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Ian White

Ian White

Ian White wurde am 17. August 1970 (Alter heute 46 Jahre) in Stoke-on-Trent, England und somit im selben Ort wie u.a. Phil "The Power" Taylor geboren. Er begann seine Profikarriere 2005 in der British Darts Organisation(BDO) und wechselte im Jahr 2010 zur Professional Darts Corporation(PDC).

Gegenwärtig spielt White mit 22 Gramm schweren Darts der Marke Red Dragon. Sein Spitzname lautet "Diamond" und seine Einlaufmusik ist Play That Funky Music von Wild Cherry.

Das erste Mal trat Ian beim News oft he World Tournament im Jahr 1997 in Erscheinung. Dort erreichte er direkt das Finale und schlug auf dem Weg dorthin unter anderem Peter Manley und Andy Jenkins. Im Finale unterlag er dann aber Phil Taylor mit 0:2. Danach wurde es eher ruhig um White, welcher im Jahr 2005 dann zur BDO kam um Profi zu werden. Er spielte viele Turniere, die Erfolge blieben jedoch vorerst aus. Sein erstes Finale bei der BDO erreichte er beim Welsh Classic 2007, wo er jedoch Mark Webster mit 1:4 unterlag. Im selben Jahr kam er beim Glencarn International ins Halbfinale, verlor allerdings deutlich mit 1:7 gegen Mario Robbe. Das Jahr 2009 hatte dann einige greifbare Erfolge für Ian parat. Er gewann die Antwerp Open und schlug dabei u.a. Darryl Fitton, Scott Waites und Ted Hankey. Auch die England National Championship sowie die Denmark Open konnte „Diamond“ für sich entscheiden. Er qualifizierte sich somit auch für die BDO World Championship 2010, unterlag jedoch in Runde eins Stephen Bunting deutlich 0:3.

Wenig später wechselte Ian dann zur PDC. Adrian Lewis, welcher ebenfalls aus Stoke-on-Trent stammt, versicherte White, dass er ihn sponsern würde und prophezeite ihm, dass er es in die Top-8 der Welt schaffen könne. In einem ersten, guten Jahr in der PDC, in der die großen Erfolge jedoch letztlich ausblieben, erreichte er ein Halbfinale bei einem Pro Tour Turnier in Dublin und sicherte sich eine Tour Card. Für die WM qualifizierte er sich nur ganz knapp nicht, es fehlten 100 Pfund an eingespielten Geldern. Im Jahr 2011 erreichte er dann zum ersten Mal nach 1997 bei einem PDC Event ein Finale. Beim ersten UK Open Qualifier traf er dabei auf Steve Brown, unterlag jedoch mit 3:6. Da Simon Whitlock den Grand Slam of Darts 2011 auf Grund einer Verletzung absagen musste, rückte Ian nach und nahm somit zum ersten Mal als PDC-Spieler an einem Major Turnier teil. Dort gelang ihm zum Auftakt ein 5:4-Erfolg gegen Raymond van Barneveld. Allerdings verlor er seine Aufeinandertreffen mit Ted Hankey und Dean Winstanley, sodass er als Gruppendritter nach der Vorrunde aus dem Tunier ausschied.

Ian White Die PDC World Darts Championship 2012 war dann die erste Weltmeisterschaft unter dem Banner der PDC, an der Ian teilnahm. Wie schon bei der BDO erfolgte allerdings das Aus in der ersten Runde. Robert Thornton war letztlich zu stark und gewann das Match mit 3:1. Doch bereits Ende Januar konnte er bei einem Pro Tour Turnier in Spanien erneut auf sich aufmerksam machen. Er warf am ersten Tag einen 9-Darter im Auftaktmatch gegen Mark Hylton und erreichte das Halbfinale. Dort verlor er mit 4:6 gegen den späteren Sieger Justin Pipe. In Crawley erreichte er gar das Finale. Er schlug dabei Leute wie Gary Anderson, Robert Thornton und Mark Webster, ehe er Dave Chisnall im Endspiel 2:6 unterlag. Die UK Open 2012 waren hingegen weit weniger erfolgreich. Er war für die dritte Runde gesetzt, verlor dort jedoch knapp mit 8:9 gegen Richie Burnett. Ian qualifizierte sich aber auch für das World Matchplay. Dort gelang ihm ein 10:5-Erfolg über Vincent van der Voort in der ersten Runde, bevor er Phil Taylor deutlich mit 3:13 in Runde zwei unterlag.

