Van Gerwen siegt im Topspiel über Smith

Es geht wieder los! In Newcastle startete die Premier League Darts in ihre 15. Saison. Diese Turnierauflage ist dabei eine ganz besondere: nach der verletzungsbedingten Absage von Gary Anderson wurden neun „Contender“ nominiert, die an jeweils einem Spieltag die Chance bekamen, sich auf den größten Darts-Bühnen zu präsentieren. Am Auftaktspieltag wurde diese Ehre Chris Dobey zuteil, der im dritten Match des Abends ein echtes Heimspiel gegen Mensur Suljovic hatte. Das Topspiel heute war aber ohne Zweifel die Neuauflage des WM-Finals zwischen Michael van Gerwen und Michael Smith.

Überzeugende Leistungen von Wade und Price

Die neue Premier-League-Saison wurde von James Wade und Raymond van Barneveld eröffnet. Während Wade nach einem Jahr unfreiwilliger Abstinenz zurück in der Liga der besten Dartspieler ist bestreitet „Barney“ seine letzte Premier-League-Saison. Mit 13 Würfen schnappte sich der Engländer das erste Leg des Turniers. Van Barneveld holte sich locker den Ausgleich, vergab danach aber zwei Möglichkeiten, um ein Break zu erzielen. Besser machte der Niederländer es dann im vierten Leg, als er unter Druck 104 Punkte auf Null brachte. Weil auch die beiden darauffolgenden Legs zwischen den Kontrahenten aufgeteilt wurden war sechs gespielten Leg noch immer alles ausgeglichen. Danach gelang van Barneveld das erste Break dieser Partie, begründet durch drei Fehler auf Doppel im darauffolgenden achten Leg konnte er aber nicht nachlegen. Wade bedankte sich und stellte auf 4:4, zudem drückte er in der Folge weiter aufs Gas. „The Machine“ eroberte zwei weitere Legs nacheinander und hatte schon mal einen Punkt sicher. Als er im elften Leg auch noch 124 Punkte auf dem Bullseye für einen 12-Darter löschte war es soweit, James Wade gewann verdient mit 7:4 und verbuchte einen erfolgreichen Start in die Premier League-Spielzeit.

Es folgte das Duell von Gerwyn Price und Daryl Gurney, zwei Spieler, die im Jahr 2018 einen großen TV-Titel einfahren konnten. „Superchin“ holte sich frühestmöglich ein Break, hatte dann Glück, zwei Breakdarts gegen sich zu überstehen und freute sich über das 2:0. Price erholte sich aber schnell davon und kam mithilfe eines 14- und eines 13-Darters zum schnellen Ausgleich. Auch die beiden darauffolgenden Legs gingen an den Waliser, der nun selbst einen Vorsprung von zwei Legs aufweisen konnte. Wenig später holte sich der „Iceman“ sogar noch ein fünftes Leg in Serie, ehe Gurney diesem Lauf seines Gegners ein Ende setzte und per 14-Darter auf 3:5 aus seiner Sicht stellte. Doch Price checkte wenige Minuten später 72 Punkte aus und hatte das Unentschieden schon mal sicher. Zwar ließ es im zehnten Leg den ersten Matchdart aus und ermöglichte seinem nordirischen Gegner noch ein Erfolgserlebnis, doch im elften Leg machte Gerwyn Price dann Nägel mit Köpfen und feierte nach dem 7:4 den ersten Premier-League-Sieg seiner Karriere. Unterm Strich kam Price auf einen starken Average von gut 104 Punkten.

