Rob Cross


Rob Cross ist ein englischer Dartspieler, der am 21. September 1990 in Prembury, im Südosten Englands, geboren wurde. Er arbeitete als Elektriker und spielte nur nebenbei im regionalen Bereich Darts. Doch im Jahr 2016 sollte sich sein Leben für immer verändern.

Er qualifizierte sich als Amateur für die UK Open, zeigte dort eine starke Leistung und hielt sogar teilweise mit Weltmeister Michael van Gerwen mit. Als er merkte, wie gut er wirklich ist, entschied er sich Profi zu werden. Er spielte die PDC Challenge Tour und schloss die dazugehörige Order of Merit im Jahr 2016 nach drei Turniersiegen auf Platz 1 ab und bekam so für das Jahr 2017 die PDC Tour Card. Schon bei seinem dritten Players Championship Turnier holte er sich seinen ersten Turniersieg. Auch auf der European Tour machte er immer wieder auf sich aufmerksam, wo ihm unter anderem sogar ein Sieg über Michael van Gerwen gelang. Er gilt als eines der aktuell größten Talente auf der Tour.

Dies stellte er vor allem bei seinem WM-Debüt unter Beweis. In der Auflage von 2018 spielte er sich förmlich in einen Rausch und erreichte nach einem an Spannung kaum zu übertreffenden Halbfinale gegen Michael van Gerwen durch den Sieg im Sudden Death Leg das Endspiel. Dort traf er auf Phil Taylor, der sein letztes Match spielte, und holte sich sich gegen den vermeintlich besten Spieler der Welt tatsächlich direkt den WM-Titel. In der Folge spielte er weiter gut, hatte er jedoch Schwierigkeiten an die teils überragenden Leistungen anzuknüpfen.

Rob Cross Fakten
Name Rob Cross Geburtstag 21.9.1990
Geburtsort Pembury, England Spitzname Voltage
Weltmeister 2018 Ausrüster Target
9-Darter (im TV) 1 (0) PDC 2016-heute


Die Nummer 1 der Challenge Tour (2016)

Rob Cross trat das erste Mal bei den World Masters im Jahr 2015 so richtig in Erscheinung und konnte dort erste Major Erfahrungen sammeln, als er sich bis in die Runde der letzten 48 vorkämpfen konnte. Doch richtige Berühmtheit erlangte er durch die Teilnahme an den UK Open 2016. Er hatte sich über ein Amateur Qualifier die Startberechtigung für das Turnier gesichert und konnte dort mit einigen starken Leistungen überraschen. Er schlug unter anderem Wes Newton und Jeffrey de Graaf, sodass er in der Runde der letzten 32 auf Michael van Gerwen traf. Er spielte eine brillante Partie, hatte aber gegen einen überragenden van Gerwen der innerhalb von drei Legs zwei 170’er Finishes und einen 9-Darter zeigte keine echte Chance. Dennoch verlor er nur 5:9 und entschied sich Profi zu werden.

Die Rob Cross-Darts werden von Ausrüster Target hergestellt.
3D-Grafik © Darts1.de

Das Jahr 2016 war für Cross dann vor allem durch die Teilnahme an der PDC Challenge Tour geprägt, auf der er immer wieder durch starke Leistungen überzeugte. Schon bei seinem ersten Auftritt erreichte er dort das Finale und legte im Mai sogar noch ein weiteres Endspiel nach. Seinen ersten Sieg dort konnte er dort am 25. Juni einfahren, als er Mark Drudbridge im Endspiel besiegte. Er legte auch noch zwei weitere Turniersiege nach und zeigte sogar ein 9-Dart Finish. Dies führte letztlich dazu, dass er sich am Ende des Jahres 2016 auf Platz 1 der Challenge Tour Order of Merit wiederfand und durch diese starke Leistung die Pro Tour Card für das Jahr 2017 erhielt.


