Cross übernimmt die Tabellenführung

Der sechste Spieltag der Premier League Darts 2019 fand im englischen Nottingham statt. Mit dabei war an diesem Donnerstagabend UK Open-Sieger Nathan Aspinall, der in der Eröffnungspartie Michael Smith herausforderte. Im Anschluss daran traf James Wade auf Mensur Suljovic und Rob Cross auf Raymond van Barneveld, ehe es zum Topspiel zwischen Gerwyn Price und Michael van Gerwen kam. Zum Abschluss duellierten sich danach noch Peter Wright und Daryl Gurney.

Suljovic holt sich den zweiten Saisonsieg

Ziemlich überraschend hatte Nathan Aspinall am 03. März den größten Erfolg seiner noch jungen Karriere feiern können, als er sich die Krone bei den UK Open aufsetzte. „The Asp“ war auch Teil der diesjährigen Premier League und traf als „Contender“ auf Michael Smith – eine Neuauflage des WM-Halbfinals. Aspinall präsentierte sich mit neuem Shirt und neuen Flights, warf jedoch im Eröffnungsleg knapp am Bullseye vorbei und kassierte sofort ein Break. Weil Aspinall in den nächsten drei Legs insgesamt neun weitere Chancen ausließ schaffte es Smith, sich einen klaren 4:0-Vorsprung herauszuspielen. Erst als der „Bully Boy“ kurz darauf selbst eine Möglichkeit vergab war Aspinall zur Stelle, erwischte die Doppel-16 und freute sich über sein erstes Erfolgserlebnis. Smith antwortete mit einem 112er-Checkout, doch „The Asp“ setzte noch einen drauf und konterte mit einem Highfinish in Höhe von 158 Punkten – dafür gab es auch Applaus vom Gegner. Allerdings holte sich Smith schon kurz darauf das 6:2 und sah danach dabei zu, wie Aspinall dreimal an Tops vorbeiwarf. Smith stand selbst bei 127 Restpunkten, verwandelte den ersten Matchdart eiskalt im Bullseye und entschied die Partie mit 7:2 für sich.

Tabellenführer James Wade wollte im Anschluss auch gegen Mensur Suljovic gewinnen und seine Pole Position behalten. Nachdem die ersten beiden Legs gerecht aufgeteilt wurden profitierte „The Gentle“ im dritten von Patzern seines Kontrahenten und konnte für das erste Break der Partie sorgen, Wade ließ sich das allerdings nicht lange gefallen und kam zum sofortigen Rebreak. Bis hierhin war also alles ausgeglichen, erst als Wade in den nächsten beiden Legs in der Summe vier Chancen ungenutzt ließ konnte Suljovic ein Stück weit enteilen und einen Vorsprung von zwei Legs aufbauen. Zwar antwortete „The Machine“ mit einem 11-Darter, doch auch sein österreichischer Gegner brachte kurz darauf den eigenen Anwurf durch und stellte den vorherigen Abstand beim Stand von 5:3 wieder her. Mensur gelang anschließend sogar ein Break, wodurch er das Unentschieden bereits abgesichert hatte. Natürlich war jetzt aber der Sieg das Ziel, und dieser sollte dem Wiener schon wenige Minuten später auch gelingen. Er erwischte die Doppel-9 und feierte einen klaren 7:3-Erfolg über den bisherigen Tabellenführer.

Van Barneveld mit der dritten Pleite in Folge

Raymond van Barneveld kommt weiter einfach nicht in Fahrt. Der noch sieglose Tabellenletzte lief in seiner letzten Saison in die Gefahr, nach neun Spieltagen bereits auszuscheiden – Punkte gegen Rob Cross würde er dementsprechend gut gebrauchen können. Der bessere Start war allerdings „Voltage“ vergönnt, der mit einem 129er-Finish begann und einen 13-Darter nachlegte. Nun kam allerdings van Barneveld in die Partie und holte sich seinerseits zwei Legs in Serie, vergab dann aber zwei Chancen, um sogar die Führung zu übernehmen. Stattdessen zündete nun Cross den Turbo, holte sich mit 12 und 14 Würfen zwei weitere Legs nacheinander und lag mittlerweile doch deutlich mit 5:2 vorne. Nachdem sich der Engländer auch das nächste Leg schnappte erhielt er im darauffolgenden neunten Leg die ersten Matchdarts, vergab aber vier Stück. „Barney“ löschte im direkten Gegenzug 88 Punkte aus, betrieb so aber letzten Endes nur noch Ergebniskosmetik. Denn Cross nutzte schließlich seinen neunten Matchdart und setzte sich mit 7:3 durch.

