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Wright demütigt van Gerwen mit 8:1

Nach einer zweitägigen Verschnaufpause wurde die Premier League 2020 am Mittwochabend fortgesetzt. An den verbliebenen vier Spieltagen ging es nun um die Qualifikation für das Halbfinale, und die aktuelle Tabellensituation versprach ein spannendes Rennen bis zum Schluss. Am heutigen 13. Spieltag machte Spitzenreiter Glen Durrant den Anfang, er wurde von Michael Smith gefordert. Im Anschluss daran spielte Daryl Gurney gegen Gary Anderson, ehe Michael van Gerwen auf Peter Wright traf und Nathan Aspinall es mit Gerwyn Price zu tun bekam.

Durrant wieder mit Mega-Comeback – Anderson bleibt auf Kurs

Bei noch vier verbliebenen Spieltagen hatte Glen Durrant sechs Punkte Vorsprung auf Rang 5 – um die Play-Offs musste sich der Engländer also keine Sorgen mehr machen. Vielmehr ging es für ihn darum, seine Spitzenposition bis zum Schluss zu behalten. Mit einem Sieg über Michael Smith würde er diesem Ziel näherkommen. Obwohl der „Bully Boy“ im Eröffnungsleg eine Breakchance vergab, erlebte er einen hervorragenden Start. Mit 13, 12 und 18 Darts war er stattdessen im Anschluss daran gleich dreifach erfolgreich. Nachdem die nächsten beiden Durchgänge gerecht aufgeteilt wurden, wollte „Duzza“ erneut verkürzen, leistete sich jedoch fünf Fehlwürfe auf Doppelfelder. Smith nahm dieses Geschenk dankend an, gewann per 12-Darter auch das nächste Leg und lag mittlerweile deutlich mit 6:2 vorne. Aus der Sicht Durrants war dies einfach ein gebrauchter Tag, er warf wenige Minuten später erneut zweimal am äußeren Ring vorbei und stand bereits kurz vor der Niederlage. Mit einem 131er-Highfinish, Sekunden nach einem überlebten Matchdart, sorgte Durrant noch für einen echten Höhepunkt. Dieses Ereignis und der darauffolgende 13-Darter machten Smith sichtlich nervös und er setzte auch die nächsten beiden Matchdarts in den Sand. Bei Durrant wurden Erinnerungen an den vergangenen Samstag wach, als er ein 3:7 gegen Anderson aufgeholt hatte. Er sicherte sich in diesem Moment das Break, bestätigte dieses erfolgreich und sorgte tatsächlich für das 14. und letzte Leg. Dort konnte der anwerfende Smith 112 Restpunkte nicht löschen, Durrant blieb bei 42 Rest fehlerfrei und hatte sich aus dem 2:7-Rückstand heraus das Unentschieden erkämpft.

Glen Durrant 7:7 Michael Smith
99,31 Average 99,14
5 180s 5
131 High Finish 75
1 100+ Checkouts 0
7/19 Finishing 7/17

Auf Gary Anderson wartete heute eine Pflichtaufgabe. Der aktuell Zweitplatzierte wollte sich gegen Schlusslicht Daryl Gurney keinen Ausrutscher leisten. Gurney startete gleich mal zwei starken Highfinishes von 150 und 112 Zählern. Anderson ging mit einem Treffer in der doppelten 3 dazwischen und stellte schon wenig später Parität her. Der frühere Doppelweltmeister war nun auf der Überholspur, übernahm per 11-Darter selbst die Führung und baute diese begünstigt durch mehrere gegnerische Fehlwürfe sogar bis auf ein komfortables 6:2 aus. Mit einem eigenen 11-Darter setzte „Superchin“ Andersons Serie zunächst ein Ende, doch dieser antwortete mit einem 83er-Bullfinish und hatte den ersten Punkt vorzeitig gesichert. Doch urplötzlich leistete sich der Schotte Unsicherheiten auf die Doppel, in den nächsten drei Durchgängen ließ er insgesamt acht Matchdarts liegen. Ohne selbst besonders zu glänzen, gewann Gurney die erwähnten drei Legs allesamt und sorgte für das finale 14. Leg. Dort hielt der anwerfende Anderson seine Nerven letztlich zusammen, nutzte den alles in allem elften Matchdart und sammelte durch das 8:6 die nächsten beiden Punkte ein.

