Gabriel Clemens


Gabriel Clemens fing im Jahr 2001 mit dem Dartsport an. Mit Freunden traf er sich häufiger mal um die Pfeile fliegen zu lassen und mit der Zeit bemerkte er, dass eine Menge Talent in ihm schlummert. Daher versuchte er sich mit anderen Spielern bei Turnieren zu messen und nahm schon im Jahr 2007 an einem Players Championship Event in Deutschland teil, wo er am Ende aber Steve Beaton unterlag. 2009 versuchte er sich dann bei den World Masters und der Qualifikation für die Weltmeisterschaft der BDO, wo er allerdings nur mäßige Erfolge erzielte. Danach hielt er sich eine ganze Weile von größeren Turnieren fern, konnte aber auf Vereinsebene Erfolge feiern. Mit dem DV Kaiserslautern wurde er 2014 und 2017 Deutscher Meister, holte sich zudem 2015 den DDV-Pokal.

Im Jahr 2016 gelangen ihm dann seine ersten größeren Erfolge im Einzel, als er sich zum einen für ein European Tour Event qualifizieren konnte und zudem bei den Luxembourg Open das Endspiel erreichte und nur gegen Darryl Fitton verlor. Nach einer weiteren Qualifikation für ein European Tour Event erlebte er seinen bis dahin größten Erfolg. Bei den World Masters 2017 wuchs Clemens über sich hinaus und schlug unter anderem den an 4 gesetzten Jamie Hughes um letztlich bis ins Halbfinale vorzurücken. Dort bekam er es mit der Nummer eins, Mark McGeeney, zu tun, gegen den er sogar einen Matchdart hatte, am Ende aber doch mit 4:5 unterlag. Und auch das Jahr 2018 begann mit einem Paukenschlag für Gabriel Clemens. Nicht nur gelang ihm erstmals die Qualifikation für die Super League, er holte sich am letzten Tag auch noch die so heißbegehrte PDC Tour Card und sicherte sich damit zwei Jahre auf dem PDC-Circuit.

Ihm gelang auch direkt die Qualifikation für die UK Open, wo er allerdings nach nur zwei Partien die Segel streichen musste. Besser lief es auf der Pro Tour, wo er schon im Mai sein erstes Endspiel erreichte und erst im Entscheidungsleg an Gary Anderson scheiterte. Bei der Auflage von 2019 gab er dann auch sein WM-Debüt, wo er nach einem 3:0 gegen Aden Kirk auch in Runde zwei stark spielte, jedoch am Ende mit 2:3 äußerst knapp an John Henderson scheiterte.


Gabriel Clemens Fakten
Name Gabriel Clemens Spitzname Gaga
Geburtsort Saarlouis Geburtstag 16.8.1983
Walk-On Song “Wonderwall” Darts 21g Evo Handmade
spielt seit 2001 PDC seit 2018

Frühes Selbstbewusstsein(2007-2015)

Wie viele andere auch entdeckte Gabriel Clemens den Dartsport mit Freunden für sich und übte den Sport zunächst als Hobby aus. Sein Talent erkannte er allerdings früh und so sah er durchaus die Möglichkeit gegeben, dass er auf dem Gebiet Erfolge erzielen könne. Er entschied sich an größeren Turnieren teilzunehmen um abzuwägen, ob er bereits mithalten könne. So trat er 2007 bei einem Players Championship Turnier auf deutschem Boden erstmals in Erscheinung, verlor dort am Ende allerdings in der dritten Runde gegen Steve Beaton und schied aus. In den Folgejahren versuchte er es weiter und konnte auch einige beachtliche Ergebnisse vorweisen.

So erreichte er in Hürth bei Köln und Wiesbaden im Jahr 2007 jeweils das Achtelfinale, ebenso bei der deutschen Meisterschaft des Jahres 2008. Im Jahr 2009 versuchte er sich dann für die BDO-WM zu qualifizieren, verpasste dies jedoch deutlich. Bei den World Masters im gleichen Jahr konnte er immerhin einen Sieg einfahren, schied aber nur eine Runde später aus. Danach konzentrierte er sich dann eher auf kleinere Turniere und auf die Vereinsebene. Dort holte er sich im Jahr 2014 mit dem DV Kaiserslautern die deutsche Meisterschaft und legte nur ein Jahr später mit dem Gewinn des DDV-Pokals nach.


