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Van den Bergh knöpft Clayton die Tabellenführung ab

Nach über einer Woche Pause mussten die zehn Teilnehmer der Premier League Darts 2021 ab heute wieder ihre Dartpfeile in die Hand nehmen. Beginnend mit dem heutigen Montagabend werden vier Spieltage nacheinander ausgetragen. Mit Blick auf die näher rückende Judgement Night am Donnerstag war natürlich jeder gewonnene Punkt Gold wert. Als Spitzenreiter ging Jonny Clayton in den sechsten Spieltag, er traf im Topspiel auf den Zweitplatzierten Dimitri Van den Bergh. Eröffnet wurde das Spielgeschehen in Milton Keynes zuvor von Gary Anderson und Rob Cross, ehe James Wade und José de Sousa gegeneinander spielten. Darüber hinaus duellierten sich Michael van Gerwen und Glen Durrant sowie Peter Wright und Nathan Aspinall.

Cross vergibt zwei Möglichkeiten zum Punktgewinn

Fünf Punkte aus fünf Spielen – diese Bilanz wiesen Gary Anderson und Rob Cross vor dem heutigen Abend gleichermaßen auf. Nach dem gewonnenen Auftaktleg scheiterte „Voltage“ knapp an einem 119er-Finish, ließ sich davon aber nicht beirren und holte sich die Führung durch einen 12-Darter umgehend wieder zurück. Nachdem Anderson erneut ausgeglichen hatte, profitierte er davon, dass sein englischer Gegner bei 86 Rest mit dem zweiten Dart am 18er-Segment vorbeiwarf. Der „Flying Scotsman“ zeigte in dieser Situation selbst einen 12-Darter und lag nach fünf absolvierten Legs erstmals vorne. Während Anderson dieses Break trotz einiger Schwierigkeiten auf Doppel zum 4:2 bestätigte, warf Cross auf der anderen Seite nur wenig später zweimal am äußeren Ring vorbei. In der Folge zeigte der Weltmeister von 2018 aber eine gute Reaktion, mit einem 14- und einem 13-Darter kam er bis auf 4:5 heran.

Durch ein 101er-Highfinish tütete Anderson im Anschluss daran den ersten Punktgewinn ein, doch Cross antwortete mit einem weiteren 13-Darter und wollte im dadurch herbeigeführten zwölften Leg wenigstens das Unentschieden retten. Doch das misslang ihm letztlich, weil er zwei Pfeile deutlich neben den anvisierten Doppelfeldern platzierte. Im Gegensatz dazu hatte Anderson seine Nerven im Griff, er erwischte seine favorisierte Doppel-20 und brachte den erkämpften 7:5-Erfolg in trockene Tücher.

Gary Anderson 7:5 Rob Cross
94,82 Average 100,54
4 180s 3
101 High Finish 58
1 100+ Checkouts 0
7/18 Finishing 5/13

De Sousa belohnt sich für eine hervorragende Leistung

Mit einem Sieg hatte José de Sousa jetzt die Möglichkeit, in der Tabelle an seinem Gegner James Wade vorbeizuziehen. Beide Akteure erlebten einen erfolgreichen Start in diese Begegnung. Der Portugiese verteidigte sein erstes Anwurfleg mit einem 110er-Highfinish, Wade gelang dies unmittelbar danach seinerseits durch ein 80er-Checkout. Nachdem auch die nächsten beiden Durchgänge gerecht aufgeteilt worden waren, gelang es einem Spieler erstmals, zwei Legs nacheinander für sich entschieden. Dabei handelte es sich um de Sousa, der sich mit einem 14- sowie einem 12-Darter den 4:2-Vorsprung erarbeitete.

