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Cullen schlägt van Gerwen bei dessen Heimspiel

Der siebte Spieltag der Premier League of Darts 2022 fand nicht auf britischem Boden, sondern vor rund 10.000 Zuschauern in der Ahoy Arena in Rotterdam statt. Ein Heimspiel erlebte damit Tabellenführer Michael van Gerwen. Der Niederländer wollte seine Anhänger natürlich mit einem Tagessieg begeistern, musste dafür aber zuallererst Michael Smith schlagen. Eröffnet wurde der siebte Spieltag zuvor von Peter Wright und James Wade. Danach musste Schlusslicht Joe Cullen gegen den Sieger des vorangegangenen Spieltags, Gary Anderson, antreten. Außerdem kam es im Viertelfinale noch zum walisischen Duell zwischen Gerwyn Price und Jonny Clayton.

In der Eröffnungspartie zwischen Peter Wright und James Wade verbuchte der Letztgenannte den besseren Start. Nachdem Wade im Auftaktleg bereits seine bevorzugte Doppel-20 erwischt hatte, traf er sie kurze Zeit später im Rahmen eines 100er-Checkouts sogar zweimal. Erst danach gelang „Snakebite“ sein erster Leggewinn, mit einem 14-Darter stellte Wade den vorherigen Abstand allerdings direkt wieder her. Wright ließ sich davon nicht beunruhigen, zeigte seinerseits zwei 15-Darter nacheinander und hatte dadurch zügig für den 3:3-Ausgleich gesorgt. Der amtierende Weltmeister brachte sein stärkeres Scoring immer mehr zur Geltung, legte einen 14-Darter hinterher und sicherte sich damit ein drittes Leg nacheinander, ehe Wade dieser Serie auf der Doppel-18 ein Ende setzte. Die beiden darauffolgenden Legs wurden ebenfalls vom jeweils anwerfenden Spieler gewonnen, sodass nun ein Entscheidungsleg auf die beiden Profis wartete. Während Wade dort einen einzigen Matchdart nicht ausnutzen konnte, brachte Wright seinen Pfeil in der Doppel-20 unter und zog ins Halbfinale ein.

Peter Wright 6:5 James Wade
95,55 Average 91,09
1 180s 3
80 High Finish 100
0 100+ Checkouts 1
6/10 Finishing 5/8

Vier Matchdarts reichen nicht: Anderson scheitert diesmal früh

Nach wochenlanger Formschwäche hatte sich Gary Anderson am letzten Spieltag ziemlich überraschend den Turniersieg geholt. Der Schotte wollte darauf aufbauen und gegen den Tabellenletzten Joe Cullen die nächsten Punkte einfahren. Im ersten Durchgang checkte Anderson 84 Punkte auf dem Bullseye und verhinderte damit das drohende Break. Im dritten Leg war Anderson per 14-Darter erfolgreich, zum erneuten Ausgleich genügten Cullen sogar nur 13 Würfe. Die nächsten beiden Legs wurden ebenfalls fair aufgeteilt, wobei der „Rockstar“ in diesem Fall mit einem 12-Darter glänzte. Für das erste ganz große Highlight sorgte kurz darauf allerdings Anderson: der frühere Doppelweltmeister brachte 164 Punkte auf Null. Diesem starken Checkout ließ er das erste Break der Partie folgen, sodass ihn nur noch ein Leggewinn vom Sieg trennte. Cullen kämpfte allerdings weiter, machte jeweils unter Druck 64 sowie 68 Punkte aus und forcierte das Entscheidungsleg. Dort schaffte es Anderson nicht, vier Matchdarts zu verwerten. Die ihm so gebotene Chance ergriff Cullen mit beiden Händen. Der Engländer nutzte seinen einzigen Matchdart auf der Doppel-20 aus und feierte einen enorm wichtigen 6:5-Sieg.