Der Beginn von etwas Großem?(2016-2018)

Im Jahr 2016 entschied er sich wieder an größeren Einzelturnieren teilzunehmen und probierte sich an der Qualifikation für den European Darts Grand Prix, die ihm auch durch Siege gegen unter anderem René Eidams gelang. Dort verlor er dann zwar gegen Johnny Clayton, konnte aber bei den Luxembourg Open unter anderem Andy Fordham und Gary Robson schlagen um letztlich bis ins Endspiel einzuziehen. Dort unterlag er dann jedoch Daryl Fitton. Auch 2017 startete mit einer Halbfinale in Dinslaken durchaus positiv und sollte im weiteren Verlauf noch besser werden. So holte er sich zum zweiten Mal mit dem DV Kaiserslautern die deutsche Meisterschaft, ehe er auch bei Einzelturnieren so richtig durchstartete.

Zunächst qualifizierte sich Gabriel Clemens für sein zweites European Tour Event, indem er unter anderem Dragutin Horvath und Andree Welge bezwang. Dort schied er gegen einen starken Joe Murnan aus, konnte dafür aber wenig später den größten Erfolg seiner bisherigen Karriere einfahren. Er nahm an den World Masters 2017 teil und legte eine echte Siegesserie hin. In der Runde der letzten 32 schlug er sogar den an 4 gesetzten Jamie Hughes und stand nach dem 4:3 über James Hurrell tatsächlich im Halbfinale. Trotz Führung und Matchdart gegen Mark McGeeney unterlag Gabriel jedoch und schied damit aus. Den Schwung nahm er aber ins Jahr 2018 mit, als er sich für die Super League qualifizierte und nach einem Halbfinale am ersten Tag der Q-School an Tag vier den Sieg holte und sich damit eine der begehrten Tourkarten sicherte.

Überraschende Erfolge geben Clemens recht(2018-heute)

Die errungene Tour Card nutzte er auch gleich für die UK Open Qualifier Events, wo er sich am dritten Tag bis ins Achtelfinale spielte und erst an Michael Smith scheiterte. Dies war auch Grundlage für seine Qualifikation für das Hauptturnier, wo er in seiner Auftaktpartie mit 6:0 gegen Andrew Gilding gewann. Auch gegen Kim Huybrechts hielt er gut mit, unterlag aber letztlich mit 8:10. In der Folge bewies Gabriel, dass die Entscheidung zur Profikarriere die absolut richtige war. Auf den kleinen Turnieren konnte er immer wieder gute Ergebnisse einfahren und erreichte häufig gute Geldränge, wodurch er in der Order of Merit weiter hochkletterte. Bei einem Players Championship Turnier in Wigan schlug er dann unter anderem Peter Wright und James Wade, kam so bis ins Halbfinale und sorgte damit für eine große Überraschung. Er verlor zwar gegen den späteren Sieger Jeffrey de Zwaan, konnte aber im Mai des Jahres noch einen draufsetzen. Dieses Mal fand das Players Championship Turnier in Milton Keynes statt und nachdem er unter anderem Simon Whitlock, Paul Nicholson, Brendan Dolan und Peter Wright bezwang, stand er in seinem ersten Pro Tour Finale. Dort rang er Gary Anderson alles ab, vergab sogar zwei Matchdarts und verlor dann letztlich mit 5:6.

Clemens fuhr auf der Pro Tour im Jahr 2018 einige gute Ergebnisse ein und so durfte er auch an den Players Championship Finals teilnehmen. Dort holte er tatsächlich auch zwei Siege und verlor erst im Achtelfinale gegen Steve Lennon. Bei der Weltmeisterschaft von 2019 gab Clemens dann auch sein WM-Debüt und startete mit einem souveränen 3:0-Erfolg gegen Aden Kirk. Diese gute Leistung konnte er auch in der zweiten Runde zeigen und hatte John Henderson am Rande einer Niederlage. Am Ende musste dann aber doch der Saarländer die Segel nach dem 2:3 streichen. Doch auch 2019 startete mit seinem zweiten Pro Tour Finale erfolgreich.


