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Van Gerwen vergibt Matchdarts im Topspiel gegen Durrant

Langsam aber sicher bog die Premier League 2020 nun auf die Zielgerade ein. Bei noch drei verbliebenen regulären Spieltagen und einem engen Rennen um die Top-4, kam quasi jeder Partie eine große Bedeutung zu. Mehr als jeder andere stand dabei Michael van Gerwen unter Beobachtung. Der Titelverteidiger bangte um seine Halbfinalteilnahme und musste heute ausgerechnet gegen Spitzenreiter Glen Durrant ran. Zuvor standen an diesem 14. Spieltag allerdings noch drei andere Duelle auf dem Programm: Gerwyn Price hatte Daryl Gurney vor der Brust, Gary Anderson bekam es mit Michael Smith zu tun, und Peter Wright wurde von Nathan Aspinall gefordert.

Gurney ärgert Price – Anderson ist derzeit nicht zu stoppen

Anders als alle anderen Profis, konnte Daryl Gurney die letzten drei Spieltage entspannt angehen. Der Nordire lag weit hinter dem restlichen Feld zurück und hatte mit den Play-Offs nichts zu tun. Ganz anders war da die Lage bei Gerwyn Price, für den es heute um zwei immens wichtige Punkte ging. Nachdem Gurney frühestmöglich für ein Break gesorgt hatte, beobachtete er, wie Price fünf Pfeile an Doppelfeldern vorbeiwarf. „Superchin“ löschte selbst Augenblicke später 100 Punkte über zweimal Tops und erhöhte auf 2:0. Price verkürzte mit einem 80er-Finish und kam anschließend per 13-Darter zum schnellen Ausgleich. Wenig später leistete sich der „Iceman“ jedoch drei weitere Fehler auf Doppel und ermöglichte seinem Gegner so das sofortige Rebreak. Gurney legte mit einem Treffer in der Doppel-18 nach, ehe Price sein bislang bestes Leg spielte und einen 12-Darter mit einem 121er-Finish beendete. Der Weltranglistendritte sorgte zwar erneut für den Ausgleich, musste jedoch auch umgehend den wiederholten Rückstand akzeptieren. Nun machte Price aber zweimal nacheinander 70 Punkte aus – in beiden Legs hatte Gurney zuvor eine eigene Möglichkeit ausgelassen – und brachte sich erstmals selbst in Front. Da er allerdings anschließend zwei Fehlwürfe einstreute und Gurney die Doppel-8 erwischte, war wieder alles offen. Nun ging die Partie in die Crunchtime, in der Price mit einem 14-Darter vorlegte. Doch Gurney absolvierte ein starkes 14. Leg, brachte abschließend 130 Punkte auf Null und besiegelte das 7:7-Unentschieden.

Gerwyn Price 7:7 Daryl Gurney
99,21 Average 97,21
0 180s 4
121 High Finish 130
1 100+ Checkouts 2
7/19 Finishing 7/17

Gary Anderson hatte sich zuletzt in starker Verfassung gezeigt und war seit fünf Partien ungeschlagen – als Ergebnis hatte er sich auf den zweiten Platz vorgespielt. Damit dies auch nach dem heutigen Tag so blieb, wollte er Michael Smith bezwingen. Nachdem die ersten beiden Durchgänge fair aufgeteilt wurden, brillierte der „Bully Boy“ mit einem 10-Darter, doch Anderson antwortete umgehend mit einem 12-Darter und übernahm mit einem nachfolgenden 154er-Highfinish selbst die Führung. Da sein englischer Gegner sich kurz darauf fünf Patzer auf Doppelfelder leistete, konnte Anderson diesen Vorsprung ausbauen, ehe er ohne ernsthafte Schwierigkeiten bis auf 6:2 davonzog. Smith hatte die drohende Niederlage bereits akzeptiert und leistete nun keinerlei Gegenwehr mehr. Andersons letzte Aktion war ein 94er-Finish zum Abschluss eines 11-Darter, der den souveränen 8:2-Erfolg vollendete. Dabei überzeugte der Schotte mit einem 102er-Average und einer Doppelquote von exakt 50 Prozent auf ganzer Linie.