„The Machine“ meldete sich unmittelbar zurück und erzielte per 13-Darter das sofortige Rebreak, verfehlte kurz darauf aber die doppelte 12. Diesen Patzer ließ der beim Auschecken heute sehr sichere Portugiese nicht ungestraft, er machte 63 Zähler aus und stellte den alten Abstand gleich wieder her. In diesem Fall konnte de Sousa sogar nachlegen, durch einen starken 11-Darter hatte er das Unentschieden frühzeitig sicher. Unter anderem aufgrund eines überlebten Matchdarts kam Wade nochmals bis auf ein Leg an seinen Gegner heran, im nun folgenden zwölften Durchgang blieb der Engländer aber trotz des eigenen Anwurfs vollkommen chancenlos. Das lag in erster Linie daran, dass de Sousa sich nach neun Darts nur 81 Punkte übriggelassen hatte und für diese Restpunktzahl eine Aufnahme später nur zwei Würfe benötigte. Unterm Strich kamen beide Spieler auf dreistellige Averages, sodass es vor allem die bärenstarke Doppelquote von fast 78 Prozent war, die de Sousa den wichtigen 7:5-Erfolg einbrachte.

José de Sousa 7:5 James Wade
101,91 Average 104,01
5 180s 1
110 High Finish 81
1 100+ Checkouts 0
7/9 Finishing 5/7

Als nächstes folgte das oben angesprochene Topspiel zwischen der Nummer eins und der Nummer zwei der Tabelle. Sowohl Jonny Clayton als auch Dimitri Van den Bergh erlebten bis dato ein hervorragendes Premier League-Debüt und wollten an die Erfolge der letzten Spieltage anknüpfen. Auch in dieser Partie konnten beide Spieler ihr jeweils erstes Anwurfleg zu ihren Gunsten entscheiden. Das erste Break gab es im dritten Leg zu beobachten, als Van den Bergh zwei gegnerische Fehlwürfe ausnutzte. Begründet durch zwei eigene Patzer, kassierte der Belgier zwar das sofortige Rebreak, eroberte seine Führung dank eines starken 11-Darters allerdings auch gleich wieder zurück. Doch „The Ferret“ hatte erneut die passende Antwort parat und glich durch ein 121er-Bullfinish zum 3:3 aus.

Lange hielt die Freude darüber aber nicht an, weil Clayton im siebten Durchgang zwei Chancen ausließ und sich Sekunden später ein 121er-Finish seines Konkurrenten anschauen durfte. Der in dieser Phase sehr stark aufspielende Van den Bergh ließ diesem 12-Darter einen weiteren „Zwölfer“, inklusive 104er-Checkout, folgen. In punkto Scoring bewegte sich Clayton auf Augenhöhe, allerdings unterliefen ihm immer wieder Unsicherheiten auf die Doppelfelder. So patzte er im nächsten Leg gleich vierfach und ermöglichte seinem Gegner mit dem 6:3 den sicheren ersten Punktgewinn. Nachdem Clayton nur wenige Momente später zwei weitere Fehlwürfe unterlaufen waren, war die Partie am Schlusspunkt angekommen. Van den Bergh gab sich auf der Doppel-16 keine Blöße und entschied die Partie klar mit 7:3 für sich.

D. Van den Bergh 7:3 Jonny Clayton
102,32 Average 102,64
5 180s 6
121 High Finish 121
2 100+ Checkouts 1
7/17 Finishing 3/16

Im nächsten Match war die Rollenvorteilung eindeutig: Michael van Gerwen war gegen den vollkommen außer Form befindlichen Titelverteidiger Glen Durrant haushoher Favorit. Beide Spieler taten sich in der Anfangsphase sehr schwer: „Duzza“ gewann das Auftaktleg mit 20 Darts, van Gerwen benötigte wenig später sogar noch einen Wurf mehr zum Leggewinn. Der Weltranglistenzweite schaffte durch den daran anschließenden 15-Darter das erste Break und erhöhte obgleich Problemen auf Doppelfelder auf 3:1. Trotz weiterer Schwierigkeiten entschied der Niederländer auch den darauffolgenden Durchgang für sich, sodass er zu diesem Zeitpunkt mit einem Average von unter 85 Punkten mit 4:1 vorne lag. Der Tiefpunkt dieser Partie folgte im sechsten Leg: obwohl er vier eigene Fehler auf Doppel einstreute, sammelte Durrant sein zweites Leg ein – weil van Gerwen in dieser Situation fünfmal an der Doppel-16 beziehungsweise Doppel-8 vorbeigeworfen hatte.

