Clayton dreht Finale und schnappt sich den Tagessieg in Brighton
Der zehnte Spieltag der Premier League Darts in Brighton hatte es in sich: Enge Matches, starke Comebacks und ein überragender Jonny Clayton prägten den Abend. Der Waliser sicherte sich mit drei hart erkämpften Siegen den Tageserfolg und setzte sich an die Tabellenspitze. Besonders im Finale bewies „The Ferret“ Nervenstärke und drehte eine scheinbar verlorene Partie gegen Michael van Gerwen noch spektakulär.
Clayton übersteht Humphries-Krimi zum Auftakt
Gleich zum Start bekam es Jonny Clayton mit Luke Humphries zu tun – und die Partie entwickelte sich sofort zu einem echten Thriller. Beide Spieler bewegten sich auf hohem Niveau, doch Clayton zeigte sich vor allem auf die Doppel eiskalt. In einem Match auf Augenhöhe rettete sich der Waliser in den Decider und setzte dort mit einem starken 84er-Finish auf dem Bullseye den Schlusspunkt. „Ich wusste, dass ich meine Chance bekommen würde – und die musste ich nutzen“, erklärte Clayton später.
| Jonny Clayton | 6:5 | Luke Humphries |
| 98,37 | Average | 96,13 |
| 3 | 180s | 1 |
| 84 | High-Finish | 75 |
| 0 | 100+ Checkouts | 0 |
| 67% | Finishing | 42% |
Rock stoppt Price souverän
Josh Rock bestätigte seine starke Form und ließ Gerwyn Price beim 6:3-Erfolg nur wenige Chancen. Vor allem das Scoring des Nordiren überzeugte, während Price seine Möglichkeiten auf die Doppel nicht konsequent genug nutzte. Ein Highlight war Rocks 164er-Finish, das die Partie endgültig in seine Richtung lenkte.
| Josh Rock | 6:3 | Gerwyn Price |
| 96,49 | Average | 96,00 |
| 3 | 180s | 2 |
| 164 | High-Finish | 116 |
| 1 | 100+ Checkouts | 1 |
| 67% | Finishing | 33% |
Bunting nutzt Littlers schwachen Auftritt
Stephen Bunting profitierte von einem ungewöhnlich schwachen Auftritt von Luke Littler. Der Weltmeister kam nie richtig in die Partie und blieb deutlich unter seinen gewohnten Leistungen. Bunting hingegen spielte solide und nutzte seine Chancen konsequent, gekrönt von einem 102er-Checkout. Am Ende stand ein verdienter 6:4-Erfolg.
| Stephen Bunting | 6:4 | Luke Littler |
| 91,30 | Average | 83,94 |
| 3 | 180s | 0 |
| 102 | High-Finish | 44 |
| 1 | 100+ Checkouts | 0 |
| 26% | Finishing | 36% |
Van Gerwen setzt sich gegen van Veen durch
Im niederländischen Duell zwischen Michael van Gerwen und Gian van Veen setzte sich der Routinier mit 6:4 durch. Beide Spieler überzeugten im Scoring, doch van Veen ließ zu viele Doppel liegen. Van Gerwen nutzte dies clever aus und zog mit einem wichtigen Sieg ins Halbfinale ein.
| Michael van Gerwen | 6:4 | Gian van Veen |
| 95,44 | Average | 94,49 |
| 4 | 180s | 4 |
| 127 | High-Finish | 100 |
| 1 | 100+ Checkouts | 1 |
| 30% | Finishing | 29% |
Clayton bezwingt Rock und nimmt Revanche
Im ersten Halbfinale traf Clayton auf Josh Rock – und revanchierte sich für jüngste Niederlagen. Der Waliser kontrollierte die Partie über weite Strecken und ließ sich auch von Rocks starkem 124er-Finish nicht aus der Ruhe bringen. Mit einer deutlich besseren Doppelquote sicherte sich Clayton den 6:4-Erfolg und den Finaleinzug. „Ich wollte unbedingt zeigen, dass ich ihn schlagen kann“, so Clayton.
| Jonny Clayton | 6:4 | Josh Rock |
| 96,31 | Average | 93,14 |
| 1 | 180s | 2 |
| 70 | High-Finish | 124 |
| 0 | 100+ Checkouts | 1 |
| 43% | Finishing | 25% |
Van Gerwen ringt Bunting nieder
Das zweite Halbfinale entwickelte sich zu einem echten Nervenspiel. Stephen Bunting agierte stark und setzte van Gerwen mit konstantem Scoring unter Druck. Dennoch behielt „Mighty Mike“ im Decider die Oberhand und zog mit einem 6:5-Erfolg ins Endspiel ein. Trotz eines niedrigeren Averages zeigte der Niederländer seine Klasse in den entscheidenden Momenten.
| Michael van Gerwen | 6:5 | Stephen Bunting |
| 90,92 | Average | 93,11 |
| 0 | 180s | 3 |
| 100 | High-Finish | 85 |
| 1 | 100+ Checkouts | 0 |
| 38% | Finishing | 38% |
Clayton krönt Aufholjagd gegen van Gerwen
Das Finale bot schließlich Darts-Drama pur. Clayton erwischte mit einem 140er-Finish den perfekten Start, geriet jedoch schnell mit 1:3 und später sogar 2:5 in Rückstand. Van Gerwen spielte phasenweise überragend und schien bereits auf dem Weg zum Tagessieg.
Doch Clayton gab sich nicht auf. Der Waliser überstand mehrere Matchdarts seines Gegners und kämpfte sich mit beeindruckender Nervenstärke zurück ins Spiel. Beim Stand von 4:5 gelang ihm erneut ein starkes Finish auf dem Bullseye zum Ausgleich. Im Decider ließ Clayton schließlich nichts mehr anbrennen und sicherte sich mit einem starken Schlussleg den 6:5-Sieg.
„Bei 2:5 dachte ich, das Spiel ist vorbei“, gestand Clayton. „Aber du musst dranbleiben und deine Chancen nutzen. Das letzte Leg war wahrscheinlich mein bestes im ganzen Match.“ Mit dem Tagessieg setzt sich Clayton wieder an die Spitze und zeigte eindrucksvoll, warum er zu den konstantesten Spielern der Saison gehört.
| Jonny Clayton | 6:5 | Michael van Gerwen |
| 97,39 | Average | 101,34 |
| 3 | 180s | 4 |
| 140 | High-Finish | 81 |
| 1 | 100+ Checkouts | 0 |
| 46% | Finishing | 50% |
| Viertelfinals | Halbfinals | Finale | |||
| Best of 11 | Best of 11 | Best of 11 | |||
| 5 | L.Humphries | ||||
| 6 | J.Clayton | 6 | J.Clayton | ||
| 3 | G.Price | 4 | J.Rock | ||
| 6 | J.Rock | 6 | J.Clayton | ||
| 4 | L.Littler | 5 | M.v.Gerwen | ||
| 6 | S.Bunting | 5 | S.Bunting | ||
| 6 | M.v.Gerwen | 6 | M.v.Gerwen | ||
| 4 | G.v.Veen | ||||
Fotos © PDC @ Darts1