Gary Anderson 8:2 Michael Smith
102,25 Average 89,67
3 180s 4
154 High Finish 25
1 100+ Checkouts 0
8/16 Finishing 2/8

Großartige Schlussphase von Wright

Das dritte Match des Abends konnte man definitiv als richtungsweisend bezeichnen, da der Drittplatzierte Nathan Aspinall auf den Tabellenvierten Peter Wright traf – beide Duellanten wollten natürlich ihre Ansprüche auf die Play-Offs unterstreichen. „The Asp“ erlebte den besseren Start in die Partie und sicherte sich die ersten beiden Legs. Wright war kurz darauf mit einem 13-Darter erstmals erfolgreich. Aspinall stellte sogleich den alten Abstand wieder her und war anschließend drauf und dran, das nächste Break zu produzieren. Doch „Snakebite“ machte ihm mit einem 119er-Highfinish zum 2:3 aus seiner Sicht einen Strich durch die Rechnung. Doch da Aspinall seine Anwurflegs weiterhin konsequent nach Hause brachte, im achten Leg tat der Engländer dies mit einem 12-Darter, lief Wright weiterhin dem frühen Break gegen sich hinterher. Erst als Aspinall tatsächlich zwei Fehler auf Doppel unterliefen, schaffte Wright per 85er-Finish sein erstes eigenes Break, welches ihm den 5:5-Ausgleich einbrachte. Der amtierende Weltmeister spielte nun herausragend, gewann mit einem 12- sowie einem 13-Darter zwei weitere Legs hintereinander und war nur noch ein Leg von der Ziellinie entfernt. Aspinall kam in der Schlussphase nicht mehr hinterher, ärgerte sich immer noch über die zwei Fehler im zehnten Leg und konnte die Niederlage jetzt nicht verhindern. Wright machte abschließend 72 Zähler aus und zog durch das 8:5 an seinem heutigen Gegner vorbei.

Peter Wright 8:5 Nathan Aspinall
103,11 Average 98,67
5 180s 5
119 High Finish 74
1 100+ Checkouts 0
8/10 Finishing 5/13

Die heftige 1:8-Niederlage gegen Wright am Mittwoch war für Michael van Gerwen der Tiefpunkt einer ohnehin schwachen Premier League-Saison. Ganze sechs Niederlagen in 13 Partien leistete sich der Mann, der diesen Wettbewerb zuletzt vier Mal in Folge gewonnen hatte. Die beschriebene Misere hatte zur Folge, dass „Mighty Mike“ zu diesem Zeitpunkt nur auf Rang fünf lag. Völlig anders war die Situation bei Glen Durrant. Ihm war die Play-Off-Teilnahme bereits jetzt nicht zu nehmen, vielmehr kämpfte er darum, Platz eins auch bis zum Ende zu behalten. Durrant, der bislang alle drei Aufeinandertreffen der beiden gewonnen hatte, gewann mit einem 13-Darter zwar das Eröffnungsleg, doch van Gerwen brachte sein erstes Anwurfleg ebenfalls durch und produzierte kurz darauf mit einem 85er-Bullfinish ein Break. Durrant antwortete jedoch mit einem 105er-Checkout und brachte das Match wieder in die Reihe. Der Niederländer brachte sich in Anschluss daran wieder in Front und beobachtete im sechsten Durchgang, wie „Duzza“ drei Breakdarts ungenutzt ließ. Van Gerwen bestrafte dies gnadenlos mit einem 94er-Finish via 18, Doppel-18 und Doppel-20 zum 4:2. In den nächsten Minuten konzentrierten sich beide erfolgreich auf die eigenen Anwürfe, sodass van Gerwen nach zehn gespielten Durchgängen noch immer einen Vorsprung von zwei Legs aufweisen konnte. Durrant blieb seinem Gegner weiterhin auf den Fersen, doch ein 108er-Finish im darauffolgenden Leg brachte dem Weltranglistenersten das 7:5 und damit verbunden den sicheren Punktgewinn ein. Jedoch ließ van Gerwen wenig später zwei Matchdarts aus, sodass die Partie im finalen 14. Leg entschieden werden musste. Dort hätte der anwerfende Niederländer 130 Punkte löschen müssen, erhielt aber keinen Wurf auf Doppel. Durrant hatte noch 10 Zähler übrig, landete letztlich auf der Doppel-1 und verwandelte. Erneut holte Glen Durrant also einen Rückstand auf, er überlebte erneut Matchdarts und blieb in Milton Keynes weiter ungeschlagen.

Glen Durrant 7:7 M. van Gerwen
96,19 Average 98,43
4 180s 3
105 High Finish 108
1 100+ Checkouts 1
7/18 Finishing 7/16

Große Veränderungen in der Tabelle gibt es nach dem 14. Spieltag nicht. Durrant ist weiterhin vorne, nun allerdings nur noch mit zwei Zählern Vorsprung auf Anderson. Dieser wiederum liegt drei Punkte vor Wright, der bislang 16 Stück einsammeln konnte. Jeweils 15 Zähler haben Aspinall und van Gerwen, der noch immer nur auf Platz fünf liegt. Dicht dahinter folgt Price mit 14 Punkten, während Smith mit zwölf Punkten nur noch geringe Chancen auf das Erreichen der Play-Offs hat. Schlusslicht Gurney konnte einen Punkt hinzugewinnen und steht nun bei neun.


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