Price muss die erste Pleite einstecken

Es folgte das Topspiel dieses Donnerstagabends: der als einziger im Teilnehmerfeld noch ungeschlagene Gerwyn Price wollte nun auch den Weltranglistenersten knacken. Michael van Gerwen hatte bereits drei sieglose Spiele im TV in Folge hinter sich und wollte nun seinerseits die Wende schaffen. Beide kamen äußerst schleppend in die Partie hinein und rutschen in der Anfangsphase auffällig oft in das 5er-Segment ab. Dennoch wurden die ersten beiden Anwürfe jeweils verteidigt, danach gelang es van Gerwen, mit einem 15-Darter zu breaken. Price ließ dann ganze vier Möglichkeiten zum sofortigen Rebreak liegen und brauchte sich nicht mehr darüber zu wundern, dass er mit 1:3 in Rückstand lag. Mittlerweile stieg das Niveau kontinuierlich an; Price konnte mit einem 14-Darter verkürzen, scheiterte dann aber an einem 108er-Finish zum Ausgleich. Als der Waliser im darauffolgenden Leg zudem zwei weitere Chancen ungenutzt ließ schaffte es „Mighty Mike“, einen echten Big Point zu setzen: mit einem 132er-Bullfinish sorgte er für ein Break und das 5:2. Die beiden ihm dann noch fehlenden Legs holte sich der Weltranglistenerste dann binnen weniger Minuten, er nutzte seinen zweiten Matchdart auf der Doppel-12 und bejubelte einen deutlichen 7:2-Sieg.

Bei Daryl Gurney lief in den letzten beiden Wochen nur wenig zusammen. Bei nur einem einzigen eigenen Leggewinn kassierte er zwei derbe Niederlagen und fiel in der Tabelle zurück. Heute wollte sich der Nordire gegen Peter Wright wieder besser präsentieren. Mit 13 Würfen konnte „Snakebite“ das Auftaktleg einsammeln, scheiterte kurz darauf aber knapp an einem 148er-Finish und kassierte dementsprechend den Ausgleich. Auch in den nächsten Minuten wurden die Legs bei eigenem Anwurf verteidigt; zumindest bis Gurney im sechsten Durchgang gleich sieben Pfeile an Doppeln vorbeisetzte. Wright sagte Danke, erwischte Tops und führte durch dieses Break mit 4:2. Zwar kam der Nordire zum umgehenden Rebreak, doch Wright hatte seinerseits die richtige Antwort parat und stellte mit einem 11-Darter den alten Abstand wieder her. Diesem konnte der Weltranglistendritte ein 90er-Checkout auf dem Bullseye folgen lassen, wodurch er einen Punktgewinn bereits in der Tasche hatte. „Superchin“ gab sich allerdings noch nicht auf, spielte im zehnten Durchgang zunächst einen 13-Darter und hatte anschließend Glück, dass sein schottischer Gegner den ersten Matchdart ausließ. So konnte Gurney Tops treffen, auf 5:6 aus seiner Sicht stellen und die Partie ins finale zwölfte Leg bringen. Dort nutzte Gurney den Vorteil, dieses wichtige Leg begonnen zu haben und besiegelte das 6:6-Unentschieden. Nach sechs Spieltagen führt Cross die Tabelle an, punktgleich mit van Gerwen – beide stehen bei neun Zählern. Dahinter folgt Wade; Wright ist neuer Tabellenvierter, sodass Price auf Position fünf abrutscht. Suljovic bleibt Sechster, während Smith und Gurney die darauffolgenden Plätze getauscht haben. Unverändert Schlusslicht bleibt van Barneveld mit nur zwei Punkten. Nächste Woche geht es für die Premier League in die Mercedes-Benz-Arena von Berlin.

Premier League Darts


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