Brendan Dolan

Brendan Dolan
Brendan Dolan

Brendan Dolan ist ein nordrischer Dartspieler, der am 2. August 1973 in Enniskillen geboren wurde. Er ist auch unter seinem Spitznamen „The History Maker“ bekannt. Brendan ist eigentlich ein passionierter Golfer, konnte diesen Sport aufgrund chronischer, körperlicher Beschwerden jedoch nicht mehr ausüben und konzentrierte sich so mehr auf den Dartsport. Dort schwamm er lange Zeit unter dem Radar, spielte jedoch auch zu Beginn seiner PDC-Karriere noch bei weitem nicht alle Turniere, die der Spielplan anbot. Seinen Durchbruch erlebte Brendan Dolan tatsächlich erst 2011, als er beim World Grand Prix in Dublin Geschichte schrieb. Nicht nur erreichte er als erster Spieler aus Nordirland das Halbfinale dieses Wettbewerbs, er warf dort gegen James Wade auch als erster Akteur überhaupt einen 9-Darter vor TV-Kameras beim Modus Double-In/Double-Out. Dies brachte ihm auch seinen Spitznamen ein. Am Ende zog er dort in sein bis heutige einziges Major Finale ein, unterlag dort aber Phil Taylor. Dieser Erfolg gab ihm tatsächlich unheimlich viel Auftrieb und seine Ergebnisse bei der Pro Tour wurden immer besser. Er konnte sich zunehmend für weitere Major Turniere qualifizieren, war seit 2009 bis ins Jahr 2018 bei jeder Weltmeisterschaft mit am Start. Er konnte sogar in die Top-16 vordringen und sich dort zeitweise fest spielen. Insgesamt fünf Turniersiege holte er sich in den Jahren 2013 und 2014 auf der Pro Tour. Danach aber folgte der Wendepunkt. Er konnte seine Form nicht mehr abrufen und fuhr nicht mehr die Ergebnisse ein um seine Position zu halten. Er rutschte immer weiter ab und fiel aus den Top-32 heraus, konnte eigentlich nur noch beim World Cup im Team überzeugen. Für die Weltmeisterschaft 2018 qualifizierte er sich letztlich nur über das letzte Qualifier Event. Die UK Open 2018 verpasste er sogar komplett.


Brendan Dolan Fakten
Name Brendan Dolan Spitzname The History Maker
Geburtsort Enniskillen, Nordirland Geburtstag 2.8.1973
Darts 25g Winmau Walk-On Song Wild Rover
spielt seit 1979 PDC 2002-heute

Ein geschichtsträchtiger Moment(2002-2012)

Schon früh begann Brendan Dolan damit Darts zu spielen, allerdings übte er diesen Sport nur zum Spaß aus. Seine eigentliche Leidenschaft war der Golfsport. Aufgrund seiner chronisch-instabilen Fußgelenke, geerbt von seiner Mutter, konnte er dieser Passion allerdings nie ernsthaft folgen. Gerade auf unebenen Untergründen kommt es dort oft zu Schwellungen oder einem schnellen Umknicken. Brendan entschied sich also doch für den Dartsport, brauchte dort aber eine gewisse Anlaufzeit. Bereits 2003 gab er sein Debüt bei den UK Open, verlor gegen John Nesbitt aber schon in der ersten Runde. Bei seinem World Grand Prix Debüt 2004 konnte er zwar einen Sieg einfahren, allerdings nur über einen Mitqualifikanten. Gegen Kevin Painter war dann schon Schluss. Und so kam es, dass er die nächsten Jahre nicht sonderlich viele Turniere spielte und entsprechend lange Zeit nicht groß beachtet wurde. Er hatte nicht mal einen Spitznamen, was sich aber im Jahr 2011 ändern sollte.

