Bunting krönt starken Abschlussabend mit Tagessieg in Sheffield

Sportlich ging es am 16. Spieltag zwar nicht mehr um die vier Halbfinalplätze, auf der Bühne in Sheffield war davon allerdings wenig zu spüren. Mehrere Partien wurden mit hohem Tempo gespielt, dazu gab es zahlreiche Highfinishes und starke Averages. Vor allem Stephen Bunting nutzte den letzten Abend der Ligaphase für ein deutliches Zeichen: Mit Erfolgen gegen Jonny Clayton, Gerwyn Price und Luke Humphries sicherte sich der Engländer seinen zweiten Tagessieg der Saison und verbesserte sich in der Tabelle noch auf Rang fünf.

Bunting nutzt Claytons Chancenwucher konsequent aus

Zum Auftakt des Abends traf Stephen Bunting auf Jonny Clayton – und obwohl der Waliser den höheren Average spielte, kontrollierte Bunting die entscheidenden Momente der Partie.

Clayton startete ordentlich, setzte mit einem 101er-Finish früh ein Highlight und überzeugte vor allem im Scoring. Auf die Doppel ließ der Tabellenzweite jedoch mehrere Möglichkeiten liegen, wodurch Bunting immer wieder im Match blieb.

Der Engländer spielte deutlich effizienter auf die äußeren Felder und zog mit einem wichtigen 102er-Checkout zusätzlich Momentum auf seine Seite. In der Schlussphase setzte sich Bunting schließlich entscheidend ab und machte den 6:3-Erfolg souverän perfekt.

„Ich habe mich den ganzen Abend über richtig gut gefühlt“, erklärte Bunting später. „Gerade auf die Doppel war das heute ein wichtiger Start.“

Stephen Bunting 6:3 Jonny Clayton
102,22 Average 104,90
3 180s 4
102 High-Finish 101
1 100+ Checkouts 1
46% Finishing 33%

Price lässt van Veen kaum ins Spiel kommen

Im zweiten Viertelfinale zeigte Gerwyn Price eine seiner stabilsten Leistungen der letzten Wochen. Gegen Gian van Veen kontrollierte der Waliser die Partie nahezu durchgehend und setzte sich früh mit konstant hohem Scoring ab.

Price spielte einen Average von über 105 Punkten, traf vier 180er und nutzte seine Chancen auf die Doppel äußerst konsequent. Besonders ein starkes 112er-Checkout sorgte dafür, dass van Veen nie wirklich zurück ins Match fand.

Der Niederländer hielt zwar einzelne Legs offen, konnte den Druck des Walisers insgesamt aber nicht konstant genug beantworten. Mit dem klaren 6:2-Erfolg untermauerte Price seine starke Form vor den Play-Offs, während van Veen die Premier-League-Saison auf Rang sieben beendete.

Gerwyn Price 6:2 Gian van Veen
105,97 Average 95,38
4 180s 1
112 High-Finish 58
1 100+ Checkouts 0
67% Finishing 40%

Littler quält sich gegen Rock zum Sieg

Das dritte Viertelfinale entwickelte sich spielerisch nicht zum Höhepunkt des Abends. Luke Littler und Josh Rock blieben beide deutlich unter ihrem gewohnten Niveau, lieferten sich dafür aber ein bis zum Ende offenes Match.

Rock überzeugte phasenweise im Scoring und warf mehr 180er als Littler, ließ auf die Doppel jedoch zu viele Möglichkeiten ungenutzt. Littler selbst wirkte ebenfalls nicht komplett im Rhythmus, blieb aber in den entscheidenden Situationen etwas stabiler.

Die Partie ging folgerichtig in den Decider, in dem sich der Weltmeister schließlich durchsetzen konnte. Mit dem 6:5-Erfolg sicherte sich Littler gleichzeitig einen deutlichen Vorsprung an der Tabellenspitze nach Abschluss der Ligaphase.

„Das war nicht mein bestes Spiel“, gab Littler offen zu. „Aber manchmal geht es einfach nur darum, das Match irgendwie zu gewinnen.“

Luke Littler 6:5 Josh Rock
87,89 Average 89,43
2 180s 4
97 High-Finish 73
0 100+ Checkouts 0
38% Finishing 22%

Humphries beendet van Gerwens Hoffnungen im Decider

Auch das letzte Viertelfinale des Abends blieb bis zum Schluss offen. Luke Humphries und Michael van Gerwen lieferten sich ein intensives Match auf hohem Niveau, in dem sich lange keiner entscheidend absetzen konnte.

Van Gerwen hielt besonders im Scoring stark dagegen und glänzte unter anderem mit einem 109er-Finish. Humphries wirkte insgesamt jedoch etwas konstanter und spielte die wichtigen Momente sauberer zu Ende.