Danach stieg das Niveau der Begegnung aber spürbar an. Durch ein souveränes 76er-Finish zum Abschluss eines 14-Darters verkürzte Durrant bis auf 3:4, letzten Endes kam beim Engländer allerdings kein weiteres Erfolgserlebnis mehr hinzu. Denn „Mighty Mike“ hatte sich mittlerweile gefangen und einen Gang höhergeschaltet. Mit 13, 15 und 14 Darts holte sich van Gerwen die ihm noch fehlenden drei Legs und machte den 7:3-Erfolg perfekt. Das Ergebnis darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass van Gerwen mit einem Average von nicht einmal 88 Punkten und einer Doppelquote von rund 25 Prozent eine seiner schwächsten Leistungen überhaupt vor TV-Kameras ablieferte.

M. van Gerwen 7:3 Glen Durrant
87,63 Average 84,94
1 180s 0
92 High Finish 76
0 100+ Checkouts 1
7/29 Finishing 3/9

Aspinall zeigt im letzten Match sein ganzes Können

Zu diesem Zeitpunkt fehlte nur noch das Aufeinandertreffen von Nathan Aspinall und Peter Wright. „The Asp“ setzte im allerersten Leg vier Möglichkeiten auf Doppel in den Sand und kassierte frühestmöglich ein Break. Während Wright mit einem 13-Darter souverän nachgelegt hatte, verbuchte Aspinall erst einige Minuten danach durch einen 14-Darter seinen ersten Leggewinn. Anschließend war der Engländer allerdings für das erste Highlight der Partie verantwortlich. Unter Druck checkte er 84 Zähler auf dem Bullseye und verdiente sich damit den 2:2-Ausgleich.

Da „Snakebite“ wenig später denkbar knapp an einem 170er-Checkout gescheitert war, musste er noch ein drittes Leg hintereinander an seinen Gegner abgeben. Diese Negativserie aus der Sicht des Schotten ging erst zu Ende, als er im sechsten Leg 120 Punkte auf Null brachte. Von dieser Aktion blieb Aspinall aber unbeeindruckt. Einem 74er-Finish zum 4:3 aus seiner Sicht legte er einen 14-Darter hinterher. Weil er das in dieser Situation erzielte Break durch einen 13-Darter bestätigte, war die Vorentscheidung gefallen. Schon wenig später verwandelte Aspinall seinen dritten Matchdart in der Doppel-20 und machte damit das 7:3-Endergebnis perfekt. Mit einem Durchschnitt von über 105 Punkten und einer Doppelquote von exakt 50 Prozent überzeugte Aspinall heute auf ganzer Linie.

Nathan Aspinall 7:3 Peter Wright
105,20 Average 98,27
4 180s 1
84 High Finish 120
0 100+ Checkouts 1
7/14 Finishing 3/6

Nach dem sechsten Spieltag ist die Tabellensituation unverändert hochspannend. Ganz oben befindet sich aktuell Van den Bergh, doch Aspinall und van Gerwen auf den Plätzen zwei und drei stehen ebenfalls bei acht Punkten. Den letzten Play-Off-Rang belegt Clayton, der genauso wie Anderson sieben Zähler auf dem Konto hat. Es folgen de Sousa und Wright mit jeweils sechs sowie Cross und Wade mit jeweils fünf Punkten. Komplett abgeschlagen bleibt der weiterhin punktlose Durrant. Auf den siebten Spieltag müssen die Dartsfans nicht lange warten, schon morgen Abend gegen 20 Uhr ist es soweit.

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