Als Qualifikant startete er damals in den World Grand Prix und spielte plötzlich wie ausgewechselt. Er schlug Wayne Jones, John Part und John Henderson, erreichte das Halbfinale gegen James Wade. Dort kam seine ganz große Stunde. Er lag in den Sätzen mit 0:1 zurück, führte aber mit 2:1 im zweiten Satz. Gegen den Anwurf produzierte Brendan unter großem Jubel der irischen Fans in Dublin einen 9-Darter, den ersten beim Modus Double-In/Double-Out vor TV-Kameras. Er schrieb damit Geschichte und wurde folgerichtig auch zum „History Maker“. Am Ende kam er sogar ins Endspiel, welches er jedoch gegen Phil Taylor verlor. Dennoch gab ihm diese Erfahrung ordentlich Auftrieb. Er ging nun mit mehr Selbstvertrauen ans Oche, erreichte auch 2012 beim World Grand Prix wieder das Halbfinale und hatte durch das eingesackte Preisgeld natürlich auch einen ordentlichen Sprung in der Order of Merit gemacht.

Der schnelle Auf- und Abstieg(2013-heute)

Im Jahr darauf begann Brendan Dolan dann sich in Richtung Top-16 zu spielen und agierte auch absolut wie ein Spieler aus diesem elitären Kreis. Nachdem er auf der Pro Tour im Oktober 2013 ein Finale erreichte und wenig später bei den Dutch Darts Masters auch sein erstes Endspiel auf der European Tour absolvierte, jedoch gegen Adrian Lewis bzw. Kim Huybrechts verlor, gelang ihm Anfang November des gleichen Jahres dann sein erster Turniersieg bei der PDC. Dort schlug er unter anderem Gary Anderson und gewann den Titel letztlich gegen Jamie Robinson. Nur 22 Tage später legte er gegen Ricky Evans nach und holte sich seinen zweiten Turniersieg. Und die starke Form hörte auch im Jahr 2014 nicht auf, als er bei einem UK Open Qualifier Jamie Lewis und bei zwei weiteren Players Championship Turnieren gegen Michael Smith und Gary Anderson seine Turniersiege drei bis fünf unter dem PDC-Banner einsackte.

Brendan Dolan klopfte allmählich bei den Top-10 der Welt an und nicht viel schien seinen Aufstieg stoppen zu können. Auch 2015 sah es zunächst sehr gut aus, jedoch kam genau in diesem Jahr der plötzliche Bruch. Er war plötzlich sehr unsicher am Board, traf die Doppel bei weitem nicht mehr so gut wie vorher und kam ab dem Frühjahr nicht mehr über das Viertelfinale bei dem einen oder anderen Turnier hinaus. Brendan verpasste es zunehmend die eingespielten Preisgelder aus dem Jahr 2013 zu verteidigen und so begann sein Abstieg in der Order of Merit. Bis auf wenige Ausnahmen waren seine Leistungen im Jahr 2016 nicht zufriedenstellend. Nur beim World Cup of Darts, im Team mit Daryl Gurney, erreichte er mit dem Halbfinale und beim Grand Slam durch das Viertelfinale ein gutes Ergebnis. Dies sollten jedoch nichts weiter als kleine Strohfeuer sein. Oft verpasste er schon früh die Qualifikation für European Tour Events und rutschte so auch aus den Top-32 der Weltrangliste heraus. Für die WM 2018 qualifizierte er sich nur so gerade noch, ohne jedoch dort überzeugen zu können. Mit dem Verpassen der UK Open 2018 erlebte er seinen persönlichen Tiefpunkt.

Brendan Dolan Chronologie

Brendan Dolan Brendan Dolan wurde am 2. August 1973 (heutiges Alter 45 Jahre) in Belcoo, Nordirland geboren. Seine professionelle Dartkarriere begann er 2002 bei der Professional Darts Corporation(PDC).

Aktuell spielt Brendan mit 24,5 Gramm schweren Darts der Marke A180. Sein Spitzname lautet „The History Maker“ und seine Einlaufmusik ist Wild Rover von den Dropkick Murphys.