Daryl Gurney 6:8 Gary Anderson
98,02 Average 100,78
5 180s 7
150 High Finish 84
2 100+ Checkouts 0
6/15 Finishing 8/26

Bei bislang jeder Premier League, an der Michael van Gerwen teilgenommen hatte, landete er am Ende auf Tabellenplatz eins. Bei zu diesem Zeitpunkt sechs Punkten Rückstand auf Durrant schien dies unerreichbar, stattdessen musste sich der Titelverteidiger darauf konzentrieren, überhaupt die Play-Offs zu erreichen. Der Auftakt ins heutige Match gegen Weltmeister Peter Wright verlief denkbar schlecht. Nachdem van Gerwen das Auftaktleg bereits abgegeben hatte, zielte er im zweiten Durchgang zweimal zu hoch, als er die Doppel-20 anvisierte. Wright kam in diesem Moment zum Break, welches ihm spürbar Auftrieb verlieh. „Snakebite“ ließ diesem ein 80er-Finish sowie einen 13-Darter folgen und gewann schließlich sogar auch das fünfte Leg. Von „Mighty Mike“ war bis dato nichts zu sehen. Erst als sein schottischer Gegner im sechsten Durchgang am Bullseye vorbeigeworfen hatte, kam er zu seinem ersten Erfolgserlebnis. Drei Fehlwürfe auf Doppel im nächsten Leg ließen jedoch alle Hoffnungen auf ein Comeback schnell im Keim ersticken. Wright leistete sich dagegen bei 74 Rest keinen Fehler, checkte kurz darauf auch 76 Punkte auf souveräne Art und Weise und stand bereits kurz vor dem Sieg. Mit einem starken 11-Darter vollendete Wright schließlich seinen hochverdienten 8:1-Erfolg.

Peter Wright 8:1 M. van Gerwen
105,09 Average 91,54
2 180s 2
100 High Finish 47
1 100+ Checkouts 0
8/12 Finishing 1/7

Aspinall zieht wieder an Price vorbei

Mit vier Siegen aus den letzten fünf Partien hatte sich Gerwyn Price bis auf den vierten Platz vorgearbeitet. Dies hatte unter anderem zur Folge, dass der punktgleiche Nathan Aspinall aus den Play-Off-Plätzen rausgefallen war – das heutige direkte Duell war also definitiv richtungsweisend. Nachdem er das erste Leg bereits eingefahren hatte, erhielt Price im zweiten die erste Breakmöglichkeit, die er aber nicht verwerten konnte. Kurz darauf machte es „The Asp“ dann besser und sorgte mit einem 13-Darter für das Break zu seinen Gunsten. Der Engländer war nun am Drücker, schob einen weiteren 13-Darter hinterher und erhöhte seinen Vorsprung dank eines 125er-Checkouts sogar auf 4:1. Erst als Price im sechsten Durchgang ein 121er-Bullfinish zum Abschluss eines 12-Darters präsentierte, kam er wieder zu Wort. Aspinall stellte den alten Abstand zwar umgehend wieder her, ließ im Anschluss daran aber fünf wichtige Gelegenheiten auf die Doppelfelder liegen. Price kam so trotz eigener Patzer zum Erfolgserlebnis, profitierte kurz darauf von vier weiteren Fehlwürfen seines Kontrahenten und lag demzufolge nur noch mit 4:5 in Rückstand. Nachdem dem „Iceman“ zudem auch der Ausgleich gelang, fing sich Aspinall wieder und legte durch ein weiteres Leg erneut vor. Da er dieses in diesem Fall erfolgreich bestätigte, stand fest, dass er diese Partie nicht verlieren würde. Da der Engländer seinen ersten Matchdart vorbeigesetzt hatte, kam Price nochmals ran und sorgte dafür, dass auch dieses Match über die maximale Distanz ging. Aspinall zeigte sich in diesem wichtigen letzten Leg hochkonzentriert, benötigte nur 13 Würfe und freute sich über einen wertvollen 8:6-Erfolg.

Gerwyn Price 6:8 Nathan Aspinall
93,93 Average 99,35
4 180s 5
121 High Finish 125
1 100+ Checkouts 1
6/19 Finishing 8/23

Genau wie seit mehreren Spieltagen führt Durrant die Tabelle an, nun allerdings „nur“ noch mit drei Punkten Vorsprung auf Anderson. Aspinall ist zurück auf Rang drei, Wright belegt derzeit den vierten Play-Off-Platz vor dem punktgleichen van Gerwen. Price und Smith sind dahinter platziert, aber noch in Reichweite zu den Top-4. Gurney bleibt dagegen einsames Schlusslicht.


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