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Das Warten hat ein Ende: Wade holt seinen ersten Tagessieg

Jeweils drei Viertelfinal-Pleiten nacheinander brachten Gerwyn Price, Michael Smith und Gary Anderson unter Zugzwang. Sie befanden sich aktuell auf den drei letzten Tabellenplätzen und mussten aufpassen, den Anschluss an das restliche Teilnehmerfeld nicht zu verlieren. Am zehnten Spieltag der Premier League of Darts 2022 in Manchester legte Gerwyn Price gegen Peter Wright los, wobei ein neuer Walk-On-Song den Waliser zusätzlich motivieren sollte. Danach bekam es Gary Anderson mit James Wade zu tun, ehe Michael van Gerwen als Nummer eins der Tabelle auf die Nummer zwei, Jonny Clayton, traf. Das letzte Halbfinalticket wurde abschließend zwischen Michael Smith und Joe Cullen ausgefochten.

Price erringt zwei wichtige Punkte – nächster Rückschlag für Anderson

Mit dem Duell der beiden in der Weltrangliste am höchsten platzierten Dartspieler wurde der zehnte Spieltag eröffnet. Vor dem eingangs dargestellten Hintergrund stand Gerwyn Price stärker unter Druck als Peter Wright. Mit 14 Darts ging das erste Leg des Abends an Wright, doch Price zeigte mit starken Checkouts in Höhe von 90 sowie 157 Punkten ebenfalls früh seinen Können. Durch ein 92er-Checkout über 20 und zweimal Doppel-18 holte sich „Snakebite“ zwar das direkte Rebreak, kurz darauf setzte er jedoch vier Chancen in den Sand. Der Waliser bedankte sich auf der doppelten 6 und baute seinen Vorsprung anschließend durch ein souveränes 76er-Finish aus. Vom 2:4-Rückstand ließ sich Wright nicht verunsichern. Er benötigte nur wenige Minuten, um wieder zum Ausgleich zu kommen. Nun gelang es Price allerdings, einen Gang höherzuschalten. Der „Iceman“ produzierte mit einem 12-Darter das wichtige Break und überquerte kurz darauf mit einem 97er-Finish die Ziellinie. Mit dem 6:4-Erfolg beendete Price seine Durststrecke und erreichte als erster Spieler das heutige Halbfinale.

Gerwyn Price 6:4 Peter Wright
97,01 Average 93,98
2 180s 5
157 High Finish 92
1 100+ Checkouts 0
6/14 Finishing 4/13

Nachdem er den letzten Spieltag corona-bedingt verpasst hatte, war Gary Anderson heute wieder am Start. Der Tabellenletzte war zunächst gegen James Wade gefordert, der seinerseits zuletzt zweimal nacheinander ins Finale vorgerückt war. Die ersten beiden Legs der Begegnung wurden gegen den Anwurf gewonnen, beiden Profis genügten hierfür 14 Darts. Durch einen starken 11-Darter legte Wade wenig später wieder vor, ehe „The Machine“ mit einem 14-Darter als erster Spieler das eigene Anwurfleg verteidigte. Mit einem perfekt ausgeführten 87er-Checkout verkürzte Anderson sofort. Der Schotte vergab jedoch wenig später einen Breakdart, um auszugleichen. Dagegen blieb Wade auf der Doppel-20 fehlerfrei, mit dem 4:2 hatte er den Sieg zumindest schon in Sichtweite. Durch ein 90er-Finish ging Wade im Anschluss daran den vorletzten Schritt, den klaren 6:2-Erfolg besiegelte er mit dem in der Doppel-10 verwandelten vierten Matchdart.