Dolan tat sich anfangs schwer im PDC-Zirkus zurechtzukommen. Es gab zu Anfang keine wirklich nennenswerten Erfolge. Die Teilnahme an den UK Open 2003 könnte man schon als Highlight bezeichnen. Allerdings musste er sich damals bereits in Runde eins aus dem Turnier verabschieden, nachdem er John Nesbitt mit 4:5 unterlag. Auch 2004 war seine Teilnahme an den UK Open nicht von Erfolg gekrönt. Erneut kam das frühe Aus in der ersten Runde, nachdem er gegen James Dunlop 2:5 verlor. Er konnte sich in der Folge allerdings durch die All Ireland Qualifiers einen von vier Plätzen für den World Grand Prix sichern. In Runde eins gelang ihm dann tatsächlich ein 2:0-Sieg gegen Mitqualifikant Mark Wilton. Doch auch hier gab es das frühe Turnieraus, nachdem Kevin Painter ihn in Runde zwei mit 3:1 besiegte.

Danach wurde es ruhig um den Nordiren. Erst bei den UK Open 2007 konnte er wieder von sich reden machen, als er Bob Anderson und Darren Johnson besiegte um in die fünfte Runde des Turniers einzuziehen. Dennis Priestley war als Gegner allerdings noch eine Nummer zu groß und der Nordire unterlag dem ersten PDC-Weltmeister der Geschichte deutlich mit 4:11.

2008 sollte dann das erste erfolgreiche Jahr in Dolans Karriere werden. Im März erreichte er zum ersten Mal ein Pro Tour Finale und schlug auf dem Weg Vincent van der Voort, Roland Scholten, Wes Newton, Colin Lloyd und Colin Osborne, also keine No-Names im Dart-Business. Im Finale traf er dann auf Phil Taylor und verlor. Für die gezeigten Leistungen bekam er allerdings ein Preisgeld in Höhe von £3.000, was ihn in die Top 16 des UK Open Rankings brachte wodurch er beim Event selbst in Runde drei gesetzt war. Dort konnte er seinen Landsmann John MaGowan mit 9:5 besiegen. Noch größer war sein Sieg in Runde fünf, als er Adrian Lewis mit 9:8 schlug und ins Achtelfinale einzog. Allerdings verlor er dort deutlich mit 2:9 gegen Chris Thompson.

Bei den Ulster Open 2008 konnte Dolan auch endlich seinen ersten Titel gewinnen. Er schlug dort im Finale Ronnie Baxter. Außerdem qualifizierte er sich als einer der fünf bestplatzierten irischen Spieler in der PDC Order of Merit für den World Grand Prix. Mit 1:2 unterlag er bereits in Runde eins Jacko Barry. Sein WM-Debüt gab er bei der PDC World Darts Championship 2009. Seine Teilnahme sicherte er sich bei einem Qualifikationsturnier in Telford. Bereits in Runde eins wartete mit James Wade aber eine Herkulesaufgabe auf ihn, die er nicht bewältigen konnte. Der spätere Halbfinalist schlug Dolan mit 3:0 in Sätzen. Im Oktober 2009 erreichte Dolan zum zweiten Mal ein Pro Tour Finale. Er verlor in Nuland allerdings mit 2:6, erneut gegen James Wade. Durch die Players Championship Order of Merit qualifizierte sich Dolan erneut für die Weltmeisterschaft und überstand dieses Mal sogar die erste Runde. Er besiegte Tony Eccles mit 3:1, ehe er in der zweiten Runde gegen Raymond van Barneveld mit 0:4 unterging und zusehen musste, wie Barney einen 9-Darter gegen ihn warf.

Brendan Dolan Auch danach blieben Erfolge erst mal wieder aus, ehe er bei der PDC World Darts Championship 2011 wieder auf sich aufmerksam machte. Zwar kam er wieder nicht über die zweite Runde hinaus, als er gegen es Newton mit 0:4 verlor, konnte aber Kevin Painter in Runde eins mit 3:0 schlagen. Beim World Grand Prix 2011 in Dublin schlug dann Dolans große Stunde. Von den Anfeuerungen des irischen Publikums beflügelt schlug Dolan Wayne Jones, John Part und John Henderson um als erster irischer Spieler überhaupt in das Halbfinale dieses Turniers einzuziehen. Sein Gegner war James Wade. Doch Dolan war noch lange nicht fertig. Er brachte es als erster Spieler überhaupt fertig bei diesem Turnier einen 9-Darter zu werfen. Es war der erste 9-Darter vor TV-Kameras beim Modus Double-In, Double-Out. Unter großen Jubelstürmen schlug Dolan „The Machine“ James Wade mit 5:2 und zog ins Finale ein. Doch das Wunder blieb aus, denn er unterlag dort Phil Taylor mit 3:6. Es war bis dato allerdings seine beste Leistung und sie brachte ihm seinen Spitznamen ein: „The History Maker“.

