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Trotz 9-Darter und 180er-Rekord: de Sousa holt nur ein Remis

Am Donnerstagabend wurde die Premier League of Darts 2021 mit dem vierten Spieltag fortgesetzt. Für die Eröffnung des heutigen Abends waren Tabellenführer Dimitri Van den Bergh und Peter Wright zuständig, ehe Jonny Clayton gegen Rob Cross spielte. Weiter ging es mit dem Duell von José de Sousa und Nathan Aspinall sowie der Begegnung zwischen Michael van Gerwen und James Wade. Zum Abschluss des Tages waren Gary Anderson und Glen Durrant im Einsatz.

Van den Bergh bleibt ungeschlagen – erster Dämpfer für Clayton

Der Whitewash über Glen Durrant hatte Dimitri Van den Bergh gestern Abend auf Tabellenplatz eins gehievt. Um diese Position zu verteidigen, benötigte der Belgier einen Erfolg über den gestern ebenfalls siegreichen Peter Wright. Beide Akteure kamen mit je einem 14-Darter in die Partie hinein, allerdings machte zunächst nur Van den Bergh stark weiter: ihm gelangen sehenswerte Checkouts von 100 und 160 Punkten. „Snakebite“ zeigte anschließend selbst sein Können und ging mit einem 12-Darter, inklusive 121er-Highfinish, dazwischen. Bestätigen konnte er dieses Break aufgrund eines Fehlwurfs auf das Bullseye allerdings nicht, sodass der „Dreammaker“ mit dem 4:2 den alten Abstand wiederherstellte.

In den nächsten Minuten unterliefen Van den Bergh jedoch einige Ungenauigkeiten. So verfehlte er im siebten Leg die Doppel-18 und im achten sogar die Single-18, um einen Wurf aufs Bullseye zu erhalten. Der Weltmeister von 2020 war in beiden Situationen zur Stelle und glich zum 4:4 aus. Seine Führung eroberte Van den Bergh wenig später wieder zurück, warf im nächsten Leg allerdings dreimal am äußeren Ring vorbei und verpasste so die mögliche Vorentscheidung. Wright rettete in dieser Situation seinen Anwurf, vergab danach aber selbst einen ganz wichtigen Dart auf Bullseye zum sicheren Punktgewinn. Diesen Fehlwurf machte Wright jedoch ganz schnell vergessen, er glänzte im finalen zwölften Leg mit einem 12-Darter und machte auf diese Weise das 6:6-Unentschieden offiziell.

D. Van den Bergh 6:6 Peter Wright
101,02 Average 97,46
8 180s 4
160 High Finish 121
2 100+ Checkouts 1
6/14 Finishing 6/13

Unter anderem mit seinem 9-Darter hatte Jonny Clayton gestern einmal mehr gezeigt, warum er der aktuell wohl formstärkste Spieler der Welt ist. Seine Erfolgswelle wollte der aktuelle Tabellendritte gegen Rob Cross weiterreiten. Das erste Leg entschied Clayton für sich, im zweiten warf er deutlich an der Doppel-20 vorbei. Dementsprechend sicherte sich „Voltage“ seinen ersten Leggewinn und schaffte es im Anschluss daran selbst, ein frühes Break zu erzielen. Begünstigt durch drei gegnerische Fehler erhöhte Cross kurz darauf auf 3:1.

Umgekehrt stellte sich die Situation einige Minuten später dar: „The Ferret“ hatte bereits per 14-Darter verkürzt, als er von drei Patzern des Konkurrenten profitierte. Die Freude über den vollbrachten Ausgleich währte bei Clayton allerdings nur kurz, weil er wiederum in den beiden darauffolgenden Legs insgesamt viermal beim Auschecken scheiterte. Alles in allem kam Clayton nicht an seine Leistungen der letzten Tage und Wochen heran, wohingegen Cross die Partie letzten Endes souverän zu Ende brachte. Zunächst sorgte der Weltranglistenfünfte mit einem 89er-Finish für die Vorentscheidung, danach machte er auf seiner favorisierten Doppel-16 den Deckel drauf. Für Clayton bedeutete das 3:7 die erste Niederlage im vierten Premier League-Match.

Rob Cross 7:3 Jonny Clayton
97,01 Average 95,98
2 180s 4
89 High Finish 25
0 100+ Checkouts 0
7/20 Finishing 3/16

Danach wollte José de Sousa im Duell mit Nathan Aspinall den ersten Sieg seiner Premier League-Karriere feiern. Der Portugiese legte mit sechs perfekten Darts los, hatte einige Augenblicke später allerdings sowohl Schwierigkeiten mit dem Rechnen als auch mit den Doppelfeldern und kassierte ein unnötiges Break. Davon ließ sich de Sousa aber überhaupt nicht aus dem Konzept bringen, im zweiten Leg zeigte er einfach nochmal zwei 180er. Damit war es in diesem Moment allerdings noch nicht getan: mit der nächsten Aufnahme traf de Sousa die Triple-20 noch ein siebtes Mal, verwandelte auch in der Triple-19 und machte den 9-Darter auf der Doppel-12 perfekt.


