Nur Daryl Gurney gewinnt in Birmingham

Selten war das Rennen um die Play-Off-Plätze so spannend wie in dieser Premier League-Saison. Während Michael van Gerwen und Rob Cross so gut wie durch sind streiten sich mit Mensur Suljovic, James Wade, Gerwyn Price und Daryl Gurney gleich vier Profis um die beiden anderen Halbfinaltickets. Am heutigen in der englischen Millionenstadt Birmingham stattfindenden 13. Spieltag – dem viertletzten der Saison – eröffnete Suljovic gegen Schlusslicht Michael Smith. Danach musste Price gegen Cross an die Arbeit, Gurney spielte gegen Peter Wright. Zum Abschluss duellierten sich dann noch van Gerwen und Wade.

Price bekommt das Match nicht zu

Los ging es also mit der Begegnung von Mensur Suljovic und Michael Smith. Während der Engländer infolge schwacher Resultate nur noch geringe Aussichten aufs Halbfinale hatte wollte „The Gentle“ seine Ansprüche auf die Play-Offs heute untermauern. Der „Bully Boy“ kam hervorragend ins Match hinein, breakte frühestmöglich mit elf Würfen und legte einen 14-Darter nach. Mensur konnte verkürzen, verpasste danach allerdings zwei Darts zum Ausgleich und lag demzufolge mit 1:3 hinten. Nachdem die nächsten beiden Legs gerecht aufgeteilt wurde patzte der Österreicher im sechsten Durchgang vierfach auf Doppelfelder. Smith bedankte sich und kam zum Break, per 13-Darter konnte er dieses kurz darauf bestätigen und bis auf 6:2 davonziehen. Zu diesem Zeitpunkt drehte sich die Partie jedoch plötzlich. Suljovic verbesserte sich auf den Doppelfeldern und zeigte in den nächsten Minuten Checkouts von 120 und 84 Punkten – in beiden Fällen wartete sein Gegner mit einem Ein-Dart-Finish. Seine Möglichkeit zum sicheren Punktgewinn ließ Smith dann im nachfolgenden elften Leg liegen, als er die abschließende Doppel-12 bei 144 Restpunkten deutlich verfehlte. Mensur nutzte diesen Fehler, holte sich kurz darauf ein viertes Leg in Serie und hatte tatsächlich auf 6:6 ausgeglichen. Wenig später ging der Österreicher mithilfe eines 116er-Highfinishes gar in Führung, doch Smith hielt seine Nerven im nächsten Leg zusammen, erwischte die Doppel-8 mit seinem letzten Dart und sorgte für das 7:7-Remis.

Danach kam es zum Aufeinandertreffen von Rob Cross und Gerwyn Price. „Voltage“ startete mit einem 120er-Checkout, dieses Highfinish konterte Price mit einem eigenen in Höhe von 101 Zählern. Das dritte Leg ging dann wiederum an den früheren Weltmeister, er konnte diesmal aber nachlegen und per 108er-Finish zum Break kommen. Price hatte jedoch auch hierauf die passende Antwort parat, rebreakte per 12-Darter und stellte kurz darauf mit dem 3:3 Parität her. Der Waliser war seinem Gegner in dieser Phase vom Scoring her klar überlegen und konnte sich ohne viel Gegenwehr zwei weitere Legs nacheinander schnappen. Cross stoppte im darauffolgenden neunten Leg den Lauf seines Gegners, doch Price antwortete umgehend auf der Doppel-10 und stellte mit dem 6:4 den vorherigen Abstand wieder her. Analog dazu verliefen die nächsten beiden Legs: mit einem starken 12-Darter verkürzte Cross, der „Iceman“ brachte seinen Anwurf aber ebenfalls souverän nach Hause und hatte einen Punkt vorzeitig in der Tasche. Weil Price im darauffolgenden Leg aber drei Matchdarts liegen ließ sorgte sein englischer Gegner für das finale 14. Leg – dort ließ Price einen weiteren Matchdart aus. Cross ließ sich Sekunden später nicht zweimal bitten und verwandelte auf der Doppel-16 zum 7:7.

Van Gerwen muss sich mit einem Remis begnügen

Im besagten Kampf um die Play-Offs war Daryl Gurney vor seinem heutigen Match etwas ins Hintertreffen geraten und wollte deshalb unbedingt einen Sieg über Peter Wright einfahren. Es war jedoch „Snakebite“, der besser in die Partie hineinkam und die ersten beiden Legs auf seine Seite zog. Gurney reagierte allerdings stark und schaffte dank Checkouts von 104, 86 sowie 101 Punkten den Turnaround; Wright stellte wenig später mit dem 3:3 Parität her. „Superchin“ setzte sich anschließend wieder in Front, doch Wright antwortete klasse und kam mit einem 124er-Bullfinish zum neuerlichen Ausgleich. Nun war allerdings wieder Gurney am Drücker: der Nordire holte sich drei Legs nacheinander, checkte dabei auch 116 Punkte und hatte das Unentschieden bereits sicher. Doch Gurney wollte jetzt natürlich auch mehr und brachte die Partie wenig später mit einem 81er-Finish zu Ende – unterm Strich bejubelte „Superchin“ einen deutlichen 8:4-Erfolg.

Jetzt fehlte nur noch das Topspiel zwischen James Wade und Michael van Gerwen, der heute seinen 30. Geburtstag zelebrierte. „Mighty Mike“ wollte sich heute also nicht nur selbst beschenken, sondern sich auch für seine Niederlage aus der Hinrunde revanchieren. Wade ließ im Auftaktleg zwei Chancen auf Doppel liegen und kassierte sofort das Break, seine starke Antwort darauf kam aber umgehend: „The Machine“ checkte zweimal nacheinander 121 Punkte auf dem Bullseye. In den nächsten Minuten präsentierten sich beide Profis extrem stark mit dem eigenen Anwurf und ließen dem Gegner in diesen Legs kaum eine Chance. Bestes Beispiel dafür war das siebte Leg, in welchem Wade per 11-Darter auf 4:3 aus seiner Sicht stellte. Der Weltranglistenerste ließ sich das allerdings nicht lange gefallen und kam mit einem 12-Darter inklusive 117er-Checkout zum wiederholten Ausgleich. Analog zum vorherigen Verlauf wurden auch die Legs Nummer neun und zehn gerecht aufgeteilt, dabei glänzte speziell van Gerwen mit einem 107er-Finish via Single Bull Bullseye und Doppel-16 zum 12-Darter und zum 5:5 – sein englischer Gegner hatte auch hier souverän vorgelegt. Genau dies tat Wade auch im elften Durchgang, nun jedoch mit dem Unterschied, dass er tatsächlich ein Break folgen lassen konnte und beim Zwischenstand 7:5 zumindest einen Punkt abgesichert hatte. „Mighty Mike“ hatte jedoch einmal mehr den überragenden Schlussspurt auf Lager: mit 12 und 13 Darts holte sich der Niederländer die beiden letzten Legs des Abends und sorgte auch hier für die Punkteteilung.

Nach dem 13. Spieltag ändert sich in der Tabelle nur wenig. Van Gerwen bliebt vor Cross Spitzenreiter, dahinter bleibt der Kampf ums Halbfinale weiterhin spannend: Wade, Price und Suljovic stehen geschlossen bei 15 Punkten, Gurney hat auf Rang sechs nur noch einen Zähler Rückstand. Smith und Wright haben am Tabellenende zwar Plätze getauscht, beide aber wohl die letzte realistische Chance auf die Play-Offs verwirkt. Nächste Woche gastiert die Premier League dann zum 14. Spieltag in Manchester.

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