Nach diesem großen Erfolg konnte er die neue Erwartungshaltung jedoch nicht erfüllen und tauchte wieder unter. Bei der Weltmeisterschaft 2012 verlor er bereits in Runde eins mit 0:3 gegen Kim Huybrechts und konnte in dem Match nur zwei Legs für sich entscheiden. Beim World Cup of Darts trat er mit Michael Mansell für Nordirland an. Sie erreichten das Viertelfinale wo sie gegen das Team der Niederlande(Raymond van Barneveld & Vincent van der Voort) einen Whitewash über sich ergehen lassen mussten. Bei den UK Open 2012 erreichte er die vierte Runde wo er sich Denis Ovens knapp mit 8:9 geschlagen geben musste. Zuvor besiegte er in der dritten Runde Mark Barilli aus Schottland ebenfalls knapp mit 9:8. Er gab 2012 außerdem sein Debüt beim World Matchplay, verlor dort aber bereits in der ersten Runde mit 7:10 gegen Andy Hamilton.

Brendan Dolan Bei den European Darts Championship 2012 konnte Dolan das nächste Mal auf sich aufmerksam machen. Er schlug in Runde eins zunächst Justin Pipe mit 6:3, obwohl er nur einen 3-Dart-Average von 90,47 hatte. Pipe’s Average war um sechs Punkte höher. In der zweiten Runde schlug „The History Maker“ den deutschen Starter Andree Welge mit 10:5 um ins Viertelfinale gegen Phil Taylor einzuziehen. Mit einem 3-Dart-Average von 89,90 schlug der Nordire den Rekordweltmeister, der seinerseits mit 89,88 eines seiner schlechtesten Matches spielte, mit 10:6. Nach dem Match wollte sich Dolan fast schon entschuldigen, aber Taylor wollte nichts hören, war er doch selbst geschockt von seiner Leistung. Im Halbfinale zeigte Dolan erneut kein starkes Match, es reichte aber um Wes Newton ziemlich in Bedrängnis zu bringen. Dolan führte mit 9:6, verlor dann aber fünf Legs in Folge, sodass sich der Engländer am Ende knapp mit 11:9 durchsetzen konnte und ins Finale einzog. Dieser Erfolg konnte Dolan dennoch beflügeln, sodass er beim World Grand Prix 2012 in Irland wie schon im Vorjahr groß auftrumpfte. Er erreichte erneut ein Halbfinale in einem PDC Major Turnier. Auf dem Weg dorthin schlug er Gary Anderson(2:0), Vincent van der Voort und Justin Pipe(beide 3:1). Aufgrund eines dann wirklich schwachen Matches des History Makers gegen Mervyn King, war im Halbfinale dann Schluss. King schlug Dolan mit 5:2 und zog ins Finale ein.

Brendan Dolan Beim Grand Slam of Darts 2012 konnte er sich durch seine Siege in der Gruppe gegen Paul Nicholson(5:2) und Barrie Baines(5:0) für das Achtelfinale qualifizieren, wo er allerdings John Part mit 6:10 unterlag. In diesem Match verlor er das Match durch seinen schlechten Start, als Part nach den ersten sechs Legs bereits mit 6:0 führte. Dolan kämpfte sich zwar auf zwei Punkte heran, Part führte 8:6, aber letztendlich setze sich der dreifache Weltmeister durch. Nachdem alle 33 Pro Tour Events 2012 gespielt waren, stand Dolan auf Rang 21 der Order of Merit, wodurch er sich für die Players Championship Finals qualifizierte. Dort setzte sich der History Maker zwar in Runde eins mit 6:4 gegen James Wade durch, verlor jedoch bereits in der zweiten Runde mit 8:10 gegen Justin Pipe. Auch hier lag Dolan zunächst 0:6 hinten und musste sich dann zurückkämpfen, was ihm erneut gut gelang, jedoch nicht ausreichte um die nächste Runde zu erreichen.