James Wade 6:2 Gary Anderson
100,10 Average 94,07
2 180s 2
90 High Finish 87
0 100+ Checkouts 0
6/11 Finishing 2/4

Clayton gewinnt Weltklasse-Match – neuer Tiefpunkt für Smith

Michael van Gerwen (drei) und Jonny Clayton (zwei) sind die bislang einzigen beiden Teilnehmer, die mehr als einen Tagessieg einfahren konnten. Daher überrascht es nicht, dass diese zwei auch die ersten beiden Tabellenplätze einnehmen. In Manchester trafen der Niederländer und der Waliser bereits in der ersten Runde aufeinander. Den besseren Start erlebte Clayton, der dem 13-Darter zum Auftakt ein 110er-Highfinish folgen ließ. Auf beeindruckende Art und Weise meldete sich danach van Gerwen zu Wort: jeweils unter Druck stehend brachte er sowohl 152 als auch 131 Punkte auf Null. Weil er einen 13-Darter hinterher gelegt hatte, übernahm „Mighty Mike“ mit dem 3:2 die Führung. Urplötzlich setzte van Gerwen jedoch drei Darts am äußeren Ring vorbei. Clayton nutzte dieses Missgeschick zu seinen Gunsten und beendete die Serie des Gegners. Diesen Rückschlag machte van Gerwen durch ein 112er-Checkout schnell vergessen, „The Ferret“ checkte wenig später problemlos 96 Zähler und hielt die Partie dadurch offen. Wie zuvor auch, legte van Gerwen nun wieder vor, ein 164er-Checkout zum Matchgewinn verpasste der fünfmalige Premier League-Sieger jedoch denkbar knapp. Stattdessen erzwang Clayton mit einem 80er-Finish den Decider. Nachdem van Gerwen dort auch den zweiten Matchdart ausgelassen hatte, jagte Clayton seinen Pfeil mitten in die Doppel-16. Jonny Clayton entschied eine Partie auf allerhöchstem Niveau knapp für sich, er warf im Schnitt 109,1 Punkte pro Aufnahme und traf die Doppelfelder mit einer Erfolgsquote von zwei Dritteln.

Jonny Clayton 6:5 M. van Gerwen
109,10 Average 105,14
3 180s 2
110 High Finish 152
1 100+ Checkouts 3
6/9 Finishing 5/13

Im vierten und letzten Viertelfinale standen sich Michael Smith und Joe Cullen gegenüber. Mit 13 Würfen schnappte sich Cullen frühestmöglich ein Break, ehe er einen Breakdart gegen sich unbeschadet überstand und auf 2:0 erhöhte. Dagegen unterliefen Smith im darauffolgenden Leg drei weitere Patzer. Der „Bully Boy“ fand überhaupt keinen Zugriff auf diese Partie, musste sich kurz darauf ein 93er-Checkout seines Konkurrenten anschauen und befand sich mittlerweile mit 0:4 im Hintertreffen. Der Albtraum nahm für Smith scheinbar kein Ende: aufgrund von gleich sieben eigenen Fehlwürfen verlor er auch Leg Nummer fünf. Der Vizeweltmeister schaffte es jedoch, den drohenden Whitewash abzuwenden. Seinem ersten Erfolgserlebnis ließ er sogar einen starken 11-Darter folgen. Danach nahm das kurze Aufbäumen jedoch ein Ende. Cullen löschte 125 Restpunkte und vollendete damit den deutlichen 6:2-Sieg.

Joe Cullen 6:2 Michael Smith
94,38 Average 89,65
3 180s 2
125 High Finish 87
1 100+ Checkouts 0
6/9 Finishing 2/14

Klare Angelegenheiten im Halbfinale

Das Aufeinandertreffen von Gerwyn Price und James Wade stellte den Auftakt der Vorschlussrunde dar. Der Letztgenannte legte mit einem 14-Darter los. Dabei handelte es sich um ein schnelles Break, welches der Engländer mit einem 117er-Highfinish bestätigte. Danach gelang Wade ein echtes Highlight: als sein Gegner bereits bei 40 Restpunkten wartete, machte „The Machine“ 161 Zähler aus. Weil Price wenig später zwei Chancen zum direkten Rebreak ausgelassen hatte, konnte Wade seinen Vorsprung auf 4:0 vergrößern. Im Anschluss hatte das Warten des Walisers ein Ende, ein Treffer in der doppelten 5 brachte ihm das erste Erfolgserlebnis ein. Mithilfe eines 102er-Highfinishes stellte Wade sofort den alten Abstand wieder her. Zudem fehlte ihm nur noch ein einziges Leg zum Weiterkommen. Ein 14-Darter brachte Price zwar seinen zweiten Leggewinn ein, an ein Comeback war hier aber nicht zu denken. Wade brachte seinen vierten Matchdart in der Doppel-5 unter und machte das Endergebnis von 6:2 amtlich.

