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„Barney“ verliert sein letztes Premier League-Spiel

Rotterdam, Teil 2: die 10.000 größtenteils orange gekleideten Fans in der Ahoy Arena freuten sich am Donnerstag vor allem auf den letzten Premier League-Auftritt ihres Helden Raymond van Barneveld. Im Oranje-Duell mit Michael van Gerwen ging es für den fünfmaligen Weltmeister nur noch um einen gebührenden Abschied aus der Eliteliga. Eine höhere sportliche Bedeutung hatten in der Judgement Night die Matches zwischen Daryl Gurney und Mensur Suljovic sowie zwischen Peter Wright und Gerwyn Price. Im dritten Match war dann mit Jeffrey de Zwaan der letzte „Contender“ an der Reihe, der gegen Rob Cross ebenfalls ein Heimspiel hatte. Nach der Partie von van Barneveld und van Gerwen beendeten dann noch James Wade und Michael Smith den neunten Spieltag.

Suljovics Siegesserie nimmt ein Ende

Heimlich, still und leise hatte sich Mensur Suljovic bis auf Rang drei der Tabelle vorgearbeitet – vor allem dank zuletzt drei Siegen nacheinander. Diese Serie sollte heute gegen Daryl Gurney fortgesetzt werden. Ähnlich wie in seiner gestrigen Partie verschlief Mensur den Beginn und verlor die ersten beiden Legs, erholte sich dieses Mal aber schnell davon und hatte einige Minuten später ausgeglichen. Danach hatte übernahm „Superchin“ allerdings wieder das Kommando, erzielte im sechsten Durchgang ein Break und bestätigte dieses kurz darauf zum 5:2 aus seiner Sicht. Er verpasste dann aber eine wichtige Möglichkeit, um noch weiter davonzuziehen – „The Gentle“ rettete seinen Anwurf stattdessen auf der Doppel-1. Es sollte aber das letzte Erfolgserlebnis des Wieners bleiben. Denn Gurney verteidigte anschließend den eigenen Anwurf und brachte im zehnten Leg 84 Punkte auf der Doppel-11 zum 7:3-Sieg auf Null.

Bei Gerwyn Price zeigt die Formkurve in den letzten Wochen steil nach unten. Nachdem der Waliser sich zu Beginn der Saison bärenstark präsentierte, verlor er zuletzt drei Partien nacheinander. Diesen Negativlauf wollte er mit einem Erfolg über Peter Wright beenden. Price eröffnete den Reigen mit einem starken 147er-Finish und bestätigte dieses Break trotz neun Doppelfehlern im nachfolgenden Leg. Wright kämpfte sich mit zwei wichtigen Checkouts von 118 und 74 Punkten zurück und stellte Parität her. Kurz darauf brillierte „Snakebite“ gar mit einem 160er-Finish, doch Price hatte die passende Antwort parat, als sieben perfekte Darts im sechsten Leg Grundlage eines 11-Darters zum 3:3 waren. In den nächsten Minuten präsentierten sich beide Profis vor allem bei eigenen Anwürfen souverän, sodass es beim Spielstand von 5:5 in eine spannende Schlussphase ging. Price legte klasse vor, warf zum zweiten Mal in diesem Match sechs perfekte Darts und schnappte sich per 11-Darter das erhoffte Break. Im finalen zwölften Leg ließ Wright dann zwei Chancen ungenutzt, um für die Punkteteilung zu sorgen. Price bedankte sich dafür, verwandelte sicher in der Doppel-20 und bejubelte seinen 7:5-Erfolg.

De Zwaan kann seinen starken Beginn nicht aufrechterhalten

Jeffrey de Zwaan war der einzige der neun „Contender“, der noch auf seinen Einsatz warten musste. Doch heute hatte dieses Warten für den Niederländer ein Ende und er durfte sich vor 10.000 Zuschauern gegen Rob Cross beweisen. De Zwaan kam sensationell gut in die Begegnung hinein, legte mit einem 12-Darter los und spielte im zweiten Durchgang ein 151er-Finish, um das eben geschaffte Break zu bestätigen. Cross konnte im Anschluss daran sein erstes Leg einfahren und verkürzen, doch „The Black Cobra“ antwortete sofort mit noch einem 12-Darter. „Voltage“ ließ sich jedoch auch vom Gegenwind aus dem Publikum nicht aus der Ruhe bringen und sorgte im sechsten Leg auch dank eines Patzers seines niederländischen Gegners für den Ausgleich – mithilfe eines 89er-Checkouts übernahm er kurz darauf sogar die Führung. Mit einem 124er-Bullfinish erzielte der Weltmeister schon im darauffolgenden achten Leg ein Break und brachte das Publikum so beinahe zum Verstummen. De Zwaan verpasste im nächsten Leg seinerseits ein 124er-Finish, lag demzufolge mit 3:6 in Rückstand und konnte diese Partie nicht mehr gewinnen. Ein Leg ging dann zwar noch an den Niederländer, doch mit dem eigenen Anwurf besiegelte Cross schließlich das Schlussresultat von 7:4 – seine acht 180er sind Rekord für diese Premier League-Spielzeit.

