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Van Gerwen überrollt Smith im Topspiel

Der siebte Spieltag der Premier League Darts 2018 fand in Schottland statt, genauer gesagt im SSE Hydro von Glasgow. Die Hauptsaison neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu und so war es speziell für die Spieler in der unteren Tabellenhälfte allerhöchste Zeit, Punkte einzufahren, um nicht nach dem neunten Spieltag auszuscheiden. Richtungsweisend war deshalb gleich das erste Match des Abends zwischen den Tabellennachbarn Daryl Gurney und Mensur Suljovic, ehe das absolute Topspiel zwischen den Spitzenreiter Michael van Gerwen und Verfolger Michael Smith folgte. Der Liebling der schottischen Fans, Gary Anderson bekam es danach mit Simon Whitlock zu tun, später noch ging es für Peter Wright gegen Raymond van Barneveld und Gerwyn Price gegen Rob Cross um sportlich überlebenswichtige Punkte.

Gurney am Geburtstag mit dem ersten Sieg

Los ging es also mit dem Duell zwischen den punktgleichen Daryl Gurney und Mensur Suljovic, die beide noch gefährlich weit unten stehen. Speziell Gurney war an seinem 32. Geburtstag besonders motiviert, seinen ersten Sieg der Premier League-Saison einzufahren. Gleich im ersten, selbst begonnenen Leg gelang Gurney das erste Maximum, auf der doppelten 16 checkte er wenig später zum ersten Leggewinn des Abends aus. Obwohl Mensur im zweiten Leg ein 161er-Highfinish nur knapp verpasste, konnte er ausgleichen; und ein Leg später war er bereit, das erste Break zu schaffen. Doch Gurney hatte andere Pläne und spielte ein Highfinish von 101 Punkten zum 2:1.

Mensur Suljovic ist unzufrieden mit seiner Leistung Schatten

Das bisherige Muster setzte sich auch in der Folge fort, beide Akteure sicherten sich souverän die selbst begonnenen Legs. Gurney schaffte dies auch im siebten Leg, ehe ihm per 61er-Checkout das erste Break des Spiels gelang, mit 5:3 führte er zu diesem Zeitpunkt. Mit einem Treffer in der doppelten 20 verteidigte „Superchin“ seinen eigenen Anwurf erneut und hatte schon mal einen Punkt sicher, natürlich sollte es jetzt auch unbedingt mit dem ersten Sieg klappen. Und genau der sollte es am Ende auch werden. Gurney brachte im zehnten Leg 102 Punkte auf null und bescherte sich auf diese Weise selbst ein Geburtstaggeschenk. Der erste Premier League-Sieg ist für Gurney ebenso wichtig wie verdient – beim Nordiren stehen ein Average von 98,5 Punkten und fünf 180er, zudem fand jeder zweite seiner Versuche auf Doppelfelder das Ziel.

Daryl Gurney beschenkt sich zum eigenen Geburtstag mit einem Sieg Schatten

Das Topspiel des Abends war zweifellos das zweite des Abends zwischen dem Erst- und dem Zweitplatzierten der Tabelle. Michael van Gerwen trennt nur die um ein Leg bessere Legdifferenz von seinem heutigen Gegner Michael Smith. Ins heutige Duell verlief der Start wie gewünscht für den Engländer. Van Gerwen verfehlte zwei Mal die Doppel-18, Smith breakte auf der Doppel-20. Generell traf der Weltranglistenerste in der Anfangsphase kaum Triplefelder, sodass sich Smith trotz einiger Schwierigkeiten auf Doppelfelder auch das zweite Leg greifen konnte. Auf der doppelten 18 konnte sich van Gerwen im Anschluss daran sein erstes Leg sichern, schon wenige Minuten später legte er ein Break und den damit verbundenen 2:2-Ausgleich nach. Ein 148er-Highfinish via Triple-20, Triple-16 und Doppel-20 drehte das Spiel, ehe van Gerwen auch noch das vierte Leg in Serie per 92er-Checkout nachlegte.

