Littler dreht 0:5 – Spektakuläres Comeback sichert Tagessieg in Dublin
Der siebte Spieltag der Premier League Darts in Dublin hatte es in sich: Hochklassige Matches, dominante Vorstellungen und ein Finale, das in die Geschichtsbücher eingehen dürfte. Während Gerwyn Price zunächst wie der sichere Tagessieger wirkte, sorgte Luke Littler am Ende mit einer unglaublichen Aufholjagd für den emotionalen Höhepunkt des Abends und krönte sich zum Sieger.
Viertelfinale: Littler setzt direkt ein Ausrufezeichen
Zum Auftakt des Abends bekam es Luke Littler mit Stephen Bunting zu tun – und beide lieferten sich direkt ein Duell auf höchstem Niveau. Trotz eines starken Averages jenseits der 100-Punkte-Marke auf beiden Seiten zeigte sich Littler vor allem auf die Doppel deutlich konsequenter. Mit einem 6:3-Erfolg zog der Youngster souverän ins Halbfinale ein und unterstrich früh seine Ambitionen auf den Tagessieg.
| Luke Littler | 6:3 | Stephen Bunting |
| 105,07 | Average | 104,10 |
| 4 | 180s | 2 |
| 96 | High-Finish | 78 |
| 0 | 100+ Checkouts | 0 |
| 60% | Finishing | 43% |
Price überrollt Rock – Einseitige Angelegenheit
Deutlich weniger Spannung kam im zweiten Viertelfinale auf. Gerwyn Price dominierte Josh Rock nach Belieben und ließ seinem Gegner beim klaren 6:0-Erfolg nicht den Hauch einer Chance. Vor allem die schwache Doppelquote von Rock spielte dem Waliser in die Karten, der mit konstantem Scoring und solider Chancenverwertung kurzen Prozess machte.
| Gerwyn Price | 6:0 | Josh Rock |
| 103,66 | Average | 84,21 |
| 2 | 180s | 2 |
| 40 | High-Finish | 0 |
| 0 | 100+ Checkouts | 0 |
| 46% | Finishing | 0% |
Humphries stoppt Clayton
Im dritten Viertelfinale setzte sich Luke Humphries mit 6:3 gegen Jonny Clayton durch und revanchierte sich damit für frühere Niederlagen. Humphries überzeugte mit starkem Timing auf die Doppel und zwei High-Finishes jenseits der 100 Punkte. Clayton kämpfte sich zwischenzeitlich zurück, konnte die Partie aber nicht mehr drehen.
| Luke Humphries | 6:3 | Jonny Clayton |
| 103,44 | Average | 95,14 |
| 3 | 180s | 1 |
| 120 | High-Finish | 85 |
| 2 | 100+ Checkouts | 0 |
| 40% | Finishing | 27% |
Halbfinale: Littler übersteht Thriller gegen van Gerwen
Im ersten Halbfinale entwickelte sich ein echter Krimi zwischen Luke Littler und Michael van Gerwen. Beide Spieler glänzten mit spektakulären Highlights – darunter jeweils ein 170er-Finish. Van Gerwen ließ jedoch mehrere Matchdarts ungenutzt, was Littler eiskalt bestrafte. Mit großem Kampfgeist drehte der Engländer die Partie noch und sicherte sich einen knappen 6:5-Erfolg.
| Luke Littler | 6:5 | Michael van Gerwen |
| 102,45 | Average | 98,90 |
| 4 | 180s | 2 |
| 170 | High-Finish | 170 |
| 1 | 100+ Checkouts | 2 |
| 75% | Finishing | 50% |
Price bleibt auf Kurs
Auch im zweiten Halbfinale blieb Gerwyn Price das Maß aller Dinge. Gegen Luke Humphries präsentierte sich der Waliser erneut in bestechender Form und ließ beim 6:1 kaum Zweifel aufkommen. Mit einem Average jenseits der 109 Punkte und fünf geworfenen 180ern demonstrierte Price eindrucksvoll seine Dominanz und zog hochverdient ins Finale ein.
| Gerwyn Price | 6:1 | Luke Humphries |
| 109,04 | Average | 101,35 |
| 5 | 180s | 0 |
| 87 | High-Finish | 96 |
| 0 | 100+ Checkouts | 0 |
| 67% | Finishing | 33% |
Finale: Historisches Comeback von Littler
Das Endspiel schien zunächst eine klare Angelegenheit zu werden: Gerwyn Price stürmte auf eine 5:0-Führung davon und hatte bereits mehrere Chancen, die Partie frühzeitig zu beenden. Doch was dann folgte, war kaum zu glauben.
Luke Littler gewann plötzlich Leg um Leg, während Price zunehmend die Sicherheit auf die Doppel verlor. Der Engländer kämpfte sich sensationell zurück und erzwang ein Entscheidungsleg. Dort bewies Littler Nervenstärke, nahm ein starkes Finish heraus und machte das unfassbare Comeback perfekt.
„Ich habe keine Ahnung, wie ich das geschafft habe“, erklärte Littler nach dem Spiel. „Das war ein ganz verrücktes Match. Ich war eigentlich schon raus!“
Weiter sagte er: „Wenn Gerwyn auf Tops steht, trifft er normalerweise – aber das ist Darts, hier kann alles passieren. Ich habe gut gegen Stephen gespielt, ein großartiges Match gegen Michael gehabt – und dann ist der Rest Geschichte.“
Auch mit Blick auf die Tabelle zeigte sich Littler optimistisch: „Ich will wieder ganz oben stehen. Es ist gut zu sehen, dass ich dran bin und den Abstand verkürzt habe.“
Für Price hingegen war es eine bittere Niederlage. Nach zwei dominanten Auftritten zuvor schien der Tagessieg nur Formsache – doch die vergebenen Matchdarts im Finale kosteten ihn letztlich den möglichen Triumph.
| Luke Littler | 6:5 | Gerwyn Price |
| 95,54 | Average | 93,16 |
| 4 | 180s | 3 |
| 81 | High-Finish | 67 |
| 0 | 100+ Checkouts | 0 |
| 50% | Finishing | 26% |
| Viertelfinals | Halbfinals | Finale | |||
| Best of 11 | Best of 11 | Best of 11 | |||
| 0 | G.v.Veen | ||||
| 6 | M.v.Gerwen | 5 | M.v.Gerwen | ||
| 3 | S.Bunting | 6 | L.Littler | ||
| 6 | L.Littler | 6 | L.Littler | ||
| 0 | J.Rock | 5 | G.Price | ||
| 6 | G.Price | 6 | G.Price | ||
| 3 | J.Clayton | 1 | L.Humphries | ||
| 6 | L.Humphries | ||||
Fotos © PDC @ Darts1