Brendan Dolan Bei den PDC World Darts Championship 2013 konnte Dolan die erste Runde erneut überstehen indem er Mark Jones deutlich mit 3:0 besiegte. Jedoch war in Runde zwei Schluss, nachdem er gegen Raymond van Barneveld mit 1:4 unterlag. Beim World Cup of Darts trat er erneut mit Michael Mansell für Nordirland an, verlor dieses Mal jedoch im Achtelfinale gegen Kroatien(Robert Marijanovic & Tonci Restovic) mit 4:5. Im zweiten UK Open Qualifier Turnier erreichten Dolan das Finale und besiegte auf dem Weg dorthin Dave Chisnall, Ronnie Baxter und Raymond van Barneveld. Im Finale unterlag er allerdings Michael van Gerwen mit 2:6. Bei den UK Open selbst besiegte er Colin Lloyd mit 9:8 und Matt Padgett mit 9:6 um zum ersten Mal nach 2008 das Achtelfinale dieses Turniers zu erreichen. Dort traf er auf Phil Taylor und verpasste drei Matchdarts als er mit 8:7 führte. Mit einem 11-Darter im entscheidenden Leg, welches Dolan eröffnete, konnte sich „The Power“ aber schlussendlich durchsetzen und das Turnier am Ende sogar für sich entscheiden. Im Oktober 2013 war Dolan nah dran sein erstes Players Championship Turnier zu gewinnen, als er im Finale gegen Adrian Lewis mit 3:0 führte. Am Ende unterlag er jedoch auch hier mit 4:6. Wenige Tage später trafen die beiden wieder aufeinander und wieder konnte Lewis sich durchsetzen. Es war diesmal aber noch knapper, Lewis machte den 2:1-Sieg erst im letzten Leg des entscheidenden Satzes perfekt. Bei den Dutch Dart Masters tauchte Dolan erneut in einem Players Championship Finale auf. Es war sein achtes ohne bis dahin auch nur eines gewonnen zu haben. Auch hier sollte er kein Glück haben. Trotz eines Averages von 101,52 verlor er gegen den Belgier Kim Huybrechts mit 6:3. Wenig später konnte er dann aber doch endlich sein erstes Players Championship Turnier gewinnen. Er profitierte hierbei von dem Fakt, dass die Top 16-Spieler der Order of Merit bei den Coral Masters 2013 antraten. Dolan konnte im Finale somit die 110 der Welt, Ricky Evans, mit 6:3 besiegen.

Eine durchwachsene Leistung zeigte er bei den Players Championship Finals 2013. Dolan bezwang in der ersten Runde noch Wayne Jones mit 6:5, verlor allerdings direkt sein darauf folgendes Match. Mit 3:9 unterlag er Andy Hamilton.

