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Wettbasis


Van Gerwen bleibt Erster, Price bleibt Letzter

Fünf Spieltage der ersten Phase der Premier League sind bereits gespielt, vier weitere folgen noch. Dazu gehörte auch der sechste Spieltag im englischen Nottingham. Mit Blick auf die Judgement Night am neunten Spieltag wird es allmählich richtig ernst für die in der Tabelle niedrig platzierten Spieler. Dies gilt insbesondere für die noch sieglosen Akteure Daryl Gurney und Gerwyn Price, die gegen Simon Whitlock beziehungsweise Michael van Gerwen dringend Punkte benötigten. Den Auftakt des Spieltags machte das Match zwischen Michael Smith und Peter Wright, ehe Gurney und Whitlock an der Reihe waren. Das dritte Spiel bestritten Mensur Suljovic und Rob Cross, das vierte Price und van Gerwen, sodass Raymond van Barneveld und Gary Anderson den Abend beenden durften.

Smith fertigt Wright ab, Gurney noch immer sieglos

Los ging es also mit dem Duell von Michael Smith und Peter Wright. Wright steckt zurzeit in einem Tief, verlor wenige Tage nach seinem frühen UK-Open aus in der Vorwoche mit 1:7 gegen Mensur Suljovic. Smith verlor letzte Woche zwar seine Spitzenposition, lag mit vier Siegen aus fünf Spielen aber weiterhin über dem, was allgemein von ihm erwartet wurde. Per 13-Darter eröffnete Smith den Abend, welchem er ein 77er-Finish zum Break nachlegte. Auch das dritte Leg wurde über Tops ausgecheckt, Wright traf es zum umgehenden Rebreak. Vier Fehler auf Doppel kosteten den Schotten im Anschluss den Ausgleich, stattdessen traf Smith erneut Tops, welchem er kurze Zeit später auf der doppelten 10 die 4:1-Führung nachlegte. Wright kam weiterhin nicht in sein Spiel herein, völlig problemlos holte sich der „Bully Boy“ das sechste Leg und damit verbunden ein weiteres Break.

Peter Wright fragt sich, wo seine Form geblieben ist Schatten

Per 50er-Checkout holte sich Smith sein sechstes Leg, erneut war „Snakebite“ nicht ansatzweise in der Lage, seinen Gegner bei eigenem Anwurf zu gefährden. Ein Leg später bekam Wright bei 94 Restpunkten seine letzte Möglichkeit. Da er diese nicht nutzte durfte Smith bei 40 Rest ans Board und traf mit seinem zweiten Matchdart. Wright unterliegt also zum zweiten Mal nacheinander mit 1:7. Ein Average von unter 83 Punkten, eine Doppelquote von 20 Prozent und keine einzige 180 – diese Zahlen belegen den schwachen Auftritt des Weltranglistenzweiten. Smith selber tat nicht mehr als unbedingt nötig; warf im Schnitt knapp 95 Punkte pro Aufnahme, die Hälfte seiner Versuche auf Doppel trafen das gewünschte Ziel. Nach sechs Spieltagen steht Smith bei zehn Punkten, Wright bleibt bei vier stehen und rutscht zusätzlich auch aus den Top-8 der Tabelle.

Peter Wright hatte keine Chance gegen Michael Smith Schatten

Schon mehrfach stand Daryl Gurney vor seinem ersten Sieg in der Premier League, so vergab er letzte Woche drei Chancen dazu gegen Gary Anderson und spielte erneut nur Unentschieden. Gegen Simon Whitlock sollte jetzt natürlich ein Sieg her, so wie er im Grand Prix Finale 2017 gegen Whitlock seinen ersten TV-Titel holen konnte. Souverän sicherte sich Whitlock das erste, selbst begonnene Leg. Ähnlich machte es auch Gurney als er sich sein erstes Leg holte; per 91er-Finish griff sich der Nordire im Anschluss daran auch das erste Break des Spiels. Mit sechs perfekten Pfeilen startete der „Wizard“ in das vierte Leg, weil er sich allerdings zwei Fehler auf Doppelfelder leistete konnte sich Gurney doch noch das 3:1 schnappen. Dank eines 58er-Checkout gelang Whitlock sein zweiter Leggewinn, ehe er sich kurze Zeit später dank eines 133er-Highfinishes auch den Ausgleich sichern konnte.

