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Remis im Klassiker zwischen Anderson und van Gerwen

Wie spannend und eng bislang die Premier League-Saison 2021 ist, wird daran deutlich, dass nach bereits sechs absolvierten Spieltagen zwischen Platz eins und Platz neun lediglich drei Punkte liegen. Auch am siebten Spieltag durfte man sich auf eine Menge Spannung freuen, weil entsprechend der Tabellensituation viele direkte Konkurrenten in richtungsweisenden Spielen aufeinandertrafen. Nach der Eröffnungspartie, in welcher sich José de Sousa keinen Fehltritt gegen Glen Durrant leisten wollte, folgten die Partien zwischen Dimitri Van den Bergh und Rob Cross sowie zwischen Jonny Clayton und Nathan Aspinall. Unmittelbar danach folgte das Match von James Wade und Peter Wright, ehe Gary Anderson und Michael van Gerwen mit ihrem bereits 64. Duell den Abend beendeten.

Siebte Pleite: Durrants Premier League-Aus ist amtlich

Ganz zu Beginn unternahm Titelverteidiger Glen Durrant den nächsten Versuch, den ersehnten ersten Punktgewinn zu erzielen. Sein heutiger Gegner, der zuletzt stark aufspielende José de Sousa, musste sich auf sich selbst konzentrieren und wollte den dritten Sieg in Serie einfahren.

Das erste Leg des Tages entschied „Duzza“ für sich, verpasste wenig später allerdings auch drei Breakmöglichkeiten. Durch ein 105er-Highfinish machte Durrant diesen Fehler schnell wieder vergessen. Auch auf den erneuten Ausgleich reagierte der Engländer stark, erneut brachte er sein eigenes Anwurfleg sicher nach Hause. Zu diesem Zeitpunkt legte de Sousa jedoch einen Zahn zu. Er stellte zunächst mit dem 3:3 wieder Parität her und produzierte daraufhin vor allem dank sieben perfekter Darts das allererste Break. Der Portugiese legte trotz einiger Probleme auf den Doppelfeldern nach und hatte den Sieg bereits in Sichtweite. Durch ein 87er-Finish kam Durrant zwar nochmal heran, dieser vierte Leggewinn blieb allerdings auch sein letzter. Schlussendlich war es ein starker 11-Darter, mit dem de Sousa den 7:4-Erfolg perfekt machte. Für Durrant war diese Niederlage gleichbedeutend mit dem endgültigen Aus nach der Judgement Night.

José de Sousa 7:4 Glen Durrant
96,09 Average 89,32
5 180s 2
61 High Finish 105
0 100+ Checkouts 1
7/17 Finishing 4/8

Van den Bergh mit überzeugender Leistung

Trotz eines ordentlichen Starts in die Saison war die Gefahr für Rob Cross, genau wie im letzten Jahr nach neun Spieltagen auszuscheiden, längst nicht gebannt. Umso wichtiger wäre daher ein Erfolgserlebnis gegen Tabellenführer Dimitri Van den Bergh.

Der Letztgenannte kam dank eines 14-Darters frühestmöglich zum Break, doch „Voltage“ antwortete umgehend mit einem 72er-Finish und übernahm dank des nachfolgenden 13-Darters nach drei absolvierten Legs die Führung. Danach war Van den Bergh wieder an der Reihe, er konterte mit einem starken 11-Darter und machte erfolgreich weiter. Unter anderem mit einem 96er-Finish gewann er noch zwei weitere Legs nacheinander, um sich auf 4:2 abzusetzen. Der Belgier spielte in dieser Phase wie aus einem Guss und erhöhte seinen Vorsprung sogar, als er einen 12-Darter mit einem 124er-Highfinish sowie kurz darauf einen 14-Darter mit einem 89er-Checkout beendete. Dadurch war Van den Bergh der erste Punkt nicht mehr zu nehmen. Seine ersten beiden Matchdarts ließ er im neunten Durchgang aber liegen. Mit dem Rücken zur Wand stehend, rettete sich Cross in diesem Moment mit einem 97er-Finish über 19, Doppel-19 und Tops. Durch den daran anschließenden 11-Darter kam der frühere Weltmeister noch ein Stück näher an seinen Gegner heran, doch dann hatte Van den Bergh genug gesehen. Er löschte abschließend 64 Zähler und entschied eine Partie auf hohem Niveau mit 7:4 für sich.

D. Van den Bergh 7:4 Rob Cross
101,17 Average 99,95
5 180s 5
124 High Finish 97
1 100+ Checkouts 0
7/15 Finishing 4/6

Im dritten Match des siebten Spieltags waren Nathan Aspinall und Jonny Clayton gefordert. Beide wollten heute ihren vierten Saisonsieg feiern.

Der Waliser erlebte den schlechteren Start, setzte seine ersten vier Versuche auf Doppelfelder in den Sand und musste die ersten beiden Legs an den Konkurrenten abgeben. Danach holte sich Clayton auf der Doppel-20 zwar sein erstes Erfolgserlebnis, verpasste nur wenig später allerdings zwei weitere Möglichkeiten und damit auch den Ausgleich. Clayton erholte sich schnell von diesen Patzern und kam durch ein 121er-Bullfinish wieder bis auf ein Leg heran. Den drohenden Ausgleich konnte Aspinall aber verhindern, weil er nur wenige Aufnahmen später nervenstark 124 Punkte auf Null brachte. Auch diesen Rückschlag steckte Clayton schnell wieder weg, er antwortete mit zwei 13-Dartern nacheinander und hatte in diesem Fall tatsächlich für den 4:4-Ausgleich gesorgt. Da die nächsten beiden Legs problemlos vom jeweils anwerfenden Spieler gewonnen worden waren, folgte jetzt eine spannende Schlussphase. „The Asp“ legte erneut vor und erhielt im finalen zwölften Leg die große Chance zum Sieg. Er platzierte jedoch zwei Matchdarts oberhalb der Doppel-20 und konnte nicht mehr verhindern, dass Clayton das 6:6 und die Punkteteilung besiegelte.

