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Van Gerwen gewinnt die UK Open zum dritten Mal

Die UK Open 2020 gingen am Sonntagabend in ihre letzte und entscheidende Session. In den beiden Halbfinals waren die Favoritenrollen ziemlich klar verteilt: Gerwyn Price wollte einen Ausrutscher im walisischen Duell mit Jonny Clayton vermeiden, Michael van Gerwen war gerade nach zuletzt großartigen Leistungen Daryl Gurney als favorisiert anzusehen. Anschließend wurde das große Endspiel ausgetragen und der Nachfolger von Nathan Aspinall gesucht. Alle drei Partien wurden über die Distanz „best of 21 Legs“ absolviert.

Clayton mit klarer Halbfinalniederlage

Das erste Finalticket wurde also im rein walisischen Duell zwischen Gerwyn Price und Jonny Clayton vergeben. Der „Iceman“ startete mit sechs perfekten Darts in diese Begegnung und holte sich Leg Nummer eins letztlich mit 13 Würfen. Nachlegen konnte er mit einem starken 11-Darter, inklusive 87er-Finish. Price setzte seinen starken Beginn anschließend nahtlos fort, zeigte drei 14-Darter nacheinander und ging tatsächlich mit einem 5:0 in die erste Unterbrechung. Erst als Price nach der Pause knapp an 132 Restpunkten scheiterte, durfte Clayton zum ersten Mal überhaupt auf ein Doppelfeld zielen, wobei er auch erfolgreich war. Der Weltranglistendritte leistete sich nun einige Fehler, verpasste in den nächsten beiden Legs insgesamt fünf Möglichkeiten. Clayton kam zunächst mit einem 88er-Finish via Triple-16 und Tops zum Break und sicherte sich anschließend ein drittes Leg nacheinander. Price sammelte sich kurz, löschte noch 109 sowie 72 Punkte und nahm ein 7:3 mit in die zweite Pause. Im elften Leg war Clayton mit einem 13-Darter erfolgreich, konnte das eben geschaffte Break jedoch nicht bestätigen – dies lag in erster Linie an sechs Fehlwürfen von „The Ferret“ auf diverse Doppelfelder. Nachdem Clayton auch in den beiden darauffolgenden Legs patzte, wurden seine Chancen auf das Endspiel immer geringer. Stattdessen machte Price im 14. Leg 112 Punkte aus und stand kurz vor dem Sieg. Wenig später war es dann soweit, Price machte den 11:4-Erfolg mit einem 86er-Finish perfekt und erreichte nach 2017 zum zweiten Mal das Finale der UK Open.

Van Gerwen überrollt Gurney mit 9-Darter und 110er-Schnitt

Sein Gegner im Endspiel wurde dann im zweiten Halbfinale ermittelt. Michael van Gerwen, der in seinen beiden letzten Partien mit Averages von 109 sowie 111 Punkten glänzte, wurde von Daryl Gurney gefordert. „Superchin“ rettete sein erstes Anwurfleg mit einem sauberen 66er-Checkout. Van Gerwen antwortete mit einem 14-Darter und brillierte im dritten Durchgang mit einem 10-Darter. Nachlegen konnte der Niederländer auf der doppelten 17, ehe Gurney mit einem guten 12-Darter noch vor der ersten Pause auf 2:3 verkürzte. Doch van Gerwen kam unglaublich stark zurück auf die Bühne: er warf zwei 180er und stellte sich mit 141 Rest vor das Board. Der Weltranglistenerste verwandelte in der Triple-20, in der Triple-19 und auch in der Doppel-12 und beglückte die Fans mit dem zweiten 9-Darter des laufenden Turniers. Nachlegen konnte der jetzt überragend aufspielende mit einem 11-Darter sowie einem 88er-Checkout. Gurney konnte bei diesem hohen Niveau nicht mithalten und durfte erst im neunten Leg wieder auf Doppelfeld zielen – das Bullseye verfehlte er allerdings knapp. Stattdessen kam van Gerwen zum nächsten Break, legte trotz dreier Fehler auf Doppel erfolgreich nach und führte mittlerweile eindeutig mit 8:2. Mit einem 87er-Finish zum Abschluss eines 12-Darters holte sich der Nordire nach langer Durststreckte nach der Pause mal wieder ein Leg, doch van Gerwen stellte den alten Abstand umgehend wieder her. „Mighty Mike“ war einen 13-Darter später soweit, als dass ihm nur noch ein Leg zum Weiterkommen fehlte. Als Gurney anschließend vier Pfeile am äußeren Ring vorbeiwarf, war die Angelegenheit dann durch. Van Gerwen nutzte seinen dritten Matchdart auf der Doppel-10, gewann mit 11:3 und glänzte mit einem 110er-Average.