Die German Darts Masters 2012 in Sindelfingen hielten dann wieder größeres für White bereit. Nicht nur schlug er Jamie Caven, Kim Huybrechts und Andy Hamilton, nein, gegen letzteren gelang ihm sogar sein zweiter 9-Darter des Jahres. Im Viertelfinale gewann er dann sogar noch gegen Robert Thornton, im Halbfinale schlug er Raymond van Barneveld. Erst das Finale verlor er mit 3:6 gegen Adrian Lewis. Diese tolle Form nahm er mit und so erreichte er auch sechs Tage später in Barnsley das Finale. Er verpasste dabei Terry Jenkins einen Whitewash, verlor das Endspiel aber 1:6 gegen Michael van Gerwen. Eine Überraschung, im Hinblick auf die Deutlichkeit, gab es in der ersten Runde der European Darts Championship 2012. Ian traf auf Adrian Lewis und verpasste ihm einen Whitewash, 6:0 siegte White. Doch schon in der zweiten Runde war wieder Schluss, nachdem er gegen Kim Huybrechts 5:10 verlor. Gleiches Bild auch beim World Grand Prix. Nach einem tollen 2:0-Sieg über Raymond van Barneveld in der ersten Runde, schied Ian bereits in der zweiten Runde aus. Er unterlag Wes Newton mit 1:3. Durch seine tollen Leistungen qualifizierte sich Ian White auch für die Players Championship Finals 2012, verlor dort jedoch bereits in der ersten Runde mit 5:6 gegen „Bullyboy“ Michael Smith.

Die PDC World Darts Championship 2013 zeigte dann das, bis dahin, übliche Bild. Ian White nahm teil, verabschiedete sich aber nach nur einem Match aus dem Turnier. Sein Gegner war in diesem Fall der Waliser Mark Webster, dieser gewann 3:1. Auch die UK Open liefen nicht sonderlich gut. In seinem Auftaktmatch verlor er gegen Steve West mit 3:9. Nach einem 10:3-Erfolg gegen Robert Thornton, schied Ian beim World Matchplay erneut in der zweiten Runde aus. Er unterlag dort Andy Hamilton 7:13.

Ian White In Barnsley war es dann endlich so weit. Bei dem Players Championship Turnier im Jahr 2013 gelangen ihm unter anderem deutliche Siege gegen Adrian Lewis und Mark Walsh. Er erreichte das Finale und traf dort auf Simon Whitlock. Diesmal behielt Ian die Oberhand, gewann 6:3 und holte somit seinen ersten Turniersieg bei einem PDC Pro Tour Event. Beim World Grand Prix folgte dann jedoch das enttäuschende Erstrundenaus. Ian verlor 1:2 gegen Dave Chisnall. Bei der Championship League of Darts konnte er die sechste Gruppe für sich entscheiden, nachdem er im Halbfinale Paul Nicholson und im Finale Peter Wright je 6:4 besiegte. Dabei hatte er Glück überhaupt in die KO-Phase gekommen zu sein, denn er wurde Vierter und war in der Differenz nur um ein Leg besser als Gary Anderson auf Rang fünf. In der Gewinnergruppe wurde er dann letztlich Fünfter, obwohl er Wes Newton und Richie Burnett, welche am Ende vor ihm standen, schlagen konnte. Seinen zweiten Turniersieg feierte „Diamond“ beim Players Championship Turnier in Wigan 2013. Dort gelangen ihm unter anderem Siege über Gary Anderson und Kevin McDine. Im Finale bezwang er dann Andy Jenkins mit 6:3. Auch bei den Players Championship Finals spielte Ian eine bessere Rolle als im Vorjahr. Durch Siege gegen Ronnie Baxter(6:3) und Terry Jenkins(9:2) qualifizierte er sich für das Viertelfinale. Dort aber verlor er gegen Andy Hamilton mit 6:9.