Namensvetter Michael van Gerwen und Michael Smith Schatten

Dass Smith sich im siebten Leg anstatt 108 Punkte zu checken nur 24 Rest stellen konnte, kostete ihn auch dieses Leg, weil van Gerwen imstande war, 116 Punkte vom Board zu nehmen. Mit fünf perfekten Pfeilen eröffnete van Gerwen das nächste Leg und checkte 60 Punkte zum 11-Darter und zum 6:2, Smith wurde schlicht und ergreifend überrollt. Sein drittes Highfinish brachte ihm im Anschluss auch den Sieg. Er löschte 107 via Bullseye, 17 und Tops und vernichtet Smith mit 7:2. Nach einem schwachen Start drehte der Tabellenerste auf und gewann das Topspiel mit sieben Leggewinnen in Serie völlig verdient. Des Weiteren baut er seinen tabellarischen Vorsprung aus und wird demnächst wohl einsam seine Kreise an der Spitze ziehen.

Michael van Gerwen ist alleiniger Tabellenführer der Premier League Schatten

Anderson verzaubert seine Fans – nächste Klatsche für Wright

Die Fans in Glasgow freuten sich im Vorfeld natürlich am meisten auf Gary Anderson, und dieser hatte seinen Auftritt am Anschluss an das Topspiel gegen Simon Whitlock. Auf der Doppel-12 holte sich Anderson das Auftaktleg, aber auch Whitlock war wach und holte sich den Ausgleich. Das dritte Leg gewann der Schotte per 101er-Highfinish, diesem legte er einen 12-Darter zum Break und zum 3:1 nach. Ein Treffer in der doppelten 4 brachte Anderson im Anschluss das eigene Leg und einen Vorsprung von drei Legs.

Simon Whitlock Darts Wurftechnik Schatten

Die vier Legs, die daran anschlossen, wurden untereinander aufgeteilt, sodass Anderson beim Stand von 6:3 aus seiner Sicht auf jeden Fall nicht mehr verlieren würde. Ein 12-Darter brachte dem Australier dann noch sein viertes Leg, schon wenige Minuten später war das Match dann jedoch beendet. Anderson checkte 74 Punkte mit zwei Darts, spielte so einen 14-Darter zum Abschluss und entschied sein Heimspiel mit 7:4 für sich. Bei seinem zweiten Sieg in dieser Premier League-Saison spielt Anderson durchschnittlich 102,5 Punkte pro Aufnahme, wirft sechs Maxima und trifft die Hälfte seiner Versuche auf Doppel. Auch Whitlock war mit über 104 Punkten im Schnitt pro Aufnahme richtig gut unterwegs, sein viertes Spiel ohne Sieg in Folge lässt aber auch ihn wieder nach unten schauen.

Gary Anderson ist begeistert Schatten

Zwei 1:7-Niederlagen in Folge hatten Peter Wright mächtig zugesetzt, er war auf Platz neun abgerutscht. Gegen Raymond van Barneveld wollte der Weltranglistenzweite endlich aus seinem Tief herauskommen. Das erste Leg war geprägt von Doppelproblemen beider Akteure. Wright patzte viermal auf Doppelfelder, sodass „Barney“ trotz dreier eigener Fehler das frühe Break eintüten konnte. Auf der doppelten 7 zum Abschluss eines 86er-Checkouts verdoppelte van Barneveld seine Führung. Im dritten Leg gelang es dann auch Wright, per 13-Darter ein Leg für sich zu verbuchen. Auf der doppelten 10 stellte der Niederländer den vorherigen Vorsprung wieder her, und ein 14-Darter brachte ihm das nächste Leg. Das alles geschah relativ ungefährdet für „Barney“, weil Wright zu diesem Zeitpunkt nur rund 85 Punkte im Schnitt warf.