Suljovic kämpft sich zum Punktgewinn

Nun war Chris Dobey an der Reihe. „Hollywood“ kommt selbst aus Newcastle und erhoffte sich deshalb gegen den Österreicher Mensur Suljovic die Unterstützung des Publikums. Dobey kam hervorragend ins Match hinein und veredelte Aufnahmen von 140 und 180 im Auftaktleg mit einem 113er-Highfinish; zudem legte der Engländer ein Break nach. Nachdem auch Leg Nummer drei an Dobey ging erhielt Suljovic erst im vierten Durchgang die ersten Würfe auf den äußeren Ring des Boards und konnte auch in der Doppel-8 verwandeln. Dobey ließ sich davon aber nicht lange stören und stellte dank eines 64er-Checkouts auf 4:1. Als er im nächsten Leg auch noch 84 Punkte auf dem Bullseye ausmachen konnte hatte er seine Führung sogar noch weiter ausgebaut. Mensur hatte seinem stark aufgelegten Gegner bis hierhin wenig entgegenzusetzen, profitierte dann aber davon, dass Dobey im siebten Leg vier Pfeile an der Doppel-20 vorbeisetzte. Nachdem „The Gentle“ dieses Break auch bestätigt hatte beobachtete er, wie Dobey im achten Durchgang zwei weitere Möglichkeiten auf Doppelfelder ungenutzt ließ. Suljovic traf stattdessen die Doppel-18 zum 13-Darter und lag mittlerweile nur noch mit einem Leg in Rückstand; 14 Würfe des Österreichers später war der 5:5-Ausgleich perfekt. Suljovic war in dieser Phase klar überlegen, holte sich anschließend das fünfte Leg nacheinander und hatte einen Punkt schon mal sicher. Er ließ im zwölften und letzten Leg allerdings einen Matchdart aus, Dobey hielt seine Nerven zusammen und erwischte die Doppel-16 zum 6:6-Endstand. Für Suljovic bedeutet dies den ersten Punktgewinn, Dobey darf sich über 1000 Pfund an zusätzlichem Preisgeld freuen.

Diese beiden Profis bestritten das letztjährige Premier League-Finale und das aktuelle WM-Finale gegeneinander – die Rede ist natürlich von Titelverteidiger Michael van Gerwen und Michael Smith. Letztgenannter startete mit einem 12-Darter und holte sich auf diese Weise gleich ein Break, doch van Gerwen ließ das nicht lange auf sich sitzen und kam seinerseits mit 12 Würfen zum sofortigen Rebreak. Nachdem die nächsten drei Legs allesamt mit dem jeweiligen Anwurf gewonnen wurden, „Mighty Mike“ führte also mit 3:2, unterlief Smith im sechsten Leg der erste grobe Fehler, als er dreifach an Doppeln vorbeiwarf. Der Weltranglistenerste landete also ein Break und hatte einen Vorsprung von zwei Legs, patzte im nächsten Durchgang aber selbst zwei Mal auf die Doppel-20. Smith kam folglich zum Break, zudem löschte er im achten Leg unter hohem Druck 150 Punkte aus und forcierte so den 4:4-Ausgleich. Nach dem die nächsten beiden Legs zwischen den Konkurrenten aufgeteilt wurden ging es nun in die ganz entscheidende Phase dieser Partie. Und Michael van Gerwen hatte einen tollen Schlussspurt auf Lager, spielte starke Legs von 14 und 11 Darts und hatte sein Auftaktmatch mit 7:5 für sich entschieden.

Ein Match fehlte nun noch, und es wurde zwischen Peter Wright und Rob Cross ausgetragen. Cross konnte den besseren Start für sich vermelden und glänzte speziell im zweiten Leg mit einem brillanten 10-Darter. Erst als „Voltage“ im dritten Leg einmal an der Doppel-20 vorbeiwarf bekam Wright einen Fuß in die Tür und holte sich mit einem 87er-Finish sein erstes Erfolgserlebnis. Mit einem 13-Darter stellte Cross den alten Abstand wieder her, doch „Snakebite“ steigerte sich nun deutlich. Er brachte im fünften Leg zunächst 100 Punkte auf Null und ließ einen starken 11-Darter folgen, um auf 3:3 auszugleichen. Wright hatte jetzt einen Lauf, konnte ein 88er-Finish auf dem Bullseye nachlegen und übernahm erstmalig die Führung. Die hatte allerdings nur kurzzeitig Bestand, weil Wright im achten Leg zweifach auf Doppel patzte und der Weltmeister von 2018 die Doppel-2 zum 4:4 treffen konnte. Zwei Legs später, also nach insgesamt zehn absolvierten Legs war die Begegnung noch immer offen und näherte sich dem Schlusspunkt. Wright legte bei eigenem Anwurf vor und hatte das Unentschieden bereits sicher, ließ im zwölften Leg aber einen Matchdart auf der Doppel-18 aus. So konnte Cross Sekunden später 48 Restpunkte, die er sich vorher mit einer 177 gestellt hatte, ausmachen und die Punkteteilung besiegeln.

Premier League Darts


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