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Smith und vor allem Wright mit starken Leistungen

Der fünfte Spieltag der Premier League 2020 war der erste im Monat März und fand im südenglischen Exeter statt. Dabei machten Daryl Gurney und Rob Cross den Anfang, ehe Gerwyn Price auch gegen Glen Durrant ungeschlagen bleiben wollte. Nachdem sich dann Peter Wright und Nathan Aspinall duellierten, durfte Challenger Luke Humphries auf die Bühne – für ihn ging es gegen Gary Anderson. Ganz zum Schluss standen sich noch Michael van Gerwen und Michael Smith gegenüber.

Gurney bleibt sieglos, Durrant knackt auch Price

Da Daryl Gurney in seinen ersten vier Partien lediglich einen einzigen Punkt eingesammelt hatte, stand er bereits jetzt unter Zugzwang. Gegen Rob Cross wollte der Nordire den ersten Sieg in dieser Saison einfahren. Dabei ging es für ihn auch richtig gut los, als ihm Checkouts von 88 und 74 Punkten gelangen. Nachdem Cross ein 151er-Finish kurz darauf knapp verpasste, holte sich „Superchin“ sogar das 3:0. Cross verbuchte anschließend mit einem 12-Darter inklusive 121er-Highfinish den ersten Leggewinn; letztlich gewann der Engländer gleich vier Legs nacheinander, wobei er auch einen 11-Darter einstreute. Das Match war nun auf den Kopf gestellt, ehe Gurney wieder dazwischenging und auf 4:4 ausglich. Per 13-Darter kam Gurney wenig später zum Break, doch zwei 180er im nächsten Durchgang verhalfen „Voltage“ zur sofortigen Antwort. Es ging nun in die ganz entscheidende Phase, wo Cross mit einem 81er-Finish vorlegte. Doch Gurney sprach das letzte Wort, verwandelte in der Doppel-10 und rettete mit dem 6:6 wenigstens das Unentschieden.

Rob Cross 6:6 Daryl Gurney
98,55 Average 94,88
4 180s 1
121 High Finish 88
1 100+ Checkouts 0
6/15 Finishing 6/7

Gerwyn Price war in einer bestechenden Verfassung nach Exeter gereist: wettbewerbsübergreifend gewann er ganze 13 Partien hintereinander. Dies zeigte sich auch am vergangenen Wochenende in Belgien, als er das dortige European Tour-Event für sich entscheiden konnte. Heute erlebte der Waliser jedoch einen Fehlstart ins Match. Er ließ in den ersten beiden Durchgängen jeweils eine Möglichkeit ungenutzt und ermöglichte seinem Gegner die 2:0-Führung. Durrant blieb auch weiter am Drücker, legte ein 80er-Checkout hinterher und nutzte kurz darauf den nächsten Patzer von Price ebenfalls aus. Erst als „Duzza“ drei Chancen ausließ, die ihm auch das fünfte Leg eingebracht hätten, gelang es Price auf der Doppel-20, sein erstes Erfolgserlebnis zu verbuchen.

Durrant antwortete mit einem 14-Darter und ließ sich auch von einen 84er-Finish des „Iceman“ im siebten Leg nicht stören. Stattdessen brachte er sein darauffolgendes Anwurfleg nach Hause und hatte das Remis bereits abgesichert. Zwar konnte Price noch ein Leg auf seine Seite ziehen, doch Durrant ließ auch gegen Ende der Partie nicht mehr locker. Mit einem 129er-Finish sorgte der Engländer im letzten Leg nochmal für ein Highlight, er siegte unterm Strich mit 7:3 und übernahm vorerst die Tabellenführung.

Gerwyn Price 3:7 Glen Durrant
96,68 Average 100,76
2 180s 1
84 High Finish 129
0 100+ Checkouts 1
3/8 Finishing 7/16

Im dritten Match des Abends kam es zum Aufeinandertreffen von Weltmeister Peter Wright und WM-Halbfinalist Nathan Aspinall. Weil Wright im Auftaktleg knapp an 170 Restpunkten scheiterte, holte sich „The Asp“ dieses, verpasste danach aber selbst das Bullseye für ein 164er-Finish. Dementsprechend gab es erst im dritten Leg das erste Break zu beobachten, als Wright 76 Punkte auf Null brachte. „Snakebite“ konnte erfolgreich nachlegen, ehe beiden Kontrahenten je ein 13-Darter gelang. Als Aspinall im siebten Leg zudem seinerseits 76 Zähler löschte, verkürzte er auf 3:4 aus seiner Sicht.

Wright ließ bei den eigenen Anwürfen jedoch weiter nichts anbrennen und stellte mit einem starken 11-Darter den alten Abstand wieder her. Der Schotte setzte seine starke Leistung anschließend fort, breakte mit einem 12-Darter und hatte einen Punkt vorzeitig in der Tasche. Wenig später war die Partie dann zum Schlusspunkt gekommen, als Wright seinen ersten Matchdart auf der Doppel-20 nutzte. Er war am Ende mit 7:3 siegreich und brillierte dabei mit einem 110er-Average.

