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Cross muss die Premier League verlassen

Am neunten Spieltag der Premier League, der sogenannten Judgement Night, fiel die Entscheidung darüber, wer die Liga nach dem heutigen Abend verlassen musste. Als Tabellenletzter in diesen Spieltag ging Rob Cross, der gegen Spitzenreiter Glen Durrant gewinnen musste und zudem darauf angewiesen war, dass sein Konkurrent Daryl Gurney im vorherigen Match gegen Peter Wright patzte. Bevor es aber überhaupt dazu kam, fanden noch drei andere Partien statt: Nathan Aspinall traf auf Michael Smith, Michael van Gerwen bekam es mit Gary Anderson zu tun, und Gerwyn Price wurde von Gastspieler Jermaine Wattimena gefordert.

Aspinall dreht zum Ende auf – nächste Pleite für van Gerwen

Den Anfang machten Nathan Aspinall und Michael Smith, die vor diesem Spieltag beide neun Punkte auf dem Konto hatten. „The Asp“ eröffnete das Spielgeschehen mit einem 121er-Finish auf dem Bullseye, auch Smith konnte sein erstes Anwurfleg verteidigen. Nachdem auch die nächsten beiden Legs gerecht aufgeteilt wurden, produzierte der „Bully Boy“ dank eines starken 11-Darter das erste Break, ehe er seinen Vorsprung mit einem 12-Darter inklusive zwei 180ern ausbaute. Da die beiden nachfolgenden Legs ohne Breaks vonstattengingen, hielt Smith seine Führung aufrecht und sah sich mit dem 5:3 im Rücken in einer guten Position. Doch dann zeigte Nathan Aspinall seine ganze Klasse, als er mit Legs von 14, 12 und 13 Würfen die Partie drehte. Smith wollte nun irgendwie noch einen Punkt sichern, er ließ im letzten zwölften Leg aber ganze acht Möglichkeiten dafür ungenutzt. Aspinall bedankte sich, verwandelte in der Doppel-8 und freute sich über den 7:5-Erfolg. Beide Spieler warfen im Schnitt mehr als 102 Punkte pro Aufnahme.

Nathan Aspinall 7:5 Michael Smith
102,96 Average 102,06
5 180s 6
121 High Finish 97
1 100+ Checkouts 0
7/12 Finishing 5/18

Gestern Abend hatte Michael van Gerwen eine empfindliche Niederlage einstecken müssen, als er gegen Glen Durrant nicht nur das Wortgefecht, sondern auch das sportliche Duell verlor. Gegen Gary Anderson wollte sich die Nummer eins der Welt wieder von seiner besten Seite zeigen. Der „Flying Scotsman“ hatte seinerseits gestern chancenlos mit 1:7 gegen Gerwyn Price verloren und ließ hier und jetzt im Auftaktleg zwei Breakchancen liegen, doch auch van Gerwen verwertete seine erste Möglichkeit zum Break nicht, und so stand es zu diesem frühen Zeitpunkt 1:1. Per 13-Darter sorgte der Schotte wenige Momente später für das erste Break, ließ jedoch zwei Gelegenheiten aus, um auch erfolgreich nachzulegen.

Nachdem die nächsten beiden Legs gerecht zwischen den Duellanten aufgeteilt wurden, legte „Mighty Mike“ per 90er-Checkout wiederum vor, doch Anderson antwortete auf der Doppel-10 und hielt das Match mit dem 4:4 offen. Van Gerwen zeigte sich insgesamt erneut weit von seiner Bestform entfernt und schwächelte insbesondere beim Scoring. Anderson wusste dies für sich zu nutzen, gewann relativ ungefährdet zwei Legs nacheinander und hatte den ersten Punktgewinn in der Tasche. Nachdem van Gerwen im darauffolgenden elften Leg außen an der Doppel-16 vorbeiwarf, musste er machtlos mit ansehen, wie sich Anderson mit 101 Restpunkten vors Oche stellte. Der Schotte jagte zwar den ersten Pfeil in die Single-1, rettete sich aber noch über Triple-20 und Tops und machte den 7:4-Erfolg perfekt.

M. van Gerwen 4:7 Gary Anderson
104,67 Average 108,70
2 180s 4
High Finish
1 100+ Checkouts 1
4/11 Finishing 7/17

Price verpasst Wattimena den Whitewash

Die Challenger hatten es in Milton Keynes bisher nicht leicht. Sowohl Chris Dobey als auch Jeffrey de Zwaan verloren ihre jeweiligen Partien deutlich. Jermaine Wattimena wollte es seinem heutigen Gegner Gerwyn Price dagegen deutlich schwerer machen. Auf der anderen Seite benötigte Price ein einziges gewonnenes Leg, um auch die rein theoretische Möglichkeit auf ein heutiges Ausscheiden auszuräumen. Dies gelang dem Waliser frühestmöglich, er holte sich sofort ein Break und legte auf der Doppel-16 nach. Mit einem 164er-Checkout sorgte Price anschließend für ein echtes Highlight, mit einem 114er-Highfinish sicherte er sich auch den vierten Durchgang. Wattimena kam bis dato überhaupt nicht hinterher, er durfte erst danach erstmals auf ein Doppelfeld zielen, warf jedoch deutlich an der Doppel-18 vorbei. Der Weltranglistendritte blieb dagegen weiter ohne Fehl und Tadel und löschte Augenblicke später 74 Punkte. Von „Machine Gun“ kam nun keinerlei Gegenwehr mehr, und Price brachte die Partie mit einem 96er-Finish via 20, Doppel-18 und Doppel-20 sehenswert zu einem Ende. Bei seinem 7:0-Erfolg glänzte der „Iceman“ mit einem 102er-Average sowie einer 58-prozentigen Doppelquote, während es für Wattimena mit lediglich 81 Punkten im Schnitt nichts zu holen gab.

