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Enorm wichtige Siege für Aspinall, Wright und van Gerwen

Nur noch zwei Spieltage mussten ausgetragen werden, bis die reguläre Saison der Premier League 2020 beendet sein würde. Und diese beiden Spieltage hatten es in sich, da viele Entscheidungen noch offen sein würden. So hatten Glen Durrant und Gary Anderson die Play-Offs praktisch sicher, stritten sich aber noch um den ersten Platz. Dahinter kämpften gleich vier Spieler um die verbliebenen zwei Halbfinaltickets, sodass jeder gewonnene Punkt Gold wert war. Am heutigen Freitagabend standen folgende vier Partien auf dem Programm: Daryl Gurney traf auf Nathan Aspinall, Glen Durrant spielte gegen Peter Wright, Gary Anderson bekam es im Topspiel mit Michael van Gerwen zu tun, und Gerwyn Price wollte das Duell mit Michael Smith für sich entscheiden.

Als einsames Schlusslicht ging es für Gurney in diesen letzten beiden Tagen sportlich quasi um nichts mehr. Ganz anders sah da die Lage bei seinem heutigen Gegner aus. Nathan Aspinall befand sich zu diesem Zeitpunkt gerade so in den Top-4 und wollte sich heute keinesfalls Punktverluste leisten. „The Asp“ startete hervorragend und brachte die ersten drei Legs mit 13, 15 und 12 Darts allesamt auf seine Seite. Gurney war anschließend mit einem eigenen 12-Darter erfolgreich und bestätigte dieses Break auch, verpasste anschließend jedoch zwei Chancen auf der Doppel-16 für den möglichen Ausgleich. Einige Minuten später stand es dann doch unentschieden: Aspinall hatte dreimal an Doppelfeldern vorbeigeworfen, und „Superchin“ sorgte mit einem 72er-Finish für das 4:4. Nachdem die nächsten beiden Durchgänge gerecht zwischen den beiden Profis aufgeteilt wurden, leistete sich Gurney schließlich den spielentscheidenden Fehler – vier seiner Pfeile flogen an den gewünschten Doppelfeldern vorbei. Aspinall kam an dieser Stelle zum wichtigen Break, holte sich mit 12 und 15 Würfen auch die nächsten beiden Legs und freute sich über den vollendeten 8:5-Erfolg.

Daryl Gurney 5:8 Nathan Aspinall
91,15 Average 99,24
3 180s 5
72 High Finish 100
0 100+ Checkouts 1
5/16 Finishing 8/23

Die Serien von Durrant und Anderson nehmen ein Ende

Bei zwei Punkten Vorsprung auf Verfolger Anderson, hatte Glen Durrant kurz vor dem Ende der Saison alle Fäden in der eigenen Hand, um auch ganz zum Schluss noch an der Spitze zu stehen. Heute ging es für den Engländer gegen den aktuellen Tabellenvierten Peter Wright. Nachdem „Duzza“ trotz einiger Schwierigkeiten auf Doppel das Auftaktleg gewonnen hatte, scheiterte er im zweiten nur ganz knapp an 164 Restpunkten. Nachdem dann auch die nächsten beiden Legs gerecht aufgeteilt wurden, erhielt Wright seine erste Breakchance, warf aber einen Dart an der doppelten 16 vorbei. Den daraus resultierenden Rückstand konnte der Weltmeister mit einem 76er-Finish zum 3:3 ausbügeln. Kurz darauf sorgte Wright per 13-Darter für das erste Break der Begegnung, ehe er seinen Vorsprung mit einem weiteren 13-Darter ausbaute. Durrant verkürzte zwar umgehend, doch Wright konterte mit einem 84er-Bullfinish und hielt den Abstand aufrecht. Da auch die nächsten beiden Legs ohne Breaks vonstattengingen, hatte Wright durch das 7:5 das Remis vorzeitig abgesichert. Doch Durrant hatte einen solchen Rückstand bekanntermaßen schon mehrfach aufgeholt und wollte dies auch heute schaffen, zumindest sorgte er zunächst für das 14. und definitiv letzte Leg. Doch dort hätte er 170 Punkte löschen müssen. Weil ihm dies nicht gelang, kassierte Glen Durrant seine erste Niederlage in Milton Keynes. Wright verwandelte den dritten Matchdart in der Doppel-1 und machte den extrem wichtigen 8:6-Sieg perfekt.