Joe Cullen 6:5 Gary Anderson
92,82 Average 88,76
3 180s 3
84 High Finish 164
0 100+ Checkouts 1
6/9 Finishing 5/16

Spannung bis zum Schluss auch bei den anderen Viertelfinals

Fortgesetzt wurde der siebte Spieltag anschließend mit dem Aufeinandertreffen der beiden Waliser Gerwyn Price und Jonny Clayton. „The Ferret“ eröffnete das Match mit einem 12-Darter, inklusive 121er-Bullfinish. Das zweite Leg wanderte ebenfalls auf das Konto von Clayton, mit einem 13-Darter produzierte Price jedoch das sofortige Rebreak. Der 2:2-Ausgleich war danach nur noch eine Frage der Zeit. Den erneuten Rückstand beantwortete der „Iceman“ einige Minuten später wiederum mit einem 13-Darter. Zwei starke Checkouts brachten Clayton danach aber den scheinbar entscheidenden Vorteil: erst machte er 120 Punkte aus, dann checkte er zum zweiten Mal in dieser Partie 121 Zähler auf dem Bullseye. Jetzt stellte Price aber seine Kämpfernatur und seine Klasse unter Beweis: unter maximalem Druck löschte der Weltranglistenzweite erst 154 und danach 70 Punkte – in beiden Fällen hatte er zuvor Matchdarts überlebt. Somit fiel auch hier die Entscheidung erst im finalen elften Leg. Dort erhielt Price selbst einen Matchdart, platzierte diesen jedoch knapp unter der doppelten 20. Weitere Möglichkeiten bekam er nicht, Clayton versenkte seinen siebten Matchdart in der Doppel-10 und entschied eine spannende Partie zu seinen Gunsten.

Jonny Clayton 6:5 Gerwyn Price
98,50 Average 94,91
2 180s 1
121 High Finish 154
3 100+ Checkouts 1
6/16 Finishing 5/6

Nun freute sich das niederländische Publikum auf den Auftritt von Michael van Gerwen. Der fünfmalige Premier League-Sieger wollte seinen Status als Tabellenführer gegen Michael Smith untermauern. Der Start in diese Partie verlief ausgeglichen, wobei der „Bullyboy“ mit einem 104er-Highfinish für Aufsehen sorgte. Im dritten Leg ließ Smith zwar einen Breakdart aus, kurz darauf überstand er aber ganze sechs Breakdarts gegen sich unversehrt. Van Gerwen holte sich seine Führung mit einem 64er-Finish zurück, Smith konterte mit einem 117er-Checkout und stellte mit dem 3:3 Parität her. Mit 16 und 14 Darts entschied „Mighty Mike“ die Legs Nummer sieben und acht zu seinen Gunsten, sodass er die Ziellinie bereits dicht vor Augen hatte. Den finalen Schritt konnte der Niederländer allerdings vorerst nicht gehen. Smith zeigte seinerseits zwei 14-Darter hintereinander und brachte dieses Match ebenfalls in den Decider. Dort spielte es Smith eigentlich überragend und hatte nach neun Darts nur noch 41 Punkte übrig, setzte jedoch zwei Matchdarts in den Sand. Aus diesem Grund kam van Gerwen mit dem Schrecken davon. Er jagte seinen ersten Matchdart in die Doppel-4 und erreichte doch noch die Vorschlussrunde.

M. van Gerwen 6:5 Michael Smith
89,53 Average 96,82
2 180s 3
64 High Finish 117
0 100+ Checkouts 2
6/20 Finishing 5/12

Wright und Clayton holen heute Abend nur zwei Punkte

Bislang bekamen die Zuschauer in Rotterdam einiges geboten: alle Viertelfinalspiele gingen über die volle Distanz, in allen vier Fällen überlebte der jeweilige Sieger Matchdarts. Weiter ging es nun mit den beiden Halbfinals, wobei Peter Wright und Joe Cullen den Anfang machten. Der „Rockstar“ legte per 13-Darter vor und schnappte sich auch das zweite Leg. Nachdem Wright seinen ersten Leggewinn erzielt hatte, profitierte er von sieben Fehlwürfen seines Konkurrenten. Das ihm dadurch ermöglichte Break bestätigte Wright mit einem sehenswerten 140er-Highfinish, sodass die Nummer eins der Welt zu diesem Zeitpunkt mit 3:2 in Führung lag. Cullen schenkte dem Rückstand keine Beachtung und sicherte sich mit Checkouts in Höhe von 76 sowie 83 Punkten selbst zwei Legs nacheinander. Mit einem 109er-Finish glich Wright wiederum aus und sorgte für eine offene Schlussphase. Der entscheidende Fehler unterlief wenig später jedoch dem Schotten. „Snakebite“ setzte zwei Darts am der Doppel-8 vorbei und war nicht mehr imstande, das Break gegen sich zu verhindern. Cullen gab diesen Vorteil nicht mehr aus der Hand, verwandelte den zweiten Matchdart in der Doppel-10 und stand zum zweiten Mal in dieser Saison im Endspiel.

