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Kim Huybrechts

Kim Huybrechts Kim Huybrechts wurde am 16. November 1985 (Alter heute 31 Jahre) in Belgien geboren. Er begann seine Profikarriere im Jahr 2006 bei der British Darts Organisation(BDO).

Kim spielt aktuell mit 25 Gramm schweren Darts der Marke One80. Sein Spitzname lautet "The Hurricane" und seine Einlaufmusik ist Hi Ho Silver Lining von Jeff Beck.

Durch seinen Bruder Ronny motiviert, wollte Kim schon früh ein professioneller Dartspieler werden, jedoch blieben nach seinem Debüt die Erfolge zunächst aus. Seine ersten Turniersiege konnte er 2007 feiern, als er den Belgian Gold Cup und die Belgian National Championships für sich entschied. Seinen einzigen Turniersieg bei einem Event, welches durch den Verband BDO ausgetragen wurde, feierte "The Hurricane" bei den Flanders Open 2008, als er Geert de Vos im Finale mit 5:2 schlagen konnte. Seine einziger Erfolg bei einem Major Turnier der BDO datiert aus dem Jahr 2009. Bei den Winmau World Masters überstand er die erste Runde des Turniers dank eines 3:2-Sieges über Paul Brooks. Doch auch hier war in der zweiten Runde bereits Schluss, als er Steve West mit 1:3 unterlag.

2010 stellten sich dann erste sichtbare Verbesserungen seiner Leistungen ein. Er begann die PDC Europe Events der Pro Tour mitzuspielen und zeigte einige gute Ergebnisse. So erreichte er bei einem Players Championship Turnier in Nuland das Viertelfinale. Im selben Jahr gab es jedoch einen herben Rückschlag, als er es nicht schaffte, sich für die BDO World Darts Championship zu qualifizieren. Im entscheidenden Spiel unterlag er damals dem Deutschen Arno Menk. Kim hatte immer große Probleme dabei Sponsoren zu finden, die ihm die Reisen und Unterkünfte finanzieren wollten. Doch mit dem Wechsel zur PDC sollte sich das ändern. Im Mai 2011 begann die Phase, in der er solche potentiellen Sponsoren auf sich aufmerksam machen sollte. Er erreichte in Wien das Halbfinale eines Players Championship Turniers und verlor dort mit 5:6 gegen Denis Ovens, nachdem er selbst drei Matchdarts vergab. Dieses Ergebnis sorgte allerdings dafür, dass er sich durch die European Order of Merit für die European Darts Championship qualifizieren konnte. Dort sorgte er erstmals für großes Aufsehen. In Runde eins schlug er den Spanier Antonio Alcinas, ehe er Wes Newton in einem tollen Match mit 10:8 besiegen konnte. Im Viertelfinale traf er auf den damals amtierenden Weltmeister Adrian Lewis, welchen er bis ans Äußerste trieb. "Jackpot" konnte sich jedoch knapp mit 10:8 durchsetzen.

Kim Huybrechts Durch diese starken Ergebnisse wurden nicht nur Sponsoren auf ihn aufmerksam, er qualifizierte sich durch die PDC Pro Tour Order of Merit auch zum ersten Mal für eine Weltmeisterschaft. Bei der PDC World Darts Championship übertraf der junge Belgier alle Erwartungen. In der ersten Runde besiegte er Brendan Dolan mit einem 3:0. James Richardson und Paul Nicholson waren bei ihren 1:4-Niederlagen gegen "The Hurricane" ebenfalls chancenlos, sodass Kim es bei seinem Debüt bis ins Viertelfinale schaffte. Dort verlor er dann mit 2:5 gegen den späteren Finalisten Andy Hamilton. Nach dem Match gab Huybrechts bekannt, dass er weitere Sponsoren gefunden hatte, die ihm die PDC Events für die nächsten zwei Jahre finanzieren würden. Für ihn war es laut eigener Aussage die größte Errungenschaft seiner bis dato noch jungen Karriere.