Nachdem er seinem Gegner zum perfekten Spiel gratuliert hatte, holte sich Aspinall mit dem 2:1 seine Führung zurück. Weil „The Asp“ wenig später zwei Fehlwürfe auf die Doppel-4 unterlaufen waren, schaffte de Sousa das sofortige Rebreak. „The Special One“ ließ diesem 13-Darter einen 14-Darter folgen und lag dadurch nach fünf absolvierten Legs erstmals selbst in Front. Nachdem die nächsten beiden Durchgänge vom jeweils anwerfenden Spieler gewonnen wurden, produzierte de Sousa per 13-Darter ein wichtiges Break zum 5:3 aus seiner Sicht. Ohne zu Zögern reduzierte Aspinall seinen Rückstand wieder, bevor er Glück hatte, dass de Sousa vier Chancen zum sicheren Punktgewinn in den Sand setzte. Dieses Ziel erreichte de Sousa zwar dank eines 14-Darters im darauffolgenden Leg, zum Sieg reichte es auch aufgrund eines vergebenen Matchdarts auf Bull schlussendlich aber dennoch nicht. Stattdessen erwischte Aspinall die Doppel-20 gleich mit dem ersten Versuch und besiegelte das 6:6-Unentschieden. Mit seinen elf 180ern stellte de Sousa dabei den entsprechenden Premier League-Rekord ein.

José de Sousa 6:6 Nathan Aspinall
100,95 Average 95,82
11 180s 2
141 High Finish 49
1 100+ Checkouts 0
6/24 Finishing 6/14

Wade fügt dem schwachen van Gerwen die erste Niederlage zu

Rechtzeitig zur Premier League schien Michael van Gerwen wieder in Form gekommen zu sein. Der fünfmalige Turniersieger holte bislang fünf von sechs möglichen Punkten und überzeugte vor allem gestern mit einem 107er-Average. In seiner heutigen Begegnung musste er das erste Leg an seinen Gegner James Wade abgeben, der hierfür 120 Punkte auf Null brachte. „Mighty Mike“ verteidigte sein erstes Anwurfleg zwar selbst völlig problemlos, ließ danach aber zwei Breakchancen verstreichen. Demzufolge rettete Wade seinen Anwurf auf der doppelten 10, profitierte anschließend von zwei weiteren Patzern des Niederländers und erhöhte auf 3:1.

Van Gerwen bekam die Schwierigkeiten auf Doppelfelder weiter nicht in den Griff und leistete sich nur wenig später nochmals zwei Patzer. Erst als Wade ganz knapp an 161 Restpunkten gescheitert war, verbuchte van Gerwen mithilfe eines eigenen 110er-Checkouts sein zweites Erfolgserlebnis. Diese Szene machte Wade aber ganz schnell wieder vergessen, er beendete einen 12-Darter mit einem 121er-Highfinish via Triple-20, Triple-7 und Tops und stellte mit dem 5:2 den alten Abstand wieder her. Ähnlich dazu liefen die beiden darauffolgenden Legs vonstatten: van Gerwen kam durch ein 94er-Finish wieder heran, doch „The Machine“ ließ bei seinem eigenen Anwurf erneut nichts anbrennen und sicherte mit einem 135er-Checkout das Unentschieden vorzeitig ab. Von van Gerwen kam heute Abend viel zu wenig, sodass ein Fehlwurf auf das Bullseye im zehnten Leg seine letzte Aktion blieb. Wade verwandelte seinen zweiten Matchdart in der Doppel-20 und freute sich nach dem 7:3 über den ersten Saisonsieg.

James Wade 7:3 M. van Gerwen
95,79 Average 90,91
0 180s 1
135 High Finish 110
3 100+ Checkouts 1
7/13 Finishing 3/11

Anderson hat leichtes Spiel mit Durrant.

3 Spiele, 0 Punkte, eine Legdifferenz von minus 15: viel schlimmer hätte der Saisonbeginn für Titelverteidiger Glen Durrant nicht aussehen können. Heute unternahm er gegen Gary Anderson den nächsten Versuch, die ersten Punkte einzusammeln. Der Schotte entschied das Auftaktleg mit 14 geworfenen Pfeilen für sich, Durrant brachte sein erstes Anwurfleg ebenfalls souverän nach Hause. Danach erhöhte Anderson allerdings die Schlagzahl. Mit 14, 13 und 15 Darts gewann der „Flying Scotsman“ drei Legs hintereinander und erarbeitete sich damit einen klaren Vorsprung von 4:1.

Erst als Anderson im sechsten Durchgang eine Breakmöglichkeit nicht in Zählbares umgemünzt hatte, meldete sich „Duzza“ wieder zu Wort. Dabei checkte er 108 Punkte trotz eines Treffers in der Triple-7 noch über Triple-17 und Doppel-18. Anderson antwortete kurze Zeit später mit einem 67er-Finish, profitierte im darauffolgenden Leg von drei gegnerischen Fehlern auf Tops und benötigte nur ein einziges Erfolgserlebnis zum Sieg. Unmittelbar danach war es soweit, Anderson verwandelte den ersten Matchdart in seiner favorisierten Doppel-20 und gewann klar mit 7:2.

Gary Anderson 7:2 Glen Durrant
97,56 Average 87,90
4 180s 0
67 High Finish 108
0 100+ Checkouts 1
7/12 Finishing 2/5

Tabellenführer nach dem vierten Spieltag bleibt Van den Bergh mit sechs Punkten. Allerdings haben mit Aspinall, van Gerwen, Anderson, Cross und Clayton gleich fünf Spieler nur einen einzigen Punkt weniger auf dem Konto. Auf den Plätzen sieben bis neun folgen Wright, Wade und de Sousa, punktloses Schlusslicht bleibt Durrant. Bevor die Premier League ab Samstag eine Pause einlegt, folgt morgen Abend noch der fünfte Spieltag.

Premier League Darts


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