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Price hält den Playoff-Kampf mit seinem Tagessieg offen

Der 14. Spieltag der Premier League of Darts in Sheffield fand ohne James Wade statt. Der aktuelle Tabellendritte musste krankheitsbedingt absagen, sodass sein eingeplanter Gegner Joe Cullen ohne eigenes Zutun zwei Punkte sicher hatte. Sportlich ausgetragen wurden dementsprechend nur noch drei Viertelfinalduelle: Gary Anderson traf auf Gerwyn Price, Michael van Gerwen spielte gegen Peter Wright und der als einziger schon sicher für die Playoffs qualifizierte Jonny Clayton bekam es mit Michael Smith zu tun.

Anderson kassiert elftes Erstrundenaus – Wright weiterhin außer Form

Eröffnet wurde der drittletzte reguläre Spieltag der Premier League 2022 von Gerwyn Price und Gary Anderson. Price erwischte den deutlich besseren Start und entschied die ersten drei Legs ausnahmslos für sich, wobei der 12-Darter zum 3:0 eine Hervorhebung verdient. Erst als Price drei Doppelfelder verfehlt hatte, bot seinem Gegner die erste Möglichkeit. Diese konnte Anderson wahrnehmen, ein 128er-Bullfinish brachte ihm den ersten Leggewinn ein. Der „Flying Scotsman“ legte einen 14-Darter hinterher, den drohenden Ausgleich verhinderte Price jedoch mit einem eigenen 113er-Checkout. Per 13-Darter verkürzte Anderson anschließend erneut, auch diesmal lieferte der „Iceman“ mit einem starken 11-Darter jedoch die passende Antwort. Wie zuvor auch kam Anderson anschließend wieder heran, bei eigenem Anwurf ließ sich Price den Sieg aber nicht mehr nehmen. Der Waliser jagte den zweiten Matchdart in die Doppel-18 und freute sich über den wichtigen 6:4-Erfolg.

Gerwyn Price 6:4 Gary Anderson
100,26 Average 94,80
1 180s 3
113 High Finish 128
1 100+ Checkouts 1
6/16 Finishing 4/5

Sechs Punkte auf Jonny Clayton muss Michael van Gerwen an den letzten drei Spieltagen aufholen, um die reguläre Saison auf dem ersten Rang zu beenden. Mit einem Erfolg über Peter Wright würde der Niederländer den Tabellenführer unter Druck setzen. Van Gerwen setzte mit einem 14-Darter den Startschuss, dem Weltranglistenersten genügte im darauffolgenden Leg ein Wurf weniger zum ersten Leggewinn. Nachdem van Gerwen wieder vorgelegt hatte, sorgte er mit einem brillanten 10-Darter für das erste Break der Partie. Im weiteren Verlauf des Spiels zog „Mighty Mike“ weiter einsam seine Kreise: nach einem 15- und einem 13-Darter fehlte ihm nur noch ein Leggewinn zum Weiterkommen. Vor allem aufgrund seines schwachen Scorings hatte Wright dem nichts entgegenzusetzen, nach dem von ihm gewonnenen zweiten Durchgang erhielt der Schotte keinen einzigen weiteren Versuch mehr auf Doppel. Das eindeutige 6:1 machte van Gerwen schließlich mit dem erfolgreichen ersten Matchdart auf Tops offiziell.

M. van Gerwen 6:1 Peter Wright
103,18 Average 90,93
2 180s 1
56 High Finish 20
0 100+ Checkouts 0
6/13 Finishing 1/2

Smith überlebt sieben Matchdarts und schlägt den Spitzenreiter

An den letzten beiden Tagen tankte Michael Smith ordentlich Selbstvertrauen: der in der Premier League schwächelnde Engländer siegte bei den Players Championship-Turnieren 14 und 15. Daran wollte er nun gegen Spitzenreiter Jonny Clayton anknüpfen. Mit einem 13-Darter setzte Smith eine erste Duftmarke, die „The Ferret“ mit gleich drei hohen Checkouts hintereinander beantwortete: 102, 100 und 110 Punkte brachte Clayton binnen weniger Minuten jeweils auf Null. Weil er einen 13-Darter hinterherlegte, hatte sich der Titelverteidiger einen komfortablen Vorsprung von 4:1 erarbeitet. Mit einem Treffer in der Doppel-1 beendete Smith anschließend seine Durststrecke, doch Clayton schlug mit einem starken 11-Darter umgehend zurück und stand jetzt ganz kurz vor der Ziellinie. Den finalen Schritt konnte der Waliser allerdings nicht gehen: im achten Durchgang vergab er gleich fünf Matchdarts, wenige Aufnahmen später scheiterte er knapp an 140 Restpunkten. Smith hatte dadurch bis auf 4:5 aufgeholt, überlebte wenig später auch den siebten Matchdart und brachte die Partie ins Entscheidungsleg. Obwohl er mit einem Maximum gestartet war, schaffte es Clayton erneut nicht, den Deckel draufzumachen. Der „Bully Boy“ zeigte dagegen Nerven aus Stahl, versenkte seinen einzigen Matchdart in der Doppel-8 und hatte die Partie trotz des 2:5-Rückstands noch für sich entschieden.