Price führt mit 7:5 und trifft zu lange keine Doppel mehr

Nach einer etwas längeren Pause ging es nun in das letzte Spiel der UK Open 2020. Während Michael van Gerwen auf den dritten Titelgewinn und den ersten seit 2016 hoffte, wollte Gerwyn Price alles dafür tun, um diesen Wettbewerb erstmals zu gewinnen. Um den Pokal in die Höhe stemmen zu können, mussten elf Legs gewonnen werden. „Mighty Mike“ eröffnete das Endspiel standesgemäß mit einer 180 und brachte seinen Anwurf mit 13 Pfeilen nach Hause; Price schnappte sich sein erstes Leg auf der Doppel-12 und war anschließend für den ersten Höhepunkt verantwortlich. Mit einem 105er-Finish via Single-Bull und zweimal Doppel-20 kam er zum Break, welches er mit einem 14-Darter bestätigte. Der Traumstart des Walisers ging auch im fünften Leg weiter, er benötigte für 97 Rest nur zwei Würfe und lag zur ersten Pause mit 4:1 in Front.

Nach der Pause durfte van Gerwen erst zum zweiten Mal überhaupt auf ein Doppelfeld zielen, verfehlte die Doppel-16 allerdings. Price traf in dieser Situation die Doppel-20, verfehlte einige Minuten später aber haarscharf das Bullseye. Van Gerwen bejubelte ein wichtiges 76er-Finish und nutzte einen weiteren Fehler seines walisischen Konkurrenten im nächsten Leg ebenfalls aus. Price zeigte sich jetzt unsicherer auf den Doppelfeldern, kam letztlich aber trotz drei Patzern im neunten Leg zum sofortigen Rebreak. Van Gerwen reagierte mit sechs perfekten Darts, war aber auch in diesem zehnten Durchgang auf einen Fehler des Gegners angewiesen. Nachdem Price um Millimeter an der Doppel-16 vorbei geworfen hatte, erwischte der Weltranglistenerste die doppelte 11, kam zum Break und lag zur zweiten Unterbrechung nur noch mit 4:6 in Rückstand.

Van Gerwen kam mit einem 12-Darter zurück auf die Bühne, doch der „Iceman“ hielt weiter dagegen und stellte den vorherigen Abstand mit einem 13-Darter wieder her. Urplötzlich schwächelte Price jedoch auf die Doppelfelder, in den nächsten beiden Legs flogen insgesamt acht Pfeile an den anvisierten Zielen vorbei. Van Gerwen nutzte dies dankend aus und stellte mit dem 7:7 Parität her. Auch im darauffolgenden Leg setzte Price zwei Darts am äußeren Ring vorbei und ermöglichte es seinem niederländischen Gegner selbstverschuldet, mit einem 8:7 in die letzte Pause gehen zu können.

Price leistete sich im Anschluss zwei weitere Fehlwürfe – mittlerweile waren es zwölf Stück in Folge – und durfte sich dann ein 136er-Highfinish von van Gerwen ansehen. Der Weltranglistenerste sorgte mit diesem großartigen Checkout für ein ganz wichtiges Break, legte einen 11-Darter hinterher und benötigte nur noch ein einziges Erfolgserlebnis. Price konnte seinen Negativlauf mit einem 94er-Finish beenden, überlebte anschließend den ersten Matchdart und verkürzte mit einem 80er-Checkout auf 9:10. Bei 68 Rest wollte Price wenig später für das Entscheidungsleg sorgen, erarbeitete sich aber nur einen Wurf aufs Bullseye und verfehlte dieses. Van Gerwen konnte seine Möglichkeit Momente später wahrnehmen, verwandelte in der Doppel-18 und gewann ein hochklassiges Finale mit 11:9. Für Michael van Gerwen ist dieser Titel der erste im Jahr 2020, er bringt ihm 100.000 Pfund Preisgeld ein.

UK Open


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