Littler glänzt in Berlin und übernimmt die Tabellenführung
Berlin wurde am achten Spieltag zur Bühne für Darts auf absolutem Topniveau – und mittendrin ein Spieler, der dem Abend seinen Stempel aufdrückte. Luke Littler überzeugte mit Konstanz, Scoring-Power sowie spektakulären Checkouts und ließ der Konkurrenz letztlich keine Chance. Während etablierte Stars wie Michael van Gerwen ihre Klasse zeigten und Josh Rock für einen besonderen Moment sorgte, war es am Ende erneut der Youngster, der den Ton angab und sich verdient den Tagessieg sicherte.
Rock feiert Premier-League-Durchbruch gegen Clayton
Der Abend begann mit einer kleinen Überraschung: Josh Rock sicherte sich seinen ersten Sieg auf der Premier-League-Bühne und bezwang Jonny Clayton mit 6:3. In einer Partie auf Augenhöhe überzeugte Rock vor allem auf die Doppel und nutzte seine Chancen konsequenter. „Das bedeutet mir unglaublich viel – endlich ist der erste Sieg da“, dürfte ihm ein Stein vom Herzen gefallen sein. Clayton blieb zwar im Scoring dran, konnte aber seine Möglichkeiten nicht ausreichend nutzen.
| Josh Rock | 6:3 | Jonny Clayton |
| 89,22 | Average | 89,36 |
| 3 | 180s | 0 |
| 94 | High-Finish | 84 |
| 0 | 100+ Checkouts | 0 |
| 43% | Finishing | 33% |
Van Gerwen nutzt Humphries’ Schwächen eiskalt aus
Michael van Gerwen startete souverän in den Abend und setzte sich mit 6:3 gegen Luke Humphries durch. Der Niederländer spielte konstant nahe der 100-Punkte-Marke und glänzte mit einem 142er-Finish. Humphries hielt im Scoring gut mit, ließ jedoch auf die Doppel zu viele Chancen liegen. Van Gerwen zeigte sich dagegen gewohnt abgeklärt und zog verdient ins Halbfinale ein.
| Michael van Gerwen | 6:3 | Luke Humphries |
| 99,04 | Average | 96,07 |
| 2 | 180s | 3 |
| 142 | High-Finish | 36 |
| 1 | 100+ Checkouts | 0 |
| 43% | Finishing | 30% |
Littler trotzt Buntings Gala-Average
Ein echtes Highlight bot das Duell zwischen Luke Littler und Stephen Bunting. Trotz eines überragenden Averages von Bunting behielt Littler mit 6:3 die Oberhand. Der 19-Jährige überzeugte mit starkem Timing und zwei High-Finishes jenseits der 100 Punkte. „Ich wusste, dass ich mein bestes Spiel bringen muss – Stephen war unglaublich stark“, erklärte Littler anschließend.
| Luke Littler | 6:3 | Stephen Bunting |
| 105,72 | Average | 107,47 |
| 3 | 180s | 2 |
| 108 | High-Finish | 167 |
| 2 | 100+ Checkouts | 1 |
| 43% | Finishing | 33% |
Price mit Statement-Sieg gegen van Veen
Gerwyn Price präsentierte sich in starker Form und ließ Gian van Veen, der in der Vorwoche noch gefehlt hatte, beim 6:1 keine Chance. Mit einem Average jenseits der 100 dominierte der Waliser das Geschehen klar. Van Veen zeigte zwar einzelne Highlights, doch Price war insgesamt zu konstant und sicherte sich souverän den Halbfinaleinzug.
| Gerwyn Price | 6:1 | Gian van Veen |
| 101,56 | Average | 91,50 |
| 3 | 180s | 2 |
| 130 | High-Finish | 113 |
| 1 | 100+ Checkouts | 1 |
| 55% | Finishing | 100% |
Van Gerwen stoppt Rock im Halbfinale
Im ersten Halbfinale setzte sich Michael van Gerwen erneut mit 6:3 durch, diesmal gegen Josh Rock. Der Nordire hielt im Scoring gut dagegen und warf sogar mehr 180er, scheiterte jedoch zu oft an den Doppeln. Van Gerwen nutzte diese Schwächen konsequent aus und machte mit seiner Routine den Finaleinzug perfekt.
| Michael van Gerwen | 6:3 | Josh Rock |
| 96,42 | Average | 90,14 |
| 3 | 180s | 4 |
| 96 | High-Finish | 52 |
| 0 | 100+ Checkouts | 0 |
| 32% | Finishing | 19% |
Littler dreht gegen Price auf
Das zweite Halbfinale entwickelte sich zu einem echten Topspiel. Gerwyn Price führte zwischenzeitlich, doch Littler konterte eindrucksvoll und drehte die Partie zu einem 6:4-Erfolg. Mit einem Average von über 108 Punkten zeigte der „The Nuke“ eine herausragende Leistung. „Ich habe mich einfach auf mein Spiel konzentriert und wusste, dass ich zurückkommen kann“, so Littler.
| Luke Littler | 6:4 | Gerwyn Price |
| 108,58 | Average | 98,17 |
| 3 | 180s | 2 |
| 97 | High-Finish | 152 |
| 0 | 100+ Checkouts | 1 |
| 46% | Finishing | 40% |
Littler krönt Gala-Abend gegen Van Gerwen
Im Finale kam es zum Duell der beiden formstärksten Spieler des Abends – und es wurde ein würdiger Abschluss. Littler erwischte den besseren Start, zog früh davon und setzte mit einem spektakulären 170er-Checkout ein echtes Highlight. Van Gerwen kämpfte sich zwar zurück, doch Littler konterte erneut mit einem weiteren „Big Fish“ und machte den 6:4-Erfolg perfekt.
„Das war wahrscheinlich mein bestes Niveau an einem Abend“, bilanzierte Littler anschließend zufrieden. „Ich wusste, dass ich mit dem Tagessieg die Tabellenführung übernehmen kann, aber ich bin Spiel für Spiel gegangen.“
Van Gerwen zeigte sich trotz der Niederlage kämpferisch: „Ich habe nicht mein bestes Spiel gezeigt, aber Luke war heute einfach überragend. Da musst du ihm Respekt zollen.“
Mit seinem dritten Tagessieg innerhalb weniger Wochen setzt sich Littler an die Spitze der Tabelle und untermauert eindrucksvoll seine Ambitionen in der Premier-League-Saison.
| Luke Littler | 6:4 | Michael van Gerwen |
| 106,36 | Average | 103,87 |
| 4 | 180s | 3 |
| 170 | High-Finish | 124 |
| 3 | 100+ Checkouts | 1 |
| 46% | Finishing | 44% |
| Viertelfinals | Halbfinals | Finale | |||
| Best of 11 | Best of 11 | Best of 11 | |||
| 3 | J.Clayton | ||||
| 6 | J.Rock | 3 | J.Rock | ||
| 3 | L.Humphries | 6 | M.v.Gerwen | ||
| 6 | M.v.Gerwen | 4 | M.v.Gerwen | ||
| 6 | L.Littler | 6 | L.Littler | ||
| 3 | S.Bunting | 6 | L.Littler | ||
| 6 | G.Price | 4 | G.Price | ||
| 1 | G.v.Veen | ||||
Fotos © PDC @ Darts1