Michael Smith 6:5 Jonny Clayton
95,67 Average 96,53
4 180s 3
96 High Finish 110
0 100+ Checkouts 3
6/13 Finishing 5/13

Cullen holt nach dem Freilos keine weiteren Punkte

In Halbfinale Nummer eins trafen Joe Cullen und Gerwyn Price aufeinander. Für beide ging es darum, die Niederlage von Peter Wright auszunutzen und den Rückstand auf den vierten Rang zu verringern. Der Weltranglistenzweite vergab im Eröffnungsleg einen Breakdart und holte sich sein erstes Leg erst kurz darauf mit einem 82er-Checkout. Nachdem beide Spieler danach je einen 14-Darter gezeigt hatten, leistete sich Cullen drei Fehlwürfe auf die Doppelfelder. Price war mit einem 111er-Highfinish zur Stelle und bestätigte das auf diese Weise erzielte Break, um seinen Vorsprung auf 4:2 auszubauen. Durch ein unter großem Druck zustande gekommenes 124er-Checkout auf dem Bullseye verkürzte der „Rockstar“, Price antwortete jedoch sofort mit einem 72er-Finish. Der darauffolgende 13-Darter brachte das Match schließlich zum Abschluss. Price siegte mit 6:3 und erreichte erst zum zweiten Mal in dieser Saison das Endspiel eines Mini-Turniers.

Gerwyn Price 6:3 Joe Cullen
100,82 Average 90,69
4 180s 1
111 High Finish 124
1 100+ Checkouts 1
6/10 Finishing 3/7

Sein Finalgegner wurde in der daran anschließenden Partie zwischen Michael van Gerwen und Michael Smith ermittelt. Der Letztgenannte feuerte im ersten Durchgang drei Breakdarts über seine favorisierte Doppel-20, erlebte abgesehen davon aber einen positiven Start. Dem schnellen 1:1-Ausgleich folgte ein 80er-Checkout sowie ein 13-Darter. Da sein Konkurrent drei Chancen auf der doppelten 16 ausgelassen hatte, konnte Smith seinen Vorsprung durch ein 72er-Finish sogar auf 4:1 vergrößern. Danach fand jedoch van Gerwen besser in das Duell hinein. Nachdem er bereits bis auf ein Leg an den Engländer herangerückt war, profitierte van Gerwen davon, dass sein Gegner drei Möglichkeiten zur potenziellen Vorentscheidung in den Sand gesetzt hatte. „Mighty Mike“ gab sich seinerseits keine Blöße und glich folglich zum 4:4 aus, ehe er per 13-Darter sogar noch ein viertes Leg nacheinander einsammelte. Gerade rechtzeitig bekam Smith wieder einen Fuß in die Tür, mit einem ebenso starken wie notwendigen 12-Darter forcierte er das entscheidende elfte Leg. Dort positionierte sich Smith nach zwölf Darts bei 40 Restpunkten, kam aber nicht mehr zum Zuge. Der anwerfende van Gerwen verwandelte den zweiten Matchdart in der Doppel-8 und jubelte über den knappen 6:5-Sieg.

M. van Gerwen 6:5 Michael Smith
95,15 Average 94,59
1 180s 4
77 High Finish 96
0 100+ Checkouts 0
6/12 Finishing 5/16

Price entscheidet auch sein zweites Endspiel für sich

Im Endspiel des 14. Spieltags trafen also Gerwyn Price und Michael van Gerwen aufeinander. Während der bereits sicher für die Playoffs qualifizierte Niederländer noch näher an die Tabellenführung rücken wollte, benötigte der Waliser für seine Playoff-Hoffnungen dringend noch zwei weitere Punkte. Den besseren Auftakt verbuchte van Gerwen, die ersten beiden Legs wanderten auf sein Konto. Aufgrund eines Fehlwurfes auf die Doppel-20 ermöglichte van Gerwen seinem Kontrahenten den ersten Leggewinn, mit einem starken 12-Darter stellte er den vorherigen Abstand jedoch sofort wieder her. Nachdem die darauffolgenden drei Legs jeweils vom anwerfenden Spieler gewonnen worden waren – Price lag zu diesem Zeitpunkt mit 3:4 in Rückstand – unterlief „Mighty Mike“ ein folgenschwerer Fehler: er setzte vier Darts außen an der Doppel-12 vorbei. Price bedankte sich auf der doppelten 2 und sorgte für eine spannende Schlussphase. Im neunten Durchgang scheiterte van Gerwen denkbar knapp an 170 Restpunkten, sodass er nun sogar einen Rückstand akzeptieren musste. Wenig später stand van Gerwen mit dem Rücken zur Wand: er musste zwingend 95 Zähler löschen, weil Price bereits bei 24 Punken Rest lauerte. Der Weltranglistendritte zeigte seine ganze Klasse, traf nach der Single-19 zweimal die Doppel-19 und sorgte für das Entscheidungsleg. Dort nutzte Price den Vorteil des Anwerfens souverän aus. Er benötigte lediglich 14 Würfe, um von sich von 501 auf 0 Punkte herunterzuspielen. Gerwyn Price entschied das Finale von Sheffield mit 6:5 für sich, holte sich dadurch enorm wichtige fünf Punkte für die Tabelle und hat nun wieder berechtigte Hoffnungen auf die Playoffs.

Gerwyn Price 6:5 M. van Gerwen
94,46 Average 98,37
1 180s 2
76 High Finish 95
0 100+ Checkouts 0
6/11 Finishing 5/14

Die bereits sicher für Berlin qualifizierten Clayton und van Gerwen machen die Tabellenführung unter sich aus, aktuell hat Clayton noch drei Punkte Vorsprung. Auch dem drittplatzierten Wade wird die Playoff-Teilnahme sportlich kaum noch zu nehmen sein, dahinter geht es deutlich spannender zu. Wright, der weiterhin den vierten Platz belegt, hat nur noch zwei Punkte Vorsprung auf den heute siegreichen Price, bei wiederum nur einem Zähler weniger ist auch Cullen noch im Rennen. Smith verbleibt auf dem siebten Rang, Anderson hat nun auch mathematisch keine Chance mehr auf das Erreichen der Playoffs. Der 15. und gleichzeitig vorletzte Spieltag der regulären Saison findet am nächsten Donnerstag in der O2-Arena von London statt.

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