Der Höhepunkt des Abends und vermutlich der gesamten bisherigen Premier League-Saison folgte als Nächstes. Raymond van Barneveld bestritt nach 209 Spielen und 14 Spielzeiten sein allerletztes Premier League-Match. Für ihn war die Begegnung gegen Landsmann Michael van Gerwen sportlich wertlos, weil seine Elimination nach seiner gestrigen Pleite bereits feststand. Für van Gerwen hatte diese Partie allerdings schon sportliche Bedeutung, genau nach diesem Motto zeigte er sich früh als Partycrasher und gewann die ersten beiden Legs mit je 13 Würfen. Im dritten Durchgang erhielt „Barney“ dann seine ersten Würfe auf Doppel, vergab aber ganze fünf Stück. Van Gerwen schnappte sich dann dankend auch diese dritte Legs und erhöhte wenig später gar auf 4:0. Danach konnten sich die Fans über das erste Erfolgserlebnis von van Barneveld freuen, dabei handelte es sich um einen guten 13-Darter. Van Gerwen antwortete darauf umgehend mit einem 68er-Checkout, ein souveränes 63er-Finish später war der Weltranglistenerste nur noch ein Leg von zwei weiteren Punkten entfernt. Wenig später war es dann soweit, van Gerwen nutzte seinen zweiten Matchdart auf der Doppel-20 und stand als Sieger fest. Für Raymond van Barneveld endet seine Premier League-Karriere mit einer 1:7-Niederlage.

Ein Match fehlte jetzt nur noch, und es wurde zwischen James Wade und Michael Smith ausgetragen. Der „Bully Boy“ kam hervorragend ins Match hinein und begrüßte Rotterdam gleich mal mit Scores von 180 und 177 Punkten. Bei 144 Restpunkten erwischte er mit der nächsten Aufnahme zwei weitere Triple-20er, doch der neunte Dart war nicht mehr perfekt und flog zur Enttäuschung der Fans außen an der Doppel-12 vorbei – letztlich benötigte er für dieses Auftaktleg elf Würfe. Wade kam mit einem ebenfalls starken 12-Darter zum sofortigen Rebreak. Danach legte Smith einen kurzen Zwischensprint ein und sicherte sich zwei Legs nacheinander, doch „The Machine“ ließ sich nicht abschütteln und blieb seinem Gegner mit dem 2:3 auf den Fersen; mit einem 100er-Finish über zweimal Tops stellte Wade schon kurz darauf Parität her. Wade gewann anschließend sogar ein drittes Leg in Serie, ehe Smith diesem Lauf ein Ende bereiten konnte und auf der Doppel-10 zum 4:4-Ausgleich kam. Wade verteidigte anschließend erneut den eigenen Anwurf und sorgte im nachfolgenden zehnten Leg für die Vorentscheidung, als er 80 Punkte zum Break und zum 6:4 auf Null brachte. Das ihm jetzt noch fehlende Leg auch einzuholen war letztlich kein Problem mehr für „The Machine“, er verwandelte in der Doppel-20 und gewann mit 7:4.

In der Tabelle bleibt van Gerwen nach neun Spieltagen ganz oben, dicht gefolgt vom punktgleichen Cross. Wade schiebt sich wieder auf Rang drei, hat genau wie Gurney elf Punkte eingesammelt. Auf Platz fünf steht nun Suljovic, Price hat nach seinem heutigen Erfolg einen Zähler weniger und ist Sechster. Dahinter folgen Wright und Smith, van Barneveld wird nicht Teil der restlichen Premier League-Saison sein. Nächste Woche, also am 0. April, steigt der zehnte Spieltag im nordirischen Belfast.

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