Ein Talent wird Weltmeister (2017)

Im Jahr 2017 ging Rob Cross in die Geschichtsbücher der Professional Darts Corporation ein. "Voltage" startete am 3.2.2017 mit den ersten 250 £ Preisgeld, erreichte zum Jahresende das Finale der Weltmeisterschaft und besiegte dort Darts-Legende Phil Taylor in seinem letzten Spiel mit 7:2. Neben der Sid Waddell-Trophy erhielt Cross 400.000 £ für den Weltmeistertitel. Die 2017 erspielten Prämien summierten sich auf 611.250 £. Es war das stärkste Debüt eines Dartprofis überhaupt.


In seinem zweiten Jahr hatte er allerdings immer mal wieder Probleme an die Leistungen anzuknüpfen. Er erreichte bei den UK Open 2018 zwar das Viertelfinale und holte auf kleineren Events auch den einen oder anderen Turniersieg, er schien jedoch etwas von seinem Selbstvertrauen eingebüßt zu haben. Er ging entsprechend auch nicht als Favorit in seine zweite Weltmeisterschaft und verpasste die Titelverteidigung durch sein Achtelfinalaus gegen Luke Humphries letztlich deutlich. Trotzdem wurde er die Nummer zwei der Welt, musste sein erspieltes Preisgeld ab 2019 allerdings erstmals verteidigen.

Rob Cross Chronologie

Rob Cross wurde am 21. September 1990 (Alter heute 28 Jahre) in Pembury/England geboren. Er spielt seit 2016 bei der Professional Darts Corporation(PDC), trägt den Spitznamen "Voltage" und hat als Einlaufmusik den Song „Hot, Hot, Hot“ von Arrow.

Rob spielte zunächst nur im regionalen Bereich Darts und realisierte gar nicht, was für ein Talent er tatsächlich hatte. So lernte er den Beruf des Elektrikers und spielte nur nebenbei Darts im regionalen Bereich. Dort war er auch durchaus erfolgreich. Nach der Geburt seines Sohnes nahm er sich dann jedoch etwas zurück und spielte einige Zeit gar nicht. International machte er dann erstmals bei den World Masters 2015 auf sich aufmerksam. Dort gelangen ihm Siege über Jurg Engel, Matthew Smith und Frank Andreasen, ehe er sich in der Runde der letzten 48 Darius Labanauskas mit 2:3 geschlagen geben musste. Als Amateur Qualifikant erreichte er im Jahr 2016 die UK Open und konnte dort nach seinem 6:3 über Ken MacNeil auch einen 6:4-Erfolg über Wes Newton nachlegen. Durch das 9:8 über Jeffrey de Graaf erreichte er die Runde der letzten 32 und bekam es mit Titelverteidiger Michael van Gerwen zu tun. Gegen diesen unterlag er allerdings trotz starker Leistung mit 5:9. In der Folge spielte Cross auf der PDC Challenge Tour, wo er drei der 16 Turniere für sich Entschied. In den Endspielen besiegte er Mark Dudbridge(5:2), Michael Barnard(5:1) und Martyn Turner(5:0).

Unter anderem durch ein Halbfinale bei einem UK Open Qualifier erreichte Cross auch die Endrunde im Jahr 2017. Dort überzeugte er erneut, als er Johnny Haines und Ryan Searle bezwingen und ins Achtelfinale einziehen konnte. Peter Wright war dann aber eine Nummer zu groß und so verlor Cross mit 6:10. Nur sechs Tage später, auf einem Players Championship Turnier in Barnsley, holte sich Rob Cross dann aber seinen ersten Titel in der PDC. Auf dem Weg ins Endspiel gelangen ihm Siege gegen Alan Norris, Max Hopp, Richie Burnett, Jamie Caven, Raymond van Barneveld und Gerwyn Price. Im Finale behielt er dann die Nerven und besiegte Mervyn King mit 6:5. Auch auf der European Tour hatte er Erfolge. So erreichte er bei den German Open nach Siegen über Jeffrey de Graaf, Michael Smith und Simon Whitlock das Viertelfinale, wo er dann aber Benito van de Pas mit 2:6 unterlag. Ein 6:3-Erfolg über Luke Woodhouse eröffnete dann für ihn den European Darts Grand Prix, bei dem er erneut Simon Whitlock(6:3) und danach Steve West(6:1) besiegen und wieder das Viertelfinale erreichen konnte. Dieses Mal war es Dave Chisnall, der ihn mit 6:3 aus dem Turnier beförderte. Rächen konnte er sich dafür in Gibraltar. Nach dem 6:0-Sieg über Mario Robbe und einem knappen 6:5 gegen Joe Cullen traf er nämlich erneut auf Dave Chisnall und siegte dieses Mal mit 6:2. Erneut war aber im Viertelfinale Schluss, wo er dem späteren Sieger Michael Smith mit 5:6 unterlag.

