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Fallon Sherrock ringt Durrant ein Remis ab

Am zweiten Spieltag der Premier League 2020 – er fand in Nottingham statt – stand besonders eine Person im Mittelpunkt. WM-Star Fallon Sherrock forderte als Challengerin Glen Durrant heraus und wollte ein weiteres Mal Geschichte schreiben. Rund zwei Stunden zuvor eröffneten Nathan Aspinall und Rob Cross den Donnerstagabend, ehe Michael Smith auf Gerwyn Price traf und Gary Anderson sowie Peter Wright sich im schottischen Duell gegenüberstanden. Ganz zum Schluss war dann noch Titelverteidiger Michael van Gerwen im Einsatz, der es mit Daryl Gurney zu tun bekam.

Mit dem schwachen Challenger John Henderson hatte Nathan Aspinall vergangene Woche nur wenig Schwierigkeiten und feierte mit dem 7:3 seinen ersten Premier League-Sieg. Heute traf „The Asp“ auf seinen Landsmann Rob Cross. Letztgenannter entschied das Eröffnungsleg für sich, verpasste anschließend aber die ersten beiden Breakchancen. Stattdessen brachte auch Aspinall seinen ersten Anwurf nach Hause und kam wenig später mit einem 13-Darter selbst zum Break. „Voltage“ hatte mit einem eigenen 13-Darter allerdings die passende Antwort auf Lager und holte sich ebenfalls ein zweites Leg nacheinander. Aspinall konterte mit einem starken 12-Darter und schaffte es anschließend wiederholt, durch ein Break in Front zu gehen. Dem Weltmeister von 2018 gelang im direkten Gegenzug ein wichtiges 116er-Finish, und das Match war durch das 4:4 wieder völlig offen. Da die beiden darauffolgenden Legs gerecht aufgeteilt wurden, war bereits klar, dass das Match über die volle Distanz gehen würde. Im nun folgenden elften Leg hatte Cross bei 32 Rest bereits fünf Mal außen vorbeigeworfen und stand nun vor einem ebenso wichtigen, wie schwierigen letzten Versuch. Diesen Pfeil konnte Cross in der Doppel-16 unterbringen und holte sich Auftrieb für das finale Leg. Dort spielte er gegen den Anwurf einen starken 12-Darter und machte den 7:5-Sieg letztlich mit einem 112er-Highfinish perfekt.

Rob Cross 7:5 Nathan Aspinall
94,71 Average 95,48
3 180s 2
116 High Finish 84
2 100+ Checkouts 0
7/17 Finishing 5/11

Smith erst phänomenal und plötzlich ganz schwach

Im zweiten Match des Tages kam es zum Aufeinandertreffen von Gerwyn Price und Michael Smith. Weil der Engländer im ersten Leg zwei Breakdarts ausließ, schnappte sich Price dieses, doch dann legte Smith erst so richtig los. Er glich mit einem 67er-Finish aus und warf im dritten Leg sieben Triple-20er nacheinander – unterm Strich kam dabei „nur“ ein 10-Darter heraus. Bestätigen konnte Smith dieses Break mit einem 12-Darter, inklusive 140er-Finish, ehe Price mit einem 13-Darter zum 2:3 aus seiner Sicht dazwischenging. Der „Bully Boy“ ließ sich davon aber überhaupt nicht stören und brillierte mit seinem zweiten 10-Darter. Im nächsten Leg leistete sich Price einen schweren Patzer, als er bei 20 Rest in die Single-15 abrutschte und dies nicht mehr korrigieren konnte, weil er die große 1 ebenfalls verfehlte. Smith nutzte dies zu seinen Gunsten, holte sich auch Leg Nummer acht und sah durch das 6:2 wie der sichere Sieger aus. Doch plötzlich folgte der Einbruch beim Engländer. Er punktete deutlich schwächer und vergab im zehnten Leg zwei Matchdarts auf der Doppel-10. Price kam an dieser Stelle zum Break, sicherte sich wenig später ein drittes Leg nacheinander und sorgte für das finale 12. Leg. Dort konnte Smith den Vorteil des Anwerfens nicht ausnutzen. Stattdessen erwischte Price die Doppel-20 mit dem ersten Versuch und hatte sich nach dem klaren Rückstand noch das 6:6-Unentschieden erkämpft.

Gerwyn Price 6:6 Michael Smith
98,11 Average 101,71
3 180s 5
58 High Finish 140
0 100+ Checkouts 1
6/17 Finishing 6/13