Nathan Aspinall 6:6 Jonny Clayton
95,44 Average 99,50
2 180s 1
124 High Finish 121
1 100+ Checkouts 1
6/13 Finishing 6/15

Wade holt nach starker Leistung den wichtigen Sieg

Weiter ging es im Anschluss daran mit dem Aufeinandertreffen von James Wade und Peter Wright. „The Machine“ zeigte schon früh in der Partie sein Können und erzielte dank des 100er-Checkouts über 20 und zweimal Tops sofort ein Break. Auch der zweite Durchgang ging an Wade, ehe er wenig später einen Breakdart vergab und Wright dessen ersten Leggewinn ermöglichte. Durch ein perfekt ausgeführtes 93er-Finish stellte Wade den alten Abstand umgehend wieder her. Lange hielt der Vorsprung des Engländers allerdings nicht, weil Wright mit 14 und 13 Darts zwei Legs nacheinander gewann und zum 3:3 ausglich.

Mit dem nächsten 14-Darter sammelte „Snakebite“ sogar noch ein drittes Leg hintereinander ein, ehe Wade dieser Serie durch einen eigenen 13-Darter ein Ende setzte. Die Schlüsselszene dieser Begegnung spielte sich im darauffolgenden neunten Durchgang ab: Wright scheiterte knapp an 141 Restpunkten und musste dadurch ein Break gegen sich hinnehmen. Auf der anderen Seite legte Wade einen 13-Darter hinterher und stand kurz vor dem Sieg. Nachdem Wright wenige Minuten später seine letzte Möglichkeit auf der Doppel-20 ausgelassen hatte, ließ sich Wade nicht zweimal bitten – mit dem 96er-Finish machte er den 7:4-Erfolg offiziell. Mit einem Average von fast 106 Punkten und einer Doppelquote von über 60 Prozent lieferte der Sieger eine herausragende Leistung ab.

James Wade 7:4 Peter Wright
105,76 Average 98,36
2 180s 2
100 High Finish 76
1 100+ Checkouts 0
7/11 Finishing 4/7

Zum Abschluss des Abends bekamen die Fernsehzuschauer noch einen Klassiker zu sehen. Schon zum 64. Mal duellierten sich Michael van Gerwen und Gary Anderson am Dartboard. Der Niederländer eröffnete die Partie mit einem Maximum, warf wenige Momente später aber zwei Pfeile außen an der Doppel-12 vorbei und kassierte ein frühes Break. Der fünffache Premier League-Sieger antwortete jedoch umgehend in Form eines 14-Darters, überstand anschließend einen Breakdart gegen sich unbeschadet und übernahm die Führung. Mit einem Treffer in der doppelten 10 sorgte Anderson ohne zu Zögern für den 2:2-Ausgleich.

Durch ein 76er-Finish legte „Mighty Mike“ im fünften Leg wieder vor. Anderson hatte zwar erneut die passende Antwort parat, musste in den nächsten Minuten aber dennoch Federn lassen. In den beiden darauffolgenden Durchgängen unterliefen dem Schotten insgesamt sechs Fehlwürfe auf die entsprechenden Doppelfelder, sodass er sich mit einem 3:5-Rückstand konfrontiert sah. Danach zeigte allerdings van Gerwen in einem wichtigen Moment Unsicherheiten, er vergab zwei Chancen zum vorzeitigen Unentschieden und brachte seinen Kontrahenten dadurch zurück ins Spiel. Anderson breakte in dieser Situation mit einem 14-Darter und ließ sich kurz darauf den 5:5-Ausgleich nicht entgehen. Auch die erneute Führung des Weltranglistenzweiten konnte Anderson egalisieren. Nachdem sich van Gerwen bei 124 Restpunkten keinen Matchdart erspielt hatte, blieb Anderson mit 68 Zählern eiskalt und verwertete die einzige Möglichkeit auf der Doppel-20. Dieser erfolgreiche Wurf machte das 6:6-Unentschieden offiziell.

M. van Gerwen 6:6 Gary Anderson
98,25 Average 97,37
2 180s 2
76 High Finish 80
0 100+ Checkouts 0
6/21 Finishing 6/14

Mit dem nächsten starken Auftritt hat Van den Bergh seine Tabellenführung verteidigt, ganz nah an ihm dran sind weiterhin Aspinall und van Gerwen. Erstmals unter den Top-4 befindet sich de Sousa, der genau wie Clayton und Anderson acht Punkte auf der Habenseite hat. Wade konnte durch den heutigen Sieg zwei Plätze gut machen. Wright und Cross belegen derzeit die Positionen acht und neun, Schlusslicht ist und bleibt Durrant. Bevor am Donnerstag die wichtige Judgement Night stattfindet, wird morgen Abend noch der achte Spieltag ausgetragen.

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