Ian White Seinen Durchbruch auf großer Bühne erlebte Ian bei den PDC World Darts Championship 2014. Er überstand die erste Runde, besiegte Kyle Anderson mit 3:1. Sein Gegner warf dabei einen 9-Darter. Es war Ians erster Sieg bei einer Weltmeisterschaft. Doch das war ihm nicht genug. In der zweiten Runde traf er auf Kim Huybrechts legte er los wie die Feuerwehr, führte schnell 3:0 in Sätzen. Kim aber kam zurück und glich aus. Letztlich behielt White aber die Nerven und setzte sich 4:3 durch. Ähnlich nervenaufreibend wurde es im Achtelfinale. Wieder nur sehr knapp gewann White. Er schlug Richie Burnett 4:3. Im Viertelfinale traf er dann auf Simon Whitlock und fand sich selbst in der Rolle des aussichtslos hinten liegenden Spielers. Simon führte 3:0 und 4:1, aber Ian ließ sich nicht beirren und kam zum Ausgleich. Das Match schien komplett zu kippen, Ian aber vergab im fünften Leg des Entscheidungssatzes zwei Darts auf die Doppel. Whitlock nutzte dies, holte sich auch das folgende Leg und zog ins Halbfinale ein. Dennoch war es ein überragendes Turnier von Ian White, welcher bis dahin oft unterschätzt wurde. Er erreichte zudem erstmals die Top 16 der PDC Order of Merit. Dass mit ihm zu rechnen ist, zeigte „Diamond“ auch bei den UK Open 2014. Er schlug im Achtelfinale Gary Anderson und traf dann im Viertelfinale auf Michael van Gerwen. Ian führte 6:2 und 8:5, konnte sich den Sieg aber nicht sichern. Michael gewann letztlich 9:8. In der Folge erreichte Ian in Crawley und Wigan noch zwei Pro Tour Finals, die er aber gegen Phil Taylor, bzw. Robert Thornton, verlor.

Nicht ganz so erfolgreich lief es beim World Matchplay. Ian konnte zunächst einen 10:4-Erfolg gegen Terry Jenkins einfahren, verlor allerdings in der zweiten Runde mit 4:13 recht klar gegen Michael van Gerwen. Überraschend folgte das Aus in der ersten Runde des World Grand Prix. Mit 0:2 unterlag „Diamond“ gegen Michael Mansell. Etwas bitter auch das Aus bei den European Darts Championship. Nach einem klaren 6:1-Erfolg über Wes Newton musste sich Ian in der zweiten Runde Dave Chisnall hauchdünn 9:10 geschlagen geben. Bei einem Players Championship Turnier in Coventry machte er es aber besser. Er bezwang auf dem Weg ins Finale Keegan Brown(6:1), Darren Johnson(6:3), Jamie Caven(6:5), Robert Thornton(6:3), Peter Hudson(6:4) und Gerwyn Price(6:3). Im Endspiel gelang ihm die Revanche für die Europameisterschaft, als er Dave Chisnall mit 6:2 besiegte und sich den Turniersieg sicherte. Die Generalprobe zur WM ging ziemlich daneben. White verlor direkt in der ersten Runde der Players Championship Finals mit 4:6 gegen Jamie Caven.

World Matchplay Die Weltmeisterschaft selbst verlief dann eher durchschnittlich für „Diamond“. Nach einem 3:1-Auftakterfolg gegen John Michael, verlor er in der zweiten Runde sehr knapp 3:4 gegen Kim Huybrechts und war damit bereits ausgeschieden. In der ersten Runde flog White beim Masters raus. Mit 4:10 unterlag er Adrian Lewis. Zumindest einen Sieg holte er bei den UK Open. Mit 9:8 bezwang er den Niederländer Christian Kist. Gegen William O’Connor verlor er allerdings nur eine Runde später mit 6:9, womit das Turnier für ihn beendet war.

Beim World Matchplay lief es hingegen schon besser. White konnte zunächst Stephen Bunting mit 10:6 besiegen und blieb auch gegen Simon Whitlock eiskalt. Er gewann 13:9. Doch im Viertelfinale war der spätere Sieger, Michael van Gerwen, zu stark für „Diamond“. Ian verlor knapp 13:16. Ebenfalls bis ins Viertelfinale führte es White beim World Grand Prix. Er besiegte Jamie Caven 2:0 und Gary Anderson überraschend klar mit 3:1. Doch erneut verlor er gegen den späteren Sieger. Mit 2:3 unterlag er Robert Thornton.

Enttäuschend verlief die Europameisterschaft, wo er schon in der ersten Runde Stephen Bunting mit 5:6 unterlag. Auch beim Grand Slam folgte ein frühes Aus. Ian verlor gegen Martin Adams und Steve Beaton. Der 5:1-Sieg gegen Jelle Klaasen kam zu spät. Auch das World Series Finale lief überhaupt nicht nach den Vorstellungen White’s. Ian verlor sofort mit 4:6 gegen Keegan Brown. Wenigstens bis in Viertelfinale ging es dann wieder bei den Players Championship Finals. Er konnte Raymond van Barneveld(6:5) und Gerwyn Price(10:9) knapp bezwingen, verlor aber 6:10 gegen Mensur Suljovic.

Tobias Gürtler

Ian White Fakten
Name Ian White Spitzname Diamond
Geburtsort Stoke-on-Trent Geburtstag 17.8.1970
Darts 22g Red Dragon PDC seit 2010
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