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9-Darter als Krönung: Clayton spielt erneut überragend

Genau wie an den beiden vorangegangenen Tagen flogen auch am Mittwochabend die Pfeile: der dritte Spieltag der Premier League 2021 stand auf dem Programm. Schon im Auftaktspiel war Tabellenführer Michael van Gerwen im Einsatz, er wollte seine Position im Duell mit Rob Cross verteidigen. Danach traf der arg schwächelnde Glen Durrant auf Dimitri Van den Bergh, ehe Peter Wright und Gary Anderson in einem rein schottischen sowie Nathan Aspinall und James Wade in einem rein englischen Duell aufeinandertrafen. Im fünften und letzten Match spielten noch José de Sousa und Jonny Clayton gegeneinander.

Van Gerwen mit seiner ersten Machtdemonstration

Sowohl Michael van Gerwen als auch Rob Cross konnten auf einen erfolgreichen Start in die aktuelle Premier League-Saison zurückblicken: von maximal vier möglichen Punkten fuhren beide drei Stück ein. Ausruhen konnten sich die beiden früheren Weltmeister darauf aber nicht, schon heute Abend ging es um weitere wichtige Zähler. Beide Profis verteidigten ihr erstes Anwurfleg mit je 15 Darts, ehe „Mighty Mike“ mit einem Wurf weniger zum ersten Break des Tages kam.

Van Gerwen legte mit einem 110er-Highfinish zum Abschluss eines 12-Darters nach. Durch ein 80er-Checkout beendete Cross die Serie von drei verlorenen Legs nacheinander und verkürzte auf 2:3 aus seiner Sicht. Auf der doppelten 1 stellte der Weltranglistenzweite den alten Abstand sofort wieder her, doch „Voltage“ blieb ihm auf den Fersen und kam mit einem starken 11-Darter heran. Allerdings zeigte sich van Gerwen heute sehr sicher bei seinen eigenen Anwürfen, hier ließ er seinem Gegner im gesamten Match überhaupt keine Chance. Als dem Niederländer im neunten Leg zudem ein weiteres Break gelungen war, war mit dem 6:3 die Vorentscheidung gefallen. Im direkten Anschluss zeigte van Gerwen sechs perfekte Darts und beendete das Match wenige Momente später mit einem 100er-Finish. Unterm Strich kam der fünfmalige Premier League-Champion auf einen starken Average von über 107 Punkten.

M. van Gerwen 7:3 Rob Cross
107,58 Average 97,87
4 180s 3
110 High Finish 80
2 100+ Checkouts 0
7/15 Finishing 3/6

0:7-Pleite gegen Van den Bergh: neuer Tiefpunkt für Durrant

Nach zwei deutlichen Niederlagen gestern und vorgestern wollte Glen Durrant heute erstmals punkten. Sein Gegner Dimitri Van den Bergh hatte natürlich andere Pläne. Schon im ersten Leg erlebte Durrant einen Albtraum: ganze elf Pfeile setzte er an den Doppelfeldern vorbei. Der „Dreammaker“ kam daher trotz fünf eigener Fehlwürfe zum Break, bestätigte dieses mit einem 13-Darter und profitierte anschließend von vier weiteren Fehlern des Gegners.

Während der Frust bei Durrant verständlicherweise immer größer wurde, hielt Van den Bergh seinen Fokus aufrecht. Mit der 3:0-Führung im Rücken löschte er erst 129 Punkte auf dem Bullseye und legte danach per 13-Darter nach. Nachdem Van den Bergh auch das sechste Leg gewonnen hatte, erhielt „Duzza“ seinen 16. Versuch auf ein Doppelfeld, vergab aber auch diese Chance. Van den Bergh machte mit der nächsten Aufnahme 68 Punkte aus und vollendete den 7:0-Whitewash.

D. Van den Bergh 7:0 Glen Durrant
93,94 Average 84,42
3 180s 1
129 High Finish 0
1 100+ Checkouts 0
7/18 Finishing 0/16

Wright mit überzeugendem Sieg über seinen Landsmann

Als nächstes folgte das rein schottische Duell zwischen Peter Wright und Gary Anderson. Der Letztgenannte ließ im Auftaktleg zwei Breakchancen ungenutzt und kassierte nur wenige Minuten später selbst das Break. Erst als auch das dritte Leg der Partie an seinen Konkurrenten gegangen war, konnte sich der „Flying Scotsman“ mit einem 13-Darter erstmals zu Wort melden. In Form eines 140er-Checkouts zum Abschluss eines 12-Darters hatte Wright allerdings eine hervorragende Antwort parat. Anderson benötigte für seinen zweiten Leggewinn im Anschluss daran zwar nur zwei Würfe mehr, schaffte es allerdings nicht, den Rückstand weiter zu reduzieren.

