Humphries meldet sich eindrucksvoll zurück und löst Ticket für die Play-Offs
Der 15. Spieltag in Birmingham brachte erstmals seit Wochen wieder deutlichere Ergebnisse – und genau das machte den Abend auffällig. Gleich zwei Viertelfinals endeten ohne Legverlust, ehe sich das Niveau in den späteren Runden spürbar anhob. Während Luke Humphries mit drei starken Auftritten seinen ersten Tagessieg der Saison holte, machte auch Gerwyn Price den Einzug in die Play-Offs perfekt. Für Gian van Veen platzte der Traum von den Finals dagegen endgültig.
Van Veen hält Rock auf Distanz und wahrt letzte Chance
Zum Auftakt des Abends zeigte Gian van Veen eine konzentrierte Leistung gegen Josh Rock. Der Niederländer war über weite Strecken der stabilere Spieler und setzte sich früh mit konstantem Scoring ab.
Rock sorgte zwar mit einem starken 121er-Finish für ein Highlight und hielt einzelne Legs offen, insgesamt fehlte dem Nordiren aber die Konstanz, um dauerhaft Druck aufzubauen. Van Veen spielte deutlich kontrollierter, bewegte sich konstant im Bereich um die 100 Punkte Average und ließ seinem Gegner nur wenige Gelegenheiten.
Mit dem 6:3-Erfolg hielt sich van Veen zunächst im Rennen um die Play-Off-Plätze. „Ich wusste, dass ich heute gewinnen musste“, erklärte der Niederländer später. „Deshalb war es wichtig, direkt gut in den Abend zu starten.“
| Gian van Veen | 6:3 | Josh Rock |
| 102,14 | Average | 92,30 |
| 3 | 180s | 2 |
| 54 | High-Finish | 121 |
| 0 | 100+ Checkouts | 1 |
| 43% | Finishing | 33% |
Price nutzt van Gerwens schwachen Abend konsequent aus
Im Duell zweier langjähriger Premier-League-Größen erwischte Gerwyn Price den deutlich besseren Abend. Michael van Gerwen fand nie richtig in seinen Rhythmus und blieb sowohl im Scoring als auch auf die Doppel ungewöhnlich fehleranfällig.
Price dagegen setzte früh Akzente, warf insgesamt acht 180er und hielt den Druck konstant hoch. Besonders wichtig wurde ein 100er-Checkout, mit dem sich der Waliser in der zweiten Matchhälfte entscheidend Luft verschaffte.
Van Gerwen kämpfte sich zwischenzeitlich noch einmal heran, konnte den Rückstand jedoch nicht mehr komplett schließen. Price brachte den 6:4-Erfolg letztlich souverän ins Ziel und machte damit einen großen Schritt Richtung Finals Night.
„Ich habe heute endlich wieder konstant gepunktet“, sagte Price nach dem Match. „Genau das brauchst du gegen Michael.“
| Gerwyn Price | 6:4 | Michael van Gerwen |
| 101,32 | Average | 87,96 |
| 8 | 180s | 2 |
| 100 | High-Finish | 74 |
| 1 | 100+ Checkouts | 0 |
| 24% | Finishing | 31% |
Humphries lässt Bunting keine Chance
Das dritte Viertelfinale entwickelte sich schnell zu einer einseitigen Angelegenheit. Luke Humphries dominierte Stephen Bunting von Beginn an und ließ dem Engländer praktisch keine Möglichkeit, ins Match zu finden.
Vor allem auf die Doppel spielte Humphries extrem sauber und nutzte seine Chancen konsequent aus. Bunting dagegen blieb ohne Checkout und konnte trotz ordentlicher Scores keinen einzigen Leggewinn verbuchen.
Mit einem Average von über 107 Punkten spielte Humphries eines seiner stärksten Matches der laufenden Premier-League-Saison und zog nach dem klaren 6:0 souverän ins Halbfinale ein.
„Ich habe mich den ganzen Tag gut gefühlt“, erklärte Humphries. „Und heute hat endlich auch alles auf der Bühne funktioniert.“
| Luke Humphries | 6:0 | Stephen Bunting |
| 107,36 | Average | 92,46 |
| 1 | 180s | 2 |
| 66 | High-Finish | 0 |
| 0 | 100+ Checkouts | 0 |
| 60% | Finishing | 0% |
Littler fertigt Clayton in weniger als zehn Minuten ab
Auch das letzte Viertelfinale des Abends war früh entschieden. Luke Littler überrollte Jonny Clayton regelrecht und bestätigte mit einem ungefährdeten 6:0-Erfolg vorzeitig Platz eins nach der Ligaphase.
Clayton fand überhaupt keinen Zugriff auf die Partie und blieb wie zuvor Bunting ohne Leggewinn. Littler spielte dagegen konstant hohes Tempo und setzte mit einem 136er-Finish das Highlight der Partie.
Besonders bemerkenswert war die Effizienz des Weltmeisters auf die großen Checkouts: Gleich zwei Finishes über 100 Punkte nahm Littler heraus und ließ Clayton damit endgültig keine Chance mehr auf ein Comeback.
