Vier souveräne Favoritensiege im Viertelfinale

Der dritte und entscheidende Turniertag der UK Open 2019 begann am Sonntagnachmittag mit den Viertelfinals. Weil viele der Topfavoriten schon ausgeschieden sind machten sich nun vor allem Rob Cross, Michael Smith und Gerwyn Price berechtigte Hoffnungen auf den Titel. Für Cross ging es heute gegen Josh Payne, Smith wollte Steve Beaton ausschalten und Price duellierte sich mit Überraschungsmann Simon Stevenson. Außerdem trafen zum Abschluss der Runde der letzten Acht noch Nathan Aspinall und Ross Smith aufeinander.

Smith kennt keine Gnade mit Beaton

Den Beginn machte also der Weltranglistenzweite Rob Cross. Der Weltmeister von 2018 war in seinem Viertelfinale zwar favorisiert, durfte seinen Gegner Josh Payne aber keinesfalls unterschätzen. „Voltage“ kam besser rein und schnappte sich die ersten beiden Durchgänge des Tages, doch Payne konnte sofort rebreaken und wenig später auch ausgleichen. Leg Nummer fünf ging dann wiederum an Cross, der eine knappe Führung mit in die Unterbrechung nahm. Nach der Pause wollte Cross natürlich Abstand zwischen sich und seinen Gegner bringen, schaffte dies aber nicht, weil Payne bei eigenen Anwürfen nichts anbrennen ließ – im achten Leg benötigte er beispielsweise nur 12 Darts. Erst im zehnten Leg hatte Cross Glück, dass sein Gegner einmal an der Doppel-9 vorbeiwarf und ihm so erstmalig breaken ließ, „Voltage“ lag zur zweiten Pause also mit 6:4 vorne. Mit einem 13-Darter kam er dann zurück auf die Bühne und baute seinen Vorsprung noch weiter aus, weil er diesem ein Break zum 8:4 folgen lassen konnte. Payne kämpfte sich in der Folge wieder heran und holte sich mit 14 und 13 Darts zwei Leg hintereinander, als Cross schon kurz darauf aber 97 Punkte auf Null bringen können war er fast am Ziel angekommen. Payne holte sich dann noch ein Leg, konnte im Anschluss daran aber 52 Punkte nicht löschen, um es nochmal so richtig spannend zu machen. Stattdessen verwandelte Cross in der Doppel-20 zum 10:7 und war der erste Halbfinalist.

Schon kurz danach durften Michael Smith und Steve Beaton die Bühne betreten. Während Evergreen Beaton zum ersten Mal seit 2004 (!) im Viertelfinale dieses Events stand trotzte der „Bully Boy“ an den letzten beiden Tagen einer Verletzung am Bein und hat weiterhin Chancen auf seinen ersten TV-Titel. Per 13-Darter konnte Smith direkt zu Beginn ein Break einfahren, profitierte dann von zwei vergebenen Breakdarts seines Gegners und stellte selbst mit einem 78er-Finish auf 2:0. Smith leistete sich auch den nächsten drei Legs überhaupt keine Fehler mehr und checkte letztlich 70 Punkte, um eine klare 5:0-Führung mit in die Pause zu nehmen. Erst nachdem Smith mit einem 110er-Highfinish auch das sechste Leg an sich riss konnte der „Bronzed Adonis“ endlich sein erstes Erfolgserlebnis feiern und auf 1:6 aus seiner Sicht stellen. Allerdings gab Beaton das nächste Leg wieder chancenlos ab und warf im darauffolgenden neunten Durchgang gar fünf Darts an der Doppel-15 vorbei. Smith gewann dementsprechend auch dieses Leg, zeigte wenig später ein 90er-Finish und musste beim Stand von 9:1 nochmal von der Bühne herunter. Nach der Pause verlor Smith keine Zeit mehr, checkte 84 Restpunkte auf dem Bullseye und brachte sich selbst in die Runde der letzten Vier.

Stevenson leistet Price viel Gegenwehr

Als nächstes war der in der letzten Zeit alles überragende Gerwyn Price an der Reihe. Der Waliser befindet sich in der Form seines Lebens und hatte heute mit Simon Stevenson ein scheinbar harmloses Los erwischt. Doch der „Mirror Man“ hatte als Weltranglisten-68. mit Raymond van Barneveld und Dave Chisnall bereits andere Favoriten gestürzt. Der „Iceman“ eröffnete mit einem 109er-Highfinish und legte per Break nach, doch Stevenson konterte sofort mit einem 12-Darter. Der Engländer schaffte es kurz darauf auch auszugleichen, vergab dann aber Möglichkeit, um zur Pause sogar zu führen. Stattdessen traf Price Tops und lag selbst vorne. Stevenson war aber ziemlich gut unterwegs und gewann nach der Unterbrechung zwei Legs hintereinander. Keine Frage – Price musste hier richtig kämpfen. Diesen Kampf nahm der Waliser aber auch an, holte sich selbst zwei Legs in Folge. Zudem gelang ihm im zehnten Leg ein eminent wichtiges 164er-Finish, sodass er mit einem 6:4 im Rücken in die Kabine gehen konnte. Dieses starke Finish gab dem Favoriten spürbar Auftrieb und so dominierte er nach der Pause. Zwar vergab Price im 12. Leg drei Möglichkeiten auf Doppel und überließ dieses Leg seinem englischen Gegner, doch es sollte sein letztes verlorenes bleiben. Mit einem 68er-Finish machte Gerwyn Price schon wenige Minuten später schließlich alles klar und siegte mit 10:5.

Mit seinem Lauf ins Viertelfinale der UK Open hatte Nathan Aspinall bewiesen, dass seine Halbfinalteilnahme bei der WM kein einmaliger Zufall war. Auch heute hatte er gute Chancen aufs Semifinale, musste sich dazu aber gegen Ross Smith durchsetzen. Aspinall feierte einen überragenden Start in die Begegnung, zeigte souveräne Checkouts von 98 und 90 Punkte und brachte anschließend auch noch 121 Punkte auf Null. Erst als er im vierten Leg haarscharf an einem 170er-Finish scheiterte konnte der „Smudger“ intervenieren, musste dazu aber auch 126 Zähler löschen. Das fünfte Leg ging dann aber wieder an Aspinall, der zu diesem Zeitpunkt mit 4:1 vorne lag. Nach der Pause setzte „The Asp“ sein starkes Finishing fort und zeigte Checkouts von 94 und 79 Punkten, ehe Smith mit einem eigenen Highfinish von 125 Punkten sein zweites Leg gewann. Weil die nächsten beiden Legs geteilt wurden nahm Aspinall einen komfortablen 7:3-Vorsprung mit in die letzte Unterbrechung. Nachdem die nächsten beiden Legs gerecht verteilt wurden schwächelte Aspinall im 13. Durchgang und warf vier Mal an Doppeln vorbei. Smith sagte Danke und holte sich das Break, doch danach sorgte Aspinall für ein echtes Highlight und zeigte das Königsfinish von 170 Punkten. Damit war er nur noch ein Leg vom Weiterkommen entfernt, allerdings ließ auch die Antwort von Smith nicht lange auf sich warten und war ein 132er-Bullfinish. Wenig später war die Partie dann aber beendet, Aspinall verwandelte in der Doppel-10 und zog ebenfalls ins Halbfinale ein.

UK Open


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