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Favoriten mit Problemen

Der World Cup of Darts in Hamburg ist bereits in vollem Gange. Im Viertelfinale ergaben sich die ersten so richtig interessanten Partien. So traf Belgien mit den Huybrechts-Brüdern auf das Team aus den Niederlanden, vertreten durch Weltmeister Michael van Gerwen und Premier League Champion Raymond van Barneveld. Mit Wales gegen Australien gab es einen weiteren Leckerbissen. Hier trafen Mark Webster und Richie Burnett auf Simon Whitlock und Paul Nicholson. Ein britisches Duell gab es mit Nordirland gegen Schottland, bei dem Brendan Dolan und Michael Mansell auf Peter Wright und Robert Thornton trafen. Komplettiert wurde der Spielplan durch England(Phil Taylor & Adrian Lewis) gegen Südafrika(Devon Petersen & Graham Filby).

Was bisher geschah

World Cup of Darts Bereits in der ersten Runde gab es ein paar Überraschungen. So konnte Polen das Auftaktmatch gegen Finnland gewinnen, Japan besiegte Kanada nach 2:4-Rückstand und Singapur sicherte sich den Erfolg gegen die Iren. Ein negatives Ergebnis aus Sicht der Deutschen gab es auch zu verzeichnen. Jyhan Artut und Andree Welge vertraten die Nation, mussten sich jedoch direkt Südafrika geschlagen geben. Es hätte auch ein Debakel werden können, nachdem Südafrika durchzumaschieren schien. Doch Deutschland kam nochmal auf ein Leg ran, nur um dann letztlich doch mit 3:5 zu unterliegen. Am Ende hatten die Deutschen einen Average von 82 Punkten, während der von den Südafrikanern um Devon Petersen bei 97 lag. Die sonstigen Favoriten konnten sich mehr oder minder souverän durchsetzen, so auch Österreich mit Mensur Suljovic und Rowby-John Rodriguez. Sie schlugen China mit 5:2, spielten allerdings keine starke Partie. Sie konnten sich bei China bedanken, dass es zum Weiterkommen reichte.

In der zweiten Runde reichte es für die Österreicher dann jedoch nicht mehr zum Weiterkommen. Sie trafen auf die Vorjahresfinalisten, den Huybrechts-Brüdern aus Belgien, und konnten im gesamten Match nur ein Leg gewinnen. Auch sonst setzten sich die Favoriten in dieser Runde durch. Allerdings hatten einige größere Probleme als erwartet. So musste Wales in die Verlängerung gegen Polen. Mark Webster vergab ganze 13 Matchdarts gegen Krzysztof Chmielewski und verlor 3:4. Nur weil Richie Burnett sein Match gewann, gab es die Entscheidung im Doppel. Auch dort wurde es dramatisch. Wales führte bereits 3:0, ihre Gegner aber glichen noch aus. Polen stand dann bei 40 Punkten Rest, Webster aber checkte 112 Punkte aus und sicherte so das Weiterkommen für Wales. Auch Australien und England mussten gegen Hong Kong bzw. die USA etwas überraschend ein entscheidendes Doppel spielen. Diese gingen dann aber recht deutlich an die favorisierten Teams und so erreichten auch sie das Viertelfinale.

Nordirland ärgert Schottland

Das erste Viertelfinale war das Aufeinandertreffen zwischen Nordirland und Schottland. Es wurden erneut zunächst zwei Einzelmatches gespielt und bei Unentschieden noch ein entscheidendes Doppel. Brendan Dolan und Peter Wright trafen im ersten Einzel aufeinander. Dolan spielte dabei wirklich stark, während Peter mit zunehmender Dauer Schwierigkeiten hatte. Ein brillanter 11-Darter des „History Maker“ brachte die Vorentscheidung, bevor er mit dem ersten Break des Matches auch das 4:2 besorgte und so den ersten Punkt für Nordirland sicherte. Hochklassig ging es weiter. Michael Mansell traf auf Robert Thornton und holte alles aus „The Thorn“ raus. Es gab 13-Darter, beide spielten einen super Average, Thornton stand am Ende bei 108 Punkten. Ein 121’er Finish brachte das 3:2 für Thornton, sodass Mansell unter Druck stand. Doch er hielt dem stand, warf die 80 Punkte auf Bull aus und erzwang so ein Entscheidungsleg. Dieses holte sich Thornton letztlich, womit feststand, dass es noch ein Doppel geben würde.

Nordirland zeigte sich besser abgestimmt. Sie präsentierten sich wirklich klasse. Das Match begann auch direkt hochklassig, die Nordiren vergaben ein 126’er Finish auf Bull. Bull verpasste auch Thornton für Schottland, allerdings bei 170 Punkten Rest. So machte Nordirland doch das 1:0 und legte sogar das 2:0 nach, weil Thornton zwei Darts auf die Doppel-16 verpasste. Danach kam die Zeit des Brendan Dolan. Zunächst besorgte er das 3:0 durch ein 156’er Finish, nach dem 104’er Finish von Peter Wright zum 1:3 gelang Brendan dann sogar noch das 136’er Finish zum Sieg. Eine herausragende Performance der beiden Nordiren, die verdient erstmals ins Halbfinale des World Cup einzogen.

