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Inklusive zwei 9-Dartern: alles überragender Price gewinnt Spieltag drei

An diesem Donnerstagabend richteten sich die Blicke der Darts-Welt auf die SSE Arena in Belfast. In der nordirischen Hauptstadt fand nämlich der dritte Spieltag der Premier League statt. Eröffnet wurde das heutige Mini-Turnier von Michael Smith, der gegen Gerwyn Price seine ersten Punkte in dieser Saison einfahren wollte. Danach kam es zu interessanten Duellen zwischen Joe Cullen und Michael van Gerwen sowie zwischen Peter Wright und Gary Anderson. Im letzten Viertelfinale forderte James Wade Tabellenführer Jonny Clayton heraus.

Smith schaut weiter in die Röhre – Cullen kann sein starkes Wochenende nicht bestätigen

Als einziger der acht Teilnehmer war Michael Smith an den ersten beiden Spieltagen komplett leer ausgegangen. Diesen Zustand wollte der Engländer mit einem Sieg gegen Gerwyn Price ändern. Nach dem ausgeglichenen Beginn brachte Price 80 Zähler auf Null und erzielte damit das erste Break. Der „Iceman“ legte einen 13-Darter hinterher, woraufhin Smith mit einem eigenen 13-Darter antwortete. Price verteidigte seine eigenen Anwurflegs weiterhin sehr souverän und stellte per 14-Darter den alten Abstand sofort wieder her. Der „Bully Boy“ war selbst ebenfalls gut unterwegs und glänzte im siebten Leg mit einem 144er-Finish. Sein einziger Versuch zum Ausgleich landete wenige Aufnahmen später jedoch neben dem Bullseye. Price blieb auf seiner favorisierten Doppel-20 erneut fehlerfrei und machte den Sieg abschließend auf ganz besondere Art und Weise perfekt: das 170er-Checkout besiegelte den 6:3-Erfolg des Weltranglistenersten. Price kam dabei auf einen Average von über 108 Punkten, im gesamten Match leistete er sich nur einen einzigen Fehlwurf auf Doppel.

Gerwyn Price 6:3 Michael Smith
108,54 Average 103,55
2 180s 1
170 High Finish 144
1 100+ Checkouts 1
6/7 Finishing 3/6

Besser kann ein Wochenende für einen Dartsprofi nicht laufen: Joe Cullen entschied vor wenigen Tagen die Players Championship-Turniere Nummer drei und vier für sich. Damit tankte der ohnehin formstarke Engländer weiteres Selbstvertrauen, welches er auch gegen Michael van Gerwen unter Beweis stellen wollte. Dank eines 112er-Checkouts holte sich der Niederländer frühestmöglich ein Break, das er mit einem 68er-Finish bestätigte. Danach fand Cullen besser in die Begegnung hinein. Der „Rockstar“ löschte seinerseits 86 sowie 72 Punkte und glich damit zügig aus. Im fünften Leg war van Gerwen trotz sieben vergebener Breakdarts erfolgreich, weil Cullen währenddessen fünf eigene Fehler unterlaufen waren. Auf der dadurch zustande gekommenen Führung ruhte sich „Mighty Mike“ nicht aus. Mit einem 12- sowie einem 14-Darter zog er davon, sodass ihm mittlerweile nur noch ein Leggewinn zum Sieg fehlte. Weil seine ersten vier Matchdarts an den entsprechenden Zielen vorbeigeflogen waren, hielt er seinen Gegner vorerst im Spiel. Cullen kam in dieser Situation zwar zum Break, vergab danach jedoch sieben Chancen, um die Partie noch offen zu halten. Jetzt hatte van Gerwen endgültig genug gesehen. Er jagte den achten Matchdart in die Doppel-4 und zog ins Halbfinale ein.

M. van Gerwen 6:3 Joe Cullen
91,05 Average 91,88
3 180s 3
112 High Finish 86
1 100+ Checkouts 0
6/23 Finishing 3/16

Als nächstes folgte das schottische Duell zwischen Gary Anderson und Peter Wright. Die letzten zwei Partien zwischen den beiden zweimaligen Weltmeistern, im WM-Halbfinale und am ersten Spieltag vor zwei Wochen, entschied „Snakebite“ jeweils knapp für sich. Auf das im Auftaktleg kassierte Break reagierte Anderson mit sechs perfekten Darts, die in einen 12-Darter mündeten. Der „Flying Scotsman“ legte anschließend mit einem perfekt ausgeführten 78er-Finish nach, Wright stellte durch einen starken 11-Darter den Zwischenstand von 2:2 her. Die beiden darauffolgenden Legs wurden ebenfalls vom jeweils anwerfenden Spieler eingesammelt, ehe Wright auf der doppelten 4 zu einem bedeutenden Zeitpunkt breakte. Der Weltranglistenzweite zeigte wenige Aufnahmen später ein 120er-Highfinish und war demzufolge nur noch ein einziges Leg vom Weiterkommen entfernt. Anderson gab sich noch nicht geschlagen, verkürzte durch ein 130er-Checkout und vollbrachte danach zum zweiten Mal im Verlauf dieser Partie sechs perfekte Darts. Zum Ausgleich sollte es schlussendlich aber dennoch nicht reichen, weil Wright dieses zehnte Leg begonnen hatte und nach zwölf Würfen bei Null angekommen war. Unterm Strich jubelte „Snakebite“ über den 6:4-Erfolg.