Wenig später trat er mit Kurt van de Rijck beim PDC World Cup of Darts 2012 für Belgien an und erreichte das Viertelfinale. Dort musste sich das Team dem von Australien(Simon Whitlock & Paul Nicholson) mit 1:3 geschlagen geben. Beim ersten UK Open Qualifier Turnier 2012 erreichte er das Finale und konnte auf dem Weg dorthin mit Simon Whitlock, Vincent van der Voort und Michael van Gerwen große Namen der Branche besiegen. In der dritten Runde des siebenten UK Open Qualifier Turniers warf Huybrechts einen 9-Darter gegen Terry Jenkins verlor das Match jedoch am Ende mit 4:6. Bei den UK Open selbst erreichte er das Achtelfinale, nachdem er Peter Hudson und Vincent van der Voort schlagen konnte. Dort traf er auf Wes Newton und führte bereits mit 7:4 und einer Doppelquote von 100%. Zum Ende des Matches begann er allerdings zu schwächeln und nachdem er im letzten Leg fünf Matchdarts vergab, war es Wes Newton der sich nach einem 9:8-Sieg Viertelfinalist nennen durfte.

Bis zum Juli erreichte er im Jahr 2012 in zehn Pro Tour Events das Viertelfinale oder war sogar noch besser, wodurch Kim sich zum ersten Mal für das World Matchplay qualifizieren konnte. Er war der bestplatzierte Spieler auf der Pro Tour Order of Merit, von denen, die nicht in den Top 16 der Welt zu finden waren. In der ersten Runde des World Matchplay traf er auf Terry Jenkins und führte auch hier komfortabel mit 9:5. Doch erneut konnte er das Match nicht erfolgreich beenden und verlor sechs Legs in Folge, womit er am Ende auch das Spiel 9:11 verlor.

Kim Huybrechts Bei den European Darts Championship 2012 verbesserte er sich im Vergleich zum Vorjahr nochmal und erreichte zum ersten Mal das Halbfinale eines PDC Major Events. Auf dem Weg dorthin konnte er Siege über Vincent van der Voort, Ian White und Raymond van Barneveld einfahren. Gegen Letzteren war er zu diesem Zeitpunkt nach fünf Aufeinandertreffen noch unbesiegt. Das Aus folgte dann wie gesagt im Halbfinale gegen den späteren Turniersieger Simon Whitlock durch eine 9:11-Niederlage. Durch dieses Ergebnis schaffte "The Hurricane" es das erste Mal unter die Top 32 der PDC Order of Merit. Nach einem schwachen Debüt beim World Grand Prix, als er in Runde eins ohne eigenen Leggewinn mit 0:2 gegen Kevin Painter scheiterte, zeigte er sich wiedererstarkt bei den Dutch Dart Masters wo er sein sechtes Halbfinale im Jahr 2012 erreichte. Dort scheiterte er wie schon bei den EDC gegen Simon Whitlock, dieses Mal mit 1:6. Durch seine starken Leistungen im Jahr 2012 landete er auf Rang neun der PDC Pro Tour Order of Merit, wodurch Huybrechts sich für die Players Championship Finals 2012 qualifizierte. Er zeigte herausragende Leistungen und erreichte das Finale. Um dort hinzukommen schlug er wie so oft Vincent van der Voort, außerdem aber noch Michael Smith, Peter Wright und Justin Pipe. Im Viertelfinale gegen Wright hatte er einen 3-Dart-Average von 104,34, was bis dahin sein höchster Average in einem TV-Event war. Im Finale traf er auf Phil "The Power" Taylor und konnte das Tempo des Rekordweltmeisters zu Anfang noch mithalten, unterlag letztendlich jedoch deutlich mit 6:13.

