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Clayton übernimmt die Tabellenführung

Vier Spieltage nacheinander hatten die zehn Teilnehmer der Premier League 2021 bereits hinter sich gebracht. Nur noch einer folgte am heutigen Freitagabend, ehe die Liga bis zum 19. April eine Pause einlegt. Selbstverständlich gab es auch heute fünf Partien zu sehen, bei denen es wie immer um wichtige Punkte ging. Für die Eröffnung des fünften Spieltags waren Gary Anderson und Jonny Clayton verantwortlich. Im weiteren Verlauf des Abends kam es zu den Duellen zwischen Rob Cross und Peter Wright, Michael van Gerwen und Nathan Aspinall sowie zwischen James Wade und Glen Durrant. Beendet wurde eine ereignisreiche Woche von José de Sousa und Dimitri Van den Bergh.

Wie in der Einleitung dargestellt, wurde der fünfte Premier League-Abend von Jonny Clayton und Gary Anderson eröffnet. Der Waliser kam durch einen 14-Darter frühestmöglich zum Break und entschied per 86er-Finish auch Leg Nummer zwei für sich. Weil Clayton kurz darauf jedoch zwei Fehlwürfe auf Tops eingestreut hatte, sicherte sich sein schottischer Konkurrent das erste Erfolgserlebnis. Die nächsten beiden Legs wurden gerecht aufgeteilt, wobei beiden Akteuren je ein 13-Darter gelang. Seine knappe Führung aufgrund des Breaks im ersten Leg konnte Clayton in dieser Phase des Spiels aufrechterhalten, weil er seine Anwurflegs konsequent verteidigte. Diese Tatsache änderte sich erst, als „The Ferret“ im achten Leg gleich sechsmal außen an der Doppel-18 vorbeiwarf. Anderson bedankte sich mit dem folgerichtigen 4:4-Ausgleich, kassierte allerdings auch das sofortige Rebreak. Clayton, der in dieser Situation einen starken 11-Darter erzielt hatte, legte auf der Doppel-4 nach und ging mit diesem erfolgreichen Wurf den vorletzten Schritt. Schon wenige Minuten später folgte der letzte Schritt, Clayton verwandelte den zweiten Matchdart in der Doppel-16 und feierte mit dem 7:3 den dritten Sieg im fünften Spiel.

Jonny Clayton 7:4 Gary Anderson
99,11 Average 95,54
6 180s 4
86 High Finish 20
0 100+ Checkouts 0
7/22 Finishing 4/14

Wright dreht die Partie auf den letzten Metern

Überraschend gut verliefen die ersten vier Spieltage aus der Sicht von Rob Cross. Der Weltmeister von 2018 scheint seine Formschwäche überwunden zu haben und holte von maximal acht Punkten fünf Stück. Heute wollte er alles dafür tun, um gegen Peter Wright weitere Punkte folgen zu lassen. Den besseren Beginn in dieser Partie konnte Cross für sich reklamieren, er machte 96 und 118 Zähler aus und erspielte sich einen 2:0-Vorsprung. Dank eines 102er-Checkouts sammelte Cross einige Minuten später sein drittes Leg ein. Kurz zuvor hatte Wright auf der Doppel-10 allerdings zwischenzeitlich verkürzt. Insgesamt kam der Schotte jetzt besser in die Partie hinein, zeigte im fünften Durchgang ein 96er-Finish via 20, Doppel-18 und Doppel-20 und sorgte wenig später mit dem 3:3 für Parität. Danach war jedoch wieder „Voltage“ am Drücker. Der Engländer produzierte zunächst das sofortige Rebreak und erarbeitete sich im Anschluss daran durch einen starken 11-Darter wieder einen Vorsprung von zwei Legs. Entschieden war die Begegnung damit aber noch nicht. „Snakebite“ kam erneut bis auf ein Leg heran und profitierte kurz darauf davon, dass Cross zwei enorm wichtige Chancen zu einem sicheren Punktgewinn ausließ. Das gelang stattdessen dann Wright, der einen 11-Darter zeigte und dadurch zum ersten Mal überhaupt in Führung ging. Im finalen zwölften Leg ließ sich Wright den Sieg nicht mehr nehmen, er brachte den zweiten Matchdart in der Doppel-10 unter und gewann das Match aus dem 3:5-Rückstand heraus mit 7:5.

Peter Wright 7:5 Rob Cross
100,94 Average 95,43
5 180s 2
96 High Finish 118
0 100+ Checkouts 2
7/16 Finishing 5/8

