Clayton dominiert in Nottingham – „The Ferret“ holt sich Tagessieg am 6. Spieltag der Premier League Darts
Der sechste Spieltag der Premier League Darts in der Motorpoint Arena von Nottingham stand ganz im Zeichen von Jonny Clayton. Der Waliser präsentierte sich über den gesamten Abend hinweg äußerst konstant und sicherte sich mit drei überzeugenden Siegen den Tageserfolg sowie weitere wichtige Punkte im Kampf um die Play-Off-Plätze. Während Stephen Bunting mit einem klaren Auftaktsieg überzeugte und Luke Humphries erstmals in dieser Saison das Finale eines Spieltags erreichte, sorgte vor allem das spektakuläre Viertelfinale zwischen Luke Littler und Gerwyn Price für Begeisterung bei den Fans.
Bunting fertigt Rock zum Auftakt deutlich ab
Stephen Bunting erwischte den perfekten Start in den Abend und ließ Josh Rock im ersten Viertelfinale kaum eine Chance. „The Bullet“ setzte sich klar mit 6:1 durch und überzeugte vor allem auf die Doppel. Während Rock große Probleme auf die äußeren Felder hatte und lediglich zehn Prozent seiner Chancen nutzte, präsentierte sich Bunting deutlich stabiler und nutzte die Schwächen seines Gegners konsequent aus. Mit einem Average von über 91 Punkten brachte der Engländer früh Kontrolle in die Partie und zog souverän ins Halbfinale ein. Für Rock setzte sich damit die Negativserie in der Premier League fort.
| Stephen Bunting | 6:1 | Josh Rock |
| 91,24 | Average | 82,88 |
| 2 | 180s | 3 |
| 46 | High-Finish | 2 |
| 0 | 100+ Checkouts | 0 |
| 32% | Finishing | 10% |
Clayton dreht gegen van Gerwen auf
Im zweiten Viertelfinale traf Jonny Clayton auf Michael van Gerwen – und zunächst schien der Niederländer gut im Spiel zu sein. Doch Clayton steigerte sich im Verlauf der Partie deutlich und gewann schließlich sechs der letzten sieben Legs, um sich einen 6:3-Erfolg zu sichern. Der Waliser überzeugte mit einem konstant hohen Scoring und starkem Timing auf die Doppel. „Ich habe nicht erwartet, heute Abend so gut zu spielen“, erklärte Clayton später. „Mein Knöchel macht mir wegen Gicht Probleme, aber mein Arm funktioniert – und das ist im Darts das Wichtigste.“ Mit dem Sieg blieb Clayton auch im sechsten Viertelfinale der Saison ungeschlagen.
| Jonny Clayton | 6:3 | Michael van Gerwen |
| 95,47 | Average | 91,01 |
| 3 | 180s | 2 |
| 80 | High-Finish | 62 |
| 0 | 100+ Checkouts | 0 |
| 46% | Finishing | 25% |
Humphries behält gegen van Veen die Oberhand
Luke Humphries musste gegen Gian van Veen deutlich härter arbeiten, um sich den Platz in der Vorschlussrunde zu sichern. Der Niederländer hielt die Partie lange offen und glänzte unter anderem mit einem 107er-Finish. Humphries blieb jedoch ruhig, spielte konstant im hohen 90er-Bereich und setzte sich schließlich mit 6:4 durch. Besonders auf die Doppel zeigte sich „Cool Hand Luke“ effektiv und machte in den entscheidenden Momenten den Unterschied. Für Humphries war es erst der zweite Sieg gegen van Veen im neunten direkten Duell.
| Luke Humphries | 6:4 | Gian van Veen |
| 95,94 | Average | 89,96 |
| 1 | 180s | 0 |
| 80 | High-Finish | 107 |
| 0 | 100+ Checkouts | 1 |
| 43% | Finishing | 36% |
Littler übersteht Price-Gala im Decider
Das spektakulärste Viertelfinale des Abends lieferten sich Luke Littler und Gerwyn Price. Beide Spieler zeigten hochklassiges Darts, wobei Price mit zwei spektakulären High-Finishes über 100 Punkte – darunter ein 152er-Checkout – für Highlights sorgte. Littler konterte jedoch mit enormem Scoring, warf beeindruckende zehn 180er und spielte einen Average von über 108 Punkten. Trotz der starken Doppelquote von Price rettete sich der junge Engländer in ein Entscheidungsleg und behielt dort die Nerven zum knappen 6:5-Erfolg.