Joe Cullen 6:4 Peter Wright
88,17 Average 87,87
4 180s 2
83 High Finish 140
0 100+ Checkouts 2
6/17 Finishing 4/15

In genau dieses Endspiel wollten nun auch Jonny Clayton und Michael van Gerwen einziehen. Die beiden standen sich nämlich in Halbfinale Nummer zwei gegenüber. Van Gerwen legte stark los und brachte die ersten beiden Legs mit 15 und 14 Darts auf seine Seite. Mit einem 84er-Bullfinish meldete sich Clayton danach erstmals zu Wort, ehe er kurz darauf zwei Fehlwürfe seines Gegners mit einem 104er-Checkout bestrafte. Der Waliser sammelte anschließend noch ein drittes Leg nacheinander ein. Diese Serie beendete Clayton allerdings persönlich, als er vier Breakdarts vergab. Van Gerwen bedankte sich dafür auf der Doppel-16, legte einen 12-Darter hinterher und lag mit dem 4:3 plötzlich selbst in Führung. Von diesem Zeitpunkt an ließ sich van Gerwen nicht mehr einholen. Der Weltranglistenvierte verteidigte seinen Anwurf im achten Leg souverän und machte schließlich mit einem 138er-Highfinish auf der doppelten 9 den Deckel drauf. Unterm Strich siegte der Niederländer mit 6:3.

M. van Gerwen 6:3 Jonny Clayton
103,28 Average 98,08
4 180s 3
138 High Finish 104
1 100+ Checkouts 1
6/14 Finishing 3/7

Vergebene Chancen zum 5:3 kommen van Gerwen teuer zu stehen

Im nun bevorstehenden Finale des siebten Spieltags hatte Michael van Gerwen die Chance, seinen dritten Tagessieg einzufahren und damit die Tabellenführung noch weiter auszubauen. Im Weg stand ihm hierbei nur noch Joe Cullen, der selbst seinen ersten Turniersieg in der Premier League anstrebte. Beide Spieler taten sich anfangs schwer, trafen nur wenige Triplefelder und rutschten relativ häufig in die falschen Segmente ab. Letztlich wurden die ersten vier Legs vom jeweils anwerfenden Spieler gewonnen. Erwähnenswert war dabei einzig das 118er-Highfinish von Cullen über 20, Triple-16 und Bullseye zum zwischenzeitlichen 2:1. Einige Minuten später gelang dem „Rockstar“ ein weiteres starkes Checkout, 97 Punkte löschte er über 19, Doppel-19 und Tops. Durch einen 12-Darter stellte van Gerwen anschließend auf 3:3, ehe er mit einem 76er-Checkout ein Break zu einem wichtigen Zeitpunkt erzielte. Der dreifache Weltmeister schien nun in Fahrt gekommen zu sein, setzte im achten Leg jedoch drei Darts am äußeren Ring vorbei und verpasste die potenzielle Vorentscheidung. Sekunden später genügten Cullen für 66 Rest zwei Würfe. Auf sein Finishing konnte sich der Engländer auch im darauffolgenden neunten Leg verlassen, dort fielen ihm 114 Zähler zum Opfer. Per 13-Darter sorgte van Gerwen dafür, dass in diesem Finale ein Entscheidungsleg absolviert werden musste. Dort brillierte der anwerfende Cullen mit sechs perfekten Darts. Obwohl auch sein Gegner stark dagegenhielt, ließ sich Cullen den Vorsprung nicht mehr nehmen. Er versenkte den vierten Matchdart in der Doppel-4 und jubelte über den 6:5-Sieg.

Joe Cullen 6:5 M. van Gerwen
90,64 Average 97,49
7 180s 2
118 High Finish 81
2 100+ Checkouts 0
6/12 Finishing 5/17

Trotz der knappen Finalniederlage behält van Gerwen natürlich seine Spitzenposition. Der erste Tagessieg von Cullen verdeutlicht dagegen eine Besonderheit des neuen Formats: er verbessert sich durch die fünf gewonnenen Punkte massiv von Rang acht auf vier. Vor ihm befinden sich neben van Gerwen noch Wright und Clayton. Auf Position fünf steht Price, gefolgt von Smith und Anderson. Neues Tabellenschlusslicht ist Wade. Heute in einer Woche steht der achte Spieltag auf dem Programm, Ort des Geschehens ist dann Birmingham.

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