Die Weltmeisterschaft 2014 verlief auch eher durchschnittlich für den Nordiren. Er startete mit einem souveränen 3:0-Erfolg über Colin Osborne in das Turnier, verlor allerdings schon in der zweiten Runde klar mit 1:4 gegen Gary Anderson. Bei den UK Open zeigte Brendan eine durchaus ansehnliche Performance. Er konnte sich gegen Steve Beaton(9:6), Nigel Heydon(9:7) und den Favoritenschreck Aden Kirk(9:7) durchsetzen, unterlag erst im Viertelfinale dem späteren Finalisten Terry Jenkins mit 4:10. 4:10 verlor er auch beim World Matchplay, dort allerdings schon in der ersten Runde. Sein Gegner war Richie Burnett. Weitaus besser zeigte er sich beim World Cup of Darts. Zusammen mit Michael Mansell mischte er, Nordirland vertretend, das Turnier auf. Zunächst bezwangen sie Malaysia mit 5:2 und legten dann im Achtelfinale nach. Zwei Siege im Einzel brachten sie auch gegen Japan auf die Siegerstraße. Dolan schlug dabei Morihiro Hashimoto mit 4:2. Desweiteren konnte sie die starken Schotten im Viertelfinale bezwingen. Dolan gelang dabei ein 4:2-Erfolg gegen Peter Wright. Nach Mansells Niederlage gegen Robert Thornton entschied das Doppel. Dort setzten sich die Nordiren schließlich mit 4:1 durch. Trotz des 4:3-Erfolges von Dolan gegen Michael van Gerwen sollte es gegen die Niederlande aber nicht mehr zum Sieg reichen. Im Halbfinale unterlagen die Nordiren dem späteren Sieger insgesamt mit 1:2. Sang- und klanglos mit 0:2 schied hingegen Dolan beim World Grand Prix aus. Wenigstens einen Sieg holte er bei den European Darts Championship. Mit 6:2 schlug er Michael Smith. Doch schon in der zweiten Runde war Schluss, nachdem der „History Maker“ mit 8:10 gegen Michael van Gerwen verlor. Ein Erstrundenaus folgte beim Masters 2014. Mit 5:10 verlor Dolan gegen James Wade. Ohne einen einzigen Sieg wurde Brendan dann beim Grand Slam of Darts Letzter in seiner Gruppe. Er verlor nacheinander gegen Peter Wright, Simon Whitlock und Michael Smith. Auch bei der Generalprobe zur WM, den Players Championship Finals, war Brendan Dolan nicht sehr erfolgreich. Er gewann in der ersten Runde mit 6:5 gegen Kevin Painter, verlor aber schon in Runde zwei 5:10 gegen Wes Newton.

Ähnlich wie das komplette Jahr 2014 verlief auch die WM 2015 für Dolan. Er startete eigentlich sehr gut, schlug Nolan Arendse mit einem Whitewash 3:0. In Runde zwei folgte dann jedoch das Aus gegen Michael Smith. Mit 2:4 unterlag der Nordire. Eine deutliche 1:10-Klatsche fing Dolan sich beim Masters 2015 ein, als er gegen Peter Wright verlor. Und auch die UK Open brachten keine Besserung. Dolan verlor direkt seine erste Partie mit 4:9 gegen Jelle Klaasen.

Mit einer entsprechend eher schlechten Laune ging er in den World Cup of Darts. Brendan trat erneut mit Michael Mansell an, schlug das Team aus Thailand mit 5:2. Dolans 4:1-Sieg gegen Rob Szabo war auch die Grundlage für das Weiterkommen gegen Neuseeland, ehe Nordirland im Viertelfinale an Michael van Gerwen und Raymond van Barneveld aus den Niederlanden scheiterte, wenn auch erst im Doppel. Gegen einen weiteren Niederländer durfte er in der ersten Runde des World Matchplay antreten und schlug ihn. Mit 10:6 bezwang er dort Vincent van der Voort, nur um jedoch eine Runde später James Wade mit 8:13 zu unterliegen. Bei seinem Paradeturnier, dem World Grand Prix, erlebte Brendan ein bitteres Erstrundenaus, verlor mit 1:2 gegen Jelle Klaasen. Auch bei der Europameisterschaft überstand er die erste Runde nicht. Dieses Mal verlor er mit 3:6 gegen Gary Anderson. Nachdem er auch noch bei den Players Championship Finals sein Auftaktmatch mit 2:6 gegen Simon Whitlock verlor, war seine Stimmung entsprechend.

Brendan Dolan setzte sich beim Grand Slam of Darts 2016 gegen Gerwyn Price durch
Brendan Dolan setzte sich beim Grand Slam of Darts 2016 gegen Gerwyn Price durch

