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Clayton bezwingt van Gerwen deutlich

Schon vor der traditionellen Judgement Night am neunten Spieltag stand fest, wer die Premier League verlassen musste. Getroffen hat es in diesem Jahr Rob Cross und Glen Durrant, die am heutigen Donnerstag ihr Abschiedsspiel gegeneinander bestritten. Für alle anderen acht Teilnehmer ging es in den nachfolgenden Partien wie gewohnt um wichtige Punkte: Jonny Clayton forderte Michael van Gerwen heraus, Nathan Aspinall spielte gegen Gary Anderson, José de Sousa traf auf Peter Wright und Dimitri Van den Bergh bekam es mit James Wade zu tun.

Durrant beendet seine Horrorsaison ohne einen einzigen Punkt

Für Rob Cross endete die Premier League-Reise wie im letzten Jahr auch nach dem neunten Spieltag. Noch schlechter lief die Saison nur für Glen Durrant, der bislang alle acht Partien verlor. Heute ging es für beide nur noch darum, sich erhobenen Hauptes aus Milton Keynes zu verabschieden.

„Voltage“ sicherte sich auf der Doppel-18 im allerersten Leg ein frühes Break, verfehlte ebenjenes Doppelfeld jedoch kurz darauf für ein 150er-Finish. Nur Sekunden später durfte er sich anschauen, wie Durrant zur Bestrafung 110 Punkte löschte. Im Anschluss daran übernahm „Duzza“ die Führung, verpasste aber eine Chance auf Tops, um diese auszubauen. Nachdem sich Durrant im fünften Leg wieder in Front gebracht hatte, zeigte Cross aus heiterem Himmel einen brillanten 10-Darter und glich wiederum zum 3:3 aus. Begünstigt durch zwei gegnerische Fehler holte sich Cross auch das nächste Leg, der Titelverteidiger kam allerdings zum sofortigen Rebreak. Cross schüttelte sich nach dem Ausgleich nur kurz, gewann die beiden darauffolgenden Durchgänge mit 15 und 16 Darts und hatte das Unentschieden sicher. Da die ersten beiden Matchdarts des Ex-Weltmeisters unterhalb der Doppel-19 gelandet waren, forcierte Durrant das finale zwölfte Leg. Dort lief bei ihm allerdings nichts mehr zusammen, sodass Durrant die Saison als erster Spieler in der Premier League-Geschichte ohne einen einzigen Punktgewinn beendete. Dagegen verwandelte Cross den vierten Matchdart in der Doppel-8 und verabschiedete sich mit einem 7:5-Sieg.

Rob Cross 7:5 Glen Durrant
91,36 Average 85,19
3 180s 0
77 High Finish 110
0 100+ Checkouts 1
7/18 Finishing 5/11

Nach dem fünften Spieltag hatte Jonny Clayton die Tabellenführung innegehabt, drei sieglose Spiele später befand sich der Waliser nur auf Platz acht. Diesen Negativtrend wollte er heute umkehren, was Michael van Gerwen auf der anderen Seite unbedingt zu verhindern versuchte. „The Ferret“ hatte das Auftaktleg dank eines 72er-Checkouts bereits gewonnen, als er von vier Fehlwürfen des Niederländers profitierte. Weil Clayton mit einem starken 11-Darter nachlegte, baute er seinen Vorsprung auf 3:0 aus. Auch vom ersten Erfolgserlebnis des Weltranglistenzweiten ließ sich Clayton nicht stören, durch einen 14-Darter stellte er den alten Abstand sofort wieder her.

Den ersten richtigen Dämpfer musste Clayton erst im sechsten Durchgang hinnehmen: er scheiterte selbst um Haaresbreite an 170 Restpunkten und wurde Augenblicke später Zeuge davon, wie van Gerwen 129 Punkte auf Null brachte. Der Waliser zeigte allerdings eine herausragende Reaktion darauf, entschied die nächsten beiden Legs mit 12 und 14 Darts für sich und hatte durch das 6:2 den ersten Punkt in der Tasche. Weil er die ersten beiden Matchdarts überlebt hatte, sicherte sich van Gerwen per 74er-Finish noch ein drittes Leg. Alles in allem kam von „Mighty Mike“ am heutigen Tag allerdings viel zu wenig, sodass es bei einer Ergebniskosmetik blieb. Clayton nutzte schlussendlich seinen fünften Matchdart und besiegelte den vollkommen verdienten 7:3-Erfolg.

Jonny Clayton 7:3 M. van Gerwen
100,25 Average 91,01
5 180s 2
104 High Finish 129
1 100+ Checkouts 1
7/18 Finishing 3/9

Der nächste Erfolg bringt Aspinall die Tabellenführung ein

Der seit sechs Spielen ungeschlagene Nathan Aspinall wollte seine Serie im Duell mit Gary Anderson am Leben erhalten. Der Engländer eröffnete die Begegnung mit einem 13-Darter, auch Anderson verteidigte sein erstes Anwurfleg problemlos. Danach nahm jedoch Aspinall die Zügel in die Hand. Unter anderem mit einem 14- und einem 11-Darter sicherte er sich drei Legs in Serie.