James Wade 6:2 Gerwyn Price
93,00 Average 90,49
1 180s 1
161 High Finish 76
3 100+ Checkouts 0
6/11 Finishing 2/5

Auch im zweiten Halbfinale kam es zu einem walisisch-englischen Duell. In diesem Fall trafen Jonny Clayton und Joe Cullen aufeinander. Nach einem ausgeglichenen Start erarbeitete sich Cullen den ersten Vorteil. Das im dritten Durchgang erzielte Break bestätigte der „Rockstar“ mit einem 14-Darter. Wenig später bestrafte Cullen zwei gegnerische Fehler und entschied noch ein viertes Leg nacheinander zu seinen Gunsten. Diese Serie stoppte der Titelverteidiger mit zwei 13-Dartern nacheinander; auf diese Weise reduzierte er seinen Rückstand auf 3:4. Clayton erhielt sogar einen Versuch zum Ausgleich, warf aber relativ deutlich am Bullseye vorbei. Dieser kleine Fehler kam Clayton letztlich teuer zu stehen. Cullen erwischte Augenblicke später die Doppel-14 und stand unmittelbar vor dem Finaleinzug. Den 6:3-Sieg machte der Engländer nur wenige Aufnahmen später mit einem 117er-Checkout offiziell.

Joe Cullen 6:3 Jonny Clayton
94,99 Average 101,76
3 180s 3
117 High Finish 40
1 100+ Checkouts 0
6/10 Finishing 3/8

Das jetzt unmittelbar bevorstehende Endspiel war für James Wade das dritte nacheinander und insgesamt das vierte in der laufenden Premier League-Saison. Siegreich gestalten konnte „The Machine“ seine ersten drei Versuche allerdings nicht, nun sollte es gegen Joe Cullen im vierten Anlauf endlich mit dem Tagessieg klappen. Bereits im Auftaktleg gab es ein Break zu verzeichnen, Cullen war mit einem 14-Darter zur Stelle. Er legte mit einem 107er-Highfinish nach, ehe Wade per 13-Darter auf 1:2 herankam. Aufbauend auf diesem Leggewinn blieb Wade am Drücker, durch zwei 14-Darter nacheinander übernahm er erstmals die Führung. Mit sieben perfekten Darts, die in einen eigenen 14-Darter mündeten, ging Cullen im Anschluss daran dazwischen und glich zum 3:3 aus. Auf einem sehr ähnlichen Niveau spielten sich auch die beiden darauffolgenden Legs ab: Wade legte mit 13 Würfen wiederum vor, Cullen benötigte für die direkte Antwort nur einen Dart mehr. Auch im weiteren Verlauf konnte sich keiner der Finalisten entscheidend absetzen, sodass ein von Wade begonnenes Entscheidungsleg unumgänglich war. Dort schaffte es James Wade, den letzten Schritt zu gehen. Er versenkte seinen ersten Matchdart in der Doppel-20 und entschied am zehnten Spieltag erstmals ein Mini-Turnier für sich.

James Wade 6:5 Joe Cullen
105,48 Average 96,93
1 180s 3
68 High Finish 107
0 100+ Checkouts 1
6/9 Finishing 5/11

Durch die heute errungenen fünf Punkte rückt Wade auf Rang drei der Tabelle, punktgleich mit dem jetzt hinter ihm liegenden Wright. Von ganz oben grüßt weiterhin van Gerwen, Clayton hat den Rückstand zu ihm aber wieder verringert. Cullen hat als Fünfter die Play Off-Ränge weiterhin in Reichweite, auch Price darf noch nicht abgeschrieben werden. Schwierig sieht die Situation jedoch für Smith und Anderson aus, die bereits einen sehr deutlichen Rückstand zu den Top-4 aufweisen. Am kommenden Donnerstag darf sich Anderson auf ein Heimspiel freuen, der elfte Spieltag wird in Aberdeen ausgetragen werden.

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