachdem die ersten beiden Legs gerecht aufgeteilt wurden patzte Long im dritten Leg einmal auf Tops und konnte seinen Anwurf deshalb nicht verteidigen. Zudem warf der Kanadier im nächsten Leg ganze sechs Mal an Doppeln vorbei. Anderson hatte über die gesamte Partie selbst massive Probleme beim Auschecken, traf die Doppel-5 aber letztlich doch und führte deshalb mit 3:1. Long steckte jedoch nicht auf, spielte zwei 14-Darter nacheinander und brachte auch diese Partie ins Entscheidungsleg. Anderson musste dieses mit allen Mitteln gewinnen, ließ dort aber einen Matchdart auf Tops ungenutzt. Long verwandelte stattdessen seinen fünften Matchdart in der Doppel-5 und brachte Kanada ins Viertelfinale.

Danach durften die Mannschaften aus Österreich und den USA auf die Bühne. Die Alpenrepublik war im ersten Einzel mit Zoran Lerchbacher vertreten, der es mit Darin Young zu tun bekam. Nachdem die ersten drei Legs des Spiels allesamt mit dem jeweiligen Anwurf gewonnen wurden, Lerchbacher also mit 2:1 vorne lag, patzte Young im vierten Durchgang zweimal auf Doppelfelder. Lerchbacher nutzte das mit einem 89er-Finish eiskalt aus und kam zu einem wichtigen Break. Wenig später ließ Young eine weitere Chance auf Tops verstreichen, welche seine letzte bleiben sollte. Lerchbacher zeigte sich diesmal bei 88 Restpunkten souverän, checkte auf der Doppel-14 und gewann mit 4:1. Mensur Suljovic ging jetzt also mit Rückenwind in sein Match gegen Chuck Puleo. „The Gentle“ legte mit einem 12-Darter inklusive 100er-Finish los und konnte dieses Break mithilfe eines 15-Darters auch bestätigen. Suljovic war in großartiger Verfassung, zeigte im dritten Leg einen weiteren 12-Darter gegen den Anwurf und brachte dazu 126 Punkte auf dem Bullseye auf Null. Puleo durfte dann auch im vierten Leg nicht auf Doppelfelder zielen, stattdessen machte Suljovic 92 Punkte für einen 14-Darter und das 4:0-Schlussergebnis aus. Suljovic kam unterm Strich auf einen Average von gut 113 Punkten und eine 66-prozentige Doppelquote.

Niederlande schlagen Polen problemlos

Danach waren die topgesetzten Engländer an der Reihe. Michael Smith und Rob Cross hatten sich gestern souverän gegen die Philippinen durchgesetzt und bekamen es nun mit den gefährlichen Iren zu tun. Im ersten Einzel duellierte sich Smith dabei mit Steve Lennon. Letzterer holte sich mit einem 83er-Bullfinish zwar das Auftaktleg, bekam aber dann Probleme mit seinen Doppelfelder. Im zweiten und dritten Durchgang warf Lennon insgesamt sieben Mal an Doppelfeldern vorbei und lag dementsprechend mit 1:2 in Rückstand. Danach warf Smith aber seinerseits zweimal an der Doppel-20 vorbei und ermöglichte Lennon die Chance bei 86 Restpunkten. Dieser konnte diese Möglichkeiten auch wahrnehmen, ein Treffer im Bullseye bescherte ihm den 2:2-Ausgleich. Die nächsten beiden Legs wurden dann gerecht aufgeteilt, sodass diese Partie im siebten Leg entschieden werden musste. Dort lief so ziemlich alles gegen Smith: erst hatte er mit zwei Bounceouts innerhalb einer Aufnahme zu kämpfen, wenig später ließ er einen Matchdart liegen. Dagegen unterlief Lennon kein Fehler mehr, er verwandelte in der Doppel-4 und brachte Irland in Führung. Im zweiten Einzel zwischen Rob Cross und William O’Connor ging es für England bereits um den Verbleib im Wettbewerb. Dank eines 88er-Checkouts gelang O’Connor gleich im ersten Leg ein Break. Cross war um die direkte Antwort bemüht, verpasste im zweiten Durchgang allerdings zwei Breakdarts auf der Doppel-14. O’Connor war erneut zur Stelle, löschte 70 Punkte auf souveräne Art und Weise und setzte seinen Gegner weiter unter Druck. Mit einem wichtigen 81er-Bullfinish konnte Cross anschließend verkürzen, doch O’Connor verteidigte seinen Anwurf im vierten Leg erfolgreich und führte bereits mit 3:1. Cross musste jetzt drei Legs nacheinander gewinnen, doch sein irischer Gegner war am heutigen Tage schlicht zu gut. O’Connor startete mit fünf perfekten Darts ins fünfte Leg und brachte die Partie mit einem 12-Darter zu Ende. Am Ende stand bei O’Connor ein großartiger 115er-Average, die Engländer verlieren dagegen beide Einzel und müssen ihre Koffer packen.

Einen solchen Favoritensturz wollten die beiden Niederländer Michael van Gerwen und Jermaine Wattimena natürlich verhindern. Ihre volle Konzentration galt deswegen ihren polnischen Kontrahenten Krzysztof Ratajski und Tytus Kanik. Im ersten Einzelmatch spielte Weltmeister van Gerwen gegen den mehrfachen Pro Tour-Sieger Ratajski. Letzterer landete im Auftaktleg direkt ein Break, doch van Gerwen ließ das nicht lange auf sich sitzen und spielte zwei 13-Darter in Folge. Ratajski konnte dann wieder den eigenen Anwurf durchbringen und mit dem 2:2 Parität herstellen. Van Gerwen präsentierte bis hierhin zwar nicht von seiner allerbesten Seite, war im fünften Leg aber voll da und vollbrachte ein wichtiges 123er-Highfinish auf dem Bullseye. Der Weltranglistenerste konnte diesem einen 14-Darter nachlegen, er gewann mit 4:2 und brachte seine Nation in Führung. Nun lag es an Wattimena, den Viertelfinaleinzug gegen Kanik perfekt zu machen. Das erste Leg ging an den Polen, Wattimena glich kurz darauf mit einem Treffer in der Doppel-16 aus. Kanik warf im dritten Leg dann sieben perfekte Darts, setzte im weiteren Verlauf des Durchgangs aber ganze acht Pfeile an diversen Doppelfeldern vorbei. Wattimena ließ diese Fehler nicht unbestraft und checkte 88 Punkte auf dem Bullseye. Dieses Break konnte „The Machine Gun“ auch bestätigen, ein Leg fehlte jetzt nur noch zum Matchgewinn. Nachdem Kanik dann im fünften Leg zwei weitere Male an der Doppel-16 vorbeiwarf ließ sich Wattimena nicht zweimal bitten. Er löschte 92 Restpunkte aus, gewann sein Einzel mit 4:1 und brachte seine Nation in die Runde der letzten Acht.

PDC World Cup


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