Anderson wurde bis hierhin von seinem Scoring im Stich gelassen und erarbeitete sich kaum Möglichkeiten. Als er dann im sechsten Durchgang doch zwei Chancen auf Doppelfelder erhielt, nutzte er sie nicht. Dementsprechend kam Aspinall durch ein weiteres Break zum 5:1, welches er mit einem 13-Darter mühelos bestätigte. Kurz vor der drohenden Niederlage konnte der „Flying Scotsman“ immerhin noch ein Leg auf seine Seite bringen, an den Machtverhältnissen in dieser Partie änderte das aber nichts mehr. Das letzte Wort wurde von Aspinall gesprochen, der den 7:2-Sieg mithilfe eines 102er-Checkouts vollendete. Der Average von über 102 Punkten und die Doppelquote von gut 60 Prozent zeugen von einer hervorragenden Leistung des Engländers.

Nathan Aspinall 7:2 Gary Anderson
102,45 Average 88,35
3 180s 1
102 High Finish 40
1 100+ Checkouts 0
7/11 Finishing 2/6

De Sousa und Wade holen aus dem Rückstand heraus ein Remis

Danach durften José de Sousa und Peter Wright die Bühne der Marshall Arena betreten. Auch aufgrund eines überstandenen Breakdarts gegen sich brachte de Sousa das erste Leg auf seine Seite, wenige Minuten später scheiterte er knapp an 140 Punkten und verpasste damit selbst das Break. Dieses gelang stattdessen Wright, der durch einen 12-Darter mit 2:1 in Führung ging. Trotz einiger Schwierigkeiten auf die Doppelfelder legte der Weltranglistendritte erfolgreich nach. Wright schien jetzt in Fahrt gekommen zu sein und startete mit sechs perfekten Darts ins fünfte Leg. Trotz der zwei 180er produzierte „Snakebite“ in dieser Situation kein Break. De Sousa verkürzte stattdessen auf der Doppel-8 auf 2:3 aus seiner Sicht.

Mit dem darauffolgenden 13-Darter sorgte „The Special One“ für das zwischenzeitliche Unentschieden. Beinahe hätte de Sousa noch ein drittes Leg nacheinander eingesammelt, er warf allerdings zweimal an der doppelten 8 vorbei. Wright kannte in diesem Moment keine Gnade und brachte im direkten Gegenzug 139 Punkte auf Null. Lange durfte sich der Schotte über dieses sehenswerte Checkout allerdings nicht freuen, weil er im achten Durchgang gleich dreimal die Doppel-10 verfehlte. Den erneuten Ausgleich schüttelte Wright allerdings schnell ab, mit 15 und 17 Würfen machte er den Punktgewinn vorzeitig klar. Auf der anderen Seite gab de Sousa die Partie noch nicht verloren: er antwortete mit einem 14-Darter und erzwang das finale zwölfte Leg. Dort zeigte der Portugiese gegen den Anwurf sein ganzes Können. Er erzeugte sechs perfekte Darts und war letztlich nach nur elf Würfen bei Null angelangt. Damit war das 6:6 und die Punkteteilung amtlich.

José de Sousa 6:6 Peter Wright
101,23 Average 97,08
7 180s 7
48 High Finish 139
0 100+ Checkouts 1
6/13 Finishing 6/25

Zwei Siege hintereinander hatten gereicht, um James Wade von Position neun auf Position vier zu befördern. Der Weltranglistenvierte benötigte im letzten Spiel des Abends eine weitere starke Leistung, um auch Tabellenführer Dimitri Van den Bergh zu schlagen. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase war es Wade, der per 14-Darter für das erste Break verantwortlich war. Das ließ der „Dreammaker“ nicht lange auf sich sitzen, mit einem 15- sowie einem 12-Darter übernahm er selbst die Führung. Wade antwortete ebenfalls ohne zu Zögern und glich dank eines 129er-Checkouts über Triple-19, Triple-16 und Doppel-12 zum 3:3 aus.

Van den Bergh drückte allerdings weiter aufs Gaspedal und schaltete zu diesem Zeitpunkt sogar noch einen Gang höher. Mit einem starken 12-Darter und einem noch besseren 10-Darter erarbeitete er sich ein kleines Polster, ehe er seinem Gegner den nächsten Nackenschlag verpasste: als „The Machine“ bereits bei 20 Rest wartete, löschte Van den Bergh 160 Zähler zum 6:3. Die Vorentscheidung war das allerdings noch nicht, weil sich Wade seine besten Darts bis zum Schluss aufgehoben hatte. Er verteidigte seinen eigenen Anwurf mit 15 Darts und erzielte im Anschluss daran durch einen 11-Darter das so dringend benötigte Break. Im zwölften und letzten Leg ließ Wade nichts mehr anbrennen. Sein 14. Wurf steckte mitten in der Doppel-10 und brachte ihm aus dem Rückstand heraus einen Punktgewinn ein.

D. Van den Bergh 6:6 James Wade
97,96 Average 102,93
4 180s 4
160 High Finish 129
1 100+ Checkouts 1
6/8 Finishing 6/9

Die Hinrunde der Premier League 2021 ist Vergangenheit. Angeführt wird die Tabelle von Aspinall und Van den Bergh, beide haben mit je 13 Punkten zwei mehr eingefahren als der drittplatzierte van Gerwen. Wade verteidigt Rang vier, Clayton macht durch den heutigen Sieg einen Sprung nach oben und steht ebenfalls bei zehn Punkten. Neun Zähler auf dem Konto weisen de Sousa und Wright auf, Anderson startet als Tabellenachter in die Rückrunde. Cross und Durrant müssen bekanntermaßen die Heimreise antreten. Fortgesetzt wird die Premier League am Mittwoch, den 5. Mai, mit dem zehten Spieltag.

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