Daryl Gurney feiert mit den Fans in Nottingham seinen Walk on Schatten

Der Australier wurde jetzt spürbar stärker auf die Doppelfelder und brachte sich dank eines 65er-Checkouts im siebten Leg zum ersten Mal in Front, Gurney hatte vorher seinerseits einmal auf das Bullseye gepatzt. Ein Leg später verfehlte Whitlock das Bullseye, auf diese Weise ermöglichte er seinem Gegner den 4:4-Ausgleich. Ein 88er-Checkout auf der Doppel-14 verhalf Whitlock zum 5:4, sodass Gurney für seinen ersten Sieg jetzt drei Legs in Folge gewinnen müsste. Den Anfang bei diesem Vorhaben machte ein 75er-Finish des Weltranglistenfünften zum 5:5, und im Leg darauf stellte er sich 36 Restpunkte. Jedoch war Whitlock bei 112 Restpunkten zuerst an der Reihe und er nahm dieses Highfinish tatsächlich mit. Jetzt war klar, dass Gurney wieder ohne Sieg bleiben würde, er hatte jetzt aber wenigstens noch die Möglichkeit zum Unentschieden. Das letzte Leg war dann geprägt von Nervosität: Gurney hatte die erste Chance, ließ bei 68 Rest jedoch einen Versuch auf die Doppel-16 aus. Whitlock hatte sich wieder 112 gestellt, verfehlte dieses Mal Tops. Gurney vergab anschließend drei Möglichkeiten auf die Dopepl-16, nur um zugucken zu können, wie Whitlock eine Aufnahme später drei weitere Matchdarts nicht zu nutzen wusste. Gurney war immer noch bei 32 Zählern, verfehlte nach außen, nach innen und versenkte seinen letzten Dart in der Doppel-8. So richtig weiter hilft Gurney sein insgesamt viertes Unentschieden nicht, dennoch gelingt es ihm, wenigstens Wright hinter sich zu lassen.

Simon Whitlock und Daryl Gurney lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe Schatten

Cross nimmt weiter an Fahrt auf

Sowohl Mensur Suljovic als auch Rob Cross erlebten einen Fehlstart in die diesjährige Premier League, doch mittlerweile sind beide mittendrin im Geschehen. Dieses Duell gab es zuletzt beim Masters Ende Januar – mit dem besseren Ende für den Österreicher. Gleich zum Auftakt gab es ein Break zu bestaunen, der Weltmeister war es, der die Doppel-18 zum Abschluss eines 13-Darters treffen konnte. Dank eines 68er-Checkouts erhöhte dieser auf 2:0, ehe Mensur per 59er-Checkout zu seinem ersten Erfolgserlebnis kam. Mit einem 104er-Highfinish stellte „Voltage“ zunächst den alten Abstand hinterher, und er legte mit einem 11-Darter auch das 4:1 nach; keiner der Spieler vergab bis hierhin auch nur einen Versuch auf Doppelfelder.

Mensur Suljovic umarmt Rob Cross Schatten

Weil Mensur das Bullseye im sechsten Leg um Millimeter verfehlte kam Cross auch zum 5:1, kurze Zeit später machte er auch das 6:1 und damit verbunden auch einen sicheren Punktgewinn klar. Natürlich sollten es für den Weltmeister jetzt auch zwei davon werden, zunächst konnte „The Gentler“ dies aber verhindern und holte sich auf der Doppel-9 sein zweites Leg. Letztendlich traf der Engländer im neunten Leg die Doppel-12 und machte so den ungefährdeten 7:2-Erfolg. Bei einem gegnerischen Average von über 107 Punkten und einer Doppelquote von fast 86 Prozent war heute für Mensur einfach nicht mehr drin. Der Wiener selber warf im Schnitt knapp 95 Punkte pro Aufnahme und versenkte zwei seiner vier Versuche in den Doppelfeldern. Cross holt sich somit seinen vierten Sieg in Serie und rückt weiter vor.

Erster gegen Letzter – das waren die Vorzeichen des Aufeinandertreffens von Michael van Gerwen und Gerwyn Price. Beschwerend für Price kommt hinzu, dass ihm bei zwölf Duellen noch nie ein Sieg gegen van Gerwen gelungen war. Zumindest konnte der „Iceman“ einen guten Start für sich verbuchen, 67 checkte er im Auftaktleg. Ohne jegliche Schwierigkeiten konnte auch van Gerwen seinen Anwurf verteidigen, ehe Price im Anschluss daran trotz Ausrutschers in die einfache 1 80 Punkte zum 2:1 auf null brachte. Im folgenden Leg vergab Price einen Dart auf die doppelte 12, sodass van Gerwen hiervon profitierte und Tops zum 2:2-Ausgleich traf. Für das bisherige Highlight der Partie sorgte der Weltranglistenerste im darauffolgenden fünften Leg, als er 152 Punkte auslöschte und so das erste Break des Spiels schaffte, welchem er per 95er-Checkout das 4:2 nachlegte.

