Nathan Aspinall gewinnt die UK Open 2019

Die UK Open 2019 gingen am Sonntagabend in ihre letzte und entscheidende Session. Zuerst mussten die Halbfinals über die Bühne gebracht wurden, wobei Gerwyn Price gegen Nathan Aspinall spielte und Rob Cross auf Michael Smith traf. Im Anschluss daran ging es im großen Endspiel um den TV-Titel und 100.000 Pfund Preisgeld. Alle drei verbliebenen Partien wurden im Modus „best of 21 Legs“ ausgetragen.

Als Erstes durften sich die Zuschauer also auf das Aufeinandertreffen von Gerwyn Price und Nathan Aspinall freuen. Der „Iceman“ kam schlecht rein, ließ über die ersten beiden Legs verteilt vier Chancen aus und erwischte erst im dritten Durchgang ein Doppelfeld. Aspinall konnte allerdings für das sofortige Rebreak sorgen, zudem traf er wenig später auch die doppelte 16 und führte deshalb zur ersten Unterbrechung mit 4:1. Nach der Pause bestrafte Aspinall einen Fehler seines Gegners auf Tops mit einem eigenen 90er-Finish auf dem Bullseye, mit einem starken 11-Darter konnte er dieses bestätigen und hatte mittlerweile ein Polster von fünf Legs aufgebaut. Die nächsten drei Legs wurden dann ausnahmslos mit dem Anwurf gewonnen, sodass Price mit einem 3:7 aus seiner Sicht in die zweite Unterbrechung ging und eine Menge Arbeit vor sich hatte. Aspinall ließ aber kein bisschen nach und kam mit einem 13-Darter aus der Pause, auf ein 101er-Finish von Price reagierte der Engländer dann mit einem 100er-Checkout und näherte sich der Ziellinie immer mehr an. Doch Price verteidigte anschließend den eigenen Anwurf und schaffte es im darauffolgenden Leg 70 Punkte trotz eines anfänglichen Ausrutschers in die 1 zu checken – mittlerweile lag er noch mit 6:9 hinten. Aspinall schien jetzt etwas nervös zu werden, setzte im elften Leg zwei Darts ziemlich deutlich an Tops vorbei, zeigte ein Leg später aber seine ganze Klasse. Unter höchstem Druck – Price wartete schon bei 41 Rest – löschte „The Asp“ 121 Punkte aus und war nur noch ein Leg vom Sieg entfernt. Price kämpfte jedoch weiter, gewann mit 15 und 11 Darts zwei Legs nacheinander und war bis auf 9:10 an seinen Gegner herangerückt. Weil er im 20. Leg der Partie aber einen Pfeil um Millimeter am Bullseye vorbeiwarf musste er seine erste Niederlage nach 20 ungeschlagenen Matches akzeptieren. Nathan Aspinall verwandelte den ersten Matchdart in der Doppel-14 und freute sich über den Einzug in sein erstes großes TV-Finale.

Der Finalgegner des jungen Engländers wurde dann im zweiten Halbfinale zwischen Michael Smith und Rob Cross ermittelt. „Voltage“ legte imposant los und kam mit einem 146er-Finish zum frühestmöglichen Break, bestätigte dieses auch dank eines Patzers seines Kontrahenten und löschte anschließend 120 Punkte für ein weiteres Break. Danach wachte allerdings Smith auf, der zur ersten Pause dank Checkouts von 108 sowie 70 Punkten nur noch mit 2:3 in Rückstand lag. Nach der Unterbrechung kam von Smith für längere Zeit wenig, weshalb Cross ohne ernsthafte Schwierigkeiten gleich drei Legs nacheinander einfahren konnte. Analog zur vorherigen Session meldete sich der „Bully Boy“ plötzlich zurück und gewann selbst zwei Legs in Folge, lag nach zehn absolvierten Leg aber noch immer mit 4:6 in Rückstand. Die Phase nach der Unterbrechung gehörte dann aber wieder Cross, der Checkouts von 127 und 36 Punkten produzierte, um auf 8:4 davonzuziehen. Bei Smith fehlte nun erkennbar der Glauben den Sieg, ließ in den beiden darauffolgenden Legs acht Chancen auf Doppelfelder liegen und stand kurz vor der Niederlage. Er konnte das nächste Leg aber für sich entscheiden und sorgte so dafür, dass es beim Spielstand von 10:5 pro Cross nochmal in eine Pause ging. Weil „Voltage“ im darauffolgenden 16. Durchgang die ersten beiden Matchdarts ausließ konnte Smith noch zwei Legs auf seine Seite ziehen. Doch dann scheiterte Smith knapp an einem 156er-Finish, der verfehlte Dart auf die Doppel-18 war sein letzter bei den UK Open. Cross erwischte stattdessen genau dieses Feld und erreichte sein drittes Major-Finale.

Nach einer rund 20-minütigen Spielpause stieg das rein englische Endspiel zwischen Rob Cross und Nathan Aspinall. Cross legte gut los und kam mit einem schönen 12-Darter; auch „The Asp“ gelang es, seinen ersten Anwurf sicher nach Hause zu bringen. Nachdem die beiden darauffolgenden Legs ebenfalls fair verteilt wurden war es Aspinall, der für das erste Break der Partie sorgte und demzufolge auch mit einer Führung in Pause Nummer eins hineinging. Cross tat sich richtig schwer, warf bis hierhin nur rund 85 Punkte im Schnitt und verlor auch die ersten beiden Legs nach der Unterbrechung. Erst als Aspinall im achten Leg vierfach auf Doppel patzte schaffte Cross es, sein erstes Break zu erzielen. Der Weltranglistenzweite holte sich auch das nächste Leg, vergab dann aber ganze sechs Möglichkeiten, um für den Ausgleich zu sorgen. Aspinall bedankte sich auf der Doppel-10 und führte mit 6:4. Cross kam zwar mit einem 12-Darter zurück auf die Bühne, danach lief aber wieder so gut wie nichts zusammen. Der Weltmeister von 2018 traf kaum ein Triplefeld und verlor zwei weitere Legs, ehe im 14. Leg der negative Höhepunkt folgte. Beim Versuch, die doppelte 5 zu treffen warf Cross mehrere Zentimeter vorbei und erwischte die große 12. Aspinall konnte gar nicht mehr anders als vielen Fehler seines Gegners dankbar auszunutzen, er zog damit auf 9:5 davon. Als Cross sich ein Leg später einen weiteren Patzer auf Tops erlaubte brachte Aspinall seinen Dart in der Doppel-20 unter und er war nur noch ein Leg vom Titel entfernt. Den größten Erfolg seiner Karriere machte Nathan Aspinall dann auf ganz besondere Weise perfekt: mit einem 170er-Finish beendete er die Partie und war Sieger der UK Open 2019. Die 100.000 Pfund Preisgeld bringen „The Asp“ bis auf Platz 16 der Weltrangliste.

UK Open


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