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Wright unterliegt Gurney trotz eines 9-Darters

Für die besten Dartsspieler der Welt ging es Schlag auf Schlag. Seit Dienstag wurde täglich ein Premier League-Spieltag ausgetragen, auch am heutigen Samstagabend war dies der Fall. Der 11. Spieltag startete dabei mit der Begegnung von Daryl Gurney und Peter Wright, ehe Michael Smith gegen Nathan Aspinall ranmusste und Gary Anderson auf Glen Durrant traf. Zum Schluss waren noch Michael van Gerwen und Gerwyn Price im Einsatz

Zwei ziemlich unterschiedliche Ausgangslagen trafen im ersten Match aufeinander. Während Peter Wright als Drittplatzierter auf Halbfinalkurs bleiben wollte, versuchte Gurney als Tabellenletzter, seinen Rückstand auf das restliche Feld zu verkürzen. Der Nordire legte hervorragend los und hatte das erste Leg bereits eingesammelt, als er mit einem 164er-Highfinish breakte. Gurney legte erfolgreich nach und erhöhte anschließend dank eines 11-Darters inklusive 96er-Checkouts bis auf 4:0. Wright benötigte schon einen eigenen 11-Darter, um erstmals ein Leg für sich zu entscheiden. Mit einem 13-Darter folgte auch sofort das zweite Erfolgserlebnis. Diesem Zwischensprint setzte Gurney per 14-Darter schnell ein Ende, doch Wright reduzierte seinen Rückstand direkt wieder mit einem eigenen 14-Darter. Dank des Breaks im nächsten Durchgang, verkürzte „Snakebite“ anschließend sogar bis auf ein Leg, doch Gurney hatte mit einem 141er-Finish die passende Antwort parat. Nichtsdestotrotz probierte Wright weiterhin alles und startete mit zwei 180ern nacheinander in das elfte Leg. Ähnlich wie Gurney kurz zuvor, stellte sich Wright mit 141 Rest vors Oche, traf die gewünschten Triplefelder und erwischte zu seiner Freude auch die Doppel-12. Nachdem er bereits vorgestern acht perfekte Darts geworfen hatte, das perfekte Spiel aber nicht vollenden konnte, gelang Peter Wright heute sein erster 9-Darter vor TV-Kameras. Aufgrund zweier gegnerischer Fehler sorgte Wright anschließend erstmals für den Ausgleich, in der Crunchtime ging dem Weltmeister jedoch die Puste aus. Er vergab zunächst zwei Möglichkeiten auf Tops zur eigenen Führung und ließ im finalen 14. Leg eine Chance aus, um zumindest noch einen Punkt mitzunehmen. Gurney brachte 76 Zähler auf Null und machte den 8:6-Erfolg perfekt.

Daryl Gurney 8:6 Peter Wright
94,93 Average 103,07
1 180s 9
164 High Finish 141
2 100+ Checkouts 1
8/17 Finishing 6/14

Selbstverschuldete Niederlage für Smith

Danach waren Michael Smith und Nathan Aspinall an der Reihe, die beide vor diesem Spieltag elf Punkte auf dem Konto hatten. Der „Bully Boy“ eröffnete die Partie mit einem 121er-Finish auf der Doppel-14, Aspinall sicherte sich seinen ersten Leggewinn wenig später mit einem 13-Darter. Als Smith im dritten Leg die Doppel-20 verfehlte, kassierte er in dieser Situation ein Break. Auf der anderen Seite konnte „The Asp“ dieses zwar bestätigen, ließ in den nächsten Minuten aber ganze zwölf Möglichkeiten liegen, um seinen Vorsprung weiter auszubauen – stattdessen stand es zu diesem Zeitpunkt 3:3-Unentschieden. Aspinall erholte sich zwar schnell davon und entschied die nächsten beiden Legs wiederum für sich, leistete sich dann allerdings die nächsten Patzer: im neunten Durchgang warf er zweimal außen an der Doppel-8 vorbei, im zehnten war es ein Fehler auf der doppelten 15. Smith nutzte dies konsequent für sich aus und hatte mit dem 5:5 wieder Parität hergestellt. Mit einem wichtigen Treffer in der Doppel-7 legte Aspinall wiederum vor, doch Smith rebreakte umgehend per 12-Darter und sorgte dafür, dass die Partie über die maximale Distanz ging. Smith setzte in seinem Anwurfleg zwei wichtige Möglichkeiten zur Führung in den Sand und ermöglichte Aspinall so das vorentscheidende Break. Dieser löschte einige Minuten später 94 Punkte und hatte das zweite Match des Abends mit 8:6 für sich entschieden.

