Clayton triumphiert erneut: „The Ferret“ schnappt sich auch Rotterdam!
Die Premier League Darts bleibt auch am elften Spieltag ein echtes Spektakel – und in Rotterdam entwickelte sich der Abend zu einer Demonstration von Timing und Nervenstärke. Während einige Favoriten mit starken Averages glänzten, waren es vor allem die entscheidenden Momente auf die Doppel, die den Unterschied machten. Jonny Clayton bewies dabei einmal mehr seine aktuell überragende Form und krönte einen intensiven Abend mit dem nächsten Tagessieg.
Viertelfinals
Luke Littler erwischte gegen Gerwyn Price einen starken Start und setzte sich mit 6:3 durch. Obwohl „The Iceman“ drei 180er mehr warf und die bessere Doppelquote hatte, glänzte Littler mit zwei spektakulären 124er-Finishes – eines davon auf Bull zum Matchgewinn. Für Littler war es der fünfte Sieg im fünften Duell gegen Price in dieser Saison.
| Luke Littler | 6:3 | Gerwyn Price |
| 97,30 | Average | 91,44 |
| 0 | 180s | 3 |
| 124 | High-Finish | 110 |
| 2 | 100+ Checkouts | 2 |
| 40% | Finishing | 50% |
Luke Humphries zeigte gegen Debütant Gian van Veen eine souveräne Vorstellung. Mit einem Average jenseits der 100 dominierte der ehemalige Weltmeister die Partie klar und ließ seinem Gegner beim 6:2 kaum Chancen. Vor allem auf die Doppel präsentierte sich „Cool Hand Luke“ deutlich stabiler.
| Luke Humphries | 6:2 | Gian van Veen |
| 100,51 | Average | 93,36 |
| 1 | 180s | 0 |
| 68 | High-Finish | 52 |
| 0 | 100+ Checkouts | 0 |
| 46% | Finishing | 33% |
Jonny Clayton setzte direkt ein Ausrufezeichen: Gegen Michael van Gerwen spielte der Waliser groß auf und fertigte den Niederländer vor seinem Heimpublikum mit 6:2 ab. Highlight der Partie war ein überragendes 170er-Finish von Clayton, der damit früh seine Ambitionen auf den Tagessieg unterstrich.
| Jonny Clayton | 6:2 | Michael van Gerwen |
| 99,33 | Average | 97,97 |
| 3 | 180s | 3 |
| 170 | High-Finish | 122 |
| 1 | 100+ Checkouts | 2 |
| 46% | Finishing | 40% |
Josh Rock fegte Stephen Bunting überraschend deutlich mit 6:1 von der Bühne. Trotz eines starken Averages von über 104 Punkten auf Seiten Buntings war es Rock, der mit 50 Prozent Doppelquote eiskalt zuschlug und sich ungefährdet für das Halbfinale qualifizierte.
| Josh Rock | 6:1 | Stephen Bunting |
| 102,55 | Average | 104,81 |
| 2 | 180s | 3 |
| 106 | High-Finish | 28 |
| 1 | 100+ Checkouts | 0 |
| 50% | Finishing | 14% |
Halbfinals
Im ersten Halbfinale lieferten sich Luke Littler und Luke Humphries ein echtes Spitzenspiel. Littler lag bereits mit 5:2 in Führung, musste jedoch noch einmal zittern, als Humphries mit einem 164er-Finish eine Marke setzte. Am Ende behielt Littler im Decider die Nerven und zog mit 6:5 ins Finale ein.
| Luke Littler | 6:5 | Luke Humphries |
| 100,85 | Average | 103,00 |
| 2 | 180s | 3 |
| 80 | High-Finish | 164 |
| 0 | 100+ Checkouts | 1 |
| 46% | Finishing | 71% |
Das zweite Halbfinale entwickelte sich ebenfalls zu einem echten Krimi. Jonny Clayton trotzte sieben 180ern von Josh Rock und zeigte sich vor allem auf die Doppel gnadenlos effektiv. Mit 60 Prozent Checkout-Quote sicherte sich „The Ferret“ im Entscheidungsleg den 6:5-Erfolg und damit den Finaleinzug.
| Jonny Clayton | 6:5 | Josh Rock |
| 87,96 | Average | 96,05 |
| 3 | 180s | 7 |
| 80 | High-Finish | 142 |
| 0 | 100+ Checkouts | 1 |
| 60% | Finishing | 25% |
Finale
Im Endspiel erwischte Luke Littler den besseren Start und ging schnell mit 2:0 in Front. Doch Jonny Clayton kämpfte sich eindrucksvoll zurück, gewann drei Legs in Serie und übernahm erstmals die Führung. In der entscheidenden Phase zeigte der Waliser einmal mehr seine Nervenstärke und nutzte die Schwächen auf die Doppel bei Littler konsequent aus.
Mit einem 6:4-Erfolg sicherte sich Clayton schließlich seinen zweiten Tagessieg in Folge. „Ich hätte vor der Saison einen Sieg genommen – jetzt sind es schon vier, das ist einfach unglaublich“, freute sich der Waliser nach der Partie. „Man muss seine Chancen nutzen, und das habe ich heute wieder geschafft.“
Auch persönliche Motivation spielte eine Rolle: „Heute ist mein 20. Jubiläum – und ich habe es fast vergessen! Vielleicht hat mir das den extra Schub gegeben.“ Zudem zeigte sich Clayton kämpferisch: „Es hat mich getroffen, als jemand meinte, ich würde Letzter werden. Das hat mich angestachelt.“
Luke Littler konnte trotz der Finalniederlage ebenfalls ein positives Fazit ziehen. Mit seiner vierten Finalteilnahme in sieben Wochen untermauerte er seine starke Form und machte einen weiteren wichtigen Schritt Richtung Play-Offs.
| Jonny Clayton | 6:4 | Luke Littler |
| 92,92 | Average | 95,41 |
| 3 | 180s | 7 |
| 84 | High-Finish | 44 |
| 0 | 100+ Checkouts | 0 |
| 60% | Finishing | 27% |
| Viertelfinals | Halbfinals | Finale | |||
| Best of 11 | Best of 11 | Best of 11 | |||
| 6 | L.Littler | ||||
| 3 | G.Price | 6 | L.Littler | ||
| 2 | G.v.Veen | 5 | L.Humphries | ||
| 6 | L.Humphries | 4 | L.Littler | ||
| 2 | M.v.Gerwen | 6 | J.Clayton | ||
| 6 | J.Clayton | 6 | J.Clayton | ||
| 1 | S.Bunting | 5 | J.Rock | ||
| 6 | J.Rock | ||||
Fotos © PDC @ Darts1