Kein Sieger im schottischen Duell

Beim World Cup im letzten Juni spielten diese beiden Seite und Seite und gewannen den Titel für Schottland. Die Rede ist von Peter Wright und Gary Anderson, für die es heute in der Premier League um wichtige Punkte ging. Der amtierende Weltmeister gab das allererste Leg ab, sorgte mit einem 78er-Finish aber schnell für das 1:1. Wenig später scheiterte er dann nur ganz knapp an 160 Rest, wodurch Anderson wieder die Führung übernahm. Wright antwortete mit einem 58er-Finish, welches anders als geplant über Triple-18 und Doppel-2 zustande kam. Als sein Kontrahent nur wenige Minuten später zwei Pfeile am äußeren Ring vorbeisetzte, holte sich „Snakebite“ das Break, ehe er sogar das dritte Leg in Folge einfuhr. Der „Flying Scotsman“ verkürzte jedoch sofort, profitierte im achten Leg anschließend selbst von zwei gegnerischen Fehlern und glich zum 4:4 aus. Nachdem Anderson in Führung gehen konnte, ließ er zwei Möglichkeiten liegen, die ihm den sicheren Punktgewinn eingebracht hätten. Wright war zur Stelle und hielt das Match weiter spannend. Anderson brachte sein Anwurfleg durch und sich wieder in Front, doch Wright gelang ein starkes zwölftes Leg, als er einen 12-Darter mit einem 101er-Finish beendete. So teilten sich die beiden Schotten durch das 6:6 die Punkte.

Gary Anderson 6:6 Peter Wright
95,58 Average 88,72
4 180s 6
70 High Finish 101
0 100+ Checkouts 1
6/16 Finishing 6/14

Nach ihrem historischen Erfolg im Alexandra Palace – sie hatte als erste Frau zwei Partien bei der PDC-Weltmeisterschaft gewonnen – war Fallon Sherrock als Challengerin für die diesjährige Premier League nominiert worden. Ihr Gegner war dabei Glen Durrant. Das Auftaktleg ging an den dreifachen BDO-Weltmeister, ehe die „Queen Of The Palace“ ihr erstes Anwurfleg mit einem 14-Darter verteidigte. Nachdem die nächsten beiden Legs gerecht aufgeteilt wurden, konnte Durrant sich mit einem 14-Darter erneut in Führung begeben, er ließ kurz darauf aber fünf Breakdarts ungenutzt. Sherrock erwischte Sekunden später die Doppel-9 und spielte dann ein starkes siebtes Leg. Ein 12-Darter, beendet mit einem 92er-Finish via Bullseye, 6 und Doppel-18 sorgte für das erste Break der Partie. „Duzza“ zeigte sich auf den Doppelfeldern ungewohnt schwach und setzte im darauffolgenden Leg drei Pfeile an der Doppel-20 vorbei. Sherrock traf selbst genau dieses Feld und hatte erstmals ein kleines Polster aufgebaut. Durrant verkürzte zwar umgehend, produzierte aber auch bei der nächsten Gelegenheit kein Break: dies lag in erster Linie daran, dass er drei weitere Darts am äußeren Ring vorbeisetzte. Sherrock blieb auf der doppelten 18 eiskalt und hatte es durch das 6:4 bereits geschafft, heute ungeschlagen zu bleiben. Durrant stand jetzt mit dem Rücken zur Wand und verringerte den Rückstand anschließend erneut, musste aber auch das jetzt folgende abschließende 12. Leg gewinnen. Als seine Gegnerin bereits bei 48 Rest wartete, stellte sich Durrant mit 70 Zählern vors Oche und nutzte seine einzige Möglichkeit auf der Doppel-16. So stand am Ende ein 6:6-Untschieden zu Buche.

Glen Durrant 6:6 Fallon Sherrock
92,21 Average 87,36
2 180s 0
70 High Finish 92
0 100+ Checkouts 0
6/23 Finishing 6/12

Ganz deutlicher Sieg für van Gerwen

Nun fehlte nur noch die Begegnung von Michael van Gerwen und Daryl Gurney. Der Weltranglistenerste sicherte sich mit einem 13-Darter sofort ein Break, hatte wenig später aber eine Portion Glück: sein nordirischer Gegner konnte drei Breakdarts nicht verwerten. Van Gerwen brachte seinerseits 104 Punkte auf Null und erhöhte wenige Minuten später auf 3:0. Im vierten Leg halfen „Superchin“ auch fünf perfekte Darts nicht weiter, weil van Gerwen mit einem 13-Darter das vierte Leg nacheinander einsammelte. Gurney bekam weiterhin überhaupt keinen Zugriff auf das Match, verlor auch die nächsten beiden Legs und musste nun mächtig aufpassen, hier nicht den Whitewash zu kassieren. Wenigstens dieses Minimalziel wurde dann auch erfüllt, als Gurney im siebten Leg die Doppel-6 traf. Mehr war aber nicht mehr drin, weil van Gerwen gleich seinen ersten Matchdart nutzte und die Partie mit 7:1 gewann.

Daryl Gurney 1:7 M. van Gerwen
94,76 Average 105,13
1 180s 1
24 High Finish 104
0 100+ Checkouts 1
1/6 Finishing 6/10

Da van Gerwen der einzige Spieler ist, der die ersten beiden Spiele gewann, ist er Tabellenführer. Jeweils drei Punkte auf dem Konto haben Durrant, Anderson und Cross, auch der auf dem sechsten Rang liegende Price ist noch ungeschlagen. Fünfter ist Aspinall, während Smith und Wright auf den nachfolgenden Rängen heute ihren ersten Punktgewinn vermelden konnten. Noch ohne Zähler und dementsprechend Letztplatzierter ist Gurney. Am nächsten Donnerstag ist die Premier League in der walisischen Hauptstadt Cardiff zu Gast.

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