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Price und van Gerwen werden ihren Favoritenrollen gerecht

Der dritte und entscheidende Turniertag der UK Open 2020 begann am Sonntagnachmittag mit den Viertelfinals. Das Topspiel in der Runde der letzten Acht war zweifellos die Begegnung der beiden Titelanwärter Michael van Gerwen und Rob Cross. Den Anfang machte mit Gerwyn Price ein weiterer Kandidat für den Gesamtsieg, er wurde von Dimitri Van den Bergh herausgefordert. Darüber hinaus duellierten sich noch Daryl Gurney und Jelle Klaasen sowie Jamie Hughes und Jonny Clayton.

Mit seinem Achtelfinalgegner Gabriel Clemens hatte Gerwyn Price mächtig zu kämpfen, setzte sich aber am Ende im Entscheidungsleg durch. Gegen Dimitri Van den Bergh wollte er es nach Möglichkeit nicht ganz so eng werden lassen. Nachdem es ausgeglichen losging sorgte Price im dritten Durchgang für das erste Highlight, als er 144 Punkte mitnehmen konnte. Van den Bergh antwortete mit einem 13-Darter, doch der „Iceman“ löschte noch 74 Zähler und nahm einen knappen Vorsprung mit zum Pausentee. Im sechsten Leg sorgte Price dank eines 12-Darters inklusive 130er-Finish für das erste Break, welches er auch aufgrund eines gegnerischen Fehlers bestätigen konnte. Van den Bergh hatte nun drei Legs nacheinander abgeben müssen, meldete sich nun allerdings mit einem 12-Darter wieder zu Wort. Da die nächsten Durchgänge wiederum vom jeweils anwerfenden Profi gewonnen wurden ging mit einem 6:4 aus Sicht des Walisers in die zweite Pause. Mit einem 109er-Finish sowie einem 11-Darter im folgenden Leg setzte sich Price im Anschluss daran ab, doch der „Dreammaker“ kam immerhin zum sofortigen Rebreak. Weil Van den Bergh im nächsten Leg allerdings dreimal außen an der Doppel-12 vorbeiwarf war die Vorentscheidung gefallen. Price erwischte genau dieses Doppelfeld, zeigte noch einen 13-Darter und hatte das Match mit 10:5 gewonnen. Beide Akteure kamen am Ende auf einen Durchschnitt von über 102 Punkten.

Van Gerwen mit dem besten Average des Turniers

Im zweiten Viertelfinale traf dann die Nummer eins der Welt auf den Viertplatzierten. Michael van Gerwen hatte gestern Abend mit einem 109er-Average brilliert und traf heute Nachmittag auf Vorjahresfinalist Rob Cross. Nachdem sich Cross in einer ausgeglichenen Anfangsphase eine 2:1-Führung erarbeiten konnte setzte van Gerwen mit einem 127er-Bullfinish das erste Ausrufezeichen. Doch „Voltage“ zeigte eine gute Reaktion, beendete einen 12-Darter mit einem 100er-Finish und lag zum Zeitpunkt der ersten Pause vorne. Van Gerwen kam dann massiv verbessert zurück, brachte die ersten sechs Würfe nach der Pause in der Triple-20 unter und kam letztlich per 12-Darter zum 3:3. Nachlegen konnte der Weltranglistenerste mit zwei 13-Dartern, ehe er im neunten Leg das Bullseye verfehlte. Cross war dementsprechend wieder selbst erfolgreich, doch van Gerwen zeigte den nächsten 13-Darter und nahm ein 6:4 mit in die zweite Pause. Der Engländer musste sich seit längerem mit der Nebenrolle begnügen und scheiterte im elften Durchgang knapp an 124 Restpunkten. „Mighty Mike“ kam mit einem eigenen 11-Darter zum Break und baute den Vorsprung wenig später weiter aus. Cross erhielt nur noch vereinzelt Möglichkeiten, konnte diese wie auch im nächsten Leg aber oft nicht wahrnehmen. Van Gerwen erzielte ein weiteres Break und war einige Minuten später bereits am Ziel angelangt. Dem Niederländer gelang im Vergleich zu gestern Abend sogar nochmals eine Steigerung, er spielte einen Average von knapp 111 Punkten und siegte mit 10:4.