Neben drei Halbfinals holte er auch einen weiteren Turniersieg auf der Pro Tour. In Milton Keynes besiegte er Max Hopp, Tony Newell, James Wade, Mensur Suljovic, Darren Webster und Kim Huybrechts um zum zweiten Mal ins Finale einzuziehen. Wie schon beim ersten Mal war es eine enge Angelegenheit und weil sein Gegner Ian White einige Matchdarts vergab, siegte Cross am Ende mit 6:5 und holte sich den Titel. Nach einem 6:0 gegen Robert Allenstein sorgte Rob Cross bei den European Darts Open 2017 für eine Sensation, als er Michael van Gerwen, trotz eines 103’er Average des Niederländers, klar mit 6:2 bezwang. So erreichte er das Achtelfinale, welches er aber mit 2:6 gegen Mervyn King verlor. Durch seine starken Leistungen auf der Pro Tour qualifizierte sich Cross 2017 erstmals für das World Matchplay und erreichte dort das Achtelfinale.

Anfang September gelangte "Voltage" das Finale des German Darts Grand Prix, in dem er mit 3:6 Michael van Gerwen unterlag. Ende September beim 19. Players Championship Event gewann er das Endspiel mit 6:2 gegen Peter Wright. Beim 21. Players Championship Turnier konnte Cross erneut triumphieren und holte sich damit in seinem Debütjahr als Profi bereits seinen vierten Turniersieg. Bei der Europameisterschaft war Cross an Position sechs gesetzt und spielte sich mit sehr guten Leistungen bis ins Finale, das er mit 7:11 gegen Weltmeister Michael van Gerwen verlor. Durch seinen ersten TV-Finaleinzug sicherte er sich ein Preisgeld von 40.000 sowie eine Teilnahmeberechtigung für den Grand Slam of Darts 2017. Dort erreichte er das Viertelfinale, scheiterte jedoch abermals mit 13:16 an van Gerwen. Am folgenden Wochenende erreichte er das Halbfinale der Players Championship Finals 2017.

Bei der PDC World Darts Championship 2018 stand er bei seinem WM-Debüt nach einem 6:5-Sieg nach Sudden Death gegen den Titelverteidiger Michael van Gerwen im Finale gegen Phil Taylor, nachdem er zuvor gegen Seigo Asada, Michael Smith, John Henderson sowie Dimitri Van den Bergh gewonnen hatte. Rob Cross erfüllte sich dort seinen Traum. In seiner ersten Saison als Darts-Profi, bei seiner ersten Weltmeisterschaft bezwang er den erfolgreichsten Darts-Spieler aller Zeiten Phil Taylor klar mit 7:2. 1990 war es Phil Taylor, der die Ära Eric Bristow beendete, 28 Jahre später muss sich "The Power" in seiner letzten Partie geschlagen geben. "Voltage" erhält neben der Sid Waddell Trophy ein Preisgeld von 400.000 £ und rückt auf Platz drei der Weltrangliste vor.