J. Wattimena 0:7 Gerwyn Price
81,24 Average 102,15
2 180s 2
0 High Finish 164
0 100+ Checkouts 2
0/1 Finishing 7/12

Jetzt wurde es für Daryl Gurney ernst. Der Nordire, der zuletzt zweimal in Folge siegreich gewesen war, wollte auch gegen Peter Wright Punkte sammeln, um nicht vom Ergebnis des letzten Spiels abhängig zu sein. Der amtierende Weltmeister brachte seine ersten beiden Anwürfe sicher nach Hause, ließ im vierten Leg allerdings drei Breakdarts aus, sodass Gurney zum 2:2 ausgleichen konnte. Wright startete mit zwei 180ern in den nachfolgenden Durchgang und brachte seine Darts in der nächsten Aufnahme auch in der Triple-20 und der Triple-19 unter, der Wurf auf die Doppel-12 für das perfekte Spiel ging allerdings sehr deutlich vorbei – schlussendlich übernahm er mit einem 10-Darter wieder die Führung. In den nächsten Minuten konzentrierten sich beide Profis erfolgreich auf die eigenen Anwürfe, bis Gurney im zehnten Leg drei Chancen in den Sand setzte. Wright bedankte sich für dieses Geschenk und konnte das Unentschieden vorzeitig sichern. Damit war auch die Vorentscheidung in dieser Partie gefallen. Wright gewann letztlich mit 7:4 und brachte Gurney so in die Schwierigkeit, auf Glen Durrant hoffen zu müssen.

Peter Wright 7:4 Daryl Gurney
99,21 Average 91,90
3 180s 1
77 High Finish 80
0 100+ Checkouts 0
7/16 Finishing 4/10

Genau jener Glen Durrant war im letzten Match des Tages Gegner von Rob Cross. „Voltage“ hatte an den letzten beiden Spieltagen deutliche Niederlagen einstecken müssen und war auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht. Er hatte jetzt aber die einmalige Chance dazu, dies wieder gerade zu rücken – er brauchte einzig und allein den Sieg. Durrant wollte hingegen seine Tabellenführung ausbauen und startete genau nach diesem Motto mit zwei 13-Dartern in die Begegnung. „Duzza“ setzte seinen hervorragenden Start fort und sicherte sich mit einem 80er-Finish auch das dritte Leg. Unabhängig davon startete Cross eigentlich gut und traf viele Triplefelder. Er bewegte sich mit seinem Average zu diesem Zeitpunkt rund um die 105-Punkte-Marke, kam bislang aber trotzdem nicht zum Zuge. Erst im vierten Durchgang gab es für ihn die ersten Möglichkeiten auf Doppel, er verfehlte Tops allerdings zweimal ziemlich deutlich. Durrant bestrafte dies gnadenlos, brachte 167 Punkte auf Null und verpasste seinem Gegner den nächsten Nackenschlag. Der frustriert wirkende frühere Weltmeister ließ auch im nächsten Leg zwei Möglichkeiten verstreichen, lag nun mit 0:5 in Rückstand und musste zwingend sieben Legs nacheinander für sich entscheiden.

Danach gelang Cross endlich das erhoffte Erfolgserlebnis, als er 124 Punkte zum Abschluss eines 12-Darters über das Bullseye checkte. Das gab dem Weltranglistenfünften spürbar Auftrieb, er zeigte zwei weitere 12-Darter nacheinander und lag nur noch mit 3:5 hinten. Danach nahm dieser Lauf allerdings ein Ende, Durrant garantierte den ersten Punktgewinn für sich selbst und zerstörte alle Hoffnungen bei seinem Gegner. Cross brachte zwar noch ein Leg auf seine Seite, doch Durrant ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und gewann unterm Strich mit 7:4. Cross zeigte mit einem 104er-Average zwar seine beste Leistung seit längerer Zeit, doch Durrant unterstrich mit seinem eigenen 106er-Schnitt seine bestechende Form.

Glen Durrant 7:4 Rob Cross
106,02 Average 103,97
3 180s 1
167 High Finish 124
1 100+ Checkouts 1
7/9 Finishing 4/10

Durrant erhöht seinen Punktestand durch dieses Ergebnis auf 14, nächster Verfolger ist nun Wright mit zwölf Zählern. Aspinall rückt wieder auf Rang drei vor, während van Gerwen nur noch Vierter ist und ebenso wie Anderson bei zehn Punkten steht. In Reichweite zum Rest des Teilnehmerfeldes sind Price und Smith mit jeweils neun Zählern. Gurney überlebt die Judgement Night mit sechs Punkten, während Cross mit letztlich nur fünf Punkten ausscheidet.

Premier League Darts


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