Peter Wright 6:4 Gary Anderson
100,35 Average 96,43
4 180s 4
120 High Finish 130
1 100+ Checkouts 1
6/14 Finishing 4/4

Clayton muss den ersten Dämpfer einstecken

Bislang war es ein optimaler Start für den Titelverteidiger. Eine Finalteilnahme und ein Turniersieg brachten Jonny Clayton die Tabellenführung ein. Gegen James Wade wollte der Waliser nun die nächsten Punkte einsammeln. „The Machine“ eröffnete das Match mit einem 100er-Checkout, danach meldete sich Clayton per 14-Darter erstmals zu Wort. Begünstigt durch zwei gegnerische Fehlwürfe legte „The Ferret“ sogar mit einem Break nach. Dieses ließ Wade nicht lange auf sich sitzen, mit einem 12-Darter hatte er die passende Antwort parat. Der Weltranglistenvierte übernahm dank eines Treffers in der Doppel-10 kurz darauf wiederum die Führung und profitierte danach seinerseits von zwei Patzern des Konkurrenten. Mit einem 11-Darter zeigte Clayton zwar eine hervorragende Reaktion, danach setzte er allerdings vier weitere Darts an den gewünschten Doppelfeldern vorbei. Wade wurde damit das nächste Break ermöglicht, gleichzeitig sorgte er mit diesem 13-Darter auch für die Vorentscheidung. Der verwandelte dritte Matchdart machte den 6:3-Erfolg schon kurze Zeit später amtlich.

James Wade 6:3 Jonny Clayton
93,13 Average 94,45
2 180s 4
100 High Finish 68
1 100+ Checkouts 0
6/18 Finishing 3/11

Van Gerwen unterliegt in einem Halbfinale auf Weltklasse-Niveau

Damit standen alle vier Viertelfinalisten fest, die Zuschauer durften sich jetzt also auf die Vorschlussrunde freuen. Den Anfang machten hierbei Gerwyn Price und Michael van Gerwen, die sich zum ersten Mal seit dem Oktober letzten Jahres am Dartboard gegenüberstanden. Beide Spieler verteidigten ihren jeweils ersten Anwurf problemlos. Auf den 13-Darter von „Mighty Mike“ im zweiten Durchgang folgten zwei weitere 13-Darter, je einer auf jeder Seite. Mit einer Aufnahme von 177 Punkten startete Price ins fünfte Leg. In der nächsten Aufnahme jagte er zwei weitere Darts in die die Triple-20, der dritte fiel ihm jedoch auf den Boden. Das brachte Price nicht aus dem Konzept, er traf erneut die dreifache 20 und hatte sich die Möglichkeit zum 9-Darter erarbeitet. Price war voll fokussiert, platzierte noch zwei weitere Darts in der Triple-20 und versenkte den neunten Pfeil mitten in der Doppel-12. Es handelte sich um seinen zweiten 9-Darter bei einem Major-Turnier und um das 13. perfekte Spiel in der Geschichte dieses Wettbewerbs. Per 14-Darter legte der „Iceman“ ein Break hinterher. Danach meldete sich van Gerwen eindrucksvoll zurück. Der fünfmalige Turniersieger beendete einen 12-Darter mit einem 116er-Highfinish und sorgte danach per 13-Darter für den 4:4-Ausgleich. Die beiden darauffolgenden Legs wurden ohne erwähnenswerte Vorkommnisse gerecht aufgeteilt, sodass das von Price begonnene Entscheidungsleg unumgänglich war. Der Waliser brillierte dort erneut mit sechs perfekten Darts, in diesem Fall verfehlte allerdings der achte Wurf die anvisierte Triple-20. Unabhängig davon ließ sich Price den Sieg jetzt nicht mehr nehmen, gleich der erste Matchdart steckte in der Doppel-20. Eine großartige Partie endete also mit einem knappen 6:5-Erfolg für Gerwyn Price, beide Profis lieferten mit Blick auf die Statistiken eine herausragende Partie ab.