Nathan Aspinall 3:7 Peter Wright
99,67 Average 110,00
3 180s 4
76 High Finish 81
0 100+ Checkouts 0
3/7 Finishing 7/15

Humphries schreibt Premier League-Geschichte

Als nächstes durfte Challenger Luke Humphries auf die Bühne der Westpoint Arena, er forderte Gary Anderson heraus. Letztgenannter leistete sich gleich zu Beginn einen Fauxpas, als er bei 54 Rest zwei Single-Felder verpasste, letztlich auf die Doppel-13 zielen musste und daneben warf. „Cool Hand Luke“ bedankte sich mit dem Break und bestätigte dieses mit einem 80er-Finish. Humphries hätte seinen Vorsprung sogar noch weiter ausbauen können, warf aber zweimal am äußeren Ring vorbei. Anderson gewann dementsprechend sein erstes Leg und sorgte mit einem starken 12-Darter für den Ausgleich. Das Match schien in dieser Phase zu kippen, auch weil Humphries im fünften Leg zwei weitere Gelegenheiten ausließ und Anderson mit einem 80er-Checkout zur Stelle war. Der Schotte warf kurz darauf allerdings selbst deutlich am Bullseye vorbei und ermöglichte seinem Konkurrenten den erneuten Ausgleich.

Da die nächsten vier Legs allesamt souverän vom jeweils anwerfenden Spieler eingefahren wurden – besonders erwähnenswert war das 100er-Finish über zweimal Tops von Humphries zum 5:5 – ging das Match über die maximale Distanz. Anderson zeigte sich unsicher auf den Doppelfeldern und ließ im elften Leg drei Chancen liegen. Humphries holte sich letztlich doch das Break und würde heute nicht mehr verlieren. Im finalen zwölften Leg wurde es dann gleichermaßen dramatisch und kurios: nachdem beide nur schwach punkteten, erhielt Humphries bei 130 Rest die erste Chance, verfehlte den ersten Matchdart auf der Doppel-5 jedoch. Anderson nutzte das allerdings nicht und warf dreimal teils sehr deutlich an Doppeln vorbei. So stellte sich der Challenger mit 5 Punkten wieder vors Oche, jagte den ersten Pfeil versehentlich in die Doppel-1 und konnte genau dieses Feld mit dem dritten Dart nicht treffen. Doch Anderson setzte Sekunden später drei weitere Gelegenheit in den Sand und hatte so seine letzte Chance vergeben. Humphries warf noch zweimal über die doppelte 1 und versenkte seinen dritten Versuch mittendrin. Durch das 7:5 war Luke Humphries der erste Gastspieler in der Premier League, der ein Match gewinnen konnte.

Gary Anderson 5:7 Luke Humphries
87,76 Average 88,67
4 180s 3
88 High Finish 100
0 100+ Checkouts 1
5/23 Finishing 7/19

Ganz zum Schluss freuten sich die Zuschauer noch auf die Begegnung von Michael Smith und Michael van Gerwen. Zuletzt trafen die beiden Namensvettern am Sonntag bei den Belgian Darts Championship aufeinander, mit dem besseren Ende für den Engländer, der das genannte Viertelfinale knapp mit 6:5 gewann. Heute startete Smith mit einem guten 13-Darter, ließ einige Minuten später jedoch drei Breakdarts ungenutzt. Van Gerwen kam dementsprechend mit einem Treffer in der Doppel-20 zu seinem ersten Leggewinn, warf kurz darauf aber selbst am Bullseye vorbei. Der „Bully Boy“ brachte sein Anwurfleg doch noch nach Hause und sorgte anschließend mit einem 96er-Finish seinerseits für das erste Break des Spiels.

Smith war richtig gut unterwegs, gewann auch das nächste Leg und setzte im sechsten Durchgang ein echtes Ausrufezeichen: er löschte 134 Punkte via Triple-18 und zweimal Doppel-20 und erhöhte auf 5:1. Einen 15-Darter später hatte er dann den ersten Punkt bereits sicher. Der Weltranglistenerste sah bis dato nur die Rücklichter seines Gegners, meldete sich dann aber mit einem 12-Darter noch einmal zu Wort. Van Gerwen überlebte anschließend drei Matchdarts, zeigte selbst einen 13-Darter und war einen weiteren 13-Darter später nur noch mit 4:6 in Rückstand. Danach nahm diese Aufholjagd allerdings ein Ende. Smith benötigte zwar noch eine Menge Chancen, doch letztlich steckte der insgesamt zehnte Matchdart in der Doppel-8 und brachte Smith den 7:4-Sieg ein.

Michael Smith 7:4 M. van Gerwen
95,42 Average 99,43
2 180s 2
134 High Finish 46
1 100+ Checkouts 0
7/24 Finishing 4/7

Die Tabelle nach dem fünften Spieltag wird von Durrant angeführt. Ebenfalls bei sieben Punkten steht Smith, der seinen heutigen Gegner van Gerwen überholt hat. Auf Rang vier lauert Aspinall, während Price, Anderson und Wright auf den folgenden Plätzen allesamt fünf Punkte auf dem Konto haben. Cross ist mit einem Zähler weniger Achter, Gurney bleibt unverändert Schlusslicht. Am nächsten Donnerstag steigt der sechste Spieltag in Liverpool, davor finden ab morgen die UK Open statt.

Premier League Darts


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