| Luke Littler | 6:5 | Gerwyn Price |
| 108,66 | Average | 101,31 |
| 10 | 180s | 4 |
| 87 | High-Finish | 152 |
| 0 | 100+ Checkouts | 2 |
| 27% | Finishing | 56% |
Clayton nutzt Buntings Doppelprobleme
Im ersten Halbfinale traf Jonny Clayton auf Stephen Bunting – und erneut zeigte der Waliser seine derzeit beeindruckende Form. Zwar hielt Bunting beim Scoring gut mit und warf sogar mehr 180er, doch auf die Doppel ließ er zu viele Chancen liegen. Clayton hingegen präsentierte sich mit einer Doppelquote von über 50 Prozent äußerst effizient und setzte sich am Ende souverän mit 6:3 durch. Damit zog der ehemalige Premier-League-Champion erneut in ein Tagesfinale ein und untermauerte seine starke Saison.
| Jonny Clayton | 6:3 | Stephen Bunting |
| 95,27 | Average | 94,37 |
| 3 | 180s | 5 |
| 52 | High-Finish | 70 |
| 0 | 100+ Checkouts | 0 |
| 55% | Finishing | 14% |
Humphries stoppt Littler in hochklassigem Duell
Das zweite Halbfinale zwischen Luke Humphries und Luke Littler entwickelte sich zu einem echten Topspiel. Beide Kontrahenten bewegten sich im dreistelligen Average-Bereich und lieferten sich ein enges Duell bis ins Entscheidungsleg. Humphries setzte dabei die Highlights mit zwei spektakulären High-Finishes, darunter ein 130er-Checkout. Littler hielt mit starkem Scoring dagegen, doch im Decider behielt Humphries die Nerven und zog mit einem knappen 6:5-Erfolg in sein erstes Tagesfinale der diesjährigen Premier-League-Saison ein.
| Luke Humphries | 6:5 | Luke Littler |
| 105,71 | Average | 101,31 |
| 4 | 180s | 3 |
| 130 | High-Finish | 50 |
| 2 | 100+ Checkouts | 0 |
| 46% | Finishing | 56% |
Clayton dominiert Finale gegen Humphries
Im Endspiel ließ Jonny Clayton schließlich keinen Zweifel daran, wer an diesem Abend der stärkste Spieler war. Der Waliser startete furios und holte sich früh eine klare Führung. Zwar verkürzte Humphries zwischenzeitlich mit einem sehenswerten 121er-Checkout auf das Bullseye, doch Clayton antwortete wenig später mit einem beeindruckenden 146er-Finish und stellte die Weichen endgültig auf Sieg. Mit einer starken Doppelquote von 67 Prozent und einem Average knapp unter der 100er-Marke dominierte „The Ferret“ das Finale und gewann deutlich mit 6:1.
„Ich hätte ehrlich gesagt nicht erwartet, nach dem sechsten Spieltag an der Tabellenspitze zu stehen“, erklärte Clayton nach seinem Triumph. „Ich dachte, ich hätte vielleicht acht Punkte. Es ist mein Lieblingsturnier, ich liebe die Premier League – und hoffentlich zeigen meine Darts, warum ich hier dabei sein sollte.“
Mit dem zweiten Tagessieg der Saison baut Clayton seine Führung in der Tabelle weiter aus und reist mit viel Selbstvertrauen zum nächsten Spieltag nach Dublin.
| Jonny Clayton | 6:1 | Luke Humphries |
| 99,59 | Average | 97,56 |
| 0 | 180s | 2 |
| 146 | High-Finish | 121 |
| 1 | 100+ Checkouts | 1 |
| 67% | Finishing | 13% |
| Viertelfinals | Halbfinals | Finale | |||
| Best of 11 | Best of 11 | Best of 11 | |||
| 1 | J.Rock | ||||
| 6 | S.Bunting | 3 | S.Bunting | ||
| 6 | J.Clayton | 6 | J.Clayton | ||
| 3 | M.v.Gerwen | 6 | J.Clayton | ||
| 6 | L.Humphries | 1 | L.Humphries | ||
| 4 | G.v.Veen | 6 | L.Humphries | ||
| 5 | G.Price | 5 | L.Littler | ||
| 6 | L.Littler | ||||
Fotos © PDC @ Darts1