Gabriel Clemens Chronologie

Gabriel Clemens wurde am 16. August 1983 (Alter heute 35) in Saarlouis geboren. Sein Spitzname lautet „Gaga“. Gegenwärtig spielt Gabriel mit handgemachten Darts von Evo mit einem Gewicht von 21 Gramm. Sein Walk-On Song ist „Wonderwall“ von Oasis.

Über Freunde fand Gabriel Clemens im Jahr 2001 zum Dartsport und nachdem er es ein paar Jahre hobbymäßig betrieb bemerkte er sein Talent und wollte sich auf höherem Niveau beweisen. Daher nahm er 2007 an einem Players Championship Event der PDC teil, welches auf deutschem Boden stattfand. Dort gelang ihm zunächst ein 3:1-Erfolg über Anton Pein und das 3:2 gegen Alex Niedermeier, ehe er mit 1:3 an Steve Beaton scheiterte. Auch bei einem Turnier der heutigen PDC Europe in Wiesbaden bewies er sein Können, als er nach einem 3:0 über Michael Rosenauer das Achtelfinale erreichte, dort dann allerdings knapp an Marko Puls scheiterte. Nach dem 3:0-Auftakterfolg gegen Johann Honner bei der deutschen Meisterschaft 2008 machte er sich vermutlich etwas mehr Hoffnung, allerdings schied er nur eine Runde später durch ein 1:2 gegen Marc Chwialkovsky aus. Dennoch versuchte er sich an der Qualifikation für die BDO-WM, an der er jedoch durch ein 1:2 gegen Colin Tyrer nach nur einem Match scheiterte. 2009 gab er auch sein Debüt beim World Masters, wo er mit einem 3:0-Sieg gegen Peter Eriksson startete. Nur eine Runde später verlor er aber schon mit 1:3 gegen Niels Stuiver.

Nach einer längeren Pause von größeren Einzelturnieren und einigen Erfolgen auf Ebene des DDV und im Verein mit dem DV Kaiserslautern zog es Gabriel im Jahr 2016 zur Qualifikation für den European Darts Grand Prix. Dort bezwang er Mike Holz, René Eidams und Hikmet Albay, wodurch er sein Debüt auf der European Tour gab. Er bekam es mit Johnny Clayton zu tun, unterlag dem Waliser am Ende aber klar mit 1:6. Einen richtig starken Erfolg erlebte er in Luxemburg. Bei den dortigen Open bezwang er nacheinander Andy Fordham(4:1), Gary Robson(4:2), Sven Wens(4:3) und Rob Radsma(5:0) um das Endspiel zu erreichen. Dort war Daryl Fitton dann aber doch noch eine Nummer zu groß und so unterlag Clemens mit 2:6. Patrick Faller, Robert Marijanovic, Dragutin Horvath und Andree Welge hießen seine Gegner bei der Qualifikation für den European Darts Grand Prix 2017. Alle konnte er bezwingen und so zum zweiten Mal in Folge die Hauptrunde dieses Events erreichen. Dieses Mal traf er auf Joe Murnan, verkaufte sich gut, verlor aber am Ende trotzdem mit 3:6 und schied aus. Dies störte sein Selbstvertrauen aber in keinster Weise, wie er nur wenig später beim World Masters zeigen sollte. Er startete mit einem 3:1 gegen John Davey ins Turnier und besiegte danach auch Kristian Lukas, Gavin Carlin und Keith Rooney um die Runde der letzten 32 zu erreichen. Dort bekam er es mit den an 4 gesetzten Jamie Hughes zu tun, welchen er durch ein 3:0 ebenfalls nach Hause schickte. 3:0 schlug er auch Chris Landman und legte ein 4:3 gegen James Hurrell nach um ins Halbfinale einzuziehen. Dort traf er auf die Nummer eins Mark McGeeney und verlangte ihm alles ab, hatte sogar einen Matchdart. Er verpasste jedoch und so verlor er am Ende doch noch mit 4:5 und schied aus. Trotzdem gab ihm dies eine Menge Selbstvertrauen. Im Jahr 2018 qualifizierte er sich direkt für die Super League, wo er nach dem ersten Spieltag und nur drei Niederlagen die Tabelle anführte. Außerdem erreichte er nach Siege gegen unter anderem Mike de Decker und Kim Viljanen das Halbfinale des ersten Q-Schooltages, verlor dann aber gegen den späteren Sieger Jeffrey de Zwaan. Besser machte er es am vierten Tag, als er unter anderem Yordi Meeuwisse, Robert Marijanovic und Boris Koltsov bezwang um ins Finale einzuziehen. Dort besiegte er auch noch Vincent Kamphuis mit 5:3 und sicherte sich damit tatsächlich die Tour Card.