Neun Tage vor Beginn der PDC World Darts Championship 2013 verstarb Kims Vater Ludo Huybrechts im Alter von 65 Jahren. Huybrechts entschied sich dennoch anzutreten, verlor jedoch bereits in Runde eins nach 2:1-Führung noch 2:3 gegen Scott Rand. Trotzdem erreichte Huybrechts nach dem Turnier zum ersten Mal die Top 20 der Order of Merit. Beim World Cup of Darts 2013 trat Kim gemeinsam mit seinem Bruder Ronny an. Sie waren das erste Brüderpaar, das jemals dort antrat. Die Huybrechts-Brüder erreichten eindrucksvoll das Finale und schlugen auf dem Weg dorthin Australien(Simon Whitlock & Paul Nicholson) mit 5:1 im Doppel. Nachdem auch Kroatien und Finnland deutlich geschlagen werden konnten, erreichten sie das Finale gegen England(Phil Taylor & Adrian Lewis). In diesem emotionalen Finale konnte Kim im Einzel gegen Lewis gewinnen, Ronny jedoch verlor beide Einzelmatches. Um ein entscheidendes Doppel-Match zu erwirken, hätte Kim Phil Taylor schlagen müssen, unterlag jedoch mit 1:4. Die Brüder widmeten das Turnier dennoch ihrem verstorbenen Vater.

PDC Grand Slam In der Folge konnte Kim in den UK Open Qualifiers erneut überzeugen und schloss die UK Open Order of Merit mit Platz drei ab. Beim Event unterlag er jedoch Terry Jenkins in Runde vier mit 6:9. Auch 2013 konnte "The Hurricane" beim World Grand Prix kein Leg gewinnen. Andy Hamilton schlug den Belgier in der ersten Runde mit 2:0 in Sätze und hatte dabei eine Trefferquote auf die Doppel von 100%. Bei einem Players Championship Turnier zeigte er jedoch schon wieder sein können und gewann im Finale mit einem Whitewash 6:0 gegen Kevin Painter, zeigte hierbei sogar ein 170'er Finish im zweiten Leg. Kim erreichte in der Folge in der Champions League of Darts 2013 so gerade noch die Winner Group. Dort landete er allerdings auf Rang sechs von acht Teilnehmern und schied somit bereits nach der Vorrunde aus.

Brendan Dolan Seinen ersten größeren Titel errang er bei den Dutch Dart Masters 2013. Dort konnte er im Halbfinale Michael van Gerwen mit 6:3 besiegen, nur um im Finale nochmal eine Schippe drauf zu packen und Brendan Dolan mit 6:3 und einem 3-Dart-Average von 105,90 zu schlagen. Huybrechts widmete den Turniersieg ebenfalls seinem verstorbenen Vater. Sein 3-Dart-Average im Turnier lag nach sechs Matches bei 101.Kim erreichte die Top 16 der PDC Order of Merit, wodurch er sich für die Coral Masters 2013 qualifizierte. Dort musste er sich allerdings in Runde eins, trotz eines 3-Dart-Averages von 106,43, Adrian Lewis geschlagen geben. Kim verpasste hierbei zwei Matchdarts auf Tops. Beim Grand Slam of Darts 2013 erreichte Kim das Achtelfinale, obwohl er nur eines seiner drei Gruppenspiele gewinnen konnte. Dort traf er zum ersten Mal vor laufenden TV-Kameras auf seinen Bruder Ronny. Kim konnte das Bruderduell mit 10:5 am Ende relativ deutlich für sich entscheiden.

Im Viertelfinale war dann allerdings schon wieder Schluss. Kim unterlag Adrian Lewis mit 11:16 und schied aus. Bei den Players Championship Finals lief es nicht wirklich besser. Kim verlor direkt seine erste Partie gegen Terry Jenkins mit 2:6 und musste wieder nach Hause fahren.