Gerwyn Price bleibt weiterhin ohne Premier League-Sieg Schatten

Ein verworfener Pfeil auf das Bullseye kostete Price dann auch das siebte Leg, da van Gerwen eiskalt 71 Punkte zum 5:2 von der Scheibe nehmen konnte. Als er im achten Leg per 13-Darter auch das sechste Leg für sich entschied stand bereits fest, das Price wieder ohne Sieg bleiben würde. Seinen ersten Matchdart erhielt van Gerwen schon im nächsten Leg, er verpasste am Ende nach Treffern in der dreifachen 19 und dreifachen 16 allerdings das alles beendende Bullseye. Price bäumte sich nochmal auf und nahm 117 Punkte zum 3:6 aus seiner Sicht mit. Ein Leg später war das Spiel dann aber durch, van Gerwen checkte 60 Restpunkte aus und griff sich somit im dreizehnten Spiel gegen Price den dreizehnten Sieg. Price spielte gar nicht schlecht (Average von knapp 93 Punkten, Doppelquote von 60 Prozent, den Werten van Gerwens (Average von fast 105 Punkten, Doppelquote von beinahe 60 Prozent) war er damit aber nicht gewachsen. Price bleibt Letzter, ihm droht jetzt, dass er den Anschluss an das rettende Ufer verlieren könnte.

Michael van Gerwen präsentierte sich in Nottingham von seiner stärksten Seite Schatten

Anderson rettet erneut ein Unentschieden

Zum Schluss fehlten dann mit Raymond van Barneveld und Gary Anderson zwei ehemalige Sieger dieses Turniers, Anderson ist zusätzlich zurzeit seit 22 Spielen ungeschlagen. Ein Treffer in der doppelten 20 bedeutete das sofortige Break für den UK-Open-Sieger, per 56er-Checkout kam „Barney“ seinerseits zum direkten Rebreak. Auf der Doppel-8 kam van Barneveld zum 2:1, ehe Anderson das erste Highfinish des Spiels gelang und er 105 Punkte zum 2:2-Ausgleich auslöschte. Diesem Erfolgserlebnis konnte der Schotte ein weiteres nachlegen. Van Barneveld ließ im fünften Leg drei Möglichkeiten auf der doppelten 8 liegen, Anderson bestrafte ihn dafür, weil er 117 Punkte zum Break auscheckte. Ein solides 46er-Finish brachte ihm im Anschluss daran zum ersten Mal einen Abstand von zwei Legs. Nachdem sich der Niederländer zunächst das 3:4 aus seiner Sicht holte eröffnete er das achte Leg mit zwei 180ern nacheinander. Auch der siebte Pfeil steckte in der dreifachen 20, der achte schrammte allerdings an der dreifachen 19 vorbei. Schlussendlich spielte van Barneveld einen 11-Darter zum 4:4-Ausgleich.

Raymond van Barneveld wirkt oftmals depressiv Schatten

Im Anschluss daran holte sich „Barney“ sein drittes Leg in Serie und ging so wieder in Front. Auf der doppelten vier marschierte van Barneveld weiter und hatte das Unentschieden schonmal sicher. Selbstverständlich war auch der Sieg weiterhin möglich für den Niederländer, und erhielt im elften Leg gleich fünf Möglichkeiten dazu. Ihm versagten in diese entscheidenden Momenten jedoch die Nerven und Anderson konnte trotz dreier eigener Fehler zum 5:6 aus seiner Sicht kommen. Den Abschluss machte also das zwölfte Leg und Anderson zeigte zum Abschluss des Spieltags eins der Highlight des Abends: 144 Punkte brachte er auf null, holt sich also doch noch das Unentschieden und hält auf diese Weise seine Serie an ungeschlagenen Duellen aufrecht.

Gary Anderson und Raymond van Barneveld trennten sich unentschieden Schatten

Van Gerwen behält auch nach dem sechsten Spieltag seine Spitzenposition, bei zehn Punkten trennt ihn nur ein Leg Unterschied vom zweitplatzierten Smith. Cross und Whitlock auf den Positionen drei und vier haben Plätze getauscht, während van Barneveld unverändert auf fünf liegt, Anderson ist sechster. Suljovic, Gurney und Wright liegen mit jeweils vier Punkten auf den Plätzen sieben bis neun, wobei Wright zum ersten Mal „unter den Strich“ rutscht. Letzter bleibt Price mit zwei Punkten.

Nächste Woche zieht es die Premier League nach Schottland. In Glasgow kommt es dabei zum Topspiel zwischen van Gerwen und Smith, während Lokalmatador Anderson auf Whitlock trifft. Außerdem im Programm: Gurney gegen Suljovic, Wright gegen van Barneveld und Cross gegen Price.

Alexander Kuck

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