Bei den UK Open Qualifiern überzeugte Gabriel Clemens besonders am dritten Tag. Einem 6:1-Auftaktsieg über Darren Place folgten die Siege gegen Cristo Reyes(6:3), Nathan Aspinall(6:2) und Rees Hall(6:4), ehe er im Achtelfinale an Michael Smith mit 3:6 scheiterte. Dennoch reichte es für die Qualifikation zum Major Turnier, den UK Open. Dort besiegte er zum Debüt direkt mal Andrew Gilding mit 6:0, konnte nach tollem Kampf gegen Kim Huybrechts aber nicht den Sieg holen, schied nach einem 8:10 aus. Dafür konnte er bei den Players Championship Turnieren immer wieder überzeugen. Besonders im Frühjahr war er stark, als er in Wigan erstmals das Halbfinale erreichte. Er schlug auf dem Weg dorthin Jim Brown, Peter Wright, Ted Evetts, James Wade und Michael Mansell, ehe er sich in der Vorschlussrunde Jeffrey de Zwaan mit 3:6 geschlagen geben musste. Besser machte er es Ende Mai in Milton Keynes. Einem 6:5-Auftakterfolg über Richard North folgte ein 6:1 gegen Steve Hine und das 6:3 gegen Simon Whitlock. Knapp schlug er dann Paul Nicholson mit 6:5, bestätigte die tolle Leistung aber mit dem gleichen Ergebnis gegen Brendan Dolan. Im Halbfinale behielt er gegen Peter Wright die Nerven und schlug den Schotten mit 6:4. Im Endspiel wartete mit Gary Anderson ein anderer Schotte, gegen den Gabriel sogar zwei Matchdarts hatte. Weil er diese aber vergab, verlor er letztlich sein erstes Pro Tour Finale mit 5:6.


Gary Anderson war auch sein Gegner beim World Series Event auf Schalke. Vor einer Rekordkulisse verlor Clemens trotz durchaus guter Leistung mit 2:6. Besser lief es bei den Players Championship Finals 2018. Gabriel startete mit einem 6:3 gegen Andrew Gilding und schlug im Anschluss auch James Wilson, wenn auch knapp mit 6:5. Im Achtelfinale war Steve Lennon dann aber zu stark und so unterlag Clemens 7:10. Die guten Leistungen brachten Gabriel Clemens aber natürlich erstmals in den Ally Pally. Bei der WM 2019 startete er mit einer starken Leistung gegen Aden Kirk, den er mit 3:0 abfrühstückte. In der zweiten Runde wurde es gegen John Henderson dann dramatisch. Beide spielten auf einem ähnlichen Niveau und checkten einige High Finishes. So gab Gabriel eine 2:1-Satzführung noch aus der Hand und verlor durch ein 120’er Finish von „Hendo“ mit 2:3 und schied aus. Das Jahr 2019 ging für Gabriel Clemens aber direkt wieder richtig gut los. Er schlug bei einem Players Championship Event unter anderem Alan Norris, John Henderson und Danny Noppert um ins Finale einzuziehen. Dort war Gerwyn Price dann aber zu stark und so verlor Gabriel mit 4:8.

Dartspieler im Fokus Februar 2018


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