Niederländer mit Mühe weiter

World Cup of Darts Auch die zweite Paarung hatte es in sich. Die Nachbarn, Belgien und die Niederlande, bekamen es miteinander zu tun. Im ersten Einzel traf dabei Kim Huybrechts auf Michael van Gerwen. Michael begann dominant, überrollte Kim fast ein wenig. Der Weltmeister ging schnell mit 2:0 in Führung. Dann aber schaffte Kim das direkte Rebreak und holte sich in einem starken Moment sogar das 2:2. Er stand bei 64 Punkten Rest, der erste Dart war ein Bouncer. Mit der einfachen 14 und dem Bullseye gelang ihm der Leggewinn dennoch. Dies war der endgültige Wendepunkt in diesem Match. Kim verfehlte gefühlt nichts mehr. Michael stellte sich die Doppel-18, Kim checkte aber einfach 160 Punkte aus und ging in Führung. Ein 84’er Finish auf die Doppel-11 brachte dann das 4:2 für Kim und somit den ersten Punkt für Belgien. Im zweiten Einzel stand Raymond van Barneveld gegen Ronny Huybrechts also gehörig unter Druck. Er schien damit umgehen zu können, holte direkt ein Break. Dies war aber in diesem Match nichts besonderes, denn bis zum 3:2 von Barney konnte niemand seinen eigenen Aufschlag durchbringen. Dies gelang dem Premier League Sieger dieses Jahres dann aber doch noch. Im sechsten Leg stellte sich Ronny mit einer 177 Tops, Raymond aber machte die 64 Punkte zu und erzwang so das entscheidende Doppel.

Das Doppel war dann ebenfalls hochklassig, vor allem aber durch die Niederländer. Nachdem Kim zu Beginn knapp das 102’er Finish verpasste, checkte Barney direkt danach 119 Punkte aus. Das zweite Leg schien dann keiner haben zu wollen, während die Belgier sechs Darts auf die Doppel vergaben, verpasste Barney einfache Felder. Letztlich konnte Michael das Leg zumachen, genau wie die beiden folgenden Legs. Aufgrund der Performance im Doppel, ist das Weiterkommen nicht unverdient, aber auch die Belgier zeigten eine starke Leistung.

Whitlock führt Australien ins Halbfinale

World Cup of Darts Australien gegen Wales war Partie Nummer drei des Nachmittags. Wales war in allen bisherigen Auflagen des World Cups im Halbfinale, daher waren sie keinesfalls als Außenseiter zu betrachten. Allerdings ließ Simon Whitlock im ersten Match etwas in dieser Richtung vermuten. Der Australier dominierte Mark Webster nach Belieben und ließ seinem Gegner eigentlich keine Chance. Ein lockerer 4:1-Sieg sprang so am Ende heraus. Ähnlich deutlich war das zweite Einzel, allerdings war es diesmal Wales, was dominierte. Richie Burnett war der deutlich bessere Spieler im Match gegen Paul Nicholson, dennoch schaffte es „The Asset“ sich zwei Legs zu sichern. Zu keiner Zeit hatte man jedoch den Eindruck, dass Paul den Sieg holen könnte. 4:2 am Ende der Erfolg für Burnett. Somit gab es im dritten Viertelfinale das dritte Mal ein Entscheidungsdoppel. Das Doppel begann sehr zäh. Von den vier Spielern auf der Bühne wirkte es, als wenn nur einer wirklich Dart spielen würde, das war Simon Whitlock. Er versuchte Nicholson mitzuziehen, schaffte dies aber nur bedingt. Ein 112’er Finish vom „Wizard“ und schnell stand es 2:0 für Australien. Erst im dritten Leg war auch Paul Nicholson so richtig im Match, während Wales gänzlich abgemeldet war. Paul gelang der Leggewinn zum 3:0, was ihm wieder mehr Selbstvertrauen nach einem gebrauchten Nachmittag gab. Auch das vierte Leg ging an die Australier. Dabei konnten sie sich aber bei Mark Webster bedanken, der zunächst die einfache 18, danach Tops verfehlte. Whitlock war eiskalt und so qualifizierte sich Australien für das Halbfinale.

England macht kurzen Prozess

World Cup of Darts Zum Abschluss der Nachmittagssession traf England auf das Überraschungsteam aus Südafrika. Im ersten Einzel traf dabei Phil Taylor auf Devon Petersen. Es entwickelte sich ein Match, in welchem keiner der beiden Spieler seine eigenen Legs durchbringen konnte. Beide begannen mit Problemen auf die Doppel, Phil hatte aber letztlich das bessere Ende auf seiner Seite und ging in Führung. Petersen aber zeigte sich stark und spielte auch gegen Taylor stark auf. Es folgten immer wieder Breaks, unter anderem durch ein 167’er Finish von Phil. Im letzten Leg startete Devon weit besser, hatte eigentlich alles im Griff. Phil stand bei 347 Punkten Rest, warf dann aber eine 171, gefolgt von einer 136, um sich Tops zu stellen. Devon kam nicht mehr hinterher und so siegte Phil letztlich knapp mit 4:3. Knapper als erwartet wurde es auch im zweiten Einzel. Lewis begann mit einem 12-Darter sehr stark, seine Scores waren direkt sehr hoch, aber er hatte einige Probleme auf die Doppel. Graham Filby wusste dies zu nutzen und konnte somit seine eigenen Aufschläge zunächst durchbringen. Im fünften Leg hatte der Südafrikaner sogar die Chance zum Break, die Nerven versagten jedoch. So holte „Jackpot“ das Leg und sicherte sich auch mit einem Break das sechste, um den 4:2-Sieg einzutüten. England qualifizierte sich damit also als einzige Nation ohne ein Entscheidungsdoppel für das Halbfinale.

Tobias Gürtler

PDC World Cup

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