Michael Smith 6:8 Nathan Aspinall
93,74 Average 96,46
7 180s 3
121 High Finish 94
1 100+ Checkouts 0
6/14 Finishing 8/33

Durrant überlebt Matchdart und bleibt in Milton Keynes ungeschlagen

Mit vier Punkten Vorsprung thronte Glen Durrant vor diesem Spieltag vor seinen ärgsten drei Konkurrenten, zu denen auch sein heutiger Gegner Gary Anderson zählte. Während Durrant den erwähnten Vorsprung gerne ausbauen wollte, ging es für Anderson darum, seine gute Position im Kampf und die Play-Off-Plätze beizubehalten. Der Schotte begann mit einem 127er-Finish zum Abschluss eines 12-Darter, allerdings konnte auch Durrant sein erstes Anwurfleg souverän nach Hause bringen. Anderson legte per 11-Darter wieder vor und holte sich anschließend das erste Break der Partie. Doch Durrant verhinderte mit einem starken 138er-Highfinish einen größeren Rückstand und glich dank eines 117er-Checkouts auf 3:3 aus. Doch dann lief bei „Duzza“ plötzlich nichts mehr zusammen – er warf in den nächsten beiden Legs insgesamt neun Mal an Doppelfeldern vorbei. Anderson leistete sich zwar selbst einige Unsicherheiten, war aber beide Male zur Stelle und ließ diesen Erfolgserlebnissen ein 80er-Finish via zweimal Doppel-20 folgen. Im nächsten Leg leistete sich Durrant drei weitere Fehler, sodass feststand, dass der Engländer dieses Match nicht mehr gewinnen würde. Mit einem 116er-Finish holte sich Durrant noch ein viertes Leg, im Anschluss daran hatte er das Glück, sechs Matchdarts gegen sich unbeschadet zu überstehen. Wenig später ließ Anderson seine siebte Chance zum Sieg aus, Durrant war jetzt mit einem 13-Darter erfolgreich und sorgte für das abschließende 14. Leg, in dem er sogar selbst Anwurf hatte. Anderson konnte in diesem Moment für keine Gefahr sorgen, sodass Durrant auf der Doppel-7 das 7:7-Unentschieden besiegelte. Damit bliebt Durrant auch im siebten Spiel nacheinander ungeschlagen.

Gary Anderson 7:7 Glen Durrant
95,80 Average 97,01
2 180s 2
127 High Finish 138
1 100+ Checkouts 3
7/23 Finishing 7/24

Van Gerwen kassiert die nächste Pleite

Nach zwei Niederlagen in Folge am Mittwoch und Donnerstag hatte sich Michael van Gerwen gestern zurückmelden können, als er sich gegen Aspinall zum Sieg kämpfte. Nichtsdestotrotz räumte der Weltranglistenerste ein, dass er mit seiner derzeitigen Form zu kämpfen hatte. Genau dies wollte sein Gegner Gerwyn Price ausnutzen, der gleich im Auftaktleg zwei Fehlwürfe des Niederländers mit dem Break bestrafte. Price legte mit einem 13-Darter nach, ehe van Gerwen mit einem eigenen 13-Darter zu seinem ersten Erfolgserlebnis kam. Price hatte Augenblicke vorher eine Breakchance ungenutzt gelassen, machte dies mit einem starken 12-Darter, inklusive 116er-Highfinish aber schnell vergessen. Sechs perfekte Darts des Walisers waren anschließend die Grundlage für das nächste Break, ehe van Gerwen zwei weitere Darts am äußeren Ring vorbeisetzte und Price so das 5:1 ermöglichte. Auf der Doppel-20 stoppte van Gerwen den Lauf seines Gegners, doch Price konterte mit einem 100er-Finish und stellte den alten Abstand wieder her. Van Gerwen zeigte auch heute auf den Doppelfeldern massive Schwächen, so unterliefen ihm im neunten Durchgang die nächsten vier Fehler. Price brachte nervenstark 122 Punkte auf Null und sorgte auf diese Weise für die Vorentscheidung. Zwar brachte der dreifache Weltmeister noch zwei Legs auf seine Seite, doch der Rückstand war schlichtweg zu groß. Price löschte abschließend 92 Punkte via Bullseye, 2 und Doppel-20 und bezwang van Gerwen mit 8:4.

M. van Gerwen 4:8 Gerwyn Price
99,19 Average 95,81
1 180s 3
72 High Finish 122
1 100+ Checkouts 3
4/17 Finishing 8/12

Durrant führt die Tabelle unverändert mit vier Punkten Vorsprung an, doch hinter ihm rückt das Teilnehmerfeld zusammen. Aspinall ist neu auf Rang zwei, hat mit 13 Punkten genau so viele eingefahren wie Anderson. Bei zwölf Punkten stehen Wright und van Gerwen, der sich zu diesem Zeitpunkt nicht auf den Play-Off-Plätzen befindet. Wiederum nur einen Punkt weniger haben Price und Smith, während Gurney trotz seines Sieges mit acht Zählern Schlusslicht bleibt.

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