Peter Wright Wurftechnik Schatten

Ein schöner 12-Darter ohne große Gegenwehr brachte van Barneveld auch das 5:1. Erst im Leg danach bekam Wright wieder eine Möglichkeit auf Doppel, traf bei 98 Rest mit dem zweiten Dart die einfache 19 und nahm sich so einen zweiten Wurf auf das Doppelfeld. Van Barneveld war zur Stelle und nahm 70 Punkte mit, beim Stand von 6:1 war ihm ein Punkt bereits sicher. Doch natürlich wurden es am Ende auch zwei für „Barney“, er fügte Wright die dritte 1:7-Niederlage in Serie zu. Wrights Average von 88 Punkten (er traf einen von sechs Versuchen auf Doppelfelder) war dem des Siegers einfach nicht gewachsen, dieser blieb nur knapp unter 100 Punkten im Schnitt pro Aufnahme. Für Wright wird es richtig eng, er muss an den verbleibenden zwei Spieltagen unbedingt die Kurve kriegen, um dem Ausscheiden noch zu entgehen.

Raymond van Barneveld reckt die Faust zum Sieg Schatten

Von Cross und dem Publikum vernichtet: Price vor dem Aus

Zwei komplett unterschiedliche Ausgangslagen trafen im letzten Match aufeinander. Rob Cross präsentiere sich nach holprigem Start nun von seiner besten Seite und schaffte vier Siege in Serie. Auf der anderen Seite ist Gerwyn Price noch immer ohne Sieg, drei Niederlagen nacheinander tun ihr Übriges: Price war heute im Grunde zum Siegen verdammt. Er startete gut – ein gut platzierter Pfeil in Tops zum 1:0 bedeute das frühestmögliche Break für den „Iceman“, weil er im Leg danach allerdings Doppelchancen ausließ kassierte er das sofortige Rebreak. Dabei fühlte er sich vom Publikum gestört, beschwerte sich und brachte so das Publikum gegen sich auf, welches ihn in der Folge bei jedem Wurf auspfiff.

Gerwyn Price Schatten

Cross ließ sich von den Aktionen seines Gegners überhaupt nicht beeinflussen und checkte 143 Punkte zum 2:1 aus, und per 81er-Finish legte der Weltmeister auch das Break zum 3:1 nach. Mit einem perfekt ausgeführten 67er-Finish machte Cross souverän weiter und holte sich sein viertes Leg. Von den anhaltenden Provokationen vonseiten des Walisers ließ sich „Voltage“ auch weiterhin überhaupt nicht aus der Ruhe bringen, ein weiteres Break markierte das 5:1, welchem er völlig problemlos auch das 6:1 und das damit verbundene sichere Unentschieden nachlegte. Im achten Leg stellte der Weltmeister sich mit einer 180 66 Rest, die er mit der nächsten Aufnahme auch ausmachen konnte. Theoretisch ist er zwar noch nicht draußen, diese 1:7-Niederlage dürfte für Price allerdings schon das praktischen Aus gewesen sein. Für Cross geht es im Gegensatz dazu mit dem fünften Sieg in Serie immer weiter nach oben.

Rob Cross präsentiert sich weltmeisterlich Schatten

In der Tabelle bleiben van Gerwen und Smith unverändert auf den Toppositionen, wobei van Gerwen natürlich zwei Punkte Abstand herstellen konnte. Cross bleibt zwar auf Platz drei, schließt nach Punkten jedoch zu Smith auf. Van Barneveld rückt auf Platz vier vor, auch Anderson verbessert sich und ist jetzt gleichauf mit Whitlock Fünfter. Gurney und Suljovic tauschen die Positionen, wobei Suljovic auf acht zwei Punkte weniger als Gurney hat und punktgleich mit dem Tabellenneunten Wright ist. Schlusslicht bleibt unverändert Price.

Weiter geht es nächsten Donnerstagabend im nordirischen Belfast, wo Gurney sich auf sein Heimspiel freuen darf, er wird es mit Cross zu tun bekommen. Weiterhin kommt es zum „Oranje-Duell“ zwischen van Barneveld und van Gerwen. Außerdem spielt Suljovic gegen Anderson, Smith gegen Price und Whitlock gegen Wright.

Alexander Kuck

Premier League Darts

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