Dramatische Siege für Gurney und Clayton

Zum ersten Mal seit über drei Jahren erreichte Jelle Klaasen das Viertelfinale eines Major-Turniers. Dort wollte er gegen Wright-Bezwinger Daryl Gurney die nächste Überraschung schaffen. Nachdem „Superchin“ das Auftaktleg nach Nordirland brachte übernahm Klaasen schnell die Initiative. Er sicherte sich drei Legs in Serie und zeigte dabei auch einen 11-Darter. Gurney konnte vor der Pause mit einem Treffer in der Doppel-20 Schlimmeres verhindern, lag aber dennoch mit 2:3 in Rückstand. Nach der Unterbrechung überstand „The Cobra“ einen Breakdart und kam selbst per 14-Darter zum Erfolg. Einige Minuten später entstand eine ähnliche Situation: Gurney vergab erneut eine Möglichkeit zum Break und Klaasen bestrafte dies mit einem 108er-Highfinish via 17, Triple-17 und Tops. Gurney verkürzte wie zuvor auch – diesmal mit einem 81er-Finish – doch Klaasen brachte den eigenen Anwurf erneut durch und lag zu diesem Zeitpunkt mit 6:4 vorne. Nach der Unterbrechung vergab Klaasen vier wichtige Breakdarts, sodass Gurney sein Anwurfleg mit einem 113er-Highfinish retten konnte. Der der Weltranglistenachte auch die nächsten beiden Legs für sich entschied übernahm er erstmals seit dem allerersten Leg die Führung. Klaasen antwortete mit einem starken 11-Darter, setzte kurz darauf jedoch drei weitere Breakdarts in den Sand. Der Niederländer konnte sich davon aber erneut erholen, zeigte ein 90er-Bullfinish und sorgte mit dem 8:8 für eine spannende Schlussphase. Da auch die nächsten beiden Legs gerecht aufgeteilt wurden ging dieses Match in das alles entscheidende 19. Leg, wo der anwerfende Gurney fünf perfekte Darts warf. Der dadurch herausgespielte Vorsprung war letztlich groß genug, Gurney triumphierte mit 10:9 und war der dritte Mann im Halbfinale.

Gestern hatte Jonny Clayton den ersten 9-Darter bei den UK Open seit 2016 erzielt und sich am Ende auch gegen Chris Dobey durchsetzen können. Die Auslosung bescherte dem Waliser nun das Duell mit Jamie Hughes. „Yozza“ ließ im Eröffnungsleg zwei Chancen auf Doppelfelder verstreichen, hatte dank eines 76er-Finishes aber auch die passende Antwort parat. Kurios wurde es dann im dritten Leg, als Hughes sechs Pfeile an diversen Doppeln vorbeiwarf und Clayton trotz fünf eigenen Fehlern zum Break kam. „The Ferret“ konnte auf der Doppe-8 nachlegen und beobachtete anschließend, wie sich sein Gegner drei weitere Patzer erlaubte. Clayton selbst benötigte für 90 Rest nur zwei Würfe und nahm ein 4:1 mit in die erste Pause. Per 96er-Finish konnte Clayton im Anschluss daran sogar erhöhte, scheiterte dann aber knapp an 161 Restpunkten. Hughes war mit einem 66er-Finish zu Stelle und befand sich nun im Aufwind, daran konnte auch das 101er-Checkouts von Clayton im achten Leg nichts ändern.

Der Engländer sich mit 17 und 11 Darts nämlich zwei Legs in Serie und war zur zweiten Pause ist auf 4:6 herangekommen. Hughes hatte sich auf den Doppelfeldern längst stabilisiert, zeigte nach der Unterbrechung Finishes von 70 und 76 Punkten und hatte Parität hergestellt. Erst als Hughes im darauffolgenden 13. Leg patzte konnte Clayton seine Durststrecke beendete und mit einem 74er-Finish für das sofortige Rebreak sorgen. Ein Leg später verpasste Clayton allerdings ein 116er-Checkout und Hughes konnte auf 7:7 stellen. Nachlegen konnte „Yozza“ mit einem starken 12.Darter, doch Clayton löschte im 16. Leg unter Druck 100 Punkte und hielt die Partie offen. Hughes patzte im nächsten Leg fünfmal auf Doppelfelder und kassierte in der ganz entscheidenden Phase ein Break, erholte sich aber schnell davon und sorgte für den Decider. Dort wurde es richtig dramatisch: Hughes hatte eigentlich alles im Griff, ließ jedoch sieben Matchdarts liegen. So kam Clayton trotz massiver Schwierigkeiten beim Scoring doch noch zu seiner Möglichkeit und verwandelte seinen zweiten Matchdart in der Doppel-16.

UK Open


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