Denn „Snakebite“ blieb bei seinen eigenen Anwürfen sehr stabil und hielt seinen Vorsprung weiterhin konsequent aufrecht. So holte sich der Weltranglistenzweite auf genau diese Art und Weise das neunte Leg: er stellte auf der Doppel-10 den Zwischenstand von 6:3 her und verdiente sich den ersten Punktgewinn. Auf der anderen Seite gab sich der Premier League-Sieger von 2011 und 2015 noch nicht geschlagen und hatte einige Minuten später die Gelegenheit dazu, für das finale zwölfte Leg zu sorgen. Doch Anderson warf zwei Breakdarts an seiner favorisierten Doppel-20 vorbei und konnte nicht mehr verhindern, dass Wright den 7:4-Erfolg dank eines souveränen 87er-Checkouts perfekt machte.

Peter Wright 7:4 Gary Anderson
100,03 Average 98,85
2 180s 6
140 High Finish 82
1 100+ Checkouts 0
7/13 Finishing 4/10

Nach ihren jeweiligen Niederlagen am gestrigen Abend wollten sich Nathan Aspinall und James Wade am dritten Spieltag mit einem Sieg zurückmelden. „The Asp“ eröffnete die Partie mit sieben perfekten Darts und kam letztlich mit einem starken 11-Darter zum ersten Erfolgserlebnis. Allerdings erlebte auch Wade einen positiven Start, als er im zweiten Durchgang mit einem 90er-Bullfinish erfolgreich war. Aspinall holte sich seine Führung kurze Zeit später umgehend wieder zurück, produzierte danach das erste Break der Partie und registrierte im fünften Leg ganz genau, wie Wade drei Breakdarts ausließ. Aspinall bestrafte diese Fehler mit einem 102er-Highfinish und erhöhte seinen Vorsprung auf 4:1.

Auf der anderen Seite scheiterte „The Machine“ wenig später knapp an 141 Restpunkten und musste einen noch größeren Rückstand hinnehmen, schaffte in dieser Situation aber immerhin das sofortige Rebreak. Im Anschluss daran patzte Wade allerdings erneut zweimal am gewünschten Doppelfeld, sodass er seinem Gegner dessen wichtigen sechsten Leggewinn ermöglichte. Unter anderem mit einem 104er-Highfinish entschied Wade zwar nochmal zwei Legs für sich, doch für eine mögliche Aufholjagd war der Rückstand bereits zu groß. Aspinall hatte jetzt genug gesehen, brachte wenig später 76 Punkte auf Null und feierte den 7:4-Sieg.

Nathan Aspinall 7:4 James Wade
96,50 Average 92,50
2 180s 1
102 High Finish 101
1 100+ Checkouts 1
7/13 Finishing 4/13

Seine großartige Form der letzten Wochen und Monate nahm Jonny Clayton mit in die Premier League, vor diesem dritten Spieltag belegte er den zweiten Tabellenplatz. Gegen José de Sousa wollte „The Ferret“ den nächsten Erfolg nachlegen. Schon im ersten Leg profitierte Clayton von gegnerischen Fehlern und landete direkt ein Break. „The Special One“ ließ sich das allerdings nicht lange gefallen und zeigte eine starke Reaktion. Erst checkte er 72 Punkte über zweimal Doppel-18, dann beendete er einen 12-Darter mit einem 98er-Finish. Nachdem Clayton durch einen 13-Darter für den 2:2-Ausgleich gesorgt hatte, unterlief de Sousa ein schwerer Rechenfehler. Anstatt sich auf die in Wirklichkeit übriggebliebenen 70 Punkte zu konzentrieren, versuchte der Portugiese 78 Zähler zu checken und überwarf sich.

Da de Sousa auch im zweiten Anlauf nicht erfolgreich war, verlor er dieses fünfte Leg. Clayton baute seinen Vorsprung anschließend per 82er-Finish aus, de Sousa verkürzte wiederum mit einem starken 11-Darter auf 3:4 aus seiner Sicht. Davon blieb der Waliser völlig unbeeindruckt, er warf im achten Durchgang zwei 180er nacheinander und stellte sich mit den berühmten 141 Restpunkten vor das Board. Jonny Clayton blieb ganz ruhig, erwischte die gewünschten Triplefelder und versenkte den neunten und wichtigsten Dart in der Doppel-12 – es handelte sich um den zehnten 9-Darter in der Geschichte der Premier League.


Diese Erfolgswelle ritt Clayton in den nächsten Minuten weiter, zeigte mit 11 und 12 Darts noch zwei weitere großartige Legs und hatte die Partie mit 7:3 für sich entschieden. Clayton kam am Ende auf einen Average von 105 Punkten und eine Doppelquote von fast 78 Prozent, de Sousa hatte trotz eines Durchschnitts von über 108 Punkten das Nachsehen.

Jonny Clayton 7:3 José de Sousa
105,26 Average 108,48
5 180s 2
141 High Finish 98
1 100+ Checkouts 0
7/9 Finishing 3/10

Durch den heutigen Zu-Null-Sieg setzt sich Van den Bergh zusammen mit van Gerwen an die Tabellenspitze, dicht auf den Fersen ist ihnen Clayton mit ebenfalls fünf Punkten. Mit einem Zähler weniger rangiert Aspinall auf Platz vier, ihm folgen Cross, Anderson und Wright mit drei Punkten. Bei einem Zähler stehen de Sousa und Wade, Durrant bleibt Tabellenletzter. Morgen Abend ab 20 Uhr deutscher Zeit geht die Premier League weiter.

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