Bei der PDC World Darts Championship 2014 kam es in der ersten Runde erneut zum Duell mit Bruder Ronny. Kim war am Ende erneut der Sieger, er setzte sich mit 3:1 durch. Doch gegen Ian White in Runde zwei verlor er mit 3:4, womit die WM für ihn ein frühes Ende nahm. Ähnlich durchwachsen verliefen die UK Open. Nach einem 9:5-Erfolg gegen Ross Smith, verlor Kim in der Runde der letzten 32 mit 5:9 gegen James Wade und schied aus. Mit dem Bruder, anstatt gegen den Bruder, ging es für den „Hurricane“ zum World Cup of Darts, wo die beiden Huybrechts‘ Belgien vertraten. Sie konnten Indien direkt mit 5:0 nach Hause schicken und hatten auch gegen Österreich keinerlei Probleme. Zwei Einzelsiege gegen Mensur Suljovic und Rowby-John Rodriguez genügten. Im Viertelfinale folgte jedoch das Aus gegen die späteren Sieger aus den Niederlanden, Michael van Gerwen und Raymond van Barneveld. Kim konnte gegen van Gerwen zwar 4:2 gewinnen, Ronny verlor jedoch gegen Barney, womit das Doppel entscheiden musste. Auch dort waren die Belgier unterlegen. Das World Matchplay beinhaltete keine Jubelsprünge des „Hurricane“. Kim verlor direkt seine erste Partie gegen Mervyn King mit 4:10. Beim World Grand Prix schied er ebenso sang- und klanglos aus. Mit 0:2 unterlag er dabei in Runde eins Terry Jenkins.

Kim Huybrechts Zumindest mal wieder einen Sieg auf großer Bühne, den holte Kim bei den European Darts Championship. In seinem Auftaktmatch traf er dabei auf Dean Winstanley und trug mit 6:5 am Ende den Sieg davon. Ein Runde später war allerdings schon wieder Schluss. Huybrechts verlor mit 5:10 gegen Peter Wright. Nachdem auch beim Masters 2015 keine Besserung in Sicht war, er schied in Runde eins mit 4:10 gegen Adrian Lewis aus, machte Kim einen kleinen Wandel durch. Er wurde aggressiver und wilder am Board, er begann ausschweifender zu jubeln. Dies schien ihm auch tatsächlich zu helfen. Es zeigte sich schon beim Grand Slam of Darts. Huybrechts unterlag in der Gruppenphase zwar Michael van Gerwen mit 2:5, holte aber Siege über Jan Dekker(5:2) und Darren Webster(5:1) und kam so ins Achtelfinale. Dort bezwang er Alan Norris relativ locker mit 10:5 und traf so im Viertelfinale erneut auf Michael van Gerwen. Kim brannte ein echtes Feuerwerk ab, zeigte eine fantastische Leistung, warf einen 9-Darter und bezwang MVG mit 16:10. Erst im Halbfinale schied er aus. Nach Führung kurz vor Schluss, unterlag Kim am Ende Dave Chisnall hauchdünn mit 15:16. Nach dem klasse Turnier folgte jedoch eine Enttäuschung bei den Players Championship Finals. Kim verlor sein Erstrundenmatch gegen Terry Jenkins mit 3:6.

Kim Huybrechts

Eine fantastische Performance legte Kim auch bei der Weltmeisterschaft 2015 hin. Nach einem deutlichen 3:0-Erfolg gegen Michael Mansell nahm er Revanche für das Aus im Vorjahr. Er bezwang diesmal Ian White mit 4:3 und kam ins Achtelfinale. Dort wartete Phil Taylor. Obwohl Kim das Match sehr lange offen hielt und sogar mit 1:0, 2:1 und 3:2 in den Sätzen führte, war es am Ende Phil Taylor, welcher das Match 4:3 gewann. Bis ins Achtelfinale schaffte es Kim auch bei den UK Open. Nach Siegen über Max Hopp(9:7) und Andy Hamilton(9:8) unterlag er dort jedoch Michael van Gerwen klar mit 2:9. Dennoch wurde der Belgier erstmals zur Premier League eingeladen. Dort musste er sich allerdings nach neun Spieltagen schon wieder verabschieden. Er landete auf Platz 10 und musste die Liga nach der Judgement Night vorzeitig verlassen.

Tobias Gürtler

PDC Grand Slam
Kim Huybrechts Fakten
Name Kim Huybrechts Spitzname The Hurricane
Bruder Ronny Huybrechts Geburtstag 16.11.1985
Darts 25g One80 Spielt seit 2006

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