Van Gerwen verpasst einen Matchdart und holt nur einen Punkt

Gegen Nathan Aspinall wollte der fünfmalige Titelträger Michael van Gerwen die ganz schwache Performance von gestern Abend vergessen machen. Beide Spieler erwischten einen hervorragenden Start: van Gerwen legte mit einem 100er-Finish via 20 und zweimal Tops los und reagierte auf ein gegnerisches 121er-Checkout mit einem eigenen 148er-Highfinish. Auch vom erneuten Ausgleich ließ sich van Gerwen nicht lange stören, sondern schnappte sich mit 15 und 13 Darts die nächsten beiden Legs und legte sich so ein kleines Polster zu. Doch „The Asp“ war ebenfalls hervorragend unterwegs und kam mit dem Rückstand bestens zurecht. So dauerte es nicht lange, bis Aspinall durch souveräne Checkouts von 96 sowie 82 Punkten zum 4:4-Ausgleich kam. Da die nächsten beiden Legs gerecht zwischen den Kontrahenten aufgeteilt worden waren, ging diese Partie über die maximale Distanz. Mit einem wichtigen Treffer in der Doppel-10 konnte van Gerwen in der Schlussphase vorlegen, vergab im darauffolgenden zwölften Leg allerdings einen Matchdart auf Tops. Dagegen hielt Aspinall seine Nerven Augenblicke später zusammen, nutzte seine einzige Möglichkeit auf der Doppel-20 aus und besiegelte das 6:6-Unentschieden.

M. van Gerwen 6:6 Nathan Aspinall
99,71 Average 105,38
0 180s 3
148 High Finish 121
2 100+ Checkouts 1
6/11 Finishing 6/9

Einige Zeit später ging James Wade als klarer Favorit ins Duell gegen Schlusslicht Glen Durrant. Nach einer ausgeglichenen Startphase verteidigte Wade seinen Anwurf im dritten Leg, ehe er von einem groben Aussetzer bei seinem Gegner profitierte. Durrant hatte sich an 110 Restpunkten versucht und sich dabei überworfen: als sein erster Dart bereits in der Triple-20 gesteckt hatte, jagte er den zweiten Pfeil versehentlich in die Triple-18. „The Machine“ bestrafte dies mit einem 64er-Finish und erhöhte seinen Vorsprung unmittelbar danach per 152er-Highfinish. Erst als Wade im siebten Leg zwei Chancen zum vorzeitigen Punktgewinn in den Sand gesetzt hatte, trat „Duzza“ wieder in Erscheinung. In der Endabrechnung half ihm das aber ebenso wenig weiter wie der Treffer in der Doppel-1 im darauffolgenden Leg. Ohne selbst besonders gut zu spielen, holte sich Wade die beiden ihm noch fehlenden Legs ohne größere Probleme und brachte die Partie mit dem 7:3 zu Ende.

James Wade 7:3 Glen Durrant
95,79 Average 90,91
0 180s 1
135 High Finish 110
3 100+ Checkouts 1
7/13 Finishing 3/11

Erster Sieg für de Sousa, erste Pleite für Van den Bergh

Selbst ein 9-Darter und der eingestellte Rekord für die meisten 180er in einem Premier League-Match reichten José de Sousa gestern nicht aus, um den ersten Sieg einzufahren. Im letzten Spiel des aktuellen Abends bekam es der Portugiese mit Dimitri Van den Bergh zu tun, der seinerseits noch ungeschlagen war. De Sousa legte mit einem 14-Darter gegen den Anwurf vor und ließ sich vom sofortigen Rebreak nicht aus dem Konzept bringen. Mit 15 und 14 Darts entschied er die nächsten beiden Legs ohne größere Schwierigkeiten für sich. Der „Dreammaker“ war noch nicht richtig in dieser Partie angekommen und sah sich jetzt mit einem 1:3-Rückstand konfrontiert. Der nächste Nackenschlag für den Belgier folgte im fünften Leg: er selbst scheiterte knapp an 132 Restpunkten und musste sich Sekunden später ein 106er-Finish seines Konkurrenten ansehen. Auf der anderen Seite legte de Sousa den nächsten 14-Darter hinterher und kam dem Sieg wieder ein Stückchen näher. Ein Leg später patzte er aber dreifach auf Doppelfeldern und hielt seinen Gegner im Spiel. Van den Bergh zeigte im direkten Anschluss daran sieben perfekte Darts, die die Grundlage für einen 12-Darter bildeten. Kurz darauf erhielt der Belgier sogar eine Chance, um bis auf ein Leg an seinen Gegner heranzukommen – der Versuch landete allerdings klar unterhalb der Doppel-20. „The Special One“ holte sich daher mit einem eigenen 13-Darter das Break und sorgte damit für die Vorentscheidung. Mit der klaren Führung im Rücken ließ sich de Sousa jetzt nicht mehr von seinem Weg abbringen, er versenkte seinen zweiten Matchdart in der Doppel-10 und machte den 7:3-Erfolg amtlich.

José de Sousa 7:3 D. Van den Bergh
104,30 Average 98,48
6 180s 4
106 High Finish 41
1 100+ Checkouts 0
7/14 Finishing 3/8

Nach den ersten fünf Spieltagen präsentiert sich die Tabellensituation vom punktlosen Schlusslicht Durrant abgesehen sehr eng. Ganz oben mit sieben eingefahren Punkten steht Clayton, ihm folgen Van den Bergh, Aspinall, van Gerwen und Wright mit nur einem Punkt weniger. Bei fünf Zählern stehen zu diesem Zeitpunkt Cross, Anderson und Wade. Trotz seines heutigen Erfolges bleibt de Sousa Vorletzter, mit jetzt vier Punkten hat er allerdings zum restlichen Feld aufgeschlossen. Der sechste Spieltag findet am Montag, den 19. April, ebenfalls in Milton Keynes statt.

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