Gerwyn Price 6:5 M. van Gerwen
108,90 Average 106,48
5 180s 5
144 High Finish 116
1 100+ Checkouts 1
6/14 Finishing 5/8

Im zweiten Halbfinale zwischen Peter Wright und James Wade wurde der spätere Gegner des Weltranglistenersten ermittelt. „Snakebite“ setzte mit einem 13-Darter die erste Duftmarke, Wade brachte sein erstes Anwurfleg ähnlich problemlos nach Hause. Nachdem Wright wiederum vorgelegt hatte, scheiterte er knapp an 160 Restpunkten. Für das erste Break dieser Partie war kurz darauf stattdessen Wade verantwortlich: der Engländer checkte 81 Punkte auf der doppelten 13 und übernahm mit dem 3:2 selbst die Führung. Zwar sorgte Wright per 13-Darter für das sofortige Rebreak, wenige Minuten später spielte sich aber eine Schlüsselszene ab. Wright setzte drei Pfeile am äußeren Ring vorbei und durfte sich im Gegenzug ein 122er-Checkout seines Konkurrenten anschauen. Das auf diese Weise produzierte Break bestätigte Wade in diesem Fall auch, sodass er den Finaleinzug dicht vor Augen hatte. Auf der anderen Seite überlebte Wright die ersten sechs Matchdarts, ließ aber selbst zwei Chancen aus, um den Decider zu erzwingen. Dadurch schaffte es Wade schließlich doch, die Ziellinie zu überqueren. Er brachte Matchdart Nummer sieben in der Doppel-9 unter und gewann mit 6:4.

James Wade 6:4 Peter Wright
102,81 Average 105,20
2 180s 2
122 High Finish 36
1 100+ Checkouts 0
6/14 Finishing 4/14

Finalsieg über Wade: Price setzt sich verdientermaßen die Krone auf

Für Gerwyn Price und James Wade war es das erste Endspiel in dieser veränderten Premier League-Saison. In Anbetracht seiner überragenden Leistungen am heutigen Abend musste der Weltranglistenerste als klarer Favorit angesehen werden. Mit einem 76er-Finish holte sich Wade frühestmöglich ein Break, setzte danach aber drei Darts am äußeren Ring vorbei. Price erzielte mit einem eigenen 14-Darter das erste Erfolgserlebnis, ehe er kurz darauf zum wiederholten Male am heutigen Tage mit sechs perfekten Darts für Aufsehen sorgte. Der „Iceman“ stellte sich diesmal mit 141 Restpunkten vors Oche, startete auf der Triple-19, erwischte dann die Triple-20 und ließ sich auch die Doppel-12 nicht mehr entgehen. Sein zweiter 9-Darter am diesem Abend ließ Price mit 2:1 in Führung gehen. Den darauffolgenden Ausgleich beantwortete Price mit einem starken 11-Darter, doch Wade ließ sich nicht abschütteln und glich mit einem 101er-Highfinish zum 3:3 aus. Im siebten Leg hatte Price eigentlich alles im Griff, setzte abschließend aber fünf Darts am äußeren Ring vorbei. Wade erkannte seine Gelegenheit, zeigte ein für ihn typisches 120er-Checkout und brachte sich mit 4:3 in Front. Sowohl im achten als auch im neunten Leg ließ „The Machine“ jedoch eine Chance aus, um den so wichtigen vorletzten Schritt zu gehen. Price stellte zunächst wiederum Parität her und glänzte danach mit einem enorm wichtigen 105er-Highfinish. Nichtsdestotrotz sah alles danach aus, als würde Wade für den Showdown im Entscheidungsleg sorgen. Er schaffte es allerdings nicht, drei Chancen hierfür zu verwerten. Price hatte selbst nur noch 82 Restpunkte übrig, erwischte das Single-Bull und die große 17 und versenkte seinen ersten Matchdart mitten in der Doppel-20. Der am heutigen Abend alles überragende Spieler hatte seine Leistungen somit mit dem Turniersieg gekrönt.

Gerwyn Price 6:4 James Wade
105,32 Average 99,91
5 180s 1
141 High Finish 120
2 100+ Checkouts 2
6/13 Finishing 4/14

Der ausführlich dargestellte Tagessieg bringt Price bis auf Rang zwei der Tabelle, ganz oben steht nach wie vor Clayton. Auf den Plätzen drei bis fünf folgen Wright, Wade und van Gerwen, Cullen ist durch seine Niederlage auf den sechsten Rang abgerutscht. Anderson ist Siebter, hinter ihm liegt nur noch der punktlose Smith. Da der ursprünglich für nächste Woche vorgesehene Spieltag in Berlin bereits vor einiger Zeit abgesagt worden ist, legt die Premier League in der nächsten Woche eine Pause ein. Weiter geht es am Donnerstag, den 3. März, mit dem in Exeter stattfindenden vierten Spieltag.

Premier League Darts


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