Glen Durrant 6:8 Peter Wright
89,11 Average 94,80
2 180s 4
68 High Finish 84
0 100+ Checkouts 0
6/19 Finishing 8/19

Gary Anderson war zweifellos der Mann der Stunde in der Premier League. Mit zuletzt fünf Siegen und einem Unentschieden in den letzten sechs Partien hatte er sich in eine hervorragende Ausgangslage gebracht – als Tabellenzweiter hatte er die Play-Offs so gut wie sicher. Ganz anders sah die Sache bei Michael van Gerwen aus, der dringend Ergebnisse liefern musste, um die Play-Offs am Ende nicht als Zuschauer erleben zu müssen. Schon früh war zu erkennen, dass sich „Mighty Mike“ für heute einiges vorgenommen hatte. Nach ausgeglichenem Start beendete van Gerwen einen 12-Darter mit einem 92er-Finish über 5, Triple-17 und Doppel-18 und produzierte auf diese Weise das erste Break. Er ließ diesem ein 70er-Finish folgen, vergab anschließend aber eine Chance, um noch weiter davonzuziehen. Anderson verkürzte in diesem Moment zwar auf der Doppel-8, konnte insgesamt aber kaum mit seinem Gegner mithalten. Mit einem 14- sowie einem 11-Darter entschied der Titelverteidiger nämlich die nächsten beiden Legs für sich und führte mittlerweile deutlich mit 5:2. Doch plötzlich schwächelte van Gerwen auf den Doppelfeldern: in den nächsten Minuten leistete er sich insgesamt sechs Fehlwürfe auf den äußeren Ring des Boards. Anderson war in jeder dieser Situationen zur Stelle und sorgte tatsächlich für den 5:5-Ausgleich. Mit einem starken 11-Darter holte sich der „Flying Scotsman“ sogar ein viertes Leg hintereinander. Erst danach setzte van Gerwen dieser Serie ein Ende und sorgte mit dem erneuten Ausgleich für eine hochspannende Schlussphase. Im 13. Durchgang scheiterte Anderson nur haarscharf an einem 145er-Finish – dadurch ermöglichte er van Gerwen das letztlich vorentscheidende Break. Der Niederländer nutzte wenige Minuten später den vierten Matchdart und gewann dieses Spiel mit 8:6.

Gary Anderson 6:8 M. van Gerwen
100,33 Average 103,17
5 180s 6
67 High Finish 92
0 100+ Checkouts 0
6/13 Finishing 8/22

Das Remis dürfte für Price zu wenig sein

Durch zu viele unnötige Punktverluste in den letzten Tagen war Michael Smith im Kampf um die Play-Offs ins Hintertreffen geraten. Durch die Ergebnisse des heutigen Abends stand bereits fest, dass er das Halbfinale nicht wird erreichen können. Auch Gerwyn Price befand sich nicht in der besten Position, er brauchte dringend einen Sieg, um noch im Rennen zu bleiben. Der „Bully Boy“ eröffnete das Geschehen mit einem 108er-Highfinish über Triple-17, 17 und Tops und zeigte exakt dasselbe Checkout wenige Minuten später zum 2:1. Begünstigt durch drei Fehlwürfe seines walisischen Gegners, erhöhte Smith vor allem dank eines eigenen 97er-Checkouts auf 3:1, ehe auch das nächste Leg in seine Richtung ging. Price merkte nun, dass er sich deutlich steigern musste und legte im sechsten Leg mit zwei 180ern los. Mit der nächsten Aufnahme machte er zunächst nahtlos weiter und traf die Triple-20 noch ein weiteres Mal sowie auch die dreifache 19. Nach einer kurzen Unterbrechung zielte er auf die Doppel-12, warf jedoch außen an diesem Feld vorbei und verpasste das perfekt Spiel – schlussendlich wurde es ein 10-Darter. Nachlegen konnte der „Iceman“ mit einem spektakulären 164er-Checkout, ehe er mit einem 70er-Finish zum 4:4-Ausgleich kam. Erst als Price im neunten Durchgang Tops verfehlte, ging sein Zwischenspurt zu Ende. Smith übernahm erneut die Führung, verkraftete auch die sofortige Antwort und lag wenig später mit 6:5 vorne. Da der Engländer anschließend drei Gelegenheiten zur Vorentscheidung in den Sand setzte, sorgte Price auf der Doppel-20 dafür, dass auch dieses Match über die maximale Distanz ging. Smith verteidigte sein Anwurfleg souverän und legte auf diese Weise wieder fort, doch Price brachte seinen Anwurf trotz einiger Probleme auf Doppel ebenfalls durch und besiegelte das 7:7-Unentschieden.

Michael Smith 7:7 Gerwyn Price
102,50 Average 103,76
9 180s 5
108 High Finish 164
2 100+ Checkouts 1
7/18 Finishing 7/18

Der Blick auf die Tabelle verspricht Hochspannung vor dem morgigen letzten Spieltag. Durrant steht mit zurzeit zwei Punkten Vorsprung auf Anderson ganz dicht davor, den ersten Platz bis zum Schluss zu verteidigen. Nur einen Punkt weniger als Anderson, also 18 Zähler, hat Wright auf dem eigenen Konto. Dicht dahinter folgt Aspinall, der nur aufgrund der besseren Legdifferenz vor van Gerwen (beide 17 Punkte) liegt. Theoretisch kann auch Price mit zurzeit 15 Punkten noch unter die Top-4 kommen. Smith (13 Zähler) und Gurney (9 Zähler) belegen die letzten beiden Tabellenplätze.


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