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INTERVIEW

Van Peer ist für den nächsten Schritt bei der PDC bereit


Berry van Peer PDC Junioren-Weltmeister Schatten

Berry van Peer startet im Februar in seine zweite Saison bei der PDC. In seinem ersten Jahr als Tour Card-Besitzer erreichte „Bionic“ die UK Open Finals und die Players Championship Finals. Darüber hinaus zog er in das Finale der PDC-Junioren-WM ein. Außerdem gewann er u.a. gegen Raymond van Barneveld, Jelle Klaasen, Simon Whitlock und Vincent van der Voort.

Rückblickend auf sein erstes Jahr bei der PDC ist Berry mit den erzielten Ergebnissen zufrieden. „Ich blicke mit einem positiven Gefühl auf das vergangene Jahr zurück, habe gegen mehrere Spieler aus den Top-16 gewonnen und aus meinen beiden Niederlagen gegen Michael van Gerwen gelernt“, berichtet van Peer im Interview mit „Dartsjournalist.com“.

Berry van Peer und Corey Cadby
Corey Cadby und Berry van Peer

Dennoch äußert sich der Finalist der Junioren-Weltmeisterschaft durchaus auch selbstkritisch. „Ein paar Spiele habe ich aufgrund eigener Fehler verloren, indem ich Chancen habe liegen lassen, das Duell zu entscheiden. In der nächsten Saison gebe ich wieder Vollgas und kann hoffentlich mehr Siege einfahren.“ Vor allem auf der European Tour will van Peer erfolgreicher auftreten, denn 2016 gelang es ihm nicht, sich bei einem Qualifikationsturnier durchzusetzen. Das hat ihn vermutlich die Teilnahme an der Darts-WM gekostet. „Leider ging es in den Qualifiern immer ganz knapp nicht zu meinen Gunsten aus. Ich glaube, ich wäre vielleicht doch zur WM gefahren, wenn ich mich für zwei Turniere der European Tour qualifiziert hätte.“ Durch seinen Einzug in das Finale der Junioren-WM bekam der 20-järige Darter aus den Niederlanden eine weitere Chance auf eine Teilnahme an der „PDC World Darts Championship“, doch Berry verlor gegen das australische Talent Corey Cadby mit 2:6. Anerkennend äußert sich der Niederländer über seinen Gegner: „Wenn ich ehrlich bin, hätte ich nicht gedacht, dass er so stark beginnt. Die ersten drei Legs holte er sich mit 13 bis 15 Darts, darunter auch ein Leg, in dem ich selbst nach zwölf Darts auf 48 Punkten Rest stand.“ Vielleicht hätte van Peer bessere Karten gehabt, wenn das Finale am selben Tag wie die Runden zuvor gespielt worden wäre, die jedoch schon einen Monat früher ausgetragen wurden. „An dem Tag, an dem ich mich für das Finale qualifizieren konnte, zeigte ich mein ganzes Leistungsvermögen. Auf der großen Bühne konnte ich es leider nicht ganz abrufen. Der erste Dart landete im Triple, doch dann wollten die beiden anderen Pfeile einfach nicht hinterher. Vielleicht hätte ich gewonnen, wenn das Finale am letzten Tag des Qualifikationsturniers gespielt worden wäre. Die Flurturniere liegen mir mehr, ich muss erst noch Bühnenerfahrung sammeln. Die WM-Teilnahme wäre ein Bonus gewesen, doch leider hat es nicht gereicht.“

Berry van Peer und Alan Warriner-Little mit der Trophäe des Junioren-Weltmeisters Schatten

Durch seine Teilnahme am Junioren-WM-Finale ist van Peer so gut wie sicher für den „Grand Slam of Darts“ qualifiziert, bei dem er in jedem Fall drei Partien vor Fernsehkameras bestreiten wird. Selbstverständlich ist dies nicht das einzige TV-Turnier, das „Bionic“ ins Auge gefasst hat. „Ich möchte gerne wieder die Players Championship Finals erreichen und hoffentlich noch das ein oder andere Majorturnier. Das große Ziel ist natürlich die WM-Teilnahme. Außerdem will ich meinen Platz in den Top-64 der Weltrangliste behaupten, damit ich meine Tour Card behalten kann.“ Die erste Gelegenheit für van Peer, sich für ein Majorturnier zu qualifizieren, bietet sich im Februar, wenn die UK Open Qualifier auf dem Programm stehen. Im vergangenen Jahr reichte das gewonnene Preisgeld locker für eine Teilnahme an den UK Open Finals aus. Die nächsten Wochen stehen daher ganz im Zeichen der Vorbereitung auf die neue Saison. „Ich trainiere mindestens eine Stunde täglich, werde ein paar kleine Turniere spielen und Spaß haben. Das habe ich letztes Jahr auch so gemacht. Je nachdem, wie die Saison für mich begonnen hat, werde ich das Training anziehen und auf drei Stunden pro Tag steigern.“

Übersetzung: Martin Rönnberg

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