Bei seinem Masters-Debüt konnte er dann zunächst auch einen deutlichen 10:3-Erfolg über Ian White verbuchen, schied aber im Viertelfinale gegen Mensur Suljovic nach einem 8:10 schon wieder aus. Er hatte mit einigen Formschwankungen zu kämpfen, so konnte er zwar ein Endspiel auf einem der UK Open Qualifiers erreichen, welches er gegen Corey Cadby verlor, jedoch schied er auch drei Mal bereits in der ersten Runde aus. Bei den UK Open selbst zeigte er sich relativ gut aufgelegt, besiegte Nathan Aspinall mit 10:8 und legte gegen Kyle Anderson ein 10:7 nach. Das 10:3 gegen Krzysztof Ratajski war dann überraschend deutlich, jedoch auch sein letzter Sieg bei dem Turnier. Gegen den späteren Sieger Gary Anderson verlor er im Viertelfinale mit 5:10 und schied damit aus dem Turniergeschehen aus. In der Premier League musste Rob Cross drei Wochen auf seinen ersten Sieg warten, holte dann allerdings gleich fünf in Serie. Am Ende sollte Cross den vierten Platz erreichen und damit ins Halbfinale einziehen. Dort unterlag er dann jedoch Michael van Gerwen mit 6:10 und verpasste somit das Endspiel. Seinen ersten Turniersieg des Jahres holte sich Cross auf einem Players Championship Turnier. In Wigan schlug er unter anderem William O’Connor und Jonny Clayton und im Finale dann auch noch Ian White. Entsprechend groß war das Selbstvertrauen für das World Matchplay. Dort schied er jedoch bereits in der zweiten Runde aus. Nach einem 10:5-Erfolg gegen Mervyn King unterlag er Darren Webster mit 8:11. Einen weiteren Turniersieg im Jahr 2018 feierte Cross bei den World Series of Darts. In Brisbane siegte Cross gegen Tim Pusey, Corey Cadby und Peter Wright um ins Endspiel einzuziehen. Dort traf er auf Michael van Gerwen und holte dort mit dem 11:6 tatsächlich seinen ersten Titel auf dieser Tour.

Einen Rückschlag musste Cross dann aber bei der Champions League hinnehmen. Zwar schlug er in der Gruppenphase Simon Whitlock, verlor jedoch die beiden anderen Spiele gegen Mensur Suljovic und Peter Wright, sodass er als Gruppendritter ausschied. Noch schneller folgte dann das Aus beim World Grand Prix 2018, nachdem „Voltage“ bereits seine erste Partie gegen Steve Beaton mit 0:2 verlor. Immerhin bis ins Viertelfinale ging es für Cross bei der Europameisterschaft. Nach einem guten 6:4-Auftakterfolg über Danny Noppert, schlug er auch Richard North sehr überzeugend mit 10:2. Gegen Joe Cullen spielte er dann zwar auch nicht schlecht, verlor aber dennoch mit 8:10. Beim World Series Finale schied Cross dann erneut nach nur einem Spiel aus. Dieses verlor er mit 5:6 gegen Jamie Lewis. Beim Grand Slam of Darts zeigte sich Cross in der Gruppenphase sehr stark. Gegen Dimitri Van den Bergh, Mark McGeeney und Ryan Searle fuhr er Siege ein und ging als Gruppensieger ins Achtelfinale. Dort unterlag er dann aber Mensur Suljovic mit 7:10 und schied damit erneut sehr früh aus. Auch beim Players Championship Finale lief es nicht nach den Vorstellungen von „Voltage“. Er verlor seine Erstrundenpartie gegen Cristo Reyes mit 1:6 und musste direkt nach Hause fahren.

Viel traute man Rob Cross bei der WM 2019 also nicht zu. Eine Titelverteidigung schien nahezu ausgeschlossen. Der überzeugende 3:1-Erfolg gegen Jeffrey de Zwaan in der ersten Runde kam daher schon überraschend. Gegen Cristo Reyes konnte er sich in der zweiten Runde dann revanchieren, als er ihn mit 4:0 nach Hause schickte. Bereits im Achtelfinale war das Turnier für Rob dann aber wieder vorbei. Gegen einen stark aufgelegten Luke Humphries konnte Cross nicht an sein Limit gehen und verlor folgerichtig mit 2:4. Es war seine erste Niederlage im Alexandra Palace überhaupt. Auch beim Masters lief es dann nicht sehr rund, Cross verlor gegen Joe Cullen mit 6:10 und flog direkt raus.

Tobias Gürtler


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