„Es lief einfach“, meinte Littler anschließend knapp. „Wenn du früh in Führung gehst, wird es für den Gegner natürlich schwer.“
| Luke Littler | 6:0 | Jonny Clayton |
| 100,20 | Average | 93,07 |
| 2 | 180s | 1 |
| 136 | High-Finish | 0 |
| 2 | 100+ Checkouts | 0 |
| 40% | Finishing | 0% |
Price dreht Halbfinale gegen kämpferischen van Veen
Im ersten Halbfinale zeigte Gian van Veen erneut eine starke Leistung, musste sich am Ende aber trotzdem Gerwyn Price geschlagen geben. Der Niederländer hielt die Partie lange offen und überzeugte vor allem mit starken Finishes.
Beide Spieler nahmen jeweils zwei Checkouts über 100 Punkte heraus, wodurch sich ein ausgeglichenes Match entwickelte. Van Veen führte zwischenzeitlich mit 4:3 und durfte auf sein fünftes Premier-League-Finale hoffen.
Price blieb jedoch ruhig, spielte die Schlussphase deutlich konsequenter und traf starke 67 Prozent seiner Doppelversuche. Mit drei Legs in Folge drehte der Waliser die Partie noch zum 6:4-Erfolg.
„Ich wusste, dass ich geduldig bleiben muss“, sagte Price. „Gian hat ein starkes Match gespielt.“
| Gerwyn Price | 6:4 | Gian van Veen |
| 96,38 | Average | 98,07 |
| 1 | 180s | 2 |
| 112 | High-Finish | 121 |
| 2 | 100+ Checkouts | 2 |
| 67% | Finishing | 50% |
Humphries stoppt Littlers Siegesserie eindrucksvoll
Das zweite Halbfinale begann zunächst komplett nach Plan für Luke Littler. Der Tabellenführer setzte sich schnell mit 3:0 ab und schien seine nächste Finalteilnahme sicher im Griff zu haben.
Dann kippte die Partie jedoch vollständig. Humphries erhöhte sein Niveau spürbar, traf plötzlich nahezu alles im ersten Versuch und spielte sich regelrecht in einen Lauf.
Der Weltmeister von 2024 gewann sechs Legs in Serie und ließ Littler danach keine Möglichkeit mehr zurückzukommen. Mit einem Average von fast 111 Punkten setzte Humphries eines der stärksten Matches der laufenden Saison auf die Bühne und beendete gleichzeitig seine jüngste Niederlagenserie gegen Littler.
„Das war wahrscheinlich meine beste Leistung des Jahres“, erklärte Humphries. „Vor allem nach dem 0:3-Rückstand.“
| Luke Humphries | 6:3 | Luke Littler |
| 110,98 | Average | 99,86 |
| 6 | 180s | 3 |
| 98 | High-Finish | 86 |
| 0 | 100+ Checkouts | 0 |
| 38% | Finishing | 23% |
Humphries macht Play-Off-Qualifikation mit Tagessieg perfekt
Im Finale trafen mit Luke Humphries und Gerwyn Price zwei Spieler aufeinander, die sich in Birmingham in starke Form gespielt hatten. Während Price mit seinem Halbfinalsieg die Qualifikation für die Finals Night bereits perfekt machte, konnte Humphries mit einem Tagessieg den entscheidenden Schritt Richtung Top vier setzen. Entsprechend intensiv entwickelte sich auch das Endspiel, in dem beide Spieler weiterhin auf hohem Niveau agierten.
Nach ausgeglichenem Beginn zog Humphries zunächst davon. Mit Legs in 12, 13 und 15 Darts erspielte sich der Engländer eine 4:1-Führung und schien das Finale früh zu kontrollieren.
Price antwortete jedoch stark, verkürzte unter anderem mit einem 130er-Checkout und stellte plötzlich wieder auf 4:4. Humphries ließ sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen, gewann Leg neun in 12 Darts und machte den Tagessieg anschließend mit einem starken 117er-Finish perfekt.
„Ich bin einfach stolz auf mich“, sagte Humphries nach seinem ersten Tagessieg der Saison. „Vor ein paar Wochen war ich noch weit zurück. Dass ich jetzt sicher bei den Play-Offs dabei bin, bedeutet mir unglaublich viel.“
Mit dem Erfolg in Birmingham sicherte sich der Titelverteidiger nicht nur fünf wichtige Punkte, sondern sendete auch ein deutliches Signal Richtung Finals Night in London.
| Luke Humphries | 6:4 | Gerwyn Price |
| 100,16 | Average | 95,44 |
| 6 | 180s | 2 |
| 117 | High-Finish | 130 |
| 1 | 100+ Checkouts | 1 |
| 32% | Finishing | 36% |
| Viertelfinals | Halbfinals | Finale | |||
| Best of 11 | Best of 11 | Best of 11 | |||
| 3 | J.Rock | ||||
| 6 | G.v.Veen | 4 | G.v.Veen | ||
| 6 | G.Price | 6 | G.Price | ||
| 4 | M.v.Gerwen | 4 | G.Price | ||
| 6 | L.Humphries | 6 | L.Humphries | ||
| 0 | S.Bunting | 6 | L.Humphries | ||
| 0 | J.Clayton | 3 | L.Littler | ||
| 6 | L.Littler | ||||
Fotos © PDC @ Darts1