Mit nicht sonderlich viel Selbstvertrauen startete Dolan bei der Weltmeisterschaft 2016, verlor aber schon in Runde eins mit 0:3 gegen Kyle Anderson und schied damit aus. Immerhin einen Sieg holte er bei den UK Open, als er Scott Marsh mit 6:3 bezwang. Nur eine Runde später verlor er aber mit 6:9 gegen Barry Lynn. Das Formtief von Dolan machte sich auch weiterhin auf der Pro Tour bemerkbar und so war es überraschend, wie stark er sich beim World Cup of Darts präsentierte. Erstmals spielte er zusammen mit Daryl Gurney und die beiden schlugen zum Auftakt Japan mit 5:2. Sehr locker schlugen sie danach auch Irland durch Siege in den Einzeln und erreichten dank eines 4:1-Sieges im Doppel gegen Kanada das Halbfinale. Dort hatten sie jedoch gegen England keine Chance und schieden nach den Einzeln bereits aus. Den leichten Formanstieg nahm Dolan mit ins World Matchplay, wo ihm ein 10:7-Sieg über Raymond van Barneveld gelang. Trotz guter Leistung verlor er aber nur eine Runde später mit 8:11 gegen Mervyn King und schied aus. Ein erneut gutes Ergebnis war das 2:0 beim World Grand Prix 2016 gegen Peter Wright. Wieder verpasste er es aber nachzulegen und verlor gegen Dave Chisnall mit 1:3. Ein 6:4-Sieg über Terry Jenkins brachte Brendan dann zu den World Series Finals, wo er jedoch direkt mit einem 5:6 gegen Simon Whitlock scheiterte. Doch auch für den Grand Slam of Darts konnte er sich qualifizieren, schlug dafür Kim Huybrechts mit 5:4. Und dort lief es dann tatsächlich richtig gut. Ein knapper 5:4-Erfolg über Max Hopp war ausschlaggebend, dass er sich ins Achtelfinale spielen konnte. Er verlor zwar zunächst mit 1:5 gegen Michael van Gerwen, schlug dann aber Martin Adams mit 5:3 und kam in die KO-Runde. Dort bewies er starke Nerven, als er sich gegen Gerwyn Price mit 10:9 durchsetzte. Im Viertelfinale war dann aber Schluss, er unterlag Michael van Gerwen äußerst klar mit 3:16. Bei den Players Championship Finals wollte er sich dann nochmal Selbstvertrauen für die Weltmeisterschaft holen. Die 6:5-Siege über Benito van de Pas und Jermaine Wattimena trugen ihren Teil dazu bei, auch wenn er im Achtelfinale mit 4:10 gegen Kim Huybrechts verlor.

In der ersten Runde der Weltmeisterschaft im Jahr 2017 bekam er es mit Christian Kist zu tun und bot eine solide Leistung. Er schlug ihn mit 3:1 und zog damit zum sechsten Mal in die zweite Runde ein. Zum sechsten Mal schied er dort dann aber auch aus, verlor dieses Mal mit 0:4 deutlich gegen Jelle Klaasen. Auch die UK Open verkamen zur Katastrophe, als er schon seine erste Begegnung mit John Michael 9:10 verlor und direkt ausschied. Seine Formkrise war eindeutig zurück. Dolan verpasste einige Major Turniere und auch beim World Cup konnte er dieses Mal nicht überzeugen. Er verlor schon in der ersten Runde zusammen mit Daryl Gurney gegen das deutsche Team um Martin Schindler und Max Hopp 4:5 und schied aus. Erst bei den Players Championship Finals sah man Brendan wieder vor TV-Kameras. Allerdings nicht sehr lange. Bereits in der ersten Runde verlor er mit 5:6 gegen Mervyn King und schied damit wieder aus. Da er sich bis dahin noch nicht für die WM qualifiziert hatte, nahm er am letzten Qualifier Event teil. Dort schlug er zu Beginn Berry van Peer mit 5:2 und legte gegen Coni Singh Nagi mit dem gleichen Ergebnis nach. Deutlicher wurde es beim 5:1 gegen Martin Lukeman, Alan Tabern und Ricky Evans, sodass er im Halbfinale stand. Dort besiegte er auch Jamie Lewis mit 5:4 und hatte damit seinen Platz bei der Weltmeisterschaft sicher. Daran änderte auch die 1:5-Pleite gegen Ted Evetts nichts mehr.

Bei der PDC World Darts Championship 2018 musste Brendan Dolan allerdings in der Vorrunde antreten. Dort traf er auf Alan Ljubic, den er aber problemlos mit 2:0 besiegte. In der ersten Hauptrunde gegen Robert Thornton spielte Brendan dann aber nicht sonderlich stark und schied nach dem 1:3 bereits wieder aus. Für die UK Open konnte er sich durch die bei den sechs Qualifiern eingespielten 500 Pfund nicht qualifizieren.

Tobias Gürtler


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