Wie schon im Match zuvor musste die Entscheidung im letzten Leg fallen. Humphries behielt die Nerven und machte mit dem 6:5-Erfolg den Halbfinaleinzug perfekt.

„Michael hat mich die ganze Partie unter Druck gesetzt“, sagte Humphries anschließend. „Deshalb war es wichtig, im letzten Leg ruhig zu bleiben.“

Luke Humphries 6:5 Michael van Gerwen
105,24 Average 100,66
3 180s 4
74 High-Finish 109
0 100+ Checkouts 1
43% Finishing 45%

Bunting zerlegt Price mit spektakulären Finishes

Im ersten Halbfinale knüpfte Stephen Bunting nahtlos an seine starke Auftaktleistung an. Gegen Gerwyn Price spielte der Engländer mutig nach vorne und setzte besonders auf die Checkouts ein echtes Ausrufezeichen.

Gleich drei Finishes über 100 Punkte gelangen Bunting, darunter ein spektakuläres 161er-Checkout, das die Partie endgültig auf seine Seite zog. Price konnte das hohe Niveau aus dem Viertelfinale nicht mehr komplett halten und verlor vor allem in den entscheidenden Legs den Anschluss.

Bunting kontrollierte die Partie über weite Strecken und zog mit einem verdienten 6:3-Erfolg ins Finale ein. „Heute wollte ich nochmal ein Statement setzen“, erklärte der Engländer. „Ich glaube, das ist mir gelungen.“

Stephen Bunting 6:3 Gerwyn Price
98,98 Average 93,43
3 180s 2
161 High-Finish 40
3 100+ Checkouts 0
40% Finishing 30%

Humphries stoppt Littler deutlich

Das zweite Halbfinale begann zunächst ausgeglichen, ehe Luke Humphries das Match komplett an sich riss. Gegen den bereits feststehenden Tabellenführer Luke Littler spielte der Weltmeister von 2024 eine konzentrierte und äußerst kontrollierte Partie.

Humphries punktete konstant stark, setzte sich früh leicht ab und ließ Littler anschließend kaum noch Möglichkeiten zurückzukommen. Besonders im mittleren Teil des Matches dominierte der 31-jährige Engländer klar das Geschehen.

Littler fand dagegen nie wirklich Zugriff auf die Partie und konnte Humphries’ Tempo nicht dauerhaft mitgehen. Mit dem deutlichen 6:1-Erfolg setzte Humphries ein klares Signal Richtung Finals Night.

„Das war wichtig für mein Selbstvertrauen“, meinte Humphries. „Gerade gegen Luke willst du vor den Play-Offs nochmal ein gutes Match spielen.“

Luke Humphries 6:1 Luke Littler
100,82 Average 95,97
4 180s 3
87 High-Finish 82
0 100+ Checkouts 0
38% Finishing 50%

Bunting krönt starken Abend mit Finalsieg gegen Humphries

Im Finale setzte Stephen Bunting seinen starken Abend fort und ließ auch Luke Humphries nur wenige Chancen. Von Beginn an spielte „The Bullet“ hohes Tempo, traf regelmäßig die Triple und setzte Humphries damit dauerhaft unter Druck.

Besonders auffällig war erneut Buntings Scoring: Sieben 180er gelangen dem ehemaligen Masters-Sieger im Finale, dazu spielte er einen Average von über 106 Punkten. Humphries hielt zunächst noch mit und sorgte mit einem starken 132er-Checkout für ein Highlight, insgesamt war Bunting an diesem Abend jedoch der konstantere Spieler.

Mit mehreren starken Legs in Serie zog „The Bullet“ entscheidend davon und machte den 6:3-Erfolg schließlich souverän perfekt.

„Viele haben mich abgeschrieben“, sagte Bunting nach seinem zweiten Tagessieg der Saison. „Aber ich habe gezeigt, dass ich auf dieses Niveau gehöre. Heute wollte ich beweisen, dass ich auch in Zukunft Teil dieser Premier League sein will.“

Während Bunting die Ligaphase mit einem Ausrufezeichen abschloss, richtet sich der Fokus nun auf die Finals Night in London. Dort trifft Luke Littler im Halbfinale auf Gerwyn Price, während Jonny Clayton und Luke Humphries den zweiten Finalisten ausspielen.

Stephen Bunting 6:3 Luke Humphries
106,37 Average 102,23
7 180s 2
80 High-Finish 132
0 100+ Checkouts 1
50% Finishing 38%
Viertelfinals Halbfinals Finale
Best of 11 Best of 11 Best of 11
3 J.Clayton
6 S.Bunting 6 S.Bunting
6 G.Price 3 G.Price
2 G.v.Veen 6 S.Bunting
6 L.Littler 3 L.Humphries
5 J.Rock 1 L.Littler
6 L.Humphries 6 L.Humphries
5 M.